Aussage: "Geld ist nicht wichtig"

      Aussage: "Geld ist nicht wichtig"

      Servus,

      es gibt wieder eine Sache für die ich mich in Sachen "Ukrainische Frauen" näher interessiere. Es ist die Aussage:

      "Geld ist nicht wichtig für mich..."


      Natürlich kann man naiv sein und das glauben. Aber irgendwas sagt mir immer (egal ob hier oder in der Ukraine gehört), dass es nicht so einfach ist wie man denkt. Ich stelle mir beispielsweise folgendes Szenario vor. Deutscher Mann lernt Ukrainerin kennen. Er besucht sie, beide sind sehr glücklich und beginnen eine Beziehung. Der Mann merkt natürlich, dass sein Gehalt in Euro locker dafür ausreicht, ihr ein paar nette Schuhe zu kaufen. Er schlägt ihr das vor, doch sie lehnt ab mit der Aussage "Geld und teure Geschenke sind mir egal". Kurz nach dem Kennenlernen und auch nach eine Weile Beziehung bewahrheitet sich diese Aussage natürlich immer wieder.

      Aber wie schaut es aus, wenn man eine Weile länger zusammen lebt.. sprich: die Zeit ab der man die rosa Brille nicht mehr auf hat.
      Wie schaut es aus, wenn man mit ihr verheiratet ist und man dann in Deutschland lebt und sie davon erzählt was sie Ihrer Familie an Geld schicken möchte?! Weil sie sieht was wir hier haben und sie dort nicht?! Vielleicht lernt man auch hier das Geld zu haben sehr wichtig ist?!
      Wie wichtig Geld jetzt in der aktuellen Lage für ihre Familie ist?!

      Ich denke das Thema ist eine Diskussion wert :)
      Und hey, es soll nicht darum gehen ob es richtig oder falsch ist, ob man als Mann das Geld hat oder zu geben hat weil es ja um die eigene Frau geht. Es soll ausschließlich um die Aussage "Geld ist nicht wichtig" gehen und darum wie lange diese Aussage bestand hat.
      Wäre mal interessant zu sehen ob's über die Jahre hinweg bei allen so geblieben ist oder eher nicht.

      Den Anfang mache ich :)
      Bei meiner Freundin ist es so, dass sie immer sagt "Geld ist nicht wichtig".
      Ich glaube ihr das und bei dieser Meinung bleibt sie nun schon seit zwei ganze Jahre -
      Oder anders gesagt: Keine Chance ihr mal auf meine Kosten zwischendurch etwas zu gönnen...

      Trotzdem habe ich bei ihren Freundinnen mitbekommen das sie auch dieser Meinung sind ... dann ABER (und hier ist das was vollkommen widersprüchlich ist) 20 Minuten später darüber reden, dass der Freund mal langsam neue Klamotten kaufen sollte. Und dabei kann er gleich mal nach paar neuen Schuhen für den Herbst (!!) gucken. Passt bei jedenfalls nicht zusammen.
      Forget what hurt you but never forget what it taught you.
      Also das Geld unwichtig ist-ich habe da so meine Zweifel!Weiß von Bekannten in der Ukraine daß ihre Beziehungen(Verheiratet) an die Wand gingen,weil KEIN Geld mehr da war!!!!Aber das ist mit Sicherheit nicht nur eine Ukrainische Eigenart,in Deutschland und wo anders wird es wohl nicht anders sein!

      sumsibrum schrieb:

      Geld ist nur dann wichtig wenn man keins hat...

      100% Zustimmung. Es geht doch nicht um Reichtum, sondern darum, dass genug vorhanden ist, damit die Familie leben und nicht nur überleben kann. Was das im Detail bedeutet, ist natürlich subjektiv sehr unterschiedlich. Da gibt sowohl bei Frauen als auch bei Männern ganz unterschiedliche Sichtweisen. Entscheidend ist, dass man halbwegs kompatibel ist bzw. mit der Zeit wird.

      Hypothetische Situation: Ich würde genug verdienen, damit sich meine Frau jeden Monat 100 Paar Designer Schuhe kaufen könnte ohne das wir Abstriche bei anderen notwendigen Ausgaben machen müssten. Trotzdem würde ich dieses Verhalten missbilligen, denn in meinem Wertesystem ist das Kapitalvernichtung. Würde es jeden Monat immer wieder darüber Diskussionen geben, ob nun 10 Paar Schuhe oder nur 5 genug sind, es würde dann mit uns nicht passen. Ich brauche eine geizige/sparsame Frau, die lieber in Immobilien investiert, als auch nur ein Paar überteuerte Designer Schuhe zu kaufen.
      Es mag Männer geben, die da ganz anders sind, viel Konsum orientierter. Daran ist nicht falsches, wenn man das Geld selbst verdient hat, soll man es so ausgeben, wie man meint. Aber auch hier gilt wieder: Die Frau muss dann diese Präferenz für das Verschwenderische teilen.

      Kurz: Der Umgang mit finanziellen Ressourcen muss ähnlich sein. Es geht oft auf Dauer nicht gut, wenn einer bestimmt, was der andere ausgeben darf.

      wenzel schrieb:

      sie davon erzählt was sie Ihrer Familie an Geld schicken möchte?

      Viele Frauen werden das nicht sagen. Sie erwarten, dass der Mann den Bedarf erkennt und von sich aus aktiv wird. Wie man die finanziellen Ressourcen allokiert, sollte das Ergebnis einer gemeinsamen Entscheidungsfindung sein. Dabei sollte man die Karten offen auf den Tisch legen: So sieht es auf der Einnahmen- und so auf der Ausgabenseite aus. Was verändern wir?

      wenzel schrieb:

      Wäre mal interessant zu sehen ob's über die Jahre hinweg bei allen so geblieben ist oder eher nicht.

      Das ändert sich mit der Zeit. Auch Deine Ansprüche werden vermutlich mit der Zeit steigen. Es kommt ein Anfangsgehalt, was schon viel mehr als Bafög ist, dann kommen Beförderungen, vielleicht machst Du Dich irgendwann selbständig oder arbeitest im Management und verdienst sogar mehr, als Du es Dir jetzt erträumst. I.a. wird sich damit auch die Einstellung auf der Ausgabenseite ändern.
      Was immer viel schwieriger zu verkraften ist, sind Phasen des finanziellen Abstiegs, ohne genügen Aufträge als Selbständiger oder ohne Job. Viele Leute machen zumindest irgendwann in ihrem Leben auch diese Erfahrungen.

      Gruß
      Siggi
      Natürlich, aber einfach zu sagen "Geld ist nur wichtig wenn man es braucht" finde ich zu wenig. Die Erfahrungen und Erzählungen welche wirklich stattgefunden haben sind da schon interessanter. Danke :)

      Siggi schrieb:

      ... damit sich meine Frau jeden Monat 100 Paar Designer Schuhe kaufen könnte ohne das wir Abstriche bei anderen notwendigen Ausgaben machen müssten. Trotzdem würde ich dieses Verhalten missbilligen, denn in meinem Wertesystem ist das Kapitalvernichtung.

      Natürlich Siggi, das würde ich auch nicht und die Trennung wäre schneller da als sie denkt. Mir persönlich mag Geld nicht wichtig sein, aber ich bin da bestimmt wie viele andere hier - angepasst an die finanzielle Situation. Anders denkend würde man auch gar nicht klar kommen und immer unzufrieden sein. Nicht gut für das eigene Selbstbewusstsein :D

      Siggi schrieb:

      Was immer viel schwieriger zu verkraften ist, sind Phasen des finanziellen Abstiegs, ohne genügen Aufträge als Selbständiger oder ohne Job

      Ja, daran gehen viele Beziehungen kaputt. Der Mann braucht doch nur mal 2 Jahre arbeitslos sein,.. Ich tippe auf mehr als 50 % der Frauen suchen sich dann einen anderen Mann, alleine schon weil ihr Mann meist ihr Vorbild/ ihre Orientierung ist. Diese muss ja bekanntlich fest im Leben stehen und wissen wie alles funktioniert ;)
      Forget what hurt you but never forget what it taught you.

      wenzel schrieb:

      Ich denke das Thema ist eine Diskussion wert

      nein, darüber zu *diskutieren* ist absolut müssig und führt zu nichts.

      wenzel schrieb:

      Wäre mal interessant zu sehen ob's über die Jahre hinweg bei allen so geblieben ist oder eher nicht.

      Ach so, du willst gar nicht darüber diskutieren, sondern nur die Erfahrung anderer lesen.
      ok
      aber du solltest nicht den Fehler machen und aus den Erfahrungen anderer mit anderen Meschen in anderen Situationen irgendwas für dich abzuleiten.
      Man kann aber aufgrund der Erfahrung anderer sich auf Eventualitäten einstellen.


      wenzel schrieb:

      Passt bei jedenfalls nicht zusammen.

      Doch, kann ganz gut passen.
      Geld mag diesen Freundinen deiner Holden nicht wichtig sein, was ihnen wichtig ist, ist das, was man mit Geld bekommen kann.

      Viele Ukrainer haben wenig bis gar keine Geld, sie haben sich daran gewöhnt.

      Kommen sie zu Geld, wird das Geld verprasst, so richtig verprasst. Alles. Man geht mit Freunden und mit Leuten, die man für Freunde hält teuer aus. Solange man Geld hat. Danach hat man dann auch keine Freunde mehr.
      Ich kenne so einen Fall.
      Es war nicht mal eigenes Geld, sondern geliehen.

      Anderen ist Geld tatsächlich nicht wichtig, auch nicht, was man dafür kaufen kann.
      Wichtig sind die Kleinigkeiten, die man zum Überleben braucht. Nützliche Gegenstände, angefangen bei Messer bis in zu Motorsägen. Sie wissen die Gegenstände aber nicht zu schätzen, die besten Metzgermesser werden benutzt, um im Garten zu arbeiten.

      Es gibt auch Menschen in UA, auch Frauen, denen ist Geld wichtig. Es wird nicht verprasst. Es wird zusammengehalten, vermehrt.
      DAs gilt in der Regel für die, denen das Geld (und gar nicht mal wenig) nicht einfach so in den Schoss gefallen ist.
      Wenn das Frauen sind, dann kann aber auch mal das Pferd mit ihnen durchgehen und dann wollen sie nach all dem Sparen doch tolle Kleider und Schuhe und Urlaub. Schauen aber auch auf den Preis. Geht gar nicht so sher um die Summe, sondern ob der Preis und der Gegenwert stimmen.

      Das war alles über Ukrainer, die ich kenne.

      Und jetzt soll mir bitte jemand erzeählen, dass das nicht auch auf Meschen anderer Kulturen und mit anderer Staatsangehörigkeit passt.
      Als wirkliche Hürde würde ich eher den Moment bezeichnen, bei der die Beziehung enger wird und "man" mit dem Papier, Bleistift oder einer Exeltabelle der osteuropüischen Holden versucht die Grundzüge einer längerfristigen Haushaltsplanung näher zu bringen.

      Das stößt meiner Erfahrung nach auf komplettes Unverständnis, Kosten werden teilweise nicht verstanden bzw. können nicht nachvollzogen werden
      und die Diskussion verstummt oder endet im gegenseitigen Frust.

      Leider fehlt mir nach 22 Jahren Osteuropa da vielleicht auch die Erinnerung und die Erfahrung wie das in Deutschland früher war/ist.

      Bisher habe ich entsprechende, notwendige Diskussionen dann beim Aufkommen von Frust nicht mehr zielstrebig weiterverfolgt - alleine um des lieben Friedens willen, aber eine Lösung ist das nicht. (und bin nur deshalb liiert - nicht verheiratet?!)
      wenzel, für die ukrainischen Frauen ist Geld wichtig. Klar eine normal erzogene Frau und besonders eine die nicht ganz doof ist sagt: ich will keine Geschenke usw. (weil will ja nach Deutschland und will das du über sie gut denkst). Bei denn ukrainischen Frauen gibt es ein Sprichwort: ein richtiger Mann muss verdienen können.

      Ich arbeite hier in der Stadt wo ich lebe und in geringer Umgebung mit Menschen die am Bazar sitzen zusammen. Das sind meistens Frauen und klar das sie sofort das Gespräch suchen wen sie selber oder ihre Freundinnen, Verwandte Frauen entweder schon einen deutschen Mann hatten, kurz davor sind oder immer noch haben.

      Hier sind wir schon bei dem was sumsibrum gesagt hat.Natürlich sind Frauen extrem glücklich wen ihr Mann reich ist, aber auch nicht ganz unglücklich wen ihr Mann wenigstens eine gute Wohnung bzw. Haus hat so das er ihr Geschenke kaufen kann so das sie guten Urlaub machen können usw.

      Aber das ist eher selten der Fall meistens hört man nur negatives und man Fragt immer: stimmt dass, das die deutschen Männer extrem geizig sind? Also wen man als deutscher in eine Mietwohnung lebt und so viel verdient das die Frau auch denn ganzen Tag über arbeiten muss damit man mehr oder weniger normal leben kann so etwas gefällt denn Frauen überhaupt nicht.

      Bei Männer die wie beschrieben leben ist es nur eine Frage der Zeit bis die Frau weggeht. Meistens hört man dann das sie dort im Deutschland einen Russlands-Deutschen kennen gelernt vom deutschen Mann weg ist. Das ist halt nun mal so. Auch wen die Frau total verliebt ist so ist es doch nur paar Jahre dann aber spätestens wird die Geldfrage sehr wichtig. Für was soll sie mit einem Mann zusammen sein der andere Mentalität hat der sie nie im Leben ganz verstehen wird und der nicht mal um sie sorgen kann.

      Aber hier kommt wieder unsere deutsche Mentalität zum Einsatz. Zum einem Wollen wir eine ukrainischen Frau weil die noch Frauen sind im Vergleich zu denn feministischen deutschen Frauen deren Charakter Männlicher ist als bei jedem Mann. Zu gleich wollen wir aber das die Frau selber arbeiten geht und absolut selbständig ist und kein Geld vom Mann will. Entweder oder, beides geht halt nicht.

      Jetzt sind wir schon bei dem wichtigsten. Besonders deutsche Männer gelten hier als extrem geizig Wen man im Deutschland mit einer Frau essen geht bezahlt sie für sich selber aber wen man hier so etwas hört schaut es so aus: was ist das ein Mann oder im Leben nichts erreicht hat und nie erreichen wird?Viele Geschichten hört man wie geizig doch der deutsche Mann mit der Frau umgegangen ist.Das alles ist natürlich unbedingt eine Geldfrage und alles andere ist nur Wunschdenken.

      Das alles habe ich nur von denn normalen Frauen geschrieben denn guten Frauen und nicht von denn Geldgeilen.

      Übrigens dein Bekannter von dem du erzählt hast ist getestet worden und ist durchgefallen.Die Ukrainerinnen lieben MÄNNER mit großen Buchstaben. 1: Soll ich dir Schuhe kaufen, mein Schatz? Nein nein danke! OK kein Problem. FALSCH = memme und kein Mein!2: Jetzt gehen wir Schuhe kaufen! Nein danke ich brauche keine Schuhe ich habe schon welche! Dann hast du halt ein paar mehr, an der Hand genommen und ins Schuhegeschäft gezogen. (Denkst du die würde sich mit Händen und Füssen wehren?)RICHTIG = das ist ein richtiger Mann. Fazit: Will man als deutscher eine richtige Frau dann soll man den feministischen Schwachsinn vergessen was man aus Deutschland kennt und sich anfangen wie ein Mann zu benehmen.Das hat natürlich auch so seine Nachteile aber viel, viel mehr Vorteile.

      wenzel schrieb:

      Mir persönlich mag Geld nicht wichtig sein, aber ich bin da bestimmt wie viele andere hier

      Dann mache ich mal mein Coming Out hier: Mir ist Geld wichtig! Ich kämpfe mit der Einkaufsabteilung der Kunden erbittert um Preiserhöhungen von wenigen Prozenten, um einen Inflationsausgleich zu erzielen. Ich berechne die Rentabilität und versuche sie zu optimieren, meditiere stundenlang über Angebotshöhen. Auch habe ich schon jahrelange Kundenbeziehungen aufs Spiel gesetzt, um Forderungen nach der angemessenen Bezahlung durchzusetzen: "Schreiben sie auf den Auftrag, was sie wollen, aber wenn dort weniger, als auf meinem Angebot steht, ist das der letzte Auftrag, den wir für sie ausgeführt haben." Meine Erfahrung: Wenn Dir Geld nicht wichtig ist, wirst Du vielleicht auch nie einen angemessenen Lohn erhalten. Mir zumindest ist nie etwas in den Schoß gefallen. Ich musste als Kleinunternehmer darum mit den Einkaufsabteilungen der Großkonzerne kämpfen.

      Auch auf der Ausgabenseite ist mir Geld wichtig. Ich versuche Angebote zu vergleichen und das Beste (was nicht das Billigste sein muss) auszuwählen. Das macht doch vermutlich jeder (zumindest bei größeren Ausgaben), oder? Was soll dann der Spruch "Geld ist mit nicht wichtig"?

      Eine subjektive Wahrheit aus dem Geschäftsleben: "Wenn jemand sagt, dass ihm der Preis egal ist, hat das i.a. nur einen Grund: Er muss es nicht selbst bezahlen!"

      erne schrieb:

      Geld mag diesen Freundinen deiner Holden nicht wichtig sein, was ihnen wichtig ist, ist das, was man mit Geld bekommen kann.

      Diese Aussage ist trivial, oder? Niemanden ist doch Geld wegen der schönen Motive auf den Geldscheinen wichtig. Es geht doch immer nur um den Gegenwert.

      eetarga schrieb:

      Als wirkliche Hürde würde ich eher den Moment bezeichnen, bei der die Beziehung enger wird und "man" mit dem Papier, Bleistift oder einer Exeltabelle der osteuropüischen Holden versucht die Grundzüge einer längerfristigen Haushaltsplanung näher zu bringen.

      Das kommt auf die Frau an. Meine Frau hat ein rotes (nicht gekauftes) Diplom in Ökonomie. Bei uns ging das anders herum: Sie hat mir erst einmal aufgezeigt, wo ich mit meiner Firma zu wenig auf Rentabilität achte. Sie hat über meine Lebensversicherung gelacht und mich als Naivling bezeichnet, weil ich Versicherungsunternehmen mein Geld anvertraut habe, hat mich wg. Renovierungen kritisiert, die zu kostenintensiv waren, etc. Kurz: Sie hat mich zum Nachdenken und zu einigen Änderungen gebracht.

      Mischka232 schrieb:

      Natürlich sind Frauen extrem glücklich wen ihr Mann reich ist,

      Bestenfalls wird in der Anfangszeit Glück empfunden. Auch die schönste Villa wird irgendwann zur Normalität, was längerfristig bleiben kann, ist Zufriedenheit.

      Außerdem ist nicht wichtig, ob der Mann viel Geld hat, sondern wie viel davon seiner Frau frei zur Verfügung stehen. Ein reicher Mann muss nicht großzügig sein, ganz im Gegenteil. Nicht ohne Grund gibt es in DE den Spruch: "Von den Reichen kann man das Sparen lernen, von den Armen das Kochen". (In diesem Punkt gibt es einen kulturellen Unterschied zu UA, wo Neureiche gern den Reichtum zur Schau stellen.)

      Mischka232 schrieb:

      Will man als deutscher eine richtige Frau dann soll man den feministischen Schwachsinn vergessen was man aus Deutschland kennt und sich anfangen wie ein Mann zu benehmen.

      Ich hasse das Einkaufen, daher ist meine Frau bei uns für den Einkauf zuständig. Sie macht das preisoptimiert online, bestellt dann mehrere Kleidungsstücke zur Auswahl. Ich muss nur noch probieren, was ich immer widerwillig tue. Was gefällt wird behalten, der Rest wird zurückgeschickt. Bzgl. Preis und Notwendigkeit hat sie freie Hand. Wann und ob sie für sich selbst (oder Verwandte in UA) Kleidung kauft, war nie ein Gegenstand irgendeiner Diskussion zwischen uns. Sie geht damit verantwortungsvoll um und kauft sicher günstiger und besser ein, als ich dies je tun würde. Wenn ich deswegen kein richtiger Mann bin, dann kann ich damit leben, denn diese Art den Einkauf zu organisieren kommt meinen Bedürfnissen nahe.

      Gruß
      Siggi
      Ich kann Siggi nur voll zustimmen.
      @wenzel
      Du studierst, in ein paar Jahren wirst Du Ingenieur sein und einige Jahre später wirst Du außertariflich bezahlt. Wenn Du dann immer noch sagst, "Geld ist mir nicht wichtig", dann wirst Du Dich unter Wert verkaufen. Denn die Höhe Deines Gehaltes bemißt sich jetzt danach, wie Du um die Höhe Deines Gehaltes verhandelst, wie Du Dich präsentierst.
      Wenn Du dann selber Personalverantwortung übernimmst, wirst Du feststellen, daß niemandem das Geld unwichtig ist. Deine Mitarbeiter werden zu Dir kommen und um eine bessere Einstufung bitten. Wenn Du die Bitte ablehnen mußt, wirst Du richtig merken, wie wichtig das Geld ist.
      Einen schönen Tag
      Chopper
      Nur so lange ist uns der Friede sicher, solange wir des Sieges sicher sein können!
      Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben,
      - die Sterne der Nacht, - die Blumen des Tages - und die Augen der Kinder
      Ich versuche mal die Aussage "Geld ist mir nicht wichtig" Deiner Freundin zu übersetzen:
      Du bist Student, da werde ich jetzt keine Reichtümer erwarten. Ich weiß doch, dass Studenten unter chronischem Geldmangel leiden. Das ist auch im Moment nicht wichtig, denn ich arbeite selbst und bis wir eine Familie gründen, werden noch Jahre ins Land gehen. Bis dahin hat sich Deine Situation auch geändert.

      Wenn sie ein wenig über DE weiß, dann ist ihr aber auch bewusst, dass Du vermutlich eine Kariere vor Dir hast und es gar nicht so unwahrscheinlich ist, dass Du zu den sogenannten Besserverdienenden gehören wirst. Also warum jetzt über ungelegte Eier reden?

      Gruß
      Siggi

      P.S: Was die Wichtigkeit des Geldes angeht, kannst Du hier von den Besten lernen: 8)
      Rules of Acquisition - Memory Alpha, the Star Trek Wiki

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Siggi“ ()

      Also natürlich ist die Aussage: "Geld ist nicht wichtig" oder auch "Geld spielt keine Rolle" genau richtig.

      Allerdings nur wenn man zu dem erlauchten Personenkreis zählt, für welchen andere Leute den erstrebten Lebensunterhalt und alles andere, was einem so fehlt zum Glück, finanzieren....
      Selbst für Reiche Leute dürfte Geld, oder zumindest dessen Erhalt wichtig sein.

      Wenn ich so einen Satz höre, ist mir umstandslos und sehr schnell klar, dass ich mir derartige Bekannte, besonders wenn Sie weiblich sind, nicht leisten kann oder will....
      Also derartige Damen sind in der Regel für wesentlich weniger Geld zu haben, wenn man einfach woanders guckt.
      :)))
      So, das läuft doch schonmal sehr gut :) Das regt mich in meiner allgemeinen Einstellung zum Leben doch schwer zum nachdenken an. Ist diese Aussage doch beim ersten Hinschauen überraschend trivial.

      Natürlich werde ich (davon gehe ich aus) in ein paar Jahren nach dem Studium einen ganz netten Job bekommen, zu einer Gruppe gehören die ordentlich Gehalt bekommt und finanziell weniger Sorgen teilt. Sie weiß das auch und ich würde über sie anders denken, wenn sie das nicht auch schon vor zwei Jahren gesagt hätte (da hatte sie noch einen ukrainischen Freund). Ob sie damals schon daran dachte, dass sie eines Tages mit mir zusammen kommt weiß ich aber nicht. Generell ist sie zum Glück eine sehr moderne Frau (aus meiner Sicht). Sie geht gerne zur Arbeit und kennt es nicht anders. Sie kauft sich gerne neue Kleidung, aber sie möchte auch ihr eigenes Geld ausgeben/ das wofür sie gearbeitet hat. Und an einen Satz kann ich mich gut noch erinnern "Weißt du, ich brauche Arbeit für Kopf. Ich verstehe nicht wie Frauen können zu Hause bleiben ganze Tag ohne Kind". Und genauso sehe ich das auch. Aber das ist ihre Sache. Ich bin kein Mann der als ihr Freund (oder Ehemann) bestimmt was sie zu machen hat. Das was sie tut ist ihre Entscheidung - ich bin dann da um zu unterstützen/ Ratschläge zu geben.

      Ich finde die Diskussion interessant und zum ersten Mal lese ich von anderen wie ukrainische Frauen über Geld denken. Über dieses Denken kann ich mir dann einige Sachen ableiten bzw. einschätzen wie eine Ukrainerin so tickt.
      Forget what hurt you but never forget what it taught you.
      Das Zitat ist eine übliche und sehr gebräuchliche Phrase. Hört man recht häufig. Da würde ich nicht allzu viel reininterpretieren. Das ist bestenfalls Smalltalk. :)))
      Das ukrainische Männer kein Geld, oder weniger als deutsche Besserverdiener haben kommt zwar oft vor, muss aber nicht zwangsläufig immer der Fall sein. Ein deutscher Durchschnittsverdiener mit 1500 oder 2000 Euro ist nicht unbedingt der Traum jeder ukrainischen Frau, gerade wenn Sie "modern" ist... :)))

      Siggi schrieb:

      erne wrote:
      Geld mag diesen Freundinen deiner Holden nicht wichtig sein, was ihnen wichtig ist, ist das, was man mit Geld bekommen kann.



      Diese Aussage ist trivial, oder? Niemanden ist doch Geld wegen der schönen Motive auf den Geldscheinen wichtig. Es geht doch immer nur um den Gegenwert.


      Es gibt Menschen, denen Geld um des Geldes willen wichtig ist. Sie brauchen eine (hohe) Zahl, wenn sie eine Bilanz ziehen.
      Sie wollen das Geld gar nicht ausgeben, ihnen ist nicht wichtig, was sie alles für das Geld kaufen können.

      Und mnachen geht es nur um den Gegenwert, um die Ware, die sie bekommen können.
      Ob gekauft (egal von wessen Geld) und damit der Preis bekannt ist oder geschenkt ohne dass man weiss, wie teuer es war .... das ist denen egal.
      Wenn man immer alles Nötige geschenkt bekommt, braucht man auch kein Geld ... dann ist Geld auch nicht wichtig.


      wenzel schrieb:

      bzw. einschätzen wie eine Ukrainerin so tickt.

      das ist genauso utopisch wie einzuschätzen wie eine deutsche oder englische oder italineische oder chinesische oder japanische oder oder oder *FRAU* so tickt.

      erne schrieb:

      Es gibt Menschen, denen Geld um des Geldes willen wichtig ist.

      Das glaube ich nicht. Wenn das Geld keinen Gegenwert besäße, würden sie es auch nicht mehr sammeln (ein paar pathologische Fälle ausgenommen).
      Apple akkumuliert z.B. Gewinne. Damit kann man strategische Positionen erreichen auch ohne dies unmittelbar zur Akquisition neuer Firmen zu verwenden.
      Ein Unternehmen oder eine Privatperson kann ein besseres Kreditrating dadurch erhalten, ggf. kann man damit Macht ausüben, Börsenkurse können mit höherer Rentabilität verbessert werden, etc.
      Es gibt viele Dinge die Kapital tun kann, ohne das es gegen andere Güter eingetauscht wird.

      Gruß
      Siggi
      Ich kann natürlich nur darüber spekulieren, was Erne mit seinem Beitrag meinte. Vielleicht ging ihm unter anderem um Folgendes:

      Eines Tages, vor einem Geschäftstermin in Richmond/VA, betrat ich den Fahrstuhl des Hotels um in den Speisesaal zu gelangen und das Frühstuck zu essen. Im Fahrstuhl befand sich bereits ein Gentleman mit einem Trolley in der Hand. Offenbar ein Frühaufsteher, es war kurz nach 8 Uhr. Dieser Gentleman begrüßte mich mit einem dezenten Grinsen und „good morning“. Ich erwiderte es. Als der Fahrstuhl im Erdgeschoß stoppte, wandte er sich noch mal mir zu, diesmal mit einem sehr breiten Grinsen, und sagte: „New day, new dollars!“ Es klang fast wie ein Schlachtruf. Dann rannte er aus dem Fahrstuhl heraus und verließ das Hotel. Ich schätze anhand der äußeren Merkmale (Hotel, Bekleidung, Aussehen), er macht ca. 0,5M$ im Jahr. Und doch was für ein armer Kerl!

      Gruß

      CroMagNon

      Siggi schrieb:

      Wenn das Geld keinen Gegenwert besäße, würden sie es auch nicht mehr sammeln


      aber sicher sammeln sie es, weil es einen Gegenwert hat.
      Nur haben diese Menschen es gar nicht vor, es jamals gegen was einzutauschen, sie berauschen sich an dem Geld, diesen geht es um das Geld, es zu haben und zu vermehren ... nicht darum, es irgendwann mal auszugeben.
      Bei manchen war übertriebene Sparsamkeit der Anstoss, bei anderen war es als Notgroschen gedacht. Ursprünglich. Dann war es einfach nur Geld und die Scuht danach.

      CroMagNon schrieb:

      Offenbar ein Frühaufsteher, es war kurz nach 8 Uhr. Dieser Gentleman begrüßte mich mit einem dezenten Grinsen und „good morning“. Ich erwiderte es. Als der Fahrstuhl im Erdgeschoß stoppte, wandte er sich noch mal mir zu, diesmal mit einem sehr breiten Grinsen, und sagte: „New day, new dollars!“ Es klang fast wie ein Schlachtruf. Dann rannte er aus dem Fahrstuhl heraus und verließ das Hotel. Ich schätze anhand der äußeren Merkmale (Hotel, Bekleidung, Aussehen), er macht ca. 0,5M$ im Jahr. Und doch was für ein armer Kerl!


      Jetzt erinnere ich mich an die Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral von H. Böll.
      Mensch was hat der Mann recht. Lebt man um zu arbeiten, oder arbeitet man um zu leben?!
      Und wieder kann man sie nicht alle über einen Kamm scheren.
      Die Diskussion war jedenfalls hilfreich und für meinen Teil kamen bis jetzt echt gute Geschichten/ Erfahrungen.
      Für mich ist das so, dass wenn ich die Erfahrungen anderer im Kopf habe, ich a) sicherer in Momenten bin die mir bekannt sind bzw. b) auch daraus lerne (also aus der Erzählung). Horizont erweitern ist gerade für Infizierte des Ukraine-Virus ganz gut um sich abzulenken. Und es macht einfach mega Spaß mit der eigenen Freundin über die Erfahrungen anderer zu sprechen. Wir können dann immer vergleichen und man erfährt mehr von der Person :)
      Forget what hurt you but never forget what it taught you.

      erne schrieb:

      Nur haben diese Menschen es gar nicht vor, es jamals gegen was einzutauschen, sie berauschen sich an dem Geld, diesen geht es um das Geld, es zu haben und zu vermehren ... nicht darum, es irgendwann mal auszugeben

      Vielleicht meinst Du Spekulanten, die z.B. an der Börse ihr Geld verdienen. Die benötigen größere Summen, sonst können sie von den Erträgen nicht leben. Das ist für sie Produktivkapital, so wie bei anderen das Geld, was in den Maschinen ihrer Firma steckt. Sicher ist es ein netteres Gefühl bei einer Spekulation zu gewinnen, als große Verluste zu generieren. Erfolgreiche Spekulanten können so über die Jahre Millionen als "Spielgeld" akkumulieren, aber trotzdem sieht man dies nach außen kaum. Sie bleiben in den Bedürfnissen des täglichen Lebens vergleichsweise bescheiden. Die Gewinne, die man nicht zum Lebensunterhalt benötigt, werden dem "Spielgeld" zugeschlagen, um so im nächsten Jahr noch höhere Gewinne erzielen zu können.

      Andere machen das ähnlich, nur sie tauschen das Geld um: In Investitionen in ihre Firma, in vermietete Immobilien oder in anderes Produktivkapital. Auch sie konsumieren oft vergleichsweise wenig, denn gemessen am Gesamtjahreseinkommen, verleben sie nur einen geringen Teil, der Hauptteil wird reinvestiert.

      Dann gibt es noch die Oma, die sich an den steigenden Zahlen auf ihrem Sparbuch erfreut. Das sind Leute, die ihr ganzes Leben nicht verschwenderisch gelebt haben und dies folglich auch im Alter nicht tun. Sie bekommen mehr, als sie benötigen und sparen den Rest, was sollen sie sonst damit tun, wenn es keine Enkel gibt, bei denen man das Geld entsorgen kann? Eine Weltreise wäre eine Verschwendung in ihrem Wertesystem. Aber für Oma sind es schlechte Zeiten. Sie bekommt noch niemals einen Inflationsausgleich und wird so ganz langsam enteignet, da der Wert ihres Geldes abnimmt, obwohl der Betrag noch leicht zunimmt.

      Aber das sind alles Beispiele von reichen/wohlhabenden Menschen, deren Einkommen über ihren Lebenshaltungskosten liegt. Was würden denn die Forenteilnehmer mit dem Geld tun, wenn sie das z.B. doppelt so viel verdienen würden, wie sie zum Lebensunterhalt brauchen? Mehr Konsum oder Investitionen? Nun beim Doppelten würde vermutlich bei der Mehrheit noch der Konsum im Vordergrund stehen, Kredite abbezahlen, ein Häuschen im grünen, ein nettes Auto, etc. Aber was, wenn Euer Einkommen auf einmal auf 0,5M$ p.a. steigen würde, wie im obigen Beispiel von @CroMagNon und zwar mit Eurer aktuellen Tätigkeit ohne Mehrarbeit? @wenzel So eine ähnliche (etwas realitätsnähere) Frage kannst Du mal Deiner Freundin stellen! Bin gespannt auf die Antwort.

      Gruß
      Siggi, dessen damalige Freundin und heutige Frau vor 16 Jahren auf eine ähnliche Frage mit "Immobilien" geantwortet hat.