Erfahrungen Dorohusk & andere Grenzübergänge

      Wenn Ihr Samstags ab 15:30 Uhr am Krakowetz sein könnt, könntet Ihr sehr schnell rüberkommen. Im Moment ist dort von Ukraine nach Polen absolut nichts los. Bin persönlich Samstags dort immer recht zügig durch die Kontrollen gekommen. Doch daß zwischen der ukrainischen und der polnischen Zollabfertigung wie just in diesem Moment nicht ein Auto zu sehen ist, habe ICH noch nie erlebt.
      Tue nie altruistisch etwas Gutes, denn es wird doppelt und dreifach im Üblen vergolten.

      ICH schrieb:

      Doch daß zwischen der ukrainischen und der polnischen Zollabfertigung wie just in diesem Moment nicht ein Auto zu sehen ist, habe ICH noch nie erlebt.


      Habe ich vor noch zwei drei Jahren auch an unserem Stammuebergang Yagodin erlebt, dass selbst Samstag abends sehr wenig los war und alles flott ablief.
      Nur unsere Einreise dort nach UA vor einer Woche hatte mich ja wie geschrieben bereits geschockt ob der Umkehrung frueherer Erfahrungen in das augenscheinliche Gegenteil.
      Wir sind im Sumski Oblast immer Sbd-Mittag losgefahren und ueber die M7 waren wir abends entspannt an der Grenze.

      Wenn du also meinst, nachmittag in Krakovetz zu sein lohnt sich, muessen wir dann wohl recht frueh losfahren oder schon Freitags und uebernachten...

      Na gut, es vergeht ja noch mehr als ein Monat bis zur Rueckreise. Bleiben wir dran.
      Kannst ja mal selbst bei meinem gestrigen Link reinschauen. Da hast Du die Webcams der polnischen Grenzübergänge. Und hier sind die Kameras der Ukrainer: Камери спостереження на пунктах пропуску з сусідніми державами | Офіційний сайт Державної прикордонної служби України (Держприкордонслужба) Kann sie selbst leider aus Deutschland ohne ukrainischen Proxy nicht sehen, weiß aber dank meiner Holden, daß dort, wo oft hunderte Meter Autos stehen, im Moment alles verwaist ist.Lediglich die LKW-Fahrer scheißt es derzeit gründlich an.
      Tue nie altruistisch etwas Gutes, denn es wird doppelt und dreifach im Üblen vergolten.
      Und noch schnell eine sehr interessante Neuigkeit, die ICH im Rahmen eines Artikels aufgeschnappt habe: So soll ab dem 1. August beim ukrainischen Zollamt das automatisierte System «Einheitlichen Fensters» umgesetzt werden, um der Korruption vorzubeugen und weniger Personal zu benötigen. Wenn ICH es recht interpretiere, wird man dann wohl alles (Paß- und Kfz-Erfassung) an nur einem Fenster bzw. einem Kontrollhäuschen abwickeln können.

      Also nur noch einmal schmieren... :whistling:
      Tue nie altruistisch etwas Gutes, denn es wird doppelt und dreifach im Üblen vergolten.

      ICH schrieb:

      So soll ab dem 1. August beim ukrainischen Zollamt das automatisierte System «Einheitlichen Fensters» umgesetzt werden, um der Korruption vorzubeugen und weniger Personal zu benötigen. Wenn ICH es recht interpretiere, wird man dann wohl alles (Paß- und Kfz-Erfassung) an nur einem Fenster bzw. einem Kontrollhäuschen abwickeln können.


      Ich denke primär geht es darum, Personalkosten zu sparen. Oder glaubst Du ernsthaft, dass der Großteile der abgezogenen Beamten, dann ein anderes Tätigkeitsfeld bekommen?

      Momentan leisten die polnischen Grenzer doch auch passiven Widerstand gegen eine geplante Reform. Ohne jetzt nähere Infos dazu zu haben, liegt die Vermutung nahe, auch dort Personalkosten zu sparen.
      Weiß jemand, was heute an den polnisch-ukrainischen Grenzübergängen los ist?

      Korczowa ist verwaist und in Polen rührt sich seit Stunden vor dem Medyka absolut nichts. Nur die, die aufgeben und zurückfahren, bringen ein wenig Bewegung in die Sache. Am Korczowa kommt hingegen mitunter nur alle 10 bis 15 Minuten mal einer. Habe gelesen, daß es wegen der temporären Aussetzung des kleinen Grenzverkehrs auf ukrainischer Seite zu Blockaden kommt - ganz nach dem Motto: Wenn ich nicht wie gehabt visafrei fahren kann, dann soll keiner fahren.
      Tue nie altruistisch etwas Gutes, denn es wird doppelt und dreifach im Üblen vergolten.
      Scheint in der Tat so zu sein, daß die Berufsschmuggler die Grenzzufahrten zum Korczowa, Medyka und Hrebenne blockieren, weil die polnische Regierung wegen des NATO-Gipfels in Warschau und des Jugendtreffens in Krakow für sie den kleinen Grenzverkehr bis voraussichtlich August aussetzt. Jenen, die das Privileg haben ohne Visum die Grenze nach Polen im Rahmen des kleinen Grenzverkehr zu passieren erachten es nun also als nötig, allen, die im Gegensatz zu ihnen mit Visum unterwegs sind, auch den Grenzübertritt zu unterbinden. "Was ich nicht haben kann, soll auch kein anderer haben," scheint eine sehr beliebte Lebenseinstellung etlicher Ukrainer zu sein.

      Das da auch dem einen oder anderen die Nerven durchgehen überrascht dann nicht wirklich: Иностранец въехал в толпу протестующих на границе Украины с Польшей - Новости Событий - Новости Mail.Ru
      Tue nie altruistisch etwas Gutes, denn es wird doppelt und dreifach im Üblen vergolten.
      Das kommt seit gut 6 Wochen immer wieder mal vor.
      die Polnischen Grenzer STREIKEN, oder machen einen Bummelstreik.
      1-2 Tage und dann geht es wieder weiter.
      Ich bin letzte Woche zurück, paar Tage vorher ist ein Kumpel wegen eines Streiks über Ungarn zurück gefahren.

      Als ich durch die Kontrollen durch war, vor der letzten Schranke habe se einen Wagen "komplett" zerlegt, inclusive Innenraumverkleidung.
      Meines erachtens versuchen sie eben verstärkt diese Schmuggler zu finden.
      Die Blockade auf ukrainischer Seite scheint derzeit nicht fortgeführt zu werden. Kurz nach 0.00 Uhr MEZ begann Medyka heute wieder Fahrzeuge in den Kontrollbereich von Polen her einfahren zu lassen. Im Korczowa war zu dem Zeitpunkt noch 'Volksfest' im Kreisverkehr vor dem ukrainischen Zaun und die Reisebusse stauten sich bis zum Horizont. Jetzt sieht man dort nur noch eine Unmenge LKW stehen.



      Da die Webcams der ukrainischen Zollbehörde leider nicht direkt aus Deutschland aus aufgerufen werden, hier ein aktueller Screenshot von heute 11.10 Uhr MEZ.

      ICH denke, daß man am besten des Nachts an der Grenze aufschlägt, wenn die Blockierer bereits in ihren Betten liegen und vom für nur sie visafreien kleinen Grenzverkehr träumen. Denn man weiß nicht, wann es die mal wieder sticht und sie tagsüber die Zufahrten blockieren...
      Tue nie altruistisch etwas Gutes, denn es wird doppelt und dreifach im Üblen vergolten.
      So gestern Nacht Richtung kiew gefahren hier mal die aktuellen Wartezeiten die ich hatte .

      Grenzübergang D/Pl A4 , 4 km stau knapp 60 min Wartezeit um 23.00 Uhr

      Übergang Pl/UA Korzsowa heute Morgen um 6 Uhr, hat insgesamt. 45 minuten gefauert , auf der Gegenseite Richtung Polen war nichts los.

      Gruss
      Claus
      Ich bin am Donnerstag, 22.12.2016 in Thüringen gestartet, via A4 (DE) und A4 (PL) bis Korczowa (Ankunft an der Grenze ca. 1:15 Uhr in der Nacht), dort "versehentlich" in der "Tax-Free-Spur" gelandet und habe dann bis zur endgültigen Abfertigung rund 3 Stunden gebraucht. In der regulären Spur wären es vermutlich sogar 6 bis 7 Stunden geworden. Die Weiterfahrt via L'viv und Rivne nach Kyjiv (M10/M06) war ziemlich problemlos in rund 7,5 Stunden. Die Weiterfahrt nach Odesa (M05) war, hinsichtlich der Straßenverhältnisse, zur ersten Hälfte erträglich, zur zweiten Hälfte ziemlich chaotisch. Der nördliche Abschnitt zwischen Kyjiv und Uman' wird derzeit saniert, so dass teilweise bereits nagelneue Fahrbahn vorhanden ist, teilweise noch die alte Schlaglochpiste. Der südliche Abschnitt zwischen Kreuzung mit M13 und Odesa ist in einem ziemlich erbärmlichen Zustand.
      Die weitere Reise führte mich ostwärts via Mykolajiv und Kherson in Richtung Melitopol' (M14). Die Trasse ist einigermaßen erträglich, aber nur stellenweise für einige Kilometer grundsaniert. Für die Rückfahrt von dort wählte ich die Route M14 bis Mykolajiv, P06 in Richtung Uman' und dann die M12 bis Ternopil', letztere ist mit Vorsicht zu genießen, und bitte bloß nicht nachts, wegen der vielen Schlaglöcher. Auf dieser Strecke gibt es sehr wenige grundsanierte Abschnitte. Die H02 von Ternopil' nach L'viv ist ähnlich marode.
      Ankunft am Grenzübergang Krakovets gegen 16:45 Uhr planmäßig in der Spur für EU-Bürger (was sich als fatal herausstellen sollte). Am Ende landeten ALLE in einer einzigen Spur, die auf das Grenzabfertigungsgelände führt. Wartezeit in der Schlange rund 7,5 Stunden.
      Ähm, auf ukrainischer Seite gibt es keine €U-Spur... :hmm:

      Aber besten Dank für Deinen aktuellen Legebericht. Es hat sich also in den letzten Monaten bei der Ausreise aus der Ukraine nichts geändert. :( Aus genau diesem Grund entschieden wir für meine Holde bei ihren Reisen nach Deutschland statt des Busses, den Flieger zu nehmen. Die lange Wartezeit während tiefster Nacht bei Deiner Hinfahrt hingegen überrascht mich! Es ist sehr lange her, daß ICH solche Wartezeiten bei meinen Reisen in die Ukraine hatte.
      Tue nie altruistisch etwas Gutes, denn es wird doppelt und dreifach im Üblen vergolten.
      ...nutze mal diesen alten Thread
      - €U zieht Fördergelder wieder zurück, die für den Ausbau der Checkpoints vorgesehen waren, da UA bisher nicht in der Lage war zielführend tätig zu werden (d. h. wohl leider bis auf Weiteres keine Entspannung der Grenzsitation/Wartezeiten in Sicht)
      englisch-original
      Exclusive: EU scraps border projects as 'Ukraine fatigue' grows | Reuters
      goggle übersetzt (liesst sich ganz nett, irgendwie beispielhaft für UA)
      ....In einem Statement zu Reuters sagte ein EU-Sprecher: "Nach unserer Einschätzung kamen wir zu dem Schluss, dass die Projekte nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnten. Die 6 Projekte werden jetzt geschlossen und das nicht ausgegebene Geld erstattet. "...Bis Ende 2017 war keines der sechs Checkpoint-Projekte abgeschlossen, obwohl die EU 29,2 Millionen Euro bereitstellte.....Als ein Reuters-Reporter es im November 2017 besuchte, bestand das Gelände aus unfertigen Gebäuden, die von Müll und Baustoffen umgeben waren. An der bestehenden Ustilug-Kreuzung mit Polen wurde nur ein Graben gegraben.
      :D
      An anderen Stellen, an der slowakischen und ungarischen Grenze, ragten Rohre und Metallpfähle aus dem Boden, wo Gebäude errichtet werden sollten.



      "wer mich beleidigt, bestimme ich" K.Kinski
      Haben die von der €U aber schmeichelhaft ausgedrückt, daß man die Projekte angeblich schloß, da sie nicht rechtzeitig abgeschlossen werden würden. So schnell bricht man keine Projekte ab, wenn sie nicht im Zeitplan liegen - wie man beispielhaft an BER und S21 sieht. Vielmehr dürften die Brüsseler Bürokraten kalte Füße wegen eines kommenden finanziellen Totalverlustes bekommen haben. Jetz soll wohl nur noch der Versuch unternommen werden, zu retten, was an Geld noch nicht verschunden ist. Vor allem verhindert man mit dieser Notbremse, noch nicht ausgezahlte Gelder nicht auch noch in das Faß ohne Boden hinterherzuschmeißen. Die geforderte Rückzahlung wird man wohl abschreiben dürfen.
      Tue nie altruistisch etwas Gutes, denn es wird doppelt und dreifach im Üblen vergolten.