Wohnung in Kiev kaufen - Investment

      In der Westukraine speziell Transkarpatien Grundstücke zu kaufen ist sowieso ein Thema für sich.
      Da sind Probleme und Kopfschmerzen wohl eher die Regel als die Ausnahme. :)))
      Wie die rechtliche Lage dazu aussieht, kann ich dir leider nicht sagen, welche Bank dir einen KRedit gibt, aber schon.

      Je nachdem wie gut du am Immobilienmarkt etabliert bist und schon Wohnungen (in Deutschland) gekauft hast, desto einfach kann es werden. Da du aber nach einer Bank für den Kredit fragst, denke ich nicht das viel Erfahrung hast. Damit dir eine Bank dafür einen Kredit gibt, brauchst du also gut Eigenkapital. Wir mussten, damit wir uns ein Haus für uns kaufen können, 2/3 der Summe vorweisen und davon musste mind. 50% in risikoarmen Investitionen stecken. Falls du dir erhoffst ein wenig deine Kasse aufzumöbeln, dann lass dich warnen, der Immobilienmarkt ist nicht so einfach wie das gerne vermittelt wird.
      Wir haben in Kiew, 10 Fussminuten vom Bahnhof, ein Appartement für einen Tag gemietet, also Wäschewechsel für einen Tag. Ruhig gelegen, ca. 70 qm, Satellit, WLAN, offener Kamin, luxeriös ausgestattet, 5. Stock mit Aufzug und haben dafür ca. 20 EUR bezahlt.
      Hallo Zusammen,

      hatte diese Idee auch schon seit ca. mitte 2015. Bei Immobilieninvestments sollte man die Nettomietrendite in Betracht ziehen und nach meinen Berechnungen lag ich bei ca. 6-8 %, bei 100 % Eigenkapital und Versteuerung der Mieteinnahmen und absolutem Pessimismus bezüglich Mietausfälle/Lehrstand der Wohnung. :)

      Also in Form einer Geldanlage ist das schon lukrativ, aber! Wie zuvor schon gesagt, Neubauten ist ein Risikogeschäft, da zur Zeit der min. m2 bei ca. 400-500$ liegt. Führende Markspezialisten gehen von einer minimalen Profitgrenze für die Bauunternahmen aus und bei geringen Problem kann der Bau gestoppt werden oder „Projektdokumente“ werden nicht abgenommen. Vor der Revolution/Umsturz war der min. m2 Preis bei 1000$ und selbst da gab es „Glanzobjekte“ die nicht fertig gebaut sind. Ende letzten Jahres gab es dann noch die Freikarte für Bauunternehmen vor den ukr.Gericht. Das Gericht bestätigte einem Bauunternehmen dass zum Zeitpunkt des Kaufs man nur „Luft gekauft hat“ , sprich das Fundament war gegossen, aber die Wohnung war physisch nicht da und somit ist der Bauunternehmer nicht in der Bringschuld das Objekt fertigzustellen.. (Kurz gesagt). Gerne werden auch Immobilien an mehreren Leuten verkauft, kenne ein Beispiel wo 5 Leute gleichzeitig in eine Wohnung einziehen wollten.

      Meine Persönliche Meinung
      Spekulieren auf steigende Immobilienpreise/mieten kann man, da meiner Meinung es nicht mehr tiefer gehen kann/wird. Sobald die Minskerabkommen langfristig eingehalten werden, werden auch wieder Investoren kommen und vornehmlich von der billigen, gut ausgebildeten Arbeitskraft profitieren wollen. Vornehmlich im Agrarbereich/Outsourcingbereich.
      Die besagten 6-8 % Nettomietrendite sind auf den heutigen, realen Mietpreis und Kaufpreis ausgelegt. Es gibt in Kiew ein Projekt „Warschauer Quartal , dort baut Klitschkow ein große Wohnanlage“, die Wohnanlage ist 2017 fertig und fast alle Wohnungen sind verkauft, gegenüber der Wohnanlage gibt es auch ein Wohnkomplex (Name fällt mir nicht gerade ein), dort gibt es mittlerweile den 3 Bauunternehmer/Eigentümer. Man muss sich die Bauunternehmer angucken und Foren lesen und vielleicht nicht eine Wohnung kaufen für 400$/m2, sondern in einer B-Region für 500-600$ m2.

      Und wenn ganz sicher gehen will, dann kauft man sich eine gebrauchte Wohnung. Die fangen irgendwo bei 500$/m2 an. Es gab auch eine Statistik bezüglich Bau und Vermietung von Luxusobjekten ( Zentrumsnah) , die Nachfrage ist sehr stark zurückgegangen. Ebenfalls geht auch leicht die Nachfrage von 3-Raumwohnungen zurück, da die Familien langsam wieder zurück in den Donbass ziehen. Halte persönlich die Idee von Investitionen von 1-2 Raumwohnungen in den B-Regionen sinnvoller.

      Jurist ist empfehlenswert, aber auch ein guter Notar ist ratsam.

      Gruß,
      Dmitri
      Hi,
      herzlich willkommen hier.

      Ohne Notar wird es wohl keine Immobilienübereignung geben.... :))
      Jedenfalls keine Rechtswirksame.

      Risiken bei der Übereignung gibt es nicht nur bei Neubauten, bei bestehender Bausubstanz genauso. Hier ist das Problem versteckter Ansprüche und Rechte Dritter auf die Immobilie ein Dauerbrenner. Oder eben von vorneherein ungeklärter Eigentum- und Besitzverhältnisse.
      Wir hatten neulich wieder einen Fall, wo sogar eine staatliche Auktion als ungültig erklärt wurde, weil der Staat, das was er da versteigert hat, nicht versteigern durfte. Nach 2 Jahren ist das irgendwem aufgefallen, aber da hatte der Eigentümer auf dem Grundstück bereits weitere 100.000 .- Euro investiert...
      Wie das alles ausgeht ist nicht abzusehen, wer, wie und ob- Schadensersatzpflichtig ist, ist derzeit strittig.
      Naja, jedenfalls ist die Immobilie mit Aufbauten erstmal beschlagnahmt. D.H. nicht mehr nutzbar.

      Ähnliche Fälle kommen leider häufig vor.

      Ein Kapitel für sich ist auch die Bausubstanz an sich...
      Das kann die ganze Kalkulation auf den Kopf stellen.

      Immobilien- und Wirtschaftsprognosen sind immer schwierig. Ob man einen Quadratmeterpreis von 500$ jetzt als hoch oder niedrig empfindet ist spekulativ. Wenn mans einfach zeitlich mit den letzten 10 Jahren vergleicht, ist er in der Tat für Kiew niedrig. Wobei es allerdings auch schon wesentlich niedrigere Preise gab. Aber das ist 15 Jahre her. (Andererseits sind 15 Jahre im Immobilienbereich keine allzu lange Spanne...)
      Lässt man nun nicht nur die Zeit sondern, die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in die Betrachtung einfliessen, sieht die Prognose schon nicht mehr so rosig aus.

      Interessant ist auch wie sich die Ganzen Nebenkosten entwickeln. Das dürfte auch nicht ganz unerheblichen Einfluss auf die Immobilienpreise an sich haben.

      Aber in der Tat hab ich auch den Eindruck, dass sich der Immobilienmarkt etwas belebt. Aber mal abwarten ob das etwas nachhaltig und ein Trend ist. Das kann von genannten Rahmenbedingungen auch sehr schnell zu nichte gemacht werden.

      Ich hab den Eindruck dass der Markt hier von einer gutverdienenden kleinen Oberschicht befeuert wird, die nicht wissen, wohin mit dem Geld. Die Lage hat sich politisch etwas beruhigt, oder man hat sich dran gewöhnt. Und nun wird wieder vorsichtig in Immobilien investiert.
      So sieht das für mich aus.
      Da hattest du aber eine wirklich gute Idee gehabt!
      Ich hoff' du konntest diese auch in die Tat umsetzen.

      Bin ebenso stolzer Besitzer einer neuen Wohnung,und bin mir sicher das es eine gute Investition war!
      An die Wohnung kam ich dank der Hilfe von profi-partner,die ich dank Empfehlung im Web fand!
      Machen wiklich tolle Arbeit und sind echte Profis auf ihrem Gebiet.
      Ich glaube nicht das ich es alleine geschafft hätte die richtige Wohnung zu finden.

      LG

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      mdoerr schrieb:

      Ob es richtig war, weißt du eh erst in 10 Jahren.

      Ich sage immer: Man weiß es erst, wenn man Jahrzehnte Miete kassiert hat und somit schon den Return of Investment in der Tasche hat oder wenn die Wohnung verkauft ist. Alle schönen Preissteigerungen in der Zwischenzeit sind total egal, denn es zählt der Verkaufspreis. Wenn kurz vor dem Verkauf die Preise nach unten gehen hat man ggf. wenig gewonnen oder sogar verloren. Krisen gibt es in UA ja genügend, z.B. 2008 und 2014 in den letzten 10 Jahren.

      Meine persönliche Meinung: Die Preise in Kiew sind für eine Hauptstadt sehr moderat. Wenn sich die Ukraine erholen sollte, liegt da sicher Potential drin. Auch die jetzt erzielbaren Netto Mietrenditen sind auf einem Niveau, die in DE nur noch schwer erzielbar sind.

      Gruß
      Siggi, dessen Frau auch neulich eine Wohnung in Kiew gekauft hat

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      Einen gewichtigen Punkt hast Du vergessen....:))
      Mit der Frau sind auch die Immobilien weg wenn Sie derLebensabschnittspartner gekauft hat....:)))
      Meistens jedenfalls.
      Und vollkommen unabhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung.
      Der ROI wäre dann auf den St Nimmerleinstag verlegt....:))
      Egal wie die Preise sind....

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      Darum hab ich "meistens" geschrieben....:))))
      Eine Immobilienspekulantin wird wohl einen Ehevertrag haben, sonst hätte Sie sich in der Hälfte der Zeit die Sie mit Arbeit verplempert hat auch am Strand oder im Beautysalon sonnen können....:))
      Ausserdem müsste Sie zu jedem Geschäft ihren Kerl mit zum Notar schleppen.
      Naja und wie sieht denn sowas aus?
      Also hat Sie einen Ehevertrag...:)))

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      Morgen.
      Ist doch klar.
      Sie hat noch nicht genug Immobilien....:)))
      Manche brauchen eine Wohnung und welche 12, bis der Sättigungsgrad erreicht ist.

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