Natur und Umwelt

      Natur und Umwelt

      ICH hoffe mal, daß @marc37 nicht gerade jetzt das erste Mal mit seinem Wagen in Kmelnitzky ist...

      Im Osten Gluthitze, im Westen Hagelschlag:




      (В Хмельницкой области прошел аномальный град размером с куринное яйцо - Новости Событий - Новости Mail.Ru)
      Tue nie altruistisch etwas Gutes, denn es wird doppelt und dreifach im Üblen vergolten.
      Nachdem vor zwei Jahren in der Nähe von Donezk eine hellblaue Lagune gefunden wurde, gibt es sowas jetzt aktuell in Wassilkowo bei Kiew in purpur.



      Ein Eldorado für Fischer, die jetzt nur noch abzusammeln brauchen...

      Journalisten recherchierten vor Ort und erfuhren, dass die Abwässer der naheliegenden Farben-Fabrik „Azelot“ den Fluss rot färbten.

      (Kiews purpurne Flüsse: Ukrainer filmen „blutenden“ Fluss - VIDEO)
      Tue nie altruistisch etwas Gutes, denn es wird doppelt und dreifach im Üblen vergolten.

      ICH schrieb:

      Erstmals seit 30 Jahren gab es heute im Osten der Ukraine ein leichtes Erdbeben. Nach Medienangaben hatte der Stoß in der Region Mariupol eine Stärke von 4,7 auf der Richterskala. Weitere Infos gibt es hier.



      Könnte man doch in den Springer-Medien als "Militärschlag durch Putin's Schergen auf ukrainisch kontrollierte Gebiete" verkaufen.
      За Украинy!
      Oh ja, Natur... Karpathen, schönes kleineres Dorf, Natur pur, saubere Luft, ruhig, fast kein Verkehr, das einzige was ich dort vom gemieteten Haus aus gehört habe, war das Plätschern des Baches ^^

      Aber na ja, der Bach... Wirklich praktisch das ganze Ufer gesäumt von Müll, das meiste davon irgendwelcher Plastik, der in den Ästen der Bäume dort hängen geblieben ist... Schade... Habe mir überlegt, dort sollte man jedes Jahr mit allen Schulkindern 2 Wochen lang den Bach vom Müll befreien, vielleicht würden Sie dann etwas für die Zukunft lernen...
      Schwelende Berge von Müll behindern den Weg der Ukraine zur Erholung.

      Auch wenn man bedenkt, daß die Ukrainer zu den ärmsten Menschen pro Kopf in Europa gehören, sind die Müllsammelrechnungen, die vom Staat festgelegt werden, weit geringer als wirtschaftlich sinnvoll, so die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Etwa 80% der gesamten Abfallbeseitigung finden auf nicht legalem Wege statt, denn Obdachlose sammeln Abfälle direkt von der Straße oder von Deponien und werden in bar bezahlt, während illegal operierende Sammlerfirmen die Abfälle illegal entsorgen.

      Und so wächst das Risiko einer weiteren Umweltkatastrophe, wie die auf dem Deponiegelände nahe Lvov das Mitte 2016 über Wochen brannte und vier Rettungskräften das Leben kostete.
      (Smoldering Mounds of Trash Obstruct Ukraine’s Road to Recovery - Bloomberg)

      In letzter Zeit hörte ICH immer wieder davon, daß Lvover Müll in der Kiever Region auftaucht. Wie es scheint ist man auch in der Müllfrage gänzlich überfordert. Ob das mit dem Bau einer geplanten Abfallentsorgungseinrichtung bei Lvov was wird, wage ICH zu bezweifeln. Das Projekt wird zwar von der Europäischen Investitionsbank mit 75 Millionen Euro finanziert, doch wissen wir alle, wie sowas in der Ukraine abläuft. Zudem benötigt die Junta dringend neue Munition...
      Tue nie altruistisch etwas Gutes, denn es wird doppelt und dreifach im Üblen vergolten.
      Heute wurde bei Heise/TP ein spannendes Interview mit Andriy Manchuk (Chefredakteur des ukrainischen Internet-Portals Liva.com.ua, Liva.com.ua/translate.html, Buchautor und Blogger) zum illegalen Abbau von Bernstein in der West-Ukraine publiziert. In dem Zusammenhang ist bereits die Rede von einem "ökologischen Katastrophengebiet":

      Ein wichtiges Thema ist das illegale Bernstein-Schürfen im Nordwesten der Ukraine, im sogenannten Gebiet "Polesje". Das ist ein riesiges Gebiet mit Mooren, Wald und großen Bernsteinvorkommen. Die Menschen haben dort ganze Wälder gerodet (Reportage des Fernsehkanals "Ukraina"), um an den Bernstein ranzukommen. Riesige Pumpen werden eingesetzt, um den Bernstein aus dem Sandboden zu spülen. Durch den wilden Abbau sieht die Gegend mit ihren Kratern und Baumstümpfen jetzt völlig verwüstet aus.




      ... fast der gesamte Bernstein geht nach Polen. Geschäftsleute aus Polen und Litauen waren die ersten, die in den 1990er Jahren nach Polesje kamen und den Leuten erklärten, dass man mit dem Bernstein Geld machen kann. Der Westen förderte die Nachfrage. Bis zum Maidan 2013 war das noch kein großes Business. Doch nach dem Maidan verlor die Polizei die Kontrolle. Und die Menschen, welche durch die Erhöhung der Strom- und Heizkosten in den letzten drei Jahren verarmten, begannen massenhaft nach Bernstein zu suchen.


      Über das ökologische Thema hinaus entwickelt sich das Interview hin zu den schwierigen Lebensumständen in der Ukraine, die sich merklich in der Bevölkerungsentwicklung wiederspiegeln.
      Tue nie altruistisch etwas Gutes, denn es wird doppelt und dreifach im Üblen vergolten.
      Wirklich toll...

      Aus oben erwähntem Artikel, sollte man wirklich lesen:

      "Im westukrainischen Gebiet Rowno haben Bernstein-Schürfer im März eine Polizeistation mit einem Granatwerfer beschossen. Eine andere Polizeistation wurde blockiert und die Herausgabe beschlagnahmter Pumpen gefordert. In der westukrainischen Stadt Luzk wurde im März die polnische Botschaft beschossen. Gerüchten zufolge war das eine Rache dafür, dass Polen bestimmten Ukrainern keine Visa mehr erteilt und Bernsteinschmuggler abgeschoben hat."

      "Diese Banditen sind alle sehr politisiert. Die Banden der Bernstein-Schürfer werden von der Polizei oder von nationalistischen Gruppen kontrolliert. Alle bekannten Rechtsradikalen haben Polizeiausweise."

      Wunderbar auch das Abholzen in den Karpaten, noch durch den IWF gefordert...
      "Holzmafia in Osteuropa
      Vom Verschwinden der Wälder"
      Holzmafia in Osteuropa – Vom Verschwinden der Wälder | Wirtschaft | detektor.fm

      "Die Karpaten werden deutlich kahler. Wer deckt die barbarischen Abholzungen der Wälder?"
      "Dass Ausmaß der Katastrophe kann man anhand der schockierenden Fotos der Gebirgshänge aus der Vogelflugperspektive abschätzen, die im Internet auftauchten. Auf einem von ihnen ist der Südhang des Popadja zu sehen, an der Grenze der Transkarpaten zum Gebiet Iwano-Frankiwsk (wo Holzeinschlag per Gesetz streng verboten ist). Noch in der Zeit vor der Revolution (also 2013) standen hier die Bäume dicht, aber jetzt, weniger als drei Jahre später, klafft eine riesige kahle Stelle."
      Die Karpaten werden deutlich kahler. Wer deckt die barbarischen Abholzungen der Wälder? | Wirtschaft | Ukraine-Nachrichten

      Schon traurig wenn man da die Bilder sieht was in 3 Jahren abgeholzt worden ist :(