Denkfehlersuche - Landwirtschaftliche Investitionen in der Ukraine

      @Ahrens

      Ja war ein Markt dafür da? Ich meine, wen die Qualität stimmen würde, wehre ein Abnehmermarkt in Deutschland dafür da?

      Das was du über Holz hier schreibst, ist leider so. Nicht richtig getrocknet, nicht richtig gelagert und zum Teil durch und durch mit Schimmel durchsetzt.

      Ich habe hier einen guten Händler gesucht, nichts passendes gefunden. Dann im Kiev, extrem teuer. Dann in einer kleinen Stadt fündig geworden, die super Qualität haben, aber 180 km von hier entfernt sind. Aber der Preis 2,5 mal billiger als hier.

      Ist selbst trockenen keine alternative?

      Was ist mit Holzmöbel?
      Das war, vor 15 Jahren. Wie das heute ist weiss ich nicht.

      Ob dafür ein "Markt" da ist weiss ich nicht. Es erfüllt wie gesagt jedenfalls keine Kriterien für Holz mit denen man was anfangen kann.
      Was die Baustoffhändler und So weiter haben wollen und bestellen ist nicht das, was Du lieferst.
      Im übrigen sind die Leute im Bilde und man wird höchstens belächelt.
      Spätestens beim 2. Mal ist das Betrug.
      Da kann man sich dann wohl nicht damit rausreden, dass man keine Ahnung von der Materie hat.
      Wenn Leute einen Blauen BMW bestellt und gekauft haben und Du einen grünen Benz lieferst ist das was anderes.
      Davon abgesehen, dass die Leute keinen grünen Benz wollen und den auch nie bestellt haben oder bestellen würden.
      Kein normaler Mensch kauft das. Dazu gehört im Prinzip Betrug.

      Wie willst du das denn trocknen?
      Also die entsprechenden Maschinen haben gewisse Dimensionen...:)))
      Das machst Du nicht bei Dir im Garten und auch nicht mit einem Lagerfeuer..:))

      Also das Problem ist, dass man sich mit etwas beschäftigt, wovon man keine Ahnung hat.
      In Deutschland würde man auf sowas nicht kommen.
      Das ist dass was man daraus als Schluss ziehen sollte und nicht weiter irgendwelche Lücken suchen....:)))
      @Ahrens

      Du schreibst:

      "Also das Problem ist, dass man sich mit etwas beschäftigt, wovon man keine Ahnung hat."

      Also wen wir bei diesen Beispiel "HOLZ" bleiben, aber bei allem anderen ist es das gleiche. Klar ist es schwieriger, vielleicht auch viel schwieriger sich mit dem Thema zu beschäftigen, wen man von Holz keine Ahnung hat. Ist gewissermaßen ein Problem ))

      Aber grundsätzlich kann man, sollte man aber das nicht als Problem ansehen.

      Wen man etwas gelernt hat, mit was man sich später nicht selbständig machen kann / Geld verdienen kann. Heißt es ja nicht, das wen jemand als Beispiel Friseur ist, später kein Geld mit Holz verdienen kann / sollte.

      Du hast ja sicherlich auch kein russisch von der Geburt an gelernt, aber jetzt hast du damit kein Problem. Wen jemand dich von der Seite beobachtet, denkt er auch: oh mein Gott russisch lernen, ist ja so etwas von schwer. Brauche ich nicht mal damit anzufangen )))

      Hast du aber gelernt. Mit allem anderen ist es doch auch so.

      Ich als Koch, hatte hier auch nicht viel Möglichkeiten. Für jemanden als Koch zu arbeiten, war von Anfang an für mich ein absolutes no go.

      Selbst ein Restaurant zu eröffnen. Erstmal war damals kein Geld da, zum anderen viel zu großes Risiko.

      Jetzt mache ich das, wo von ich keine Ahnung hatte. Zusätzlich habe ich Anfang Februar einen youtube Kanal eröffnet. Einfach so, um zu sehen, ob es vielleicht klappen könnte.

      Also war nie ein Fachmann in der Hinsicht. Sehr vieles nicht verstanden, bis heute verstehe ich bei weiten nicht alles. Nach knapp einem Monat dachte ich, das es nicht geklappt hat. Dann ging es langsam los. Jetzt binnen 2 Monaten 6 Millionen views erreicht. über 30 000 Abos in der Zeit. Für das Geld bin ich in Deutschland 12-16 Stunden am Tag arbeiten gegangen. Wen meine Verwandten, Bekannten und Freunde gefeiert haben und WE hatten, habe ich gearbeitet. Jetzt reichen mir 30 Stunden im Monat um das gleiche zu verdienen. Arbeit kann man das auch kaum nennen.

      In meiner ersten Ehe mit einer deutschen. Die hat mich absolut nicht unterstützt. Egal welche Idee ich hatte: das ist doch quatsch, du hast davon keine Ahnung, bla bla bla.... das demotiviert unheimlich. Man denkt dann: ja die hat wahrscheinlich Recht, ich habe wirklich keine Ahnung. Was ja eigentlich stimmte. Heißt aber lange nicht, das es nicht möglich ist.

      Internet Shop, youtube, website, alles schön und gut. Wenig Arbeit, guter Verdienst.

      Das alles ist aber für mich eher so ein Spiel. Ich schlafe Nachts nicht so gut und denke immer, das alles plötzlich aufhören könne. Internet ist nicht das was ich persönlich als super ernst, Sicher und Handfest bezeichnen kann.

      Deswegen suche ich nach etwas, was vielleicht 100 mal mehr Arbeit macht, aber mir mehr Sicherheit bietet.

      Ich will etwas selber herstellen, etwas aufbauen, etwas machen. Also nicht etwas kaufen um es dann weiter zu verkaufen.
      Naja, man kommt um das Problem nicht rum.
      Erfahrung ersetzt man nicht durch Idealismus. Den hat jeder.
      Wenn mann sich in einem "Markt" bewegt, von dem man nur rudimentäre Fachkenntnisse hat, dann kann man nicht annehmen, dass man da erfolgreicher agiert als Leute mit entsprechender Ausbildung und Erfahrung.
      Sowas halte ich schlichteg für Naiv.
      Die sehen das alles nicht und lassen sich deshalb Bombengeschäfte entgehen,was der Laine nun auf Anhieb erkennt und den Reibach macht.
      Also so leicht ist es denn doch nicht an das Geld anderer Leute zu kommen.
      Das gibts weder in Deutschland, der Ukraine oder anderen Ländern der Welt.
      Solche Einfälle sehe ich aber recht Häufig. Und so gehen die Sachen dann auch aus.
      Im allgemeinen kann man hier in der Ukraine erfolgreiche kleine und mittlere deutsche Geschäftsleute mit der Lupe suchen.
      Das ist extrem selten würd ich sagen.
      Ich denke 90% der Residenten hier sind Rentner, Behördenmitarbeiter uder ähnliche Vertreter nichtkommerzieller Organisationen.
      Selbst Deutsche Journalisten gibt es hier scheinbar mehr als Geschäftsleute.

      Ahrens schrieb:

      Naja, man kommt um das Problem nicht rum.
      Erfahrung ersetzt man nicht durch Idealismus. Den hat jeder.
      Wenn mann sich in einem "Markt" bewegt, von dem man nur rudimentäre Fachkenntnisse hat, dann kann man nicht annehmen, dass man da erfolgreicher agiert als Leute mit entsprechender Ausbildung und Erfahrung.
      Sowas halte ich schlichteg für Naiv.
      Die sehen das alles nicht und lassen sich deshalb Bombengeschäfte entgehen,was der Laine nun auf Anhieb erkennt und den Reibach macht.
      Also so leicht ist es denn doch nicht an das Geld anderer Leute zu kommen.
      Das gibts weder in Deutschland, der Ukraine oder anderen Ländern der Welt.
      Solche Einfälle sehe ich aber recht Häufig. Und so gehen die Sachen dann auch aus.
      Im allgemeinen kann man hier in der Ukraine erfolgreiche kleine und mittlere deutsche Geschäftsleute mit der Lupe suchen.
      Das ist extrem selten würd ich sagen.
      Ich denke 90% der Residenten hier sind Rentner, Behördenmitarbeiter uder ähnliche Vertreter nichtkommerzieller Organisationen.
      Selbst Deutsche Journalisten gibt es hier scheinbar mehr als Geschäftsleute.



      Kannst damit Recht haben. Ich persönlich habe echt keine Ahnung wie viele deutsche Unternehmer, Rentner usw... sich in der Ukraine aufhalten.

      Aber wen es wirklich so wenig sind, dann sollte man das doch eher positiv ansehen.

      Deutsche haben genau so wie in Russland, auch hier einen Namen.

      Das ist manchmal ein Nachteil. Wen man als deutscher etwas kaufen will, eine Dienstleistung in Anspruch nehmen will. Da wird der Preis gerne etwas erhöht.

      Aber genau so auch Vorteile. Die Menschen haben ein ganz anderes Vertrauen zu uns. Das weißt du auch selber denke ich mal zu gut )))

      Genau diesen Vorteil sollte man doch auch für sich nutzen können.
      War noch nie anders......:))))
      Solche Berichte gabs schon vor 20 Jahren und gibts auch noch in 20 Jahren.
      Der Inhalt ist im Wesentlichen immer der selbe.
      Nebenbei ist der Bericht auch von Unkenntnis geprägt.
      Zwar auf Hochglanzpapier, aber das ändert nix an der Sache. Das ist auch typisch.
      Wenn ich sowas immer lese, Schikanen der Regierung etc., kann ich über sowas nur lachen.
      Die Leute haben sich im Vorfeld nicht mit den Gesetzeslagen vertraut gemacht und schieben ihre eigene Dummheit und Unvermögen dann der Regierung oder sonstwem in die Schuhe.
      Meistens verstehen Sie auch nichtmal im Ansatz was überhaupt vor sich geht.
      Dass Sie das auch im nachhinein noch nicht einsehen untermauert den Unsinn nur noch.
      Ich habs nur überflogen aber das ist das Übliche, was sich ständig wiederholt.
      Branchentypisch sozusagen.

      Wunschdenken, Investition, Marktforschung, Falsche Schlüsse, Dilettantische Umsetzung, verlorene Gerichtsverfahren, weil die Sachen meist Gegenstandslos sind und dann Betrugsvermutung....:)
      Genau in der Reihenfolge.

      Ahrens schrieb:

      Nebenbei ist der Bericht auch von Unkenntnis geprägt.

      Das sind schon Agrarfachleute, aber das Problem ist, dass sie denken, in UA funktioniere alles im Prinzip wie in Westeuropa, nur vielleicht etwas ärmer, mit schlechteren Straßen, niedrigen Löhnen und Steuern, etc.

      Gruß
      Siggi
      Agrarfachleute und Bauern sind das immer.
      Allerdings sind Sie meistens zu Faul sich umfassend zu informieren.
      Tja und das kann man durch Idealismus eben nicht ersetzen.
      Was bringt mir das, wenn ich weiss, wie man einen Bauernhof bewirtschaftet und welche EU-Subventionen es dafür gibt aber mir die Grundlagen des Pacht oder Vertragsrechts nicht klar sind.
      Paßt wohl am besten hier mit rein. Solche Kostentreiber sollte man jedenfalls bei Investitionen in die ukrainische (Land)wirtschaft im Hinterkopf haben:

      Die [Anm.: ukrainischen] Bauern können heute wie vor 100 Jahren kaum sicher sein, dass ihre mühsam gepflanzte Ernte nicht von einer Bande weggenommen wird. Ehemalige Mitglieder der Antiterroroperation und örtliche Kriminelle schmieden in den Regionen bewaffnete Einheiten und teilen dort das Land unter sich auf.
      [...]
      Das Problem liegt jedoch viel tiefer. Im Land entstehen private Militärfirmen bzw. einfach bewaffnete Banden, die für die Ordnung in bestimmten Gebieten gegen Entlohnung sorgen. Das Monopol für Gewalt hatte der ukrainische Staat 2014 verloren. Wenn die Behörden diese Praxis jetzt nicht stoppen, werden sie später auf Verhältnisse wie im Mittelalter stoßen.

      (Ukrainische Donbass-Veteranen berauben Bauern - Behörden sehen tatenlos zu - Sputnik Deutschland)
      Tue nie altruistisch etwas Gutes, denn es wird doppelt und dreifach im Üblen vergolten.

      ICH schrieb:

      Paßt wohl am besten hier mit rein. Solche Kostentreiber sollte man jedenfalls bei Investitionen in die ukrainische (Land)wirtschaft im Hinterkopf haben:

      örtliche Kriminelle schmieden in den Regionen bewaffnete Einheiten und teilen dort das Land unter sich auf.
      [...]
      Das Problem liegt jedoch viel tiefer. Im Land entstehen private Militärfirmen bzw. einfach bewaffnete Banden, die für die Ordnung in bestimmten Gebieten gegen Entlohnung sorgen

      (Ukrainische Donbass-Veteranen berauben Bauern - Behörden sehen tatenlos zu - Sputnik Deutschland)

      In Südamerika hatte ich das jahrelang erlebt, da bedienen sich die Großgrundbesitzer , mächtige Drogenbosse und auch korrupte Politiker dieser Methode , da wird gemordet und vertrieben ...bis heute
      Bleibt zu erwähnen das sogar große multinationale Konzerne sich dieser Methode bedienen, Gewerkschafter umbringen lassen, Menschenrechtsaktivisten , kleinen soziale Führer die sich für die Bevölkerung einsetzen....und vor allem werden auch jene Reihenweise ermordet die sich wagen die laut Gesetz möglichen Restituierungen der geraubten Ländereien zu fordern.
      Diese "Paramilitärs" werden von der hohen Politik gedeckt und ein Land das einmal in diesen Sumpf versinkt kommt da nicht mehr so leicht heraus...
      Mafiastaaten halt...., aber da gibt es viele Beispiele...
      Und bei dem ganzen werden 2 Dinge vergessen, ein moderner landwirtschaftlicher Arbeitsplatz, bzw. die Schaffung dessen, benötigt Summen die einem Arbeitsplatz in der Chemieindustrie nur geringfügig nachstehen. Das sage nicht ich, das sagt die Statistik.

      Die einzige Tür, die hier für den "kleineren" Marktteilnehmer Chancen ermöglicht, das sind Kartoffeln, Saatkartoffeln oder Gemüse. Auch Qualitätseier mögen ein Thema sein. Und dann stabile, am Anfang kleine Vertriebskanäle aufbauen. Und den Traum vom Export in den Westen mal ganz schnell vergessen - ich wüßte auch nicht warum man das sollte!?
      Was oftmals unterschätzt wird, das sind z.B. auch Gewürze wie Dill, Petersilie und solche Sachen. Auch Knoblauch rechnet sich gut.

      Solche Sachen wie Schweinemast vergessen wir mal, oder jemand steigt 8-stellig in Euro ein, dann vielleicht ja.
      Wer sich Milchvieh in der Ukraine antun will, herzlichen Glückwunsch, das hat wohl eher was mit Masochismus zu tun. Ich kennen niemanden - o.k. vielleicht gibt es ja die Nadel im Heuhaufen - , der mit einer solchen Unternehmenungsgründung in der ganzen Ukraine glücklich geworden ist.

      Ich denke die größte Hürde ist der Aufbau eines vernünftigen Mitarbeiterstammes, der zuverlässig ! seiner Arbeit nachkommt und nicht z.B. bei Maschinen mehr kaputt macht als er überhaupt in 10 Jahren verdient.

      Aktuell habe ich hier 11 Ukrainer täglich zur Besichtigung auf dem estnischen Großbetrieb auf dem ich ein Objekt betreue. Da könnte man Filme drehen..., aber sind auch wirklich gute Leute (gerade Melkerinnen, LKW Fahrer) dabei.