Reiseroute von der Grenze Rumänien/Moldawien bis Odessa

      Reiseroute von der Grenze Rumänien/Moldawien bis Odessa

      Ich plane im Sommer 2017 eine Reise nach Odessa.
      Da die Straßenverhältnisse zwischen Lviv und Uman im letzten Dezember derart katastrophal waren, plane ich die südliche Route über Österreich, Ungarn und Rumänien.
      Hat jemand aktuelle Erfahrungen auf der Strecke von Galati/Rum. über Izmail nach Odessa?
      Interessant sind Hinweise zu üblichen Grenzwartezeiten (mit zweimal jeweils wenige Kilometer durch Moldawien) und zum Straßenzustand.
      Danke im Voraus für nützliche Hinweise. Nach der Reise gebe ich einen Bericht aus meiner Sicht.
      Die Frage ist, ob Du da nicht das Kind mit dem Bade ausschüttest:
      Rumänien hat nur wenige Autobahn-KM. Falls Du nicht runterfährst nach Bukarest und von dort nach Timisoara, wirst Du meist auf Bundesstraßen fahren. Aber es gibt keine Schlaglöcher wie in der Ukraine.
      Die Grenzwartezeit könnte hier den Ausschlag geben.
      denkst Du die ist kürzer ?
      Ich weiß, dass ich nichts weiß.

      Sokrates (470-399 v.Chr.)

      Erfahrung ist eine nützliche Sache. Leider macht man sie immer erst kurz nachdem man sie brauchte.
      Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

      Bestätigung holt man sich dort, wo man annimmt sie auch zu finden.
      ok

      romeomustdie11 schrieb:

      denkst Du die ist kürzer ?


      Er muss auf alle Fälle dreimal warten: 2 x Moldawien, wenn er durch Moldawien fährt und dann EU-Schengen-Außengrenze Rumänien-Ungarn.

      Die EU-Schengen-Außengrenze Rumänien-Ungarn war bei meinen Grenzübertritten mit keinen sehr langen Wartezeiten verbunden.

      Ukraine/Moldawien bzw. Moldawien/Rumänien: Da habe ich keine Erfahrung.

      Aber ich denke, @Ingo T macht mal den Praxistest und berichtet dann, da er dieses Ziel ja öfters anfahren wird.
      Bei uns ist es ja auch schon 3 oder 4 Jahre her, jedenfalls waren die Wartezeiten an den Grenzen nicht der Rede wert und durch Rumänien ging es auch recht zügig. Staßen in Moldawien und bis Odessa waren auch nicht der Hit.
      Gruß Herr Mayer, der eigentlich denkt, dass es noch ein Paar Berichte über die Route im Archiv schlummern.
      "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst."
      Kurt Cobain
      bin am überlegen mal einen Griechenland Urlaub mit der UA zu verbinden . Und von GR nach UA muss ich durch Bulgarien + Rumänien , beides EU = nur von RU nach UA wäre einmal nicht EU Grenübertritt .
      Ich weiß, dass ich nichts weiß.

      Sokrates (470-399 v.Chr.)

      Erfahrung ist eine nützliche Sache. Leider macht man sie immer erst kurz nachdem man sie brauchte.
      Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

      Bestätigung holt man sich dort, wo man annimmt sie auch zu finden.
      ok
      Meine Reise verlief wie folgt:
      aus Deutschland vorbei an Linz, Wien (südlich von Wien kann man günstig tanken), Budapest und Szeged nach Rumänien; die Abfertigung an der Grenze bei Nădlac war zügig und problemlos. Über die rumänische A1 weiter bis zum aktuellen Autobahnende bei Margina, dann kurvige und bergige Stecke bis Deva, danach auf der A1 weiter bis Sibiu Sud. Von dort bin ich in östlicher Richtung weitergefahren über Nationalstraßen nach Brașov und weiter eine landschaftlich sehr schöne Strecke über die Karpaten nach Buzău. Über Brăila und Galați ging es bis zum Grenzübergang. Die Kontrolle bei der Ausreise aus Rumänien war gründlich. Einige Wartezeit bei der Einreise nach Moldawien, obwohl nur ca. 12 Fahrzeuge vor mir standen. Kurios: am Einreisekontrollpunkt nei Giurgiulesti kann man den Ausreisekotrolllpunkt in Richtung Ukraine schon sehen, es sind nur wenige Hundert Meter, aber dafür werden 5 Euro Straßenbenutzungsgebühr für die 7-Tage-Vignette fällig. Bei der Ausreise gibt es immerhin einen gemeinsamen moldawisch-ukrainischen Kontrollpunkt. Alle Kontrollen und Abfertigungen haben an einem Samstagmittag zusammen etwa 2 Stunden gedauert. Die Weiterfahrt auf ukrainischem Gebiet beginnt abenteuerlich, da man die "Straße" erstmal suchen muss zwischen all den Löchern, katastrophal bis Reni. Dort dann NICHT weiter auf ausgeschilderter Strecke nach Odessa (da landet man weitere zwei Male in Moldawien), sondern südöstlich an der Donau entlang in Richtung Izmajil. Vorsicht: nach ein paar km akzeptabler Strecke folgen schlagartig die nächsten Schlaglöcher. Doch dann die Überraschung: von Izmajil über Tatarbunary, Belgorod-Dnistrivski und Zatoka nach Odessa gab es nur noch wenige Kilometer Schlaglochpiste; der weitaus größte Teil der Strecke war bereits nagelneu asphaltiert, so dass Autofahren plötzlich wieder Spaß machte. Bei der Rückfahrt drei Wochen später waren weitere Strecken fertiggestellt. Ich bin dann jedoch bei Bolhrad nach Moldawien eingereist und hatte auf den vor mir liegenden knapp 50 km bis Giurgiulesti die zweifelhafte Freude, dortige Schlaglöcher testen zu dürfen. Da fragt man sich berechtigterweise, wohin das Geld für die Straßenbenutzung fließt; zumindest nicht in deren Ausbau. Vor der Einreise nach Rumänien bietet es sich an, direkt vor dem Grenzübergang nochmal zu tanken. (Diesel für umgerechnet 0,70 €/Liter). Fazit: für die Grenzübertritte ca. 1,5 bis 2 Stunden einkalkulieren; Straßen in der Odessaer Oblast befinden sich in Sanierung, es ist aber immer noch mit plötzlichen, zum Teil gefährlich großen und tiefen Löchern zu rechnen (Stand: Ende Juli 2017)

      Herr Mayer schrieb:

      Hast du auch irgendwo übernachtet oder bist du durchgefahren?
      Gruß Herr Mayer, der sich für den Bericht bedankt.


      Und: Wie lange hat sich die Fahrzeit + Grenzwartezeit summiert?

      Wie sieht dein Resümee aus, lohnt sich diese Rumänien-Strecke im Vergleich zur Reise über Polen?

      Ebenfalls danke für den Bericht!
      günstige Tankstelle südlich von Wien , so denke ich meinst du die Jet bei Neusiedl
      Ich weiß, dass ich nichts weiß.

      Sokrates (470-399 v.Chr.)

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      Bestätigung holt man sich dort, wo man annimmt sie auch zu finden.
      ok
      Ach du bist der, welcher hier die schöne Luft mit Dieselrußpartikeln und Betrugssoftware verpestet.
      (Ich such übrigens gerade nach einem H-Kennzeichenfähigen MB 300TD)

      Gibt es so nen Rechner eigentlich auch für D,PL,CZ und SK?
      dann mal bitte berichten . Die Route möchte ich auch mal fahren , allerdings noch weiter bis nach Mariupol
      Ich weiß, dass ich nichts weiß.

      Sokrates (470-399 v.Chr.)

      Erfahrung ist eine nützliche Sache. Leider macht man sie immer erst kurz nachdem man sie brauchte.
      Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

      Bestätigung holt man sich dort, wo man annimmt sie auch zu finden.
      ok
      hallo an alle Schreiber hier,
      ich würde mich gerne hier mal einklinken und nachfragen ob es Reiseerfahrungen nach Czernovitz in der Ukraine über Rumanien Grenzübergang Siret gibt.
      Würde gerne mal diese Route wählen da ich ich keine Lust mehr auf polnische Grenzübergänge und langes Fahren auf kaputten Strassen durch die Ukraine habe.
      Würde mich sehr über Antworten freuen

      Gruss Wolfgang R.
      Hallo!
      Ich glaube dass die Odessa-Fahrer dazu nicht viel beitragen können (außer die Bestätigung, dass Rumänien nicht mit Autobahnen übersät ist und man meist über Bundesstraße fährt).

      Ich an Deiner Stelle würde über Rumänien fahren:
      1.) An der EU-Außengrenze Polen-Ukraine stehst Du wahrscheinlich viel länger als die 2 Grenzen Rumänie-Ungarn (geht meist schnell, ist ja noch nicht Schengen) und Rumänien-Ukraine.
      2.) Autobahn hast Du auf deiner Strecke auch in Rumänien nicht. Aber die Schlaglöcher sind dort seltener zu finden als in der Ukraine. Die km bleiben ja in etwa gleich.

      Daher, die Empfehlung, ich war dort mal mit dem Auto unterwegs:
      Bei Satu Mare nach Rumänien über die Grenze, dann oben bleiben an der ukrainischen Grenze, Sighetu (es gibt dort einige schöne Holzkirchen + den lustigen Friedhof von Sapanta), Viseu de Sus, Radauti, Siret. Ist auch landschaftlich schön. Wenn noch Zeit bleibt, die Moldauklöster rund um Suceava ansehen. Runter nach Cluj und dann wieder rauf nach Bistrica würde ich Dir nicht empfehlen: Das sieht zwar am Plan nach Hauptstraße aus, aber ist in der Praxis auch nicht viel anders als die beschriebene Route, nur viel länger und führt durch die Berge.
      Neueste Reise am 22./23./24.12.2017 in Richtung Ukraine, diesmal über den Übergang Medyka/Shehini bei Przemysl nach einer Zwischenübernachtung kurz vor der Grenze:
      Wartezeit am Samstag vor Weihnachten: sage und schreibe 12 Stunden (die Situation war an anderen Übergängen ähnlich)
      Entschädigt haben dann aber die rund 120 km im Jahre 2017 komplett sanierte M-09 (ehemals H-02) von L'viv nach Ternopil'. Die weitere Strecke via Khmelnitskij und Vinnitsja bis Uman' ist teilweise saniert (provisorisch gefüllte Schlaglöcher), teilweise in Vorbereitung auf die anstehende Sanierung, rund 50 km sind aber immer noch in erbärmlichen Zustand.
      Rückreise über Krakovets/Korczowa am Mittag des 06.01.2018 ohne Warteschlange vor der Kontrollstelle, aber dennoch rund 100 Minuten wegen der bummeligen Abfertigung auf polnischer Seite.