Nachweis der Finanzierung bei Einreise gemäß Visaerleichterungsabkommen

      Nachweis der Finanzierung bei Einreise gemäß Visaerleichterungsabkommen

      Hallo,
      entschuldigt, falls meine Frage in einem anderen Thread bereits beantwortet wurde. Ich habe aber nichts gefunden.
      Die Situation:
      Ich bin mit einer ehemaligen Ukrainerin verheiratet. Ihre Mutter besuchte uns in den letzten Jahren immer wieder mal für je bis zu 3 Monate. Ihre Schwester besuchte uns im Wechsel dazu jeweils bis zu 5 Wochen. Die Kosten des Auftenthaltes trugen meine Frau und ich. Für die Visa hatte ich jeweils eine Verpflichtungserklärung (VE) abgegeben.
      Seit Juni(?) 2017 gilt Visafreiheit für touristische Reisen, wonach kein Visumantrag in der Botschaft mehr gestellt werden muss. Der Schengener Grenzcodex, wonach die Rückkehrbereitschaft und ausreichende finanzielle Mittel trotzdem nachgewiesen werden können müssen, gilt trotzdem.
      Wenn es die Grenzer streng nehmen, können sie nach meinem Verständnis nahezu die selben Anforderungen stellen, wie die Botschaft zuvor, nur dass das dann adhoc entschieden werden muss und nicht in einem Verfahren vor der Abreise.
      Bei künftigen Einladungen würde ich wieder die Kosten tragen.
      Es ist noch nicht klar, ob die Schwiegermutter das nächste Mal fliegt, oder mit dem Bus kommt. Somit weiß ich auch noch nicht, an welcher Grenze sie in die EU einreisen wird. Bezüglich Fliegen hat sie große Angst, irgendwo hängen zu bleiben, während die Busfahrt körperlich unheimlich anstrengend ist für einen älteren Menschen. Bezüglich der Betreuung durch die Airlines haben wir auch schon sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht.
      In ihrem Pass sind leider keine alten Visaeinträge als Nachweis für die stets rechtzeitige Wiederausreise mehr, da sie einen neuen hat, und den alten nicht kopiert hatte.

      Nun meine eigentliche Frage:

      Wie streng wird die Finanzierung der Reise an den unterschiedlichen Grenzen geprüft?
      Reicht es wohl aus, wenn sie einen formlosen Einladungsbrief mit der Finanzierungszusage von mir dabei hat und nachweisen kann, dass bereits das Ticket und die ReiseKV von mir finanziert wurde, oder sollte ich trotzdem wieder eine VE vorlegen? Erstellt mir mein Landratsamt überhaupt eine VE für eigentlich visafreie Besuchsaufenthalte?

      Wie sind da mittlerweile eure Erfahrungen?

      Eine Zurückweisung an der Grenze möchte ich unter allen Umständen vermeiden.

      Herzliche Grüße,
      Hansi
      Eine Verpflichtungserklärung oder ein Einladungsschreiben helfen hier nicht wirklich weiter.
      Bei der Verpflichtungserklärung ist es höchst zweifelhaft ob diese Kostenübernahmeerklärung ausserhalb von Visaverfahren überhaupt irgendeine Relevanz haben.
      Also ohne Visum keine gültige Verpflichtungserklärung.
      Ganz klar ist das nicht. Ausserdem ist es fraglich ob Grenzer so etwas überhaupt als Finanzierungsnachweis akzeptieren.
      Selbst in Deutschland ist das ohne Visum fraglich.
      Ein Einladungsschreiben stellt ebenfalls keinen Finanzierungsnachweis da. Damit wurde früher im Visumsverfahren der Reisezweck nachgewiesen.
      Die Reisenden müssen im Zweifelsfall eindeutig nachweisen können, dass die Reisekosten gedeckt sind.
      Das geht am Besten mit Bargeld.
      Geh von etwa 50.- Euro/Tag aus.
      Wenn Leute mit 0.- Euro im Bus sitzen ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass die Einreise wegen mangelnden Mitteln den Lebensunterhalt zufinanzieren verweigert wird.
      Das ist keine Theorie sondern war selbst mit Visaverfahren gängige Praxis solchen Leute trotz Visum die Einreise zu verweigern.
      Das ist in Polen häufig passiert.
      Kurz- Es ist Geld nötig sonst nichts.
      Anzuraten ist aber eine Reiseversicherung.
      Kann ich bestätigen
      Bargeld sollte man dabei haben...
      An der polnischen Grenze wurde Mitfahrerern im Bus die Weiterreise verweigert...
      die Reisenden haben dann für die nächsten untereinander Geld ausgetauscht und verteilt, so dass alle genug hatten, aber den ersten hats erwischt...
      Hallo,

      entschuldigt, dass ich so spät antworte, aber aus irgendeinem Grund geht die Benachrichtigungsfunktion bei mir nicht, obwohl ich sie aktiviert habe.

      Danke für die Antworten, die mich natürlich nicht sehr zuversichtlich stimmen. Zu der Zeit, als sie noch mit richtigem Visum reisten, waren 100 - 200 € Bargeld in der Summe immer genug. Da wurde die VE in Verbindung mit von hier aus bezahltem Ticket und Reise-KV (mit Haftpflicht) immer akzeptiert.

      Wenn meine Schwiegermutter für einen 3-monatigen Aufenthalt wirklich 50 € / Tag bräuchte, müsste ich ihr ja erst 4.500 € rüberschicken. Abgesehen, dass das gar nicht so einfach ist, mit so viel Geld in der Tasche macht die auf der 2-Tagesreise kein Auge zu...

      Trotzdem danke für eure Erfahrungen,

      Hansi
      Muss man das denn jedem sofort auf die Nase binden, dass man 3 Monate da bleiben will?
      Oder würde es nicht auch reichen, wenn man sagt, ich bleibe vorraussichtlich eine Woche....
      Wenn man das mit seinem Gewissen vereinbaren kann, ist das Problem dann weg.
      Man kann ja nachhelfen....
      Erzähl der Schwiegermutter sie soll dem ersten Grenzer den sie sieht erzählen dass sie kein Geld für die Reise hat und stattdessen ein Einladungsschreiben in dem dasselbe steht...:))
      Gibts das überhaupt?
      Ukr. Schwiegermütter sind ja schon eine Sache für sich.
      Und jetzt noch die Steigerung: Schwiegeromas....:))))
      Auf jeden Fall viel Spass...:)))
      Früher habe ich auch über Schwiegermütterwitze gelacht.

      Seit ich verheiratet bin, finde ich so was einfach niveaulos. Versetzt euch einmal in die Situation der Frauen, die nach Deutschland kommen und bei denen von einem Tag auf den anderen nichts mehr so ist, wie es zuvor war. Dass die immer wieder mal die Familie "zuhause" besuchen, oder hierher einladen, ist doch normal. Wer das nicht respektiert und unterstützt, sollte sich auf eine Beziehung mit einer Ausländerin lieber gar nicht einlassen. Und wenn die Frau Kinder in die Ehe mitbringt, ist es doch nur recht und billig, wenn die dann irgendwann auch meine eigenen werden. Und damit ist der Weg zu Enkeln nicht mehr weit...

      Ich bin dann mal weg. Die Emailbenachrichtigung funktioniert bei mir nämlich auch weiterhin nicht, obwohl ich meine eigenen Beiträge generell abonniere. Es ist also reine Glückssache, wann ich wieder mal in dieses Forum sehen werde.

      Tschüss,
      Hansi

      Hansi schrieb:

      Früher habe ich auch über Schwiegermütterwitze gelacht. Seit ich verheiratet bin, finde ich so was einfach niveaulos

      Ich kann über gute Witze immer lachen und erst recht über mich selbst.

      Speziell zur Schwiegermutter: Solange man über sie lachen kann, ist doch alles im grünen Bereich! Wenn Du mit Deiner Schwiegermutter keine Probleme hast, freu Dich. Allgemeingültig ist die Aussage leider nicht.

      Gruß
      Siggi, dem leider ab und an das Lachen im Halse stecken bleibt

      Hansi schrieb:

      Früher habe ich auch über Schwiegermütterwitze gelacht.

      Seit ich verheiratet bin, finde ich so was einfach niveaulos. Versetzt euch einmal in die Situation der Frauen, die nach Deutschland kommen und bei denen von einem Tag auf den anderen nichts mehr so ist, wie es zuvor war. Dass die immer wieder mal die Familie "zuhause" besuchen, oder hierher einladen, ist doch normal. Wer das nicht respektiert und unterstützt, sollte sich auf eine Beziehung mit einer Ausländerin lieber gar nicht einlassen. Und wenn die Frau Kinder in die Ehe mitbringt, ist es doch nur recht und billig, wenn die dann irgendwann auch meine eigenen werden. Und damit ist der Weg zu Enkeln nicht mehr weit...

      Ich bin dann mal weg. Die Emailbenachrichtigung funktioniert bei mir nämlich auch weiterhin nicht, obwohl ich meine eigenen Beiträge generell abonniere. Es ist also reine Glückssache, wann ich wieder mal in dieses Forum sehen werde.

      Tschüss,
      Hansi


      Wie oft und wie lange bist Du den schon mit ukr. Frauen verheiratet und wieviele Schwiegermütter hast Du denn schon gehabt???
      Also wie Siggi schon sagt, entweder hast Du unglaubliches Glück, oder warte einfach noch ein bischen ab.
      In einem Jahr sieht die Sache anders aus und Du behauptest das Gegenteil...:))
      scheinbar, wie überall gibt s unterschiedliche Regularien für die Reise
      mein Besuch hat allerdings jahrelange Erfahrung mit Reisen nach D, A und CH
      Ich hatte nur den Flug gebucht, mit offenem- aber angepeiltem Rückflug nach 14 Tg
      ansonsten hab ich nur meine Adresse per email mitgeteilt
      das wars - für mich
      Das andauernde und größte Problem ist jedoch die Grenze Donbass- UA
      wir wollen mehr Bürokratie wagen das sagte Willy Brand- oder so ähnlich