Häuschen in der Ukraine

      Häuschen in der Ukraine

      Hallo zusammen,

      meine Name ist Bernhard und ich bin neu hier im Forum.

      Ich bin deutscher Staatsbürger und mit einer Ukrainerin verheiratet. Die Heirat fand vor 13 Jahren in der Ukraine statt; seitdem leben wir zusammen in Deutschland.
      Wir haben inzwischen 2 gemeinsame Kinder (beide in Deutschland geboren).
      Meine Frau hat eine unbefristete Niederlassungserlaubnis in Deutschland. Da wir eigentlich keine großen Nachteile erkennen können, (außer evtl. das Thema mit der fehlenden Teilhabe bei Wahlen) wollen wir ihre ukrainische Staatsangehörigkeit beibehalten.

      Das war es kurz zur Vorgeschichte - nun zum meinem eigentlichen Thema: wir spielen mit dem Gedanken, ein kleines Häuschen mit Garten in einer mittelgroßen ukrainischen Stadt zu kaufen. Habe auch schon das Eine oder Andere hier im Forum zum Thema Immobilienkauf in der Ukraine gelesen. Ich hätte folgende Fragen dazu:

      1. Darf ich nun als deutscher Staatsbürger überhaupt Immobilieneigentum in der Ukraine erwerben oder nicht ? Wie gesagt, es geht weder um so etwas wie eine Firma oder Fabrik noch um ein größeres landwirtschaftliches Anwesen, sondern um den Kauf von Haus und Garten von privat zu privat. Falls ja, ist es besser, (und möglich ?) lediglich mich selbst, oder lieber meine Frau und mich zusammen als Eigentümer im ukr. Grundbuch eintragen zu lassen? ?(

      2. Gibt es in der Ukraine sowas wie eine Grunderwerbssteuer? Ab wann brauche ich eine ukr. Steuernummer und auf welche Art und Weise bekomme ich sie?

      3. Wie wäre am besten den zu zahlende Geldbetrag in die Ukraine bringen?
      Ein eigenes ( Euro- ?) GiroKonto in einer Bank der betreffenden ukr. Stadt eröffnen und dann sozusagen mir selbst überweisen? Kann / darf ich das als Deutscher überhaupt? !think!
      Eine andere Möglichkeit ohne viele Formalitäten wäre wohl die Abwicklung per Bargeld. Bin mir nicht sicher, aber dabei gibt es glaube ich die 10.000 Euro Grenze pro Einreise / pro Person. Richtig ? Falls das auch für Kinder gilt, wären das ja schon mal 40.000. Ist das sinnvoll bzw. praktikabel oder doch lieber per Überweisung ?

      Der grobe Plan wäre, zunächst mal sporadisch - zB während der Ferien - in der Ukraine zu sein, und irgendwann in ferner Zukunft die Option zu haben, ggf. mal ganz überzusiedeln.

      viele Grüße, Bernhard
      Mal grundsätzlicher Art kommt es immer auf die Risikobereitschaft deinerseits an. Wie ich lese hast Du eigentlich gar keine Ahnung. Sorry aber das könnte Dich zur leichten Beute machen.
      Relativ gesehen würde ich mal Behaupten möchten, dass es um einen signifikaten Geldbetrag handelt, also größer 15.00€ und nach oben offen.

      Покупка недвижимости в Украине для иностранцев и нерезидентов | Аренс и Шварц - Немецкий Центр Киев/Украина

      Laß Dich einfach beraten.... Jetzt kannst du dich mit der Suche der passenden Immobilie konzentrieren. Der Weg alles ohne zusätzliche Kosten bewältigen zu wollen, kann auch zum Totalverlust führen. Natürlich wenn du Ahnung hast geht das natürlich auch.
      Hi,
      ein Grundbuch gibt es.
      aber das hat nicht die selbe Funktion wie in Deutschland.
      D.H. es geniesst keinen öffentlichen Glauben.
      Man kann auch nicht davon ausgehen dass das stimmt, was da drinsteht.

      Die Steuer beträgt, 7,5%, bzw. 8,5 % dann kommt dazu noch diese Kriegssteuer von 1% wenn ich mich nicht irre.
      Du kannst sowohl Häuser als auch Grundstücke erwerben.
      Beim Verkauf innerhalb von 3 Jahren fallen aber dann etwa 18% Steuern an, was bei Ukrainern nicht der Fall wäre.
      Die Steuernummer brauchst Du beim Immobilienerwerb und praktisch bei allem in der Ukraine.
      Ohne das kannst du keine notariell beglaubigten Verträge abschliessen, Vollmachten erteilen usw.
      Das war früher mal anders.
      Die ID-Codes gibts auch für Ausländer bei der Steuerinspektion.
      Einfach hingehen und beantragen.
      Dauert einige Tage bis zu einer Woche.

      Das mit dem Geld ist so eine Sache. Viele Verkäufer, gerade private, bestehen auf Bargeld und sind sogar nicht bereit den vollen Kaufpreis in den Vertrag zu schreiben.
      Es ist mit nichten so, dass das immer der Fall wäre. Also landestypisch.
      Fraglich ab man sich drauf einlassen soll.
      Wird der Kauf aus irgeneinem Grund rück abgewickwelt, kriegst du nur den offiziellen Kaufpreis zurück.
      Das ist eine häufige Betrugsmasche,
      ...es gibt u.A. bereits einen Thread dazu, - "Als Deutscher Wohnung in Ukraine kaufen" - von 2013 , da steht ne' Menge drin
      Sowas wie ein Grundbuch gibt es auch in UA ....nennt sich Register ... können sogar 2 unterschiedliche Register sein (genauer beschreiben kann ich es leider nicht), dazu wohl auch einen "technical Passport" zum Objekt (ob es legal errichtet/umgebaut wurde)
      Steuernummer gibt es bei der lokalen Steuerverwaltung - dt. Übersetzung des Reisepasses erforderlich.

      ....wenn es konkret wird einfach zum Notar vor Ort, der wird sagen was gebraucht wird
      Bezahlung läuft wohl Cash bei Vertragsabschluss ( die 10.000 €/Nase bei Grenzübertritt gelten m.W. noch, andernfalls kann man auch bei Deklaration mehr mitnehmen.
      "wer mich beleidigt, bestimme ich" K.Kinski
      Hallo miteinander!

      Beim Lesen dieses Themas fällt mir eine Frage ein, die ich schon länger stellen wollte. Hat jemand Erfahrung mit einer Immobilienfinanzierung in UA und kann man als Deutscher bzw. als in Deutschland lebender Ukrainer eine solche durchführen?
      =!..

      Solocha schrieb:

      Hat jemand Erfahrung mit einer Immobilienfinanzierung in UA und kann man als Deutscher bzw. als in Deutschland lebender Ukrainer eine solche durchführen?


      Es wäre möglich, aber die Konditionen sind so schlecht, dass jeder normale davon freiwillig Abstand hält. Ein Dispo in D wäre günstiger (setzt aber PMSCHE voraus)

      Normalerweise geht das nur, wenn du in D eine 100% bezahlte Immobile oder Grundstück beleihst. Max. 50% Beleihung, der D Immobilie ist möglich und somit auch Kondition im 10-jährigen Bereich von ca. 2,xx %. Ein Wertermittlungsgutachten ist ratsam, da die Banken schlechtere Bewertungsmethoden haben.

      Die Kreditaufsicht wacht darüber. Man z.B. für einen Autokauf keinen Baukredit verwenden...usw. Der nachweisliche Verbraucher ist maßgeblich und muss korrekt deklariert werden (Basel II ... III)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „rolsch“ ()

      schon mal danke für den Link und für die ersten Antworten

      rolsch schrieb:

      Wie ich lese hast Du eigentlich gar keine Ahnung. Sorry aber das könnte Dich zur leichten Beute machen.


      das stimmt, viel Ahnung habe ich von der Thematik noch nicht - aber ich bin ja gerade dabei, das zu ändern ;)
      Leichte Beute für wen?

      Also dann brauche ich die Steuernummer zB auch, um ein auf mich laufendes Konto bei einer ukr. Bank zu eröffnen ?

      Wie ich in dem genannten, anderen Thread gelesen habe, fällt die Grunderwerbssteuer nur in halber Höhe an, sofern ein ukrainischer Staatsbürger kauft. Wie ist es aber, wenn sowohl ich (=Deutscher) als auch meine Frau (=Ukrainerin) als Käufer bzw neue Eigentümer im Vertrag stehen? Oder ist das ein Konstrukt, das so nicht üblich oder sinnvoll ist ?

      "technical Passport" oder auch "technischer Plan" - ist das sowas wie ein Grundriss ?
      Ich habe mit meiner Frau (Ukrainka) eine Wohnung in einer Stadt gekauft, allerdings über einen Makler. Der hat bei 30.000 Kaufpreis ca. 600 Euro gekostet und hat alles erledigt, was zur Vertragsabschließung gebraucht wurde. Steuernummer für mich, Notar, Geldwechsel. Alles war korrekt und schnell erledigt. Deutscher Pass muss übersetzt und notariell beglaubigt sein. Geburtsurkunde ist von Vorteil, aber nicht zwingend. Das mit dem niedrigeren Kaufpreis stimmt, was aber die Erwerbssteuer auch mindert. Wenn man sich sicher ist mit dem Kauf, was soll's?

      Land kann man mittlerweile auch erwerben als Ausländer, wie eine Anwältin mir letztens sagte, allerdings wurde es nicht weiter ausdiskutiert, weil zwei Flaschen Wodka dazwischen kamen.....
      Ah, was ich vergaß! Beim Notar muss ein Dolmetscher anwesend sein, wenn man der Ukrainischen Sprache nicht mächtig ist. Es war in meinem Fall eine Studentin an der Uni, die Deutsch studiert und hat 250 Griwnas gekostet. Mit 100 Griwnas Trinkgeld, 350! :-)))
      Schlau gemacht.:))
      Wenn sie kein Diplom hat, hättet ihr euch die Dolmetscherin auch sparen können.
      Aber Gott sei Dank war es billig. Das ist die Hauptsache.

      Das wäre möglicherweise schon ein Anfechtungsgrund für den Kaufvertrag.
      Auf jeden Fall ein Grund für eine Prozessorgie über Jahre, wenn eine Seite es will.
      Im Zweifel wird der dann Rückabgewickelt und eine Seite kriegt ihr Geld gemäss Kaufvertrag und die andere die Immobilie zurück.
      Hat man dann noch etwas von den 8.5% Steuern/Abgaben gespart, kann es sein das man z.B. auch nur 5000.- Euro vom Verkäufer zurück bekommt wenn das der offizielle Kaufpreis war.
      Das ist nun noch in den nächsten 3 Jahren möglich.
      Aber das hat euch der Notar alles erzählt.
      Trotzdem habt ihr es anders gemacht...:))))

      Das wäre ein häufiges Betrugsmuster.
      Aber gut, wenn man sich bei der Gegenseite nun ganz sicher ist....
      Man hat aber ohnehin noch 3 Jahre Zeit sich das noch zu überlegen.
      Das wäre nämlich die Anfechtungsfrist.

      Ja, aber die Dolmetscherin hatte schon ein Diplom. Stimmt, das vergaß ich zu erwähnen, sie/er muss ein Diplom in Deutsch haben. Das mit dem Kaufvertrag stimmt auch, aber wie ich schon sagte, wenn man sich sicher ist mit der Immobilie, was soll's. Oder kann die Gegenpartei jetzt immer noch vom Kauf zurücktreten?
      Das ist wie in Deutschland auch.
      Müsste dann im Zweifel ein Gericht klären.

      Zurück Treten wohl eher nicht.
      Sie müsste einen Anfechtungsgrund für den Vertrag finden.

      OBM100 schrieb:

      Ich habe mit meiner Frau (Ukrainka) eine Wohnung in einer Stadt gekauft


      Du bist also Deutscher, Deine Frau Ukrainka, und ihr lebt gemeinsam in Deutschland?
      Aber wenn ihr die ukrainische Wohnung zusammen gekauft habt (gemeinsame Eigentümer), dann fällt doch die Erwerbssteuer insgesamt 2-fach an, und zwar auch für eine in Deutschland lebende Ukrainerin nicht auf irgendeine Weise reduziert. Oder habe ich da eine falsche Info?

      bennytwentyone schrieb:

      OBM100 schrieb:

      Ich habe mit meiner Frau (Ukrainka) eine Wohnung in einer Stadt gekauft


      Du bist also Deutscher, Deine Frau Ukrainka, und ihr lebt gemeinsam in Deutschland?
      Aber wenn ihr die ukrainische Wohnung zusammen gekauft habt (gemeinsame Eigentümer), dann fällt doch die Erwerbssteuer insgesamt 2-fach an, und zwar auch für eine in Deutschland lebende Ukrainerin nicht auf irgendeine Weise reduziert. Oder habe ich da eine falsche Info?


      Hallo,
      wir haben eine Wohnung in der Ukraine gekauft. Die Erwerbssteuer war nur 1,5% vom Kaufpreis. Also um die 250 Euro. Es kommt auf den Gesamtpreis an, nicht, wer alles kauft, wenn ich mich recht erinnere. Ich habe nicht so viel verstanden damals, nur gezahlt. Aber der Preis war so niedrig, da hätte ich in Deutschland nicht mal ne Hütte kaufen können.