Warum so wenig Frauen mit FS in Ukraine- Kosten?

      Warum so wenig Frauen mit FS in Ukraine- Kosten?

      Bei meinem Aufenthalt in Khmelnitzkky fiel mir auf, dass man eher wenig Frauen im Straßenverkehr sieht, selbst unsere Tierärztin hatte weder FS ergo auch ein Auto.. aus der ganzen Gruppe von ca. 10 Frauen waren nur 2. (beides Akademikerinnen, die ein hatte von ihren Mann noch ein Auto geschenkt bekommen) .. die Mädels sagten mir, dass Männer / Väter es oft für unnötig fänden, dieses Geld auszugeben...und nur wenige Frauen es von sich aus wöllten... ist das so?
      Ja. Das ist meistens bei Frauen im mittleren Alter und drüber so.
      Als ich vor etwa 20 Jahren zum ersten Mal in der Ukraine war, waren Frauen am Steuer was exotisches.
      Ein Auto hatte sowieso nicht jeder.
      Nun hat sich das geändert.
      In Kiew z.B. sind bei etwa 4 Mio Einwohnern, über 1 Mio Autos zugelassen.
      Bei jüngeren Frauen ist es dagegen häufiger, dass diese heute einen Führerschein besitzen, auch wenn Sie kein Auto haben.
      Oft hat man auch einen Führerschein, kann aber trotzdem nicht fahren....:)))
      Mit Geld ist das eher weniger verbunden.
      Führerscheine waren früher eine reine Formalität und man konnte sie kaufen. Das kostete nicht die Welt.
      Während Männer diese Scheine kauften, besuchen Frauen meist in der Tat die Fahrschule.
      Zum Teil ist das auch Heute noch so.
      Den Führerschein zu kaufen kostet dasselbe, wie ihn regulär zu erlangen, also mit Fahrstunden, Prüfungsgebühren usw.
      Von daher denken sich viele, wozu lernen, wenn es auch ohne geht und dasselbe kostet....:)))
      Autoverleih ist hier auch eher unüblich, sodass Heute auch viele Frauen zwar einen Führerschein haben aber trotzdem nicht fahren können.
      Ja, das geht.
      Aber bei der Umschreibung muss trotzdem eine Prüfung in Dt. gemacht werden.
      Die Pflichtstunden usw. hat man sich natürlich gespart.

      Als Deutscher kann man das auch machen. Allerdings muss man natürlich erklären, was das nun soll.
      Ansonsten kann man damit bis zu einem halben Jahr am Stück in Deutschland fahren, wenn man seinen Wohnsitz im Ausland hat.
      Das Gesetz sieht vor, dass ein deutscher Staatsbürger mindestens 6 Monate lang seinen Hauptsitz in dem jeweiligen Land des Führerscheinerwerbs nachweislich gehabt haben muss. So ist es innerhalb der EU geregelt. Dann gilt dieser Führerschein uneingeschränkt auch in Deutschland.
      Wenn du außerhalb der EU deinen Wohnsitz hattest und dort den Führerschein erworben hast dann gelten andere Vorschriften. Du darfst dann, glaube ich, wenn du wieder in Deutschland gemeldet bist, bis zu 6 Monate mit dem Auslandsführerschein fahren. Zum Umschreiben innerhalb der 6 Monate mußt du dann nur die Prüfung ablegen. Unterricht bzw Fahrstunden sind nicht nötig. Nach Ablauf der 6 Monate hast du Pech gehabt. Dann mußt du ganz normal dfen deutschen Führerschein erwerben.
      Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.
      Georg Christoph Lichtenberg
      Es ist nur eine Geld Frage, nichts weiter. Alle zumindest junge Frauen bis 40 würden gerne Auto fahren, aber wie?

      Es geht nicht um FS!! Ob kaufen oder machen, kostet nicht die Welt, aber was dann? Ohne Auto!

      Nehmen wir mal realen durchschnittlicher Lohn einer Frau. 3000-5000 griven.

      Nehmen wir mal an, eine junge Frau wohnt zu Hause und hat das Ziel ein Auto zu kaufen.

      Sie geht nicht aus, kauft sich keine Kosmetik, NIX! Unrealistisch, klar, aber gehen wir mal davon aus.

      Das billigste Auto (15-20 Jahre alten Russen Schrott) kostet so um die 2000 Dollar.

      Dafür muss sie mindestens 2 Jahre sparen. Da aber Frauen natürlich auch anderswo Geld ausgeben, ist die reale Ziffer klar eher 3-4 Jahre spraren.

      Jetzt hat sich die Frau so einen Russen Schrott gekauft. Was nun? Jeden Tag muss daran geschraubt werden. Ersatzteile sind billig, aber man muss sich mit dem auskennen.

      Jeden Tag in die Werkstatt kann sich eine normale Frau nicht leisten.

      Das heißt das die Frau ein Auto braucht, das nicht jeden Tag kaputt geht. Etwa 5000 Euro.

      So ist die Junge Frau schon 30, wen sie mit 18 gleich anfängt zu arbeiten und zu sparen.

      Die meisten haben schon einen Freund, wohnen zusammen, bzw. sind verheiratet, haben Kinder. Woher soll das Geld dann für ein Auto kommen?!

      Deswegen fahren hier Frauen Auto, die entweder reiche Eltern, Mann / Freund haben, oder selbst nicht schlecht verdienen.

      Egal wie manche Sachen, in der Ukraine schlecht sind, aber das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel, ist ja um einiges besser als im D. Klar Buße, Tralebuse, Etc. z.t Alt / sehr alt. Aber man kommt immer egal von wo man und wo hin man reisen will, immer mit öffentlichen Verkehrsmittel hin.

      Gemeinsam durch die niedrigen Löhnen und der enorm hoher Preis für Autos, ist ein Auto mehr oder weniger ein Luxusgut.

      Dazu kommt noch die berechtigte Angst.

      Kaum Verkehrsregeln, der Stärkste überlebt. Was ist wen ich einen Unfall baue? Versicherungstechnisch? Was ist wen ich stecken bleibe?

      Alles ist ja nicht so gut geregelt wie in D.
      Bei Männern ist das Problem, das sie bei vielen Dingen eher weniger Hirn haben als Frauen, was ja eigentlich überall in der Welt der Fall ist )))

      Männer verdienen hier oft auch ohne UNI Abschluß mehr, als Frauen mit Diplom, das ist schon mal der große Unterschied.

      Für viele Männer verlängert ein Auto automatisch ihre Penisgröße.
      Für Männer ist dieses Thema überall auf der Welt sehr wichtig.
      Hier in der Ukraine besonders.

      In Deutschland bringt man denn Kindern bei, die andere Backe her zu halten und alle Probleme mit Gesprächen zu lösen. Hier bringt man denn Kindern bei, eben nicht die andere Wange her zu halten, sondern sich zu wehren.

      Das führ dazu, das sie schon im sehr frühen Jahren die Auswahl haben, wer will ich sein? Wer kann ich sein?

      Einer der so schwach ist, denn man von Kindergarten bis Ende der Uni immer fertig macht?

      Jemand der zwar nicht der stärkste ist, aber dennoch keine Angst hat, jemanden Parole bieten zu können, auch wen das oft weh tut.

      Jemand der anderen Sagt wo es lang geht.

      Dadurch entwickeln sich extrem Minderwert Komplexe.

      Auto kompensieren diese Komplexe (mehr oder weniger).

      Durch die Geldnot sind Männer gezwungen sich selber zu helfen. Damit meine ich das sie sich sehr vieles was die Reparatur angeht, selbst aneignen. Deswegen können sie auch Russen Schrott fahren, was sie dann auch selber ständig reparieren.

      Für Männer hier gilt oft: Ein Auto MUSS ich haben, obwohl sie es natürlich nicht müssen.

      Da stehen auch mal die Kinder, die Familie, eigenes Haus / Wohnung erstmal an zweiter Stelle.

      Männer heiraten im Durchschnitt jeher jüngere Frauen. Das heißt: das der Mann erstmal genug Zeit hat um für ein Auto zu sparen, bevor sie heiraten und eine Familie gründen.

      Kauft sich der Vater ein anderes Auto, so bekommt das alte Auto der Sohn.

      Das hat nichts damit zu tun, das die Tochter weniger Wert ist als der Sohn.
      Der Sohn muss ja zukünftig seine Frau und Kinder ernähren. Die Tochter hat ja einen Mann / wird einen Mann haben, der sich um sie kümmert.
      Altmodisch? Klar und wie! Aber ist nun mal so.

      Es gibt also viele Gründe wieso das so ist. Die meisten Gründe sind nicht abhängig von einander anzusehen, sondern eher gemeinsam.
      Meine Frau hat einen ukrainischen Führerschein. Und wäre angeblich früher auch selbst gefahren.

      Dann waren wir aus Spass 2x auf einem Verkehrsübungsplatz.

      Ich konnte es nicht glauben:

      ​Es ist unmöglich, dass sie selber einmal gefahren ist! Ich habe noch nie so einen talentfreien Fahrer erlebt!
      ​Absolut überhaupt kein Gefühl beim Lenken, Fahren und Bremsen! Nach einer Minute auf unseren Straßen hätte sie einen Unfall!

      Habe ich noch nie erlebt! Der FS muss doch gekauft worden sein!!!

      Alabaimom schrieb:

      ...und nur wenige Frauen es von sich aus wöllten... ist das so?

      Ich denke schon.

      Man erkläre mir einmal folgendes. Weder meine Frau noch meine Person haben eine besondere Affinität zu Autos. Unser kleiner Sohn (der ohne Beeinflussung durch TV oder ähnliche Fremdeinflüsse bislang aufwächst) ist aber total Autovernarrt. Er will die Namen der Marken wissen, schaut jedem Auto nach und je lauter ein Motorrad ist, um so besser. Der absolute Hit sind große Traktoren oder sonstige Monstermaschinen. Woher kommt diese Präferenz (die ich eher als lästig empfinde)? Genetisch? Kann nicht sein, so lange gibt es Autos noch nicht. Irgendwie müssen diese Auto bzw. Maschinen etwas ansprechen, was Jungs öfter als total interessant empfinden, als Mädels. (Ich habe noch nicht von einem Mädchen gehört, deren höchste Freude mit gut 2 Jahren darin bestand, über einen Parkplatz zu gehen und die Nummernschilder aller Autos zu berühren.)

      Gruß
      Siggi

      egonolsen schrieb:

      Bobbycar ?☺️ (...vlt. anderer Kinder )

      Kann man ausschließen. Ich zeigte ihn anfangs Videos in YouTube. Kinderlieder, Sendung mit der Maus, etc. alles mögliche. Sehr mäßiges Interesse. Dann bot ich Dampfzüge an. Ohhh und Ahhh gab es ganz spontan. Groß und laut ist gut, so lernte ich.

      Dann lief er immer vor dem Haus über den Parkplatz und berührte jedes Auto am Nummernschild. Später auch zusätzlich am Markensymbol. In den Supermarkt will er nicht. Aber auf dem Parkplatz von einem Auto zum anderen laufen, ist für ihn toll.

      Natürlich ist das Sitzen auf dem Fahrersitz auch ein Erlebnis. (Er verlangte selbst dort zu sitzen, ich habe ihn da nicht hingesetzt.) Der bekommt einen ganz anderen Zugang zu Autos, als meine Frau, die bis heute noch nicht wirklich verstanden hat, wofür man ein Getriebe benötigt. Er wird sicher schon mit dem Auto fahren, lange bevor er es darf.

      In der Familie meiner Frau das genaue Gegenteil: Großvater hatte ein Auto mit Fahrer zu seiner beruflichen Verfügung, konnte aber selbst nicht fahren und vermutlich wäre es für ihn auch nicht standesgemäß gewesen, dies selbst zu tun.

      Gruß
      Siggi

      Jurgen schrieb:

      emeinsam durch die niedrigen Löhnen und der enorm hoher Preis für Autos, ist ein Auto mehr oder weniger ein Luxusgut.


      Man bedenke auch die Tankfüllung! Ich tankte heute 62 Liter für 1730 Griwnas. Das ist zum Teil der halbe Monatslohn. Wie soll man das bezahlen? Eine Bekannte arbeitet in Kropivnitzki als Ökologin in einer Fabrik für Wasserpumpen. Sie hat studiert und verdient 3700 Griwnas im Monat. Das schon seit 8 Jahren. Unvorstellbar.... Sklavenarbeit würde ich sagen.

      Siggi schrieb:

      Alabaimom schrieb:

      ...und nur wenige Frauen es von sich aus wöllten... ist das so?

      Ich denke schon.

      Irgendwie müssen diese Auto bzw. Maschinen etwas ansprechen, was Jungs öfter als total interessant empfinden, als Mädels. (Ich habe noch nicht von einem Mädchen gehört, deren höchste Freude mit gut 2 Jahren darin bestand, über einen Parkplatz zu gehen und die Nummernschilder aller Autos zu berühren.)

      Gruß
      Siggi


      Also.. ich war zwar nicht 2, sondern schon 4.. da konnte ich auch alle gägingen Autotypen unterscheiden... und jedes Auto war für mich interessanter als ein Puppenwagen.....
      Ich bin immer noch autoaffin.. bis heute.. trotz eines überaus femininen Äusseren... auch meine Berufswwahl ist ja nicht gerade so ganz typisch.. weiblich....(in meiner Branche sind über 90% Männer)