Heirat in DE --> Visafreies Reisen und Zeiträume

      Heirat in DE --> Visafreies Reisen und Zeiträume

      Hallo zusammen,

      ich stelle mich mal kurz vor, habe eine Frau aus der UA hier kennengelert, sie ist als Au-Pair in Deutschland. Wir möchten gerne heiraten. Ende Juni endet das Aupairjahr und sie muss ausreisen.
      Geplant ist dann Anfang Juli das Visum zur Hochzeitsvorbereitung in Kiew zu beantragen und dann möchte sie im Rahmen des Visafreien Reisens zunächst wieder mit zu mir fahren.
      Das Hochzeitsvorbereitungsviusm sollte dann ca. vom 01.09. bis 30.11.2018 gültig sein. Eheschließung für September/Oktober geplant.
      Ist das so der korrekte Weg? Also ist visafreies Reisen möglich, obwohl sie bereits ein Jahr hier war mit Au-Pairvisum? Habe auch hier im Forum gelesen, Schengeneinreise nur noch mit Voranmeldung, ist das schon so? Konnte dazu bei Google nichts finden, gibt es da ofizielle Quellen?
      Ich kann leider keinen Antrage finden für das passende Visum... Kann jemand helfen? Ist das ein D-Visum?

      Weiterhin würde mich noch interessieren was ich genau brauche wenn wir mit dem Auto in die UA fahren (Auto nicht auf mich zugelassen).
      Vollmacht auf ukrainisch ausreichend oder mit Apostille?

      Danke schon mal und Gruß

      Neu

      Noch ist sie da..

      I. Ihr geht zusammen auf dein Standesamt und hinterfragt, welche Unterlagen sie zur Eheschließung in DE beibringen muss.
      II. Sie ist zurück in der UA und besorgt alles
      III. Sie reist mit bio-zagran ein und lässt ihre Unterlagen amtlich ins Ukrainische übersetzen,
      IV. Wieder zum Standesamt, Unterlagen abgeben. Die gehen dann ans OLG
      V. Wieder zum Standesamt und Eheschließung beantragen.
      VI. Eheschließung "machen". )))
      VII. Sie fliegt zurück, lässt ihre Pässe ggf auf deinen Namen neu ausstellen und beantragt einen Termin für Visum zur Familienzusammenführung (FZF).
      VIII. Sie reist wieder ein (für immer)

      Kostet mit Flugkosten cirka 1.000 Euro.

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      Siggi wie meinst du das "alles"? Sie wird wohl kaum ihre Geburtsurkunde dabei haben... A1 dürfte wohl vorhanden sein, so denke ich.
      Ukraine, Deutschland, Dänemark - sind zwei verschieden involvierte Länder nicht besser? Und dann die Frage wie viel km von ihm bis nach DK? Also von mir wären es 900 einfach. Umsonst ist das auch nicht.

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      Ich denke auch, dass der Umweg über Dänemark heutzutage keinen Sinn mehr macht.
      Dann schon eher Heirat in der Ukraine, wo man weniger Unterlagen braucht und eventuell mehr Familie dabei hat (deutsche Verwandte und Bekannte können sich die Reise in die Ukraine eher leisten als umgekehrt).

      PS : Schengen Einreise nur mit vorheriger Anmeldung : Das existiert noch nicht. Wird zwar kommen, wann steht aber noch in den Sternen.

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      Morgen.
      Also Heirat in Dänemark ist Heute völlig sinnlos.
      Ausser man hat ein Faible für die Landschaft vielleicht....

      In der Ukraine wird seit langer Zeit auch kein Ehefähigkeitszeugnis zur Eheschliessung mehr verlangt.
      Reisepass und Apostilliertes Scheidungsurteil reichen aus.

      Also soweit mir bekannt ist, dürfte das von der Anforderung der Unterlagen zur Eheschliessung her das einfachste in ganz Europa sein.
      Zeitlich auch kaum zu toppen.

      Wenn Sie derzeit eine Aufenthaltsgenehmigung als Au-Pair hat, kann nach der Eheschliessung gleich in Deutschland verblieben werden.
      Das Heisst man braucht kein Visaverfahren mehr. Die Umwandlung der auffenthaltsgenehmigung kann bei der Ausländerbehörde vorgenommen werden.

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      Magnitka schrieb:

      Sie wird wohl kaum ihre Geburtsurkunde dabei haben

      Hatte meine Frau auch nicht. Aber ihre Mutter besorgte diese und schickte sie mit einem Paketdienst. Es gibt auch Firmen, die Dokumente besorgen und verschicken. Somit muss man sich den Reisestress nicht antun.

      Magnitka schrieb:

      Also von mir wären es 900 einfach. Umsonst ist das auch nicht.

      Von mir waren es über 1000km. Es ging nicht um Kosten, sondern um Geschwindigkeit (womit wir eine Trennung vermieden).
      Außerdem war der Aufenthalt ganz nett und es waren von keiner Seite Freunde oder Verwandte dabei, was wir beide so wollten (es war für beide die zweite Ehe) und sich so ganz natürlich ergab, da niemand freiwillig nach DK fahren wollte. So wurde niemand bevorzugt oder benachteiligt, was z.B. bei einer Ehe in DE der Fall sein würde, wenn überwiegend die Verwandten und Freunde des Mannes anwesend sein würden.

      Nur schade, dass wir nicht noch ein paar Tage mehr hatten um DK zu erkunden, weil ihr Visum ablief.

      Sicher kann man heutzutage in UA auch ohne Ehefähigkeitszeugnis heiraten. Wenn man auf die UA Verwandtschaft wert legt, ist diese Ortswahl sicher auch vernünftig.

      Wichtig war mir eigentlich die Aussage: Ein FZF ist bei einem Au Pair nicht notwendig, wenn sie nicht gerade 5 Minuten vor Ende ihres legalen Aufenthalts steht.

      Gruß
      Siggi

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      @Thorben
      Heiraten, solange Sie noch ein Au-Pair-Visum hat.
      Denn dann braucht man kein FzF-Visum.
      Sie kann sich dann direkt auf § 39 Abs. 1 Nr. 1 AufenthV berufen.
      Über die im Aufenthaltsgesetz geregelten Fälle hinaus kann ein Ausländer einen Aufenthaltstitel im Bundesgebiet einholen oder verlängern lassen, wenn 1.er ein nationales Visum (§ 6 Absatz 3 des Aufenthaltsgesetzes) oder eine Aufenthaltserlaubnis besitzt,
      https://www.gesetze-im-internet.de/aufenthv/__39.html
      Gruß
      MaBo

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      Leider läuft das Au-Pair-Visum Ende Juni schon aus, bis dahin schaffen wir es nicht alle benötigten Unterlagen für die Eheschließung in DE zu bekommen bzw. werden wir diese Anfang Juni zusammen haben, dann fehlt aber noch die Bescheinigung des Oberlandesgerichts (Freistellung Ehefähigkeitszeugnis).

      @Magnitka: Den Vorvertrag für die Ehe, welchen man für das Visum zur Hochzeitsvorbereitung benötigt wollten wir Anfang Juni beim Standesamt abholen wenn wir die Unterlagen abgeben, dann wird das ganze zum OLG geschickt, aber den Vertrag für das Visum hat man ja dann schon, oder liege ich falsch?

      @Ahrens: Bedeutet, würde man in der Ukraine heiraten, so lange sie noch das Au-Pair Visum hat (bis 30.06.2018), wäre es möglich ohne Visum gleich in Deutschland Anfang Juli eine Daueraufenthaltsgenehmigung zu bekommen? Man bräuchte dann kein Visum mehr zur Familienzusammenführung?
      Bzw. sage ich mal so: Mir wäre auf Grund von Sprache/Anerkennung/Aufwand eine Hochzeit in Deutschland am liebsten.

      Wie wäre denn das einfachste Vorgehen, wenn man in Deutschland heiraten möchte?
      Der derzeitige Stand ist so:
      Wir werden alle Papiere für das Standesamt am 05.06.2018 hier haben.
      Au-Pair-Visum bis 30.06.2018.
      Wir planen einen Urlaub vom 23.06.18 bis 01.07.2018 in UA.
      Visum beantragen für Eheschließung: 25.06.2018
      Visafreies Reisen vom 01.07.2018 bis ca. 01.09.2018 (Starttermin Visum Eheschließung)
      Eheschließung: ca. 24.09.2018 in DE (sollte ausreichend sein, da Urkundenbefreiung vom OLG ca. 3 Monate dauert)

      Ist das so alles richtig, sorry, aber es ist echt schwer diese ganzen Dinge zu beachten, die es zu beachten gilt!
      Danke für all eure Hilfe, hoffentlich kann ich nach der Hochzeit auch mein Wissen hier weitergeben! :)

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      So ist es.
      Ich würde in der Ukraine heiraten. Das ist zeitlich ohne Probleme möglich und geht von allen denkbaren Varianten am schnellsten.
      Bis Ende Juni in jedem Fall locker zu schaffen.
      Danach mit der apostillierten Heiratsurkunde zum Ausländeramt und den Auffenthaltstitel verändern lassen.
      Ganz einfach.

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      Dann müsste man bis zum 29.06.18 wieder in DE beim Ausländeramt sein oder geht das auch noch im Juli, wenn das Visum abgelaufen ist?

      Eigentlich würden wir lieber in DE heiraten, hat das schon mal jemand so ähnlich wie meine oben aufgestellte Timeline ist durchgemacht und kann mir sagen ob das so richtig/realistisch ist?

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      Hallo. Du möchtest Zeitleisten? Zwischen Erstbesuch beim Standesamt und Vollzug der Eheschließung vergehen je nach Güte der Vorbereitung zwischen 4 - 7 Wochen. Neue Pässe brauchen in der Ukraine 3 - 4 Wochen. Zwischen Terminierung und Erhalt des Visums in Kiew können 3 - 7 Wochen liegen.

      Gestatte mir eine Frage: Wie viele Tage / Wochen habt ihr bis dato zusammengelebt, also Tag und Nacht?

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      Magnitka schrieb:

      Hallo. Du möchtest Zeitleisten? Zwischen Erstbesuch beim Standesamt und Vollzug der Eheschließung vergehen je nach Güte der Vorbereitung zwischen 4 - 7 Wochen. Neue Pässe brauchen in der Ukraine 3 - 4 Wochen. Zwischen Terminierung und Erhalt des Visums in Kiew können 3 - 7 Wochen liegen.

      Gestatte mir eine Frage: Wie viele Tage / Wochen habt ihr bis dato zusammengelebt, also Tag und Nacht?


      Ein Biometrischer Pass der Ukraine dauert seit längerem schon mehr als 3 Monate. Mit oder ohne Bestechung...

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      Thorben schrieb:

      Dann müsste man bis zum 29.06.18 wieder in DE beim Ausländeramt sein oder geht das auch noch im Juli, wenn das Visum abgelaufen ist?

      Eigentlich würden wir lieber in DE heiraten, hat das schon mal jemand so ähnlich wie meine oben aufgestellte Timeline ist durchgemacht und kann mir sagen ob das so richtig/realistisch ist?


      Das kann niemand prognostizieren, da es sich lediglich um einzelne Erfahrungsberichte handelt, aus denen man keine Rückschlüsse für sich selbst oder die Zukunft ziehen kann.
      Bei der Eheschliessung in Deutschland, nimmt die meiste Zeit die sog. Befreiung von der Beibringung des Ehefähigkeitzeugnisses beim OLG für die Verlobte in Anspruch. Das kann zwischen 3 Wochen und 2 Monaten, in einzelfällen auch länger dauern. Je nach OLG, Standesamt, Urlaubs- und Arbeitsanfall bei den Behörden.
      Von daher würde die Eheschliessung in Deutschland hier klar ausscheiden, wenn das terminlich so wie beschrieben umgesetzt werden soll.

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      Gut, die Frau wird ja auch bei einer Heirat in UA nicht dazu gezwungen, den Nachnamen des Ehemanns anzunehmen.
      Sie kann ihren Familiennamen behalten. Dann erübrigt sich das mit dem neuen Pässen erstmal.
      Namensänderung kann sie dann irgendwann später machen.

      Meine Frau hat zunächst ihren Mädchennamen behalten. Erst viel später, nämlich nachdem Sie hier in D eingebürgert war, hat sie meinen Nachnamen angenommen.
      Gruß
      MaBo