Mit dem Auto von Stuttgart nach Saporoshje

      OBM100 schrieb:

      Nachts in der Ukraine auf unbekannten Straßen zu fahren ist nahezu Selbstmord

      So scharf würde ich es nun nicht formulieren. Es ist sicher kein empfehlenswerter Einstieg in das Fahren in UA und man sollte deutlich höhere Vorsicht walten lassen, selbst wenn man mit den besonderen Bedingungen in UA vertraut ist.

      Bist Du noch nie Nachts auf unbekannten Straßen in UA gefahren?

      Gruß
      Siggi
      @OBM100

      ​Ja klar, wenn ich mich mal entscheiden sollte, mit dem Pkw zu reisen - zum Beispiel als Rentner mit viel Zeit - werde ich nur tagsüber fahren und "altersgerechte Pausen" einlegen. Aber ich denke, dass man an den Hauptverkehrsadern doch eine Menge getan hat und noch tun wird. Das ist letztlich im Interesse der Ukraine. Man gibt sich ja auch Mühe. Wenn die Ukraine in der EU wäre, würde sicher einiges schneller passieren (weil vom Westen bezahlt).

      ​Ich weiß auch nicht, ob es eine gute Idee wäre, in UA einen Mietwagen zu mieten. Das ist vielleicht ähnlich abenteuerlich....
      Ds Lbn st krz.
      Deeeer Toooooood isssss laaaaaang.... :dash:
      Also ich habe mir schon mehrfach am Borispol und in Cherkassy Autos gemietet... Waren immer recht neu und top in Schuss... Es gab nie Probleme irgendwelcher Art...
      - Meine Statements werden nach bestem Wissen und Gewissen abgegeben. Lasse mich gerne überzeugen... mit Argumenten ! - :pardon:
      Bist Du noch nie Nachts auf unbekannten Straßen in UA gefahren?

      Gruß
      Siggi[/quote]

      Doch schon oft, aber es ist mitunter sehr waghalsig, mehr als 60-70 km/h ist russisches Roulett. Mitunter tauchen Baumwedel auf, die in knietiefe Löcher gesteckt sind als Warnzeichen. Aber das weißt du sicherlich.

      Grüße aus dem überhitzten Kirovograd.
      Hallo liebe Forumsgemeinde,
      ich bin neu in Sachen Forum und durch einen Freund ermutigt worden hier zu schreiben um hilfesuchende mit meiner 10 jährigen Ukraine Erfahrung ( mit dem PKW durch die Ukraine ) in Rat und Tips zu unterstützen. Die Anfrage von ulbr möchte ich so beantworten ! Es gibt viel Wege die nach ( Rom ) führen, man muß sich nur einen aussuchen und sollte sich nicht auf waage Zustandsberichte der Straßen von vor 2 Jahren verlassen. Ersteinmal möchte ich erwähnen, das Sie im Hochsommer (bis zu 40 Grad) Reisen möchten, da ist eine Klimaanlage ein muß. Ihre Wegstrecke beträgt ca. 2400 Kilometer über Polen ( A4 ) , Mautgebühren 10 Euro, Straße top, Grenzübergang rechte Spur benutzen (nicht in der langen Schlange anstellen). Nach Grenzeinlass links halten neben Busse und CC einreihen. Grenzübertritt sollte ca. 22-23 Uhr nicht am Wochende sein, mit glück 1Std komplett. Straßenzustand bis Lviv lässt sich fahren, mann sollte aber grundsätzlich die Straße im Auge haben und sich lings orientieren da selbst bei guten Straßen in der Ukraine sich riesige Löcher auftun können. Lviv Umgehungsstraße E 40 Richtung Kiew benutzen, nicht durch Lviv fahren da schlechte Straßen. Verlauf der E 40 folgen, in den Ortschaften sind manchmal die Straßen nicht so gut lassen sich aber fahren. Bis ca.30 Kilometer hinter Poltawa, wo mann nach Krasnohrad abbiegt ist die Straße in guten zustand. Die Fahrt durch Kiew sollte ab 22 Uhr sein, wegen Feierabendverkehr mit riesigen Stau´s. Ca- 120-150 Km nach Kiew gibt es ein kurzes Teilstück was etwas holprig zu fahren ist, ebenso die Straße nach Krasnohrad. 10 Kilometer nach Krasnohrad gibt es links ein Tankstelle wo man auf die E 105 fahren kann ( nicht verpassen !!! ), vor der Tankstelle bitte Vorsicht es gibt tiefe Löcher. Die E 105 ist sehr gut zu befahren, mann sollte aber links fahren. 80 km bis Dnipropetrowsk dann kommt holpriege Straße bis Saporischscha. Noch ein Tipp zu den Geschwindigkeiten, bei 90 , 70 , 50, sollte man diese auch einhalten, denn das sind Kontrollpunkte. Ansonsten hat man das Gefühl, es fährt jeder so schnell wie er will , deshalb erhöhte Aufmerksamkeit !!! Zu den Hotel´s kann man sagen, es gibt viele gute Hotel´s an der Strecke mit Preisen von 350 Griwna bis ? . der Umrechnungsfaktor beträgt zur Zeit 1 zu ca.- 30 .
      Ich bin diese Strecke vor 4 Tagen inklusive 6 Stunden Aufenthalt vor der polnischen Grenze mit meinem Corsa in knapp 36 Stunden von Berdjansk nach Dresden gefahren, also nicht brav mit 90 .
      Gruß Corsa
      Berdjansk nach Dresden gefahren, also nicht brav mit 90 . 

      Mich würde interessieren wie du zwischen Zaparoshje und Berdjansk gefahren bist?! Wir wollen bald ans Meer...
      Mir wurde empfohlen nicht gerade über Topmak zu fahren sondern den Umweg über Melitopel .

      Antwort an brown-leg

      Die strecke über Tokmak bin ich am 5.Mai gefahren.Lies doch noch einmal die Abenteuerreise von Dresden nach Berdiansk auf der ersten Seite. Eingestellt von billyx mit meinem Einverständnis.
      Die Straße war so kaputt das ich mir 2 Felgen kaputt gefahren habe und ich sie notdürftig mit einem dicken Hammer am Zielort richten mußte.
      Löcher das man sich darin verstecken oder bei Regen darin Baden kann.
      Wie schon im Bericht steht bin ich die Strecke nachts gefahren. Einheimische aus meinem Dorf haben berichtet, das die Straße erneuert werden soll. Also wahrscheinlich zur Zeit eine riesen Baustelle und nicht zu empfehlen. Es bleibt also nur der 200 Km Umweg über Melitopol nach Berdiansk.
      Die Löcher sind gestopft und es können Geschwindigkeiten bis 120 + ? gefahren werden. Man sollte aber immer aufmerksam bleiben !!!
      Fahre diesen Weg öfter daich in Militopol einen Schwager habe.

      Gruß Corsa
      Lieber Kollege Corsa. Ich finde den Tip mit der rechten Spur an der Grenze ja ganz gut. Aber in der letzten Zeit werden in der rechten Spur oft die Papiere kontrolliert und die dort besonders schnell sein wollten zurück gewiesen. Dann heißt es zurück bis zur letzten Abfahrt und ganz hinten anstellen. Die Grenzer kennen diesen Trick auch schon
      Ich bin 2017 und dieses Jahr im April und im Juni in der Art über die Grenze gefahren. Außerdem wechsel ich anschließend
      auf die Spur für EU-Fahrzeuge und stelle mich nicht in die Spur für Grenznahen Pendelverkehr an. Nun könnte man sagen, da
      stehen aber auch viele Fahrzeuge mit Polnischen EU-Kennzeichen, nur es müssen auch die Pässe zu den Fahrzeugen passen.
      Ukrainische Bürger kaufen in Litaue und Polen Fahrzeuge und können dann mit den jewaligen Kennzeichen 2 Jahre fahren.
      Warum sollte ich mich also hinter Fahrzeuge anstellen die anschliessend in einer anderen Spur auf die Kontrolle warten. Ich
      nehme also niemanden den Platz weg und dränge mich nicht vor, habe also auch kein schlechtes Gewissen. Vieleicht bin ich
      aber auch zu naiv in meinem denken und habe bis jetzt Glück gehabt, argumentieren würde ich auf jedenfalls in dieser Art.
      Oder es liegt daran das ich doch sehr spät über die Grenze fahre. Im August fahre ich wieder zur Weinernte und werde dann
      berichten.

      Gruß Corsa
      Lieber Kollege Corsa. Das mit dem hinten anstellen ist bei uns deutschen ein Phänomen der Region aus der wir kommen. Ich komme aus Westfalen. Da war das schon nicht ganz klar beim Bäcker. Ich habe bis zur Rente 13 Jahre am Rande von Hamburg gelebt dort steht eine Schlange beim Bäcker wie in London an der Bushaltestelle. Je weiter du in Deutschland gen Süden kommst umso chaotischer wird das beim Bäcker. Mich hat der Norden geprägt und ich stelle mich hinten an. Auch an der Grenze
      Hallo lieber Mike, bitte bekomme von mir keinen falschen Eindruck, auch ich bin so erzogen worden das man sich nicht
      vordrängelt und ärgere mich wenn dieses jemand macht. Es gibt viele Beispiele dafür, auch an der Grenze. Ich habe
      Zeiten erlebt wenn du da nicht gleich zu deinem Vordermann aufgeschlossen oder zu viel Platz gelassen hast, stand schon
      ein Fahrzeug mit der Schnauze schräg in der Lücke. Auf meiner letzten Rückfahrt lies zum Beispiel ein Ukainer mit Polnischen
      Kennzeichen ( Pendler ) seinen Bekannten aus hinterer Position vor. Das ist für mich vordrängen. Aber wenn ich zB. an
      einer Tankstelle an 20 Benzin-Fahrzeuge vorbei fahre um an einer speziellen Dieselsäule zu Tanken ist das doch kein vordrängen.
      Aber wer weiß, vielleicht werde ich ja noch eines besseren belehrt.

      Im übrigen Gnarrenburg liegt ca.- 80 Km unter Hamburg

      Gruß Corsa
      Mein lieber Kollege Corsa. Ich habe mein ganzes Leben Bus Auto oder LKW gefahren. Ich kann ohne Navi vom Nordkap nach Sizilien fahren. Aber du weißt auch, für Hamburger fängt südlich der Elbe der Balkan an. (Ironie). Ich habe Millionen von Kilometer beruflich gefahren. Aber es macht keinen Spaß mehr. Jeder will nur noch schnell nach vorne. Wenn ein Stau entsteht ziehen die ersten LKW auf die 2te Spur und dann auf die 3te und wir schreien nach einer Rettungsgasse. Aber die deutsche Polizei hat jahrelang geschlafen. Die LKW Fahrer lachen über diese Trachtengruppe. Ich habe es im letzten Winter in der Ukraine auf der E 50 erlebt. Wir hatten heftigen Wintereinbruch und die Polizei hat alle LKW an den Fahrbahnrand dirigiert um Risiko auszuschließen. Die sind auch alle brav rechts heran gefahren. Inn Deutschland wären die sofort danach einfach weiter gefahren. Aber wie gesagt ich reihe mich ordentlich ein und wenn ich in der Grenze bin nehme ich die EU Spur. Dann bin ich auch sofort ganz vorne und alles hat seine Richtigkeit
      Morgen.
      Also ich bin ja auch schon ein paarmal über die Grenze gefahren, aber was nun das Besondere an den EU-Spuren sein soll, hat sich mir noch nicht erschlossen.
      Natürlich kann ich die Schilder auch lesen...:))))
      Aber da stehen doch die selben Leute wie auf den anderen Spuren auch. Mit und ohne EU-Nummer und Pass und umgekehrt.
      Ich hab bis jetzt auch noch nicht gesehen, dass das da irgendwie schneller ginge oder die Schlange kürzer ist.
      Moin auch aus Dnipro. Ich bin am 13.6. über die A 4 eingereist und wie beschrieben in die Grenze eingefahren. Dann die EU Spur genommen und war direkt vorne beim polnischen Grenzer. Rechts standen Massen an PL und UA Kennzeichen. Es hat ab Einfahrt in die Grenze keine 15 Minuten gedauert und meine ukrainische Begleiterin und ich waren bei den Ukrainern.
      Kann ich so bestädigen, innerhalb der Grenze ist die EU Spur bei den Polen tatsächlich nur für Besitzer eines EU Passes. In den Autos mit PL- Kennzeichen sitzen zu 90 % Ukrainer und so müssen diese zu Allpassport.
      Bin übrigens am 14. Juni mittags auch bis vor zum poln.Grenzer, kein Auto vor mir. Daneben bei Allpassport waren es drei Reihen so ca. 50m.
      Bei den Ukrainern, mischt sich dann alles und es Glücksache welche Reihe schneller ist, wie an der Supermarktkasse.
      Wobei ich zu meinem Bericht hinzufügen möchte meine Frau war da noch nicht meine Frau und hatte damals wie heute einen ukrainischen Pass. Ich war etwas am zweifeln ob das so OK ist. Für den polnischen Grenzer aber kein Problem. Die neue Vorgehensweise der Ukrainer das sie die Papiere einsammeln und zurück zum Auto bringen finde ich sehr positiv. Bisher waren irgendwelche Clans oder Großfamilien immer im Vorteil weil sie überall einen "Platzhalter" postiert hatten. Ich als meist Einzelreisender oder mit einem Beifahrer von BlablaCar war da immer im Nachteil. Es ist auch viel geordneter dadurch. Sonst standen Autos hinten in der Schlange aber ihre Stempel hatten sie schon alle zusammen. Das geht jetzt nach meinem Empfinden dadurch auch viel schneller