Einbürgerung

      Einbürgerung

      Hallo!

      Meine Frau hat sich die dt. Staatsbürgerschaft zum Ziel gesetzt. Einbürgerungsantrag nach § 9 StAG.
      Zum Hintergrund: Meine Frau hat sowohl in UA (Ing.) als auch in D (Dipl-Ing.) studiert und arbeitet jetzt seit 1,5 Jahren in guter Position bei einem mittelständischen Unternehmen im Kunststoffbereich.
      Während dem Studium hat sie an der Uni als wiss. Ass. gearbeitet.
      Zur Vorbereitung auf das Studium in D hat Sie an einem universitären Studienkolleg erfolgreich teilgenommen. Das Programm hatte mehrere Fächer zum Inhalt, darunter auch Deutsch. Deswegen musste Sie damals keine DSH-Prüfung machen.

      Jetzt sagte uns die Mitarbeiterin bei der Ausländerbehörde in unserer Provinzstadt, dass sie den DSH-Test nachweisen bzw. machen müsste.
      Lustig,oder?!? Auf dem Laufzettel steht vorgedruckt "Sprachkenntnisse B1". Die Dame schreibt dazu handschriftlich "DSH".
      Dachte immer, dass ein absolviertes dt. Studium Beleg genug ist für eine gelungene Integration: Studium deutsch, Diplomarbeit deutsch, Arbeit deutsch, Alltag deutsch...
      Ausserdem ist für die Einbürgerung m. W. nach - wenn überhaupt - "nur" B1 erforderlich.

      Weiter sagte uns die Dame bei der Ausländerbehörde, dass sie einen Einbürgerungstest machen müsse... Das ist ja sicher kein Problem... aber sie sagte auch, dass sie keinen Test machen müsste, wenn sie z. B. Jura oder Politik studiert hätte. Ingenieure haben also weniger Ahnung... Lustig, oder?

      Was sagt ihr dazu?
      Wegen den dt. Sprachkenntnissen werde ich/wir dort auf jeden Fall nochmals vorsprechen.
      Gruß
      MaBo

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „MaBo“ ()

      Recht und Logik sind 2 verschiedene Paar Schuhe, überall auf der Welt. Traurig für den Betroffenen, aber selten zu ändern. Wenn du mich fragst, spar dir jeden Aufwand des Widerspruchs, lass sie die Prüfungen machen und gut ist es. Kleine Beamte können einem auch in Deutschland das Leben sehr schwer machen, wenn sie es drauf anlegen!
      Keep calm and good luck!
      Wie gesagt, werden wir beim nächsten Behördengang, wenn wir die ganzen Papiere vorlegen, nochmals das Gespräch suchen... Gehe davon aus, dass es eine Lösung geben wird.

      Die Aussage, dass Ingenieure einen Einbürgerungstest machen müssen und Juristen/Politikwissenschaftler nicht, finde ich einfach :dash: !happy! :dash:
      Gruß
      MaBo
      Meine Frau hat in D eine Ausbildung gemacht, brauchte keinen Deutschtest und keine Sprachkenntnisse vorweisen.
      B1 wurde beim Integrationskurs nicht angeboten, sie hat A1.
      Für die Einbürgerung braucht man aber B1.
      Ich würde mir bei info4alien.de die nötigen Bedingungen ausdrucken und zum nächsten Gespräch mitnehmen.
      Wenn das dann nichts bringt würde ich mit dem Vorgesetzten ein Gespräch führen.
      Denn die beiden Prüfungen kosten Zeit und Geld.

      Ach, was haben wir für eine gute ABH und einen guten "Einbürgerer".
      10.1.1.7 VwV StAG: integrationsministerium-bw.de/…om%208.%20Juli%202013.pdf

      "Staatsbürgerliche Kenntnisse liegen auch vor, wenn der Einbürgerungsbewerber einen Abschluss einer deutschen Hauptschule bzw. einen dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Bildungsstand oder einen vergleichbaren oder höheren Schulabschluss einer deutschen allgemeinbildenden Schule nachweisen kann. "

      --> Verstanden: Hauptschulabschluss = staatsbürgerl. Kenntnisse !wsmile!

      "Ebenso gelten die staatsbürgerlichen Kenntnisse als erbracht, wenn der Einbürgerungsbewerber den Abschluss eines Studiums an einer deutschen Hochschule bzw. Fachhochschule nachweist, in dem entsprechende Kenntnisse erworben worden sind. "

      --> Verstanden:
      Jurist/Politikwissenschaftler = staatsbürgl. Kenntnisse !wsmile!
      Ingenieur: keine staatsbürgerl. Kenntnisse :( ; Hauptschulabschluss aber schon (s.o.) ?(
      Gruß
      MaBo