Tauglichkeit der Womo's in der Ukraine

      Tauglichkeit der Womo's in der Ukraine

      Ich habe ja festgestellt, dass doch schon einige mit Ihrem Womo oder was auch immer Camping Urlaub in der UA gemacht haben. Ich habe vor mir wieder ein Womo zuzulegen (hatte in jungen Jahren mal eines und bin immer noch voll begeistert von Womo Urlaub).

      Jetzt bin ich schon mehrere Male auf der bekannten Route quer durch die UA von PL über Lviv - Khmelnytskyi - Uman - Pervomaisk - Mykolaiv - Kherson - Krasnoperekopsk - Simferopol - Sevastopol gefahren.
      Das erste mal (großer großer Fehler) mit meinem tiefergelegten 5er BMW mit 19" Felgen ... :lol: :dash: :dash:
      Ergebnis: Felge gerissen, Aufhängung abgerissen.

      Ok, aus Fehlern lernt man. Die nächsten Male war es ein Mercedes ML. Das ging schon besser.


      Jetzt aber zur eigentlichen Frage: Wie stecken eure Womo's die Torturen der sogenannten "Straßen" weg? Und hier rede ich ja nur von den großen Hauptverbindungsstraßen, die man ja nicht ausschließlich mit einem Womo befahren möchte.
      Im Moment äuge ich nach einem alten Magirus Deutz Allrad Expeditionsmobil. Das wäre meiner Meinung nach das einzige, was solchen "Straßen" gewachsen wäre.

      Oder übertreibe ich mit sowas? :holzhacken:


      P.S. kennt jemand die Strecke M13 von Pervomaisk nach Kirovograd? :patsch: :assault: :assault: :puke:
      Ich hatte bis Dezember 2013 ein Fiat (Talento) der
      Firma Granduca 19 Jahre alt. Klein aber wendig (kurzer Radstand und nur 4,6m)
      und vor allem leicht und was ich wichtig und nützlich fand, Luftfederung. Mit kleine
      Maschine also nicht der Schnellste, aber
      wer will mit einem Womo schon rasen.

      Mit diesem Kfz war ich 4 x 5 Monate unterwegs,
      davon ein großen Teil in UA. Also bei meiner Fahrweise hatte ich nur Probleme mit dem Festfahren (1-2 mal pro Tuor), aber keine Probleme
      mit Schlaglöchern, obwohl ich doch schon bei einigen, Auer schrie. Doch mein Womo hatte alle bis
      auf das Letzte auf einer kleinen Straße, gut weggesteckt. Dieses Schlagloch
      taufte ich Herrn Mayer, weil es sich fragte bin ich nicht groß genug, sieht man mich
      nicht? :D Doch die Schult trägt nicht das Schlagloch, denn ich bin schon mit höherer
      Geschwindigkeit durch tiefere Löcher gefahren, sondern einfach schlampige
      Wartung meinerseits und Materialermüdung. Die Bolzen (oder wahrscheinlich der
      letzte Bolzen) der linke Motoraufhängung rissen ab und der Motor landete dabei
      auf der Straße. Das währe nicht das Problem gewesen, denn ich habe ihn (nach zwei Stunden Fluchen und
      mehreren Tropfen Wodka) mit den Wagenheber angehoben und mit Behelfsbolzen
      wieder in die Haltung Geschraubt. Doch der Block zerstörte meine Linke Antriebswelle.

      Kurz. Nach Hilfe eines Pfarrers, einer 8 köpfigen Autowerkschrauberfamilie, 2
      Tagen, eine Fahrt nach Odessa und 160 € rollte der Esel wieder. Bin damit noch
      bis D. gefahren. Unterwegs verabschiedete sich dann noch der Bremskraftverstärker.
      In D angekommen habe ich mir ein Pickup mit Aufsetzkabine geholt (wieder mit
      Luftfederung und fast neu :thumbsup: ) und bin gleich wieder zurück in die UA.

      PS wenn du den Schrott käuflich erwerben willst PN :whistling:
      War selbst mit einem Bimobil auf Mercedes Sprinter Doka auf der Krim und habe die Krim einmal umrundet.Auf manchen Pisten holperts schon gewaltig und es sind auch einige Sachen aus den Oberschränken gerauscht.Natürlich ist an manchen Stellen ein Allrad sehr nützlich aber wir sind auch ohne Allrad bis an den Strand gekommen.
      Also ich denke wenn man vorsichtig und etwas vorausschauend fährt kann man auch mit einem "normalen" Wohnmobil auf die Krim-ich würde aber darauf achten das eine vernünftige Dusche und WC mit an Bord sind.Sollte man auf Campingplätzen sowas finden so ist der Zustand meist :puke:

      Ansonsten ist die Krim für Wohnmobile einfach traumhaft und auch wirklich günstig!

      Gruß

      Martini
      Hi,

      mit unserem Iveco 40.10WV (4x4-Kastenwagen) hatten wir keine Schäden in UA, RUS, Nordafrika usw.

      Auf der Krim haben wir aber deutsche Womo-Fahrer getroffen, bei denen am teilintegrierten Womo Risse zwischen Fahrerhaus und Aufbau entstanden waren.

      Gerade auf der Krim ist Allrad auf vielen CPs schon ganz angenehm und sinnvoll.
      Es geht aber bestimmt auch ohne Allrad, man muß sich halt einschränken.

      Ein vollwertiges WC sollte man schon an Bord haben.

      Eine Solardusche am KFZ außen aufgehängt geht übrigens auch gut. Es gibt auch 12V-Kanisterduschen.


      Rocky

      freqtrav schrieb:

      Herrliche Geschichte, Moebelkosmetiker :lol: , auch wenn es für Dich vor Ort wahrscheinlich erst weniger lustig war.


      Da kennst du mich aber schlecht, solche Abenteuer
      liebe ich. Anders wäre es ja Langweilig. Außerdem habe ich neue Freund kennengelernt
      und es war eine Freude mit der 8köpfigen Familie Zuspeisen.

      Moebelkosmetiker schrieb:

      Dieses Schlagloch
      taufte ich Herrn Mayer, weil es sich fragte bin ich nicht groß genug, sieht man mich
      nicht?


      Ich bin wirklich gerührt! Schade nur das du Möbelkosmetiker bist und nicht Neurologe. Eine kleine, aber feine Geisteskrankheit, die meinen Namen trägt...Aber man kann nicht alles haben! Jedenfalls allseits gute Fahrt und immer einen schönen Standplatz für eure fahrenden Hütten.

      Gruß Herr Mayer, der Wohnmobilefahrer, die es lieben langsam zu fahren, besonders ins Herz geschlossen hat. ;)
      "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst."
      Kurt Cobain

      RumboReload schrieb:

      DAS ist das richtige Womo für UA... :thumbsup:
      viel spaß beim tüv damit wirst du nie durchkommen der verushc wäre aber mal geil !happy! das tanken durfe noch mehr spaß machen

      @RomanL

      Das mit der aufhängung ist ein bekanntes bmw problem aber wie bist du drauf gekommen mit ein tiefergelegten ( denke mal gewindefahrwerk) über solche straßen zu fahren. Ich habe sogar hier in Deutschland ab und zu probleme :thumbsup:

      Moebelkosmetiker schrieb:

      Ich hatte bis Dezember 2013 ein Fiat (Talento) der
      Firma Granduca 19 Jahre alt. Klein aber wendig (kurzer Radstand und nur 4,6m)
      und vor allem leicht und was ich wichtig und nützlich fand, Luftfederung. Mit kleine
      Maschine also nicht der Schnellste, aber
      wer will mit einem Womo schon rasen.

      Dem Foto nach standest Du an der Steilküste von Tarchankut. Noch rel. einfach zu befahren, hatte (u.a. auch 2011) mit meinem Mercedes C-Avantgarde (also auch etwas tiefergelegt) dort keine Probleme, entlangzufahren.
      Anders sieht es allerdings aus, wenn man an solch interessante Küstenpunkte wie z.B. Kinburnskaya Kosa mit dem Auto will. Da haben selbst normale SUVs Probleme. Also unbedingt 4W-Drive von Nöten. Hat aber auch seine Vorteile: Da bleibt man als normaler Touri, der per Schiff anreist, von Autos verschont :)

      Nur in umgekehrter Richtung

      RomanL schrieb:


      Im Moment äuge ich nach einem alten Magirus Deutz Allrad Expeditionsmobil. Das wäre meiner Meinung nach das einzige, was solchen "Straßen" gewachsen wäre.
      Oder übertreibe ich mit sowas? :holzhacken:
      P.S. kennt jemand die Strecke M13 von Pervomaisk nach Kirovograd? :patsch: :assault: :assault: :puke:
      Richtung Chisinau: Wenig befahren, bis Tempo 120 mit meinem Merc-C kein Problem.
      So ein alter Magirus erlaubt Dir dann auch die Fahrt zu den Insider-Tips (Kinburn et.).

      Alexei ///M schrieb:

      Rocky schrieb:

      Alexei ///M schrieb:

      ...viel spaß beim tüv damit wirst du nie durchkommen...
      Warum soll denn der REO keine HU bestehen?

      Das was auf der Ladefläche gebaut wurde wäre das problem.

      Wieso das denn?
      Wenn der Aufbau mit Bordwerkzeug demontierbar ist, gilts sogar nur als Ladung.
      @RomanL mir fällt noch etwas ein. Wenn du ein Womo
      kaufst (egal welches) achte darauf das das Basisfahrzeug kein Grauimport ist oder jünger ist als die
      Baureihe Produziert wurde. Ein Freund von mir hatte mal so ein Model, das war
      aus verschiedenen Restposten zusammengestellt und bekam besonders im Ausland öfter
      Probleme mit der Ersatzteilbeschaffung (Kfz Code hat ……000000XX) . Das macht
      man laut einer anfrage, sehr oft und gern bei kleineren Wohnmobileherstellern.

      jimknopf schrieb:

      Dem Foto nach standest Du an der Steilküste von Tarchankut.
      @ Jimknopf, nein das ist mein Lieblings Ort in Sewastopol. Bei schönen Wetter fahre ich
      dort hin um mit den Hund zu spazieren und zu entspannen. Weil es nicht weit von meiner Freundin ist. Aber in Tarchankut war
      ich dieses Jahr im Oktober auch schon.
      Ein Wohnmobilfahrer, der das Spiel liebt: Du zeigst mir
      deine Lichthupe, ich zeige dir den rechten Blinker, du wieder Lichthupe, ich
      rechten Blinker, du Lichthupe, ich Blinker.. und nach ein paar Kilometern
      spielen, biegst du ab. :D
      Oh, so viele gute Tips und Gedanken! Danke danke!

      Naja, ich steh ja total auf den Ural 4320! Das ist für mich echt die schärfste Kiste wo gibt!
      Nur ist sowas natürlich auf unseren Europäischen Straßen annähernd unfahrbar! Dazu der Spritverbrauch!! (oder ist das schon Spritvernichtung?)

      Einen Reo würde ich schon rein wegen der Ersatzteilbeschaffung nicht fahren wollen, obwohl der dem Ural ziemlich nahe kommt ...

      @Alexei: das mit dem BMW war so ne doofe Fehlentscheidung ... ich bin die male zuvor immer mit dem Flugzeug nach Simferopol und dann mit dem Auto vom Schwiegervater (Honda Jazz) nach Sevastopol gefahren. Dort im Stadtgebiet von Sevastopol ging das eigentlich immer ganz gut ... Also hab ich gedacht: so schlimm kanns ja auch im Rest der Ukraine nicht sein ... böser Fehler! Direkt nach dem Grenzübergang in Krakovets hatte damals plötzlich die Straße gänzlich aufgehört und nur noch ein Pfad weiter durch den Wald nach Lviv geführt. Das war noch bevor die FiFA dort eine neue Asphaltdecke hat aufziehen lassen für die EM. Später ca. 30 km vor Khmelnitsk ist es dann passiert. Ich habe halt eines der Schlaglöcher in der form von "Herrn Meyer" unterschätzt und eine Lange Spur im "Asphalt" zeugte vom Verlust meiner hinteren rechten Achsaufhängung.
      An der Stelle hatte ich auch die annähernd grenzenlose Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der dortigen Ukrainer kennen gelernt! Unglaublich, wie selbstlos mir dort umgehend geholfen wurde! Es war nämlich wirklich nicht so einfach einen neuen Reifen in der Dimension 265/30/19 aufzutreiben. Ich habe 3 Tage in Khmelnitsk zugebracht, bis der hiesige BMW Händler (welcher wirklich sehr gut ist!) einen über Kiev geliefert bekam. eine der ersten Aktionen bei BMW war aber: das Gewindefahrwerk um 40 mm HOCHDREHEN! Sah sch**** aus, war aber wieder fahrbar ohne aufzusetzen.


      Aber gut, zum Thema: auch durch eure Erfahrungen, bin ich mehr und mehr davon überzeugt, dass es ein Magirus werden wird ... und klar, mit anständiger Dusche und Toilette durchfaII