Reiche Russen auf Piratenjagd

  • Reiche Russen auf Piratenjagd vor Somalia


    16.000 unbewaffnete Handelsschiffe versuchen jedes Jahr heil durch den Golf von Aden zu schippern und nicht von somalischen Piraten aufgebracht zu werden. Ein russischer Kreuzfahrtunternehmer dreht den Spieß jetzt um und lädt reiche Russen zur Jagd auf Piraten vor Somalias Küste ein, der gefährlichsten Wasserstraße der Welt.


    weiterlesen: http://www.wirtschaftsblatt.at…index.do?_vl_pos=r.4.MOST

  • Also meinen Segen haben die Männer. Sollen sie den Piraten ruhig den Arsch versohlen. :thumbup:


    Ob das wirklich ernst gemeint ist?

  • Ich glaube nicht dass dies so ohne Veto seitens der Flachköppe aus USA geht.Die hätten ja im Erfolgsfall keinen Grund mehr dort Kriegsschiffe zu stationieren

  • Die echten Piraten leben in London


    Wenn somalische Piraten Handelsschiffe gekapert haben, pokern sie um Lösegelder in Millionenhöhe. Doch nicht nur sie hoffen auf das große Geld. Mittelsmänner aus verschiedenen Ländern verdienen kräftig an der Piraterie mit.


    Von Marc Engelhardt, ARD-Hörfunkstudio Nairobi


    Wer in Somalia dieser Tage Geld machen will, für den gibt es eigentlich nur einen Karriereweg: den des Piraten. In Piratennestern wie Eyl in Puntland im Norden Somalias - schon seit Jahren ein Unterschlupf der Seeräuber - werden Villen gebaut, davor stehen teure Geländewagen. Rund um das Kerngeschäft hat sich eine rege Dienstleistungsindustrie entwickelt. Sobald die eigentlichen Piraten ein neues Schiff gekapert haben, läuft eine gut geölte Maschinerie an. Selbsternannte Vermittler gehören ebenso zur Piraten-Wirtschaft wie Köche, Boten und Wachen. Entlohnt werden die Helfer, sobald das Lösegeld fließt. Und das war bisher immer der Fall.


    Die Hintermänner leben außerhalb von Somalia"


    Andrew Mwangura vom Seefahrer-Hilfsprogramm in Kenias größter Hafenstadt Mombasa beobachtet das Treiben der mit schweren Maschinengewehren und Panzerfäusten ausgerüsteten Piraten schon seit langem. Für ihn steht fest: In Dörfern wie Eyl leben nur die kleinen Lichter. Die echten Piraten lebten nicht in Somalia, sondern in Kenia, in London, in Dubai oder Kanada. Sie seien es, die die Operationen planen und finanzieren würden. "Kein junger Mann in Somalia kann sich ein Satellitentelefon leisten, ein Schnellboot oder auch nur eine Kalaschnikow. Die Hintermänner, die das große Geschäft machen, leben alle außerhalb von Somalia."


    Groß ist das Geschäft zweifellos: Alleine für ein am Sonntag freigelassenes japanisches Schiff kassierten die Piraten zweieinhalb Millionen US-Dollar Lösegeld. Kein Wunder, dass für den Supertanker "Sirius Star" aus Saudi-Arabien schon 250 Millionen Dollar im Gespräch sind. Vor dem Hintergrund solcher Summen ist es ebenfalls nicht überraschend, dass die Lösegeld-Verhandlungen selber zum lukrativen Geschäftszweig geworden sind, an denen Mittelsmänner in London oder Dubai kräftig mitverdienen.


    Alle verdienen mit


    Somalische Piraten stehen im kenianischen Mombasa vor Gericht.
    Mitverdienen würden auch die zahlreichen Fraktionen in Somalias seit 18 Jahren tobenden Bürgerkrieg, so Mwangura: Die Warlords und die Islamisten gleichermaßen wie die aktuell anerkannte Regierung. Er wisse von Amtsträgern aus dem nord-somalischen Puntland, dass sie an der Piraterie mitverdienten. Das gleiche gelte für die somalische Übergangsregierung in Mogadischu und selbst für das Ausland: "In Tansania gibt es in Regierungskreisen mindestens einen hochrangigen Ministeriellen, der den Piraten Informationen zu Schiffen zuspielt, die in Dar es Salaam ablegen."


    Die Millionen aus den Lösegeldern haben zudem eine neue, dritte Kraft aufgebaut, deren politische Zugehörigkeit vorerst noch unklar ist. Doch fest steht: Mit ihrem Geld und den vermutlich modernsten Waffen am Horn von Afrika ist ihr Einfluss groß. Und mit jeder Entführung wächst er weiter.
    50 Millionen Dollar Beute im letzten Jahr


    Dass den Piraten mit dem Einsatz von Marineschiffen Herr zu werden ist, glaubt Mwangura nicht. Die Piraterie sei nur ein Teil der organisierten Kriminalität, die Somalia im Griff habe. "Die Piraterie wird nicht aufhören, solange vor den Küsten illegal gefischt wird, solange an Land mit Drogen gehandelt und Menschen geschleust werden. All diese Geschäfte sind mit der Piraterie vernetzt."

  • Der eigentliche Grund der Somalischen Piraten ist die Illegale Abfischung der der Somalischen Fischbestände von europäischen, chinesischen und japanischen Piratenfischern. Die Illegalen europäischen Fischtrolers haben in den Hoheitsgebieten der Somalies nichts verloren. Die Somalies haben dadurch einen tägl.Schaden von mehreren Millionen Euros. Ist ja logisch das sie das von europäischen Piratenfischern gestohlene Geld sich auf andere weise wieder zurück holen. Und das schlimmste in meinen Augen ist, das die eurpäischen Kriegsschiffe, wenn sie schon vor ort sind, dem Illegalen Abfischen, des Fischreichsten Gebietes der Welt, nicht einhaltgebieten sondern nur zu schauen. Da die Somalies kein Militär haben sind sie nicht in der Lage ihre Fischbestände selbst zu schützen.

  • Meinst Du das ernst?


    Das durch Kidnapping erpresste Geld wird dann vermutlich an die darbenden Fischer verteilt, oder? Erzähl mal mehr!

  • Meinst Du das ernst?


    Das durch Kidnapping erpresste Geld wird dann vermutlich an die darbenden Fischer verteilt, oder? Erzähl mal mehr!


    Was soll man den auf so eine dummen Satz antworten

  • Also so Unrecht hat IBN hier nun nicht. Diese Piraterie ist kein "Robin Hood" Märchen, wo das Geld den Reichen gestohlen wird und den Armen gegeben wird. Bestenfalls werden die Handlanger mit ein paar Dollers abgespeist, er Rest geht an die "Köpfe"!

    Quote

    Und das schlimmste in meinen Augen ist, das die eurpäischen Kriegsschiffe, wenn sie schon vor ort sind, dem Illegalen Abfischen, des Fischreichsten Gebietes der Welt, nicht einhaltgebieten sondern nur zu schauen.

    Was sollen sie den machen? Soll das Militär Polizeiaufgaben übernehmen? Willst Du das? Vergehen auf See wie "Verkappung von Öl oder Müll" können von Kriegsschiffen nicht geahndet werden, sie weden nur an entsprechende Stellen gemeldet!
    Ist eh schon eine "Gratwanderung" bei der Piraterie, nur das die Piraten mit Kriegsgerät händeln!
    Ich sehe schon den "Aufschrei" wenn eine Fregatte einen Schwarzfischer aufbringt. Da kommen dann wieder so Sätze wie: Arghh, nen Kutter können sie aufbringen, aber gegen die Piraten machen sie nichts" usw. bla bla!

  • Quote

    Dass den Piraten mit dem Einsatz von Marineschiffen Herr zu werden ist, glaubt Mwangura nicht. Die Piraterie sei nur ein Teil der organisierten Kriminalität, die Somalia im Griff habe. "Die Piraterie wird nicht aufhören, solange vor den Küsten illegal gefischt wird, solange an Land mit Drogen gehandelt und Menschen geschleust werden. All diese Geschäfte sind mit der Piraterie vernetzt."

    Oh, ich glaub das schon, wenn es konsequent durchgezogen wird. Im Rahmen einer "internationalen Seeübung"! Wenn die Russen ein paar Kreuzer stellen, die Amis ein paar Zerstörer und der Rest sich mit ein paar Fregatten beteiligt, wird das "Geschäft" für die Piraten vor Ort so "unattraktiv" das sich schwer Personal finden läßt :D
    Dem Drogenhandel und der Schleuserei läßt sich auf Somalischen Hoheitsgebiet leider schwer beikommen.
    Und was die Schwarzfischerei betrifft, ich denke das läßt sich militärisch wirklich schwer lösen, leider!

  • Quote

    Anmerkung der Redaktion: Goldman Morgenstern & Partners gibt bekannt, dass es sich hier "vermutlich um Satire" handelt.


    ... und wenn nicht, auch scheiss egal - это капитализм, wer genug Kohle hat kann sich eben die Demokratische Freiheit leisten sich nen Somali ueber den Kamin zu haengen, also was soll das Gejammer? 8)
    evtl. braeuchte man noch einen Freiheitlichen Terminus, sowas wie "aktive Welthungerbekaempdung" oder so, das verkauft sich besser. !think!

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