Entwicklung Neurusslands innerhalb der Noch-Ukraine

  • Colonel Cassad: Das Projekt Neurussland ist nicht geschlossen. Lasst uns auf das Unerwartete vorbereitet sein!


    Ganz plötzlich!


    Sachartschenko: Das Projekt Neurussland ist nicht geschlossen - man muss auf das Unerwartete vorbereitet sein


    (übersetzt von mir)


    Livejournal, 26. Juni 2015 - 16:15 Uhr.-Alexander Sachartschenko, Staatschef der Volksrepublik Donezk, weist die Aussetzung des Projekts Neurussland zurück. Ihm zufolge sind die Volksrepubliken Donezk und Lugansk erst der Anfang, dem andere Regionen folgen werden, die jetzt noch Teil der Ukraine sind:


    "Neurussland ist eine Union der Republiken Donezk, Lugansk und vielleicht noch einiger anderer Republiken. Man kann und muss Neurussland mit dem Gebiet der beiden Republiken auf jeden Fall gründen, wie es bereits geschafft worden ist. Aber das Wort Neurussland umfasst das gesamte Neurussland, ein großes Gebiet. Heute besteht Neurussland aus den Republiken Donezk und Lugansk. Aber dies sind zwei Bausteine des Fundaments von Neurussland, welches sehr schnell errichtet werden wird. Manche Gegner erwarten nicht, dass dies geschieht. Bald werden wir alle dies sehen."


    Захарченко: Проект Новороссия не закрыт, готовьтесь к неожиданностям | ПолитНавигатор - Zink


    Kommentar von Colonel Cassad:


    PS. Hehe! Oben wird man noch nicht alles von dem entscheiden können, was Zarew und Kofman als Projekt beerdigen, wohingegen Sachartschenko die schnelle Entwicklung des Projekts verspricht. Die offenkundige diplomatische Sackgasse in den Beziehungen mit den USA zwingt wieder, zu der alten Idee zurückzukehren, die Sachartschenko übrigens an seinem heutigen Geburtstag erneut hat verlauten lassen. Da in den letzten Monate alle schon viel zusammengeredet haben, warte ich lieber auf die von Sachartschenko versprochenen Ereignisse. Aber man darf nicht die bemerkenswerte Divergenz der Meinungen betreffs des Schicksals Neurusslands insgesamt übersehen.


    Im Grunde meine ich wie zuvor, dass die Bildung Neurusslands die aussichtsreichste Variante der Entwicklung der Aufstandsregionen der Ukraine ist. Mit einer "Einheitlichen Ukraine" wird es nichts werden.


    Quelle: Colonel Cassad - Проект Новороссия не закрыт, готовьтесь к неожиданностям


    Na gut, Sachartschenko hatte Geburtstag, trinkt gerne mal etwas viel und so weiter. Aber er ist bisher nicht dadurch aufgefallen, dass er wie der Trinker Poroschenko nur wenige Stunden am Tag überhaupt vorzeigbar und verhandlungsfähig ist oder irgendwo öffentlich einen völligen Schwachsinn von sich gegeben hätte. Daher meine ich mal, dass hier wohl gewisse Signale aus dem Kreml vorliegen müssen, wenn Sachartschenko sich dermassen äussert.


    Natürlich habe ich alle Antennen ausgefahren Richtung Igor Strelkow, dessen Einschätzungen beim Thema Neurussland äusserst realistisch und fernab jeglichen Hurra-Patriotismus oder Weglassens tatsächlicher Kräfteverhältnisse sind. Wie auch Colonel Cassad ein recht nüchterner Bewerter ist.


    Daher wage ich bezüglich Neurussland nun diesen Thread zu eröffnen, auch wenn der Begriff "Noch-Ukraine" im Thread eine gewisse Provokation gegenüber denen darstellt, die von "Separatisten" im Donbass sprechen und meinen, die Minsker Vereinbarungen hätten eine lange rosige Zukunft. Die Realität intensiver Artilleriebeschüsse auf die Zivilbevölkerung der Donbass-Ortschaften beweist, dass die Lage immer unhaltbarer und immer unzumutbarer für das dort lebende Volk wird. Mal abwarten, was demnächst mit Mariupol und anderen Städten des Donbass nahe der jetzigen Front geschehen wird. Eine heisse Kriegsphase dort wird offenbar immer unvermeidlcher. Denn die Gespräche und Vereinbarungen mit dem Westen brachten nichts als fortgesetzte Kriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung in der gesamten Ukraine durch ein faschistoides Putschregime in Kiew unter US-Kommando.


    ;)


    Jens

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    Ich weiß nicht, wer das ist und von wann dieses Video ist. Aber hier wird sehr deutlich die Politik der derzeitigen ukrainischen Regierung erläutert

  • Das sog. "Neu-Rußland" wird immer kleiner.
    Naja,ungefähr 1500 Opoltschenie stehen ca 60 000 UA Soldaten gegebüber!(Angabe Poroschenko)!Von einen Durchmarsch bis nach Kiew kann da wohl keine Rede sein.Hinzu kommt,daß die Junta umfangreiche Hilfe aus USA bekommt.Und an die Massen an russischen Soldaten glaube ich nicht!Da kann Novorussia schlecht größer werden!Denke mal die Opoltschenie hat alle Händer voll zu tun,die Zivilbevölkerung in den Volksrepubliken zu schützen!

  • Der Kommandeur der "Viking" (Deckname "Wikinger"):


    Der Volksmiliz gehört er seit April vorigen Jahres an. Er ist einer der militärisch ausgebildeten Offiziere Neurusslands. Nun befiehlt er das Mot.-Schützenbataillon "Wikinger" der 1. Slawjansker Einheit der Volksmiliz Neurusslands.


    "Als Militär habe ich kein Recht, die möglichen Drehbücher an der Front anzutasten. Lassen Sie mich nur sagen, dass der Gegner, welcher nicht unterschätzt werden sollte, nicht nur in seinem Kopf mit den vorhandenen 'Horden von Moskowitern in Armata', mit einer asymmetrischen Reaktion der Streitkräfte der Volksrepublik konfrontiert sein wird.


    Was die Diskussion über die Tatsache, dass wir 'verraten', 'zusammengeführt', 'um jeden Preis in die Ukraine zurückgedrängt werden', - das ist reine Spekulation, sind im Internet eingespeiste Fehlinformationen. Niemand kann etwas irgendwohin verschieben.


    Wir haben unsere Entscheidung getroffen und verteidigen sie mit unserem Leben. Wenn wir als eine Handvoll schlecht bewaffneter und ungeübter Soldaten - vom militärischen Standpunkt aus hatte diese Miliz keine Chance - bei Slawjansk eine uns um ein Zehnfaches übertreffende Armee eines 46 Millionen Menschen an Bevölkerungszahl zählenden Landes überwinden konnten, wird jene Armee uns jetzt besiegen können?


    Und bald werden unsere Ressourcen ausreichen, um alle von den Nazis besetzten Gebiete zu befreien. Am Ende werden die Streitkräfte der Ukraine die bedingungslose Kapitulation unterzeichnen."


    Quelle: Новороссия - закваска Империи | Сегодня.ру


    Und so lasse ich manchen deutschen Frosch in manchem Forum quaken!


    :popcorn:


    Jens

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  • Igor Strelkow hat bekannt, dass er "keine reine Taube" ist


    (übersetzt von mir)


    topwar.ru, 29. Juni.- Die Legende "Neurusslands" Igor Strelkow sagte, dass er in einer "Sackgasse und Falle" ist- Ihm zufolge könnte seinen Weg an die russischen Regierung nur die Opposition sein.


    Igor Strelkow sagte in einem großen Interview mit "Russische Glocke" ("KR"), er wollte nicht das Schicksal des Autors der Schlagzeile teilen "Was ist das? Dummheit oder Verrat?", des Abgeordneten der Staatsduma des Russischen Zarenreiches Alexander Gutschkow. Strelkow betonte, dass es in der russischen Politik praktisch keinen Platz für ihn außerhalb der Opposition zur Regierung gibt.


    Igor Strelkow sagte im Interview, dass er persönlich viele auch mit dem Projekt "Neurussland" verbundene Kreml-Aktionen als nichts weiter als nur "Sabotage" ansieht. Doch gegen die Regierung schmiedet Strelkow unter den vorherrschenden Bedingungen keine Pläne. "Das Schicksal der Miljukow oder Gutschkow wiederholen" will er nicht, weil, wie er sagte, für ihn die derzeitige Opposition gegen den Kreml zutiefst unsympathisch ist und er sich nicht in ihren Reihen sieht.


    Auf die Frage der Journalisten, ob er fürchtet, in der Politik beschmiert zu werden, hat Strelkow geantwortet, dass ihm als Offizier des FSB die Fragestellung unkorrekt scheint: im Interesse des Landes muss man zu vielem bereit sein, und er ist "nicht sauber wie eine Taube". Strelkow erinnerte an seinen Dienst in Tschetschenien 1999-2005 und ergänzte, dass er "auch tief in die Situation in der Ukraine" eingestiegen ist.


    Ansonsten beunruhigt die Legende Neurusslands, dass seine Hoffnungen enttäuscht wurden. Ihm zufolge sah er sich als eine Speerspitze, hinter welcher logischerweise der Schaft fliegt. Aber es kam anders: "Den Speer haben sie losgelassen, aber es folgte nichts weiter." Das Projekt, für das die Strelkows kämpften, stiess bei der russischen Regierung auf keine Begeisterung.


    Jetzt befindet sich Strelkow nach seinen Worten beim Kreml auf der "Ignorieren-Liste". Auf die Frage von Journalisten, ob Strelkow etwas über die Haltung des Präsidenten Wladimir Putin zu seiner Person weiss, antwortete Strelkow negativ. Er fügte hinzu, dass er der Regierung gefährlich sein könne "durch meine Existenz," weil er nicht in ihr Format passt, sondern sogar zynisch und ein Idealist ist. Strelkow betonte, dass er nicht gekauft werden kann, um ihn wieder loszuwerden zu können. Allerdings, wie er sagte, ist er jetzt für die russische Regierung unvorteilhaft.


    Allerdings machte Strelkow den Vorbehalt, dass mit ihm "verhandelt werden kann": ihm könnten bestimmte Grenzen für Maßnahmen gesetzt werden, welche er für Russland auf "geeignete Weg" erbringen würde.


    "Mich wird jede Teilnahme an der Verteidigung des Landes in jedem Fall zufriedenstellen", zitiert "KR" Igor Strelkow. Jetzt führt er nach seinen eigenen Worten nicht als Soldat, sondern als Publizist einen Krieg.


    Die Regierungen der nicht anerkannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk nicht zu kritisieren, hält Strelkow für falsch, da er selbst sich nicht im Donbass, sondern in Russland befindet. Allerdings machte Strelkow klar, dass er den getöteten Kommandeur des Mosgowoj-Bataillons für den letzten ehrlichen Mann der "Neurusslands" hält. Igor Strelkow hat auch darauf hingewiesen, dass das Volk im Donbass allmählich zu erkennen beginnt, dass er sich für etwas anderes einsetzte als das, was die Regierungen der Volksrepubliken Donezk und Lugansk tun, weshalb der Kreml verstehen sollte, dass die Politik gegenüber den nicht anerkannten Republiken geändert werden muss: es ist nötig, die Grenze zu öffnen und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu gestalten.


    Strelkow ist überzeugt davon, dass in Russland und in jedem anderen Staat die Regierung der Leistung, nicht dem Geld, familiären Beziehungen oder irgendeiner Autorität unterworfen sein sollte. Die Regierung soll für das Volk und nicht umgekehrt da sein, hob er hervor. Daher ist in Russland wichtig, soziale Aufstiegswege zu entwickeln, welche die wirklich würdigen und verdienstvollen Leute nach oben bringen.


    Quelle: Игорь Стрелков признался в том, что не чист «аки голубь» » Военное обозрение


    Jens


    PS: Dieses Interview ist "nicht autorisiert von Strelkow", aber dennoch wortgetreu. ++

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  • Derzeit laufen putschähnliche Dinge und auch in durchaus blutiger Form insbesondere in Donezk ab, die sich bis nach Russland ausgeweitet haben:


    Moskau erweitert die Festnahme der Kommandeur der Aufklärungsgruppe der Volksrepublik Donezk Lyssakowski


    MOSKAU, den 16. Juli,- Das Gericht in Moskau-Tschertanowskaja verlängerte am heutigen Donnerstag, den Hausarrest verlängert der Kommandeur der Aufklärungsgruppe der selbstproklamierten Volksrepublik Donezk Dmitri Lyssakowski, der des Betrugs beschuldigt wird und durch das Rufzeichen "Goodwin" bekannt ist.


    So wurde die Ermittlungsvollmacht erteilt, um den dreimonatigen Hausarrest für Lyssakowski bis 20. Oktober zu verlängern.


    Zuvor berichteten Medien, dass der Verdächtige Lissakowski beim Versuch einer betrügerischen Aneignung eines alten Herrenhauses auf dem Gogol Boulevard im Zentrum von Moskau erwischt wurde. Seit seiner Verhaftung erkennt Lyssakowski seine Schuld nicht an. In Eingaben an das Gericht fordert Lyssakowski die Hinzuziehung des Kommandeurs der GRU des Generalstabs für Aufklärung der Volksrepublik Donezk und von offiziellen Vertretern der selbsternannten Republik.


    Derweil meint der ehemalige Verteidigungsminister der Volksrepublik Donezk Igor Strelkow (Girkin), dass die Festnahme Lyssakowski (Deckname Goodwin) wegen der Abhaltung des Kongresses der Vertreter Neurusslands erfolgte.


    Für mehr Informationen: В Москве продлен арест командиру разведки ДНР Лысаковскому - Росбалт.ру


    Jens

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  • Hier ein Video von Manövern einer Panzereinheit des Donbass, deren Kämpfer sich als Teil der Armee Neurusslands definieren:


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    Jens

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  • Moin moin in die freundliche Runde hier!


    :gutenmorgen:


    Pawel Gubarew äussert sich hier über Neurussland und solche Themen wie
    - Einfrieren des Kreml-Projekts "Neurussland";
    - Bewertung des Igor Strelkow;
    - Charakter der heutigen Ukraine;
    - Poroschenkos Taktik gegenüber dem "Rechten Sektor" und dessen Rolle;
    - Grenzen und Möglichkeiten des Kremls hinsichtlich einer russischen Intervention in der Ukraine;
    - Stimmung der Bevölkerung im Donbass;
    - Gründe für die Unmöglichkeit der Wiedereingliederung des Donbass in die Ukraine.


    Das ist allerdings ein etwas längeres Interview und kostet ca. 15 Minuten Lesezeit. Also nichts für die "Zapper-Typen".


    ;)


    Pawel Gubarew: “Die Ukraine ist der Abklatsch eines Nazi-Staates” | SLAVYANGRAD.de


    :thumbup:


    Jens

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  • Der einstige Kommandeur der Volksmiliz der Volksrepublik Donezk, Igor Strelkow (Girkin), jetzt engagiert in Journalismus und Politik, äusserte sich in einem Interview gegenüber “Mir & Politika” über seine Ansicht zum gegenwärtigen ukrainischen Konflikt sowie die russische Politik und Ideologie


    Igor Strelkow: “Die Idee von Novorossia ist die Idee einer Erneuerung der gesamten russischen Gesellschaft”


    von Wladimir Akulow, “Mir & Politika”, 10. August 2015


    Frage: Wie ist die Lage in Neurussland und wann können nach Ihrer Kenntnis die aktiven Kampfhandlungen beginnen?


    Igor Strelkow: Das hängt davon ab, was als solche anzusehen ist. Der massive Artilleriebeschuss hört keinen Tag mehr auf. Auch das sind ganz aktive Kampfhandlungen.


    Was brauchen Sie noch? Durchbrechende Panzerarmeen oder Luftangriffe? Es gibt den normalen Stellungskrieg. Die Verhandlungen “Minsk-2” scheiterten genauso wie “Minsk-1”. Und was dann geschah, war vorab bekannt. Zumindest für mich, denn ich steckte immer noch sehr tief in der Realität statt in irgendeinem Waffenstillstand, an den die ukrainische Seite niemals gehen würde. Sie vergeuden nur die Zeit damit.


    Frage: Wir betonen das Wort “Novorossia” (“Neurussland”). Aber was ist die Bedeutung dieses Wortes?


    Igor Strelkow: Ich denke, dass Novorossia als eine Idee noch existiert. Wenn eine Art Idee vom Volk geteilt wird, dann existiert sie. Alles, was wir hier sehen, sind politische Dinge. Die Demokratie, die Aristokratie und die anderen Regierungsformen, die gesamte Religion. Das ist das, an was das Volk glaubt.


    Von diesem Gesichtspunkt aus existiert Novorossia, auch wenn es in keine rechtlich verbindenden Dokumente eingefasst worden ist. Novorossia kämpft auf den Fahnen der Milizangehörigen der Volksrepubliken Lugansk
    und Donezk. Viele Beteiligte schauen mit etwas Überraschung auf die Volksrepubliken Lugansk und Donezk. Novorossia ist auf den Kennzeichen zu sehen. Novorossia ist in den Herzen des Volkes, welches für Novorossia (Neurussland) und Russland kämpft.


    (...)"


    Quelle: Igor Strelkow: “Die Idee von Novorossia ist die Idee einer Erneuerung der gesamten russischen Gesellschaft” | SLAVYANGRAD.de


    Jens

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  • Aufnäherverbot oder die Wut der Angehörigen der Volksmiliz


    Russorum.Lifejournal.com, 12. September 2015 - 20:18 Uhr.- In letzter Zeit kommen häufig Klagen von Angehörigen der Volksmiliz über "die Gewissenlosigkeit und den Schwachsinn" des neuen militärischen Kommandos in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk bei mir an. Aber vor allem sind dies Klagen über das "Treiben" der Militärführer...


    Für die aus ideologischen Gründen kämpfenden Angehörigen der Volksmiliz, die für ein großes Neurussland von Charkow bis Odessa kämpfen, wird alles durch die Bedingungen der "Minsker Vereinbarungen" und der "Sondergebiete" erschwert. Sehr viele politische Berater und die russischen "Eliten" wollten den Donbass schnellstmöglich zurück in die Ukraine pressen, damit gestohlene Milliarden wieder ungehindert an Konten bei westlichen Banken transferiert und super-teure Immobilien im Ausland von diesen "Eliten" gekauft werden. Die Sanktionen und die Verschlechterung der Lage Europas schlagen für sie gerade dort in erster Linie zu. Diese "Eliten" werden sich auf jede beliebige Schande einlassen, wenn nur "die glückselige Vorkriegszeit" dann wieder zurückkehrt. (Leider ist für die Mehrheit der "Eliten" die Idee Neurusslands unwichtig gegenüber ihrem Kleingeld.)


    Besonders die Tatsache des geheimen Verbots der Aufnäher mit dem blauen Kreuz auf dem roten Hintergrund (der Fahne Neurusslands) ruft Wut bei mit mir in Kontakt stehenden Angehörigen der Volksmiliz hervor. Bitte nur noch Aufnäher der Fahnen der Volksrepubliken Donezk und Lugansk (besonders wird die Symbolik des Wappens der Volksrepublik Lugansk mit dem roten Stern begrüsst), und mit der russischen Fahne!


    Ehrlich gesagt ist dies für mich ein Schock! Die Verfolgungen wegen des Bekenntnisses zur Idee der russischen Einheit fangen nicht nur in der Ukraine, sondern auch in Neurussland selbst an, wo das Volks für diese Idee übrigens sein Blut vergießt! Mich erschüttert dies. Jedoch voll Wut und Entrüstung sind die normalen Angehörigen der Volksmiliz (besonders die Freiwilligen aus Russland)! Was bringen die verdrehten Ideen der politischen Berater?


    Wer das nicht versteht, dem werde ich es erklären. Im Bürgerkrieg geht es vor allem um einen ideologischen Krieg. Welche der Seiten mit ihrer Idee attraktiver für das Volk sein kann, wird das Volk auf die eigene Seite ziehen. Die Menschen, die für sie zu sterben bereit sind in möglichst großer Zahl werden jene anderen Kämpfer im Krieg besiegen. Beginnt die Idee der russischen Welt mit der Fahne Neurusslands zu verschwinden, geben die gesunden Kräfte sie auf, wird sie zu einem "Tabu" im Donbass selbst, so ist dies ein sehr alarmierendes Signal!


    Die Niederlage an der ideologischen Front ist die Niederlage im Krieg! Die Verräter in unserem Lager wollen die Idee der Russischen Welt auslöschen, man will sie in den Staub hineinstampfen und zu Mus zermalmen, damit im Gedächtnis des Volkes von Neurussland nichts übrig bleiben soll. Unsere Aufgabe besteht darin, dies nicht zuzulassen!


    Erfreulicherweise erklärten mir gegenüber Angehörige der Volksmiliz, dass sie diesen verbrecherischen Befehl niemals ausführen werden, die Aufnäher mit der Fahne Neurusslands abzunehmen! "Wir kämpften unter dieser Fahne, anderthalb Jahre vergossen wir unser Blut in diesem Krieg. Und jetzt fordert man uns konkret auf, ein mit dem Blut russischer Patrioten getränktes Banner zu entfernen?!" - so ihre Worte. Auch haben sie mir gesagt, dass dies für sie eine Ehrensache ist!


    Quelle: Запрет шевронов или гнев ополченцев. - russorum


    ;)


    Jens

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  • Novorossija tot? Hier der lebendige Beweis, dass dies nicht stimmt:


    Patriotisches Konzert von Gleb Kornilow in Snjeschnoje (Volksrepublik Lugansk), Donbass, Neurussland.


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    Jens

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  • Neurussland heisst Befreiung der Ukraine:


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    Und hier Angehörige der Volksmiliz an der Front bei Wesjelogorowka:


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    Jens

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  • Über die Situation in der Volksmiliz von Neurussland


    von Coronel Cassad


    Livejournal, 29. September 2015 - 23:27 Uhr.- In Bezug auf die Front und die Dynamik der Kampfhandlungen in den letzten Monaten hat sich die Situation nicht verändert. Die Feuergefechte sind von geringer Intensität, bis auf die entlegensten Teile der Front, wo es keine europäische Beobachter, Stabsoffiziere und russischen "Kuratoren" gibt (hauptsächlich Bachmutka und nahe Mariupol). Wo Beobachter und "Kuratoren" präsent sind, werden die Waffen nicht einmal als Reaktion auf eine Provokation des Gegners eingesetzt.


    Es gibt strenge Anweisungen des Kommandeurs (mit Androhung von Gefängnis) für Feuereröffnung von unserer Seite aus. Deshalb ergaben sich unangenehm absurde Situationen. Ein Kämpfer der Volksmiliz in der Volksrepublik Lugansk feuerte an einem Strassenkontrollposten in Erwiderung eines feindlichen Angriffs mit seinem Maschinengewehr und wurde vom Staatsanwalt gefragt: "Auf welcher Grundlage gaben Sie den Schuss auf die ukrainischen Truppen ab?" Der Mann war schockiert: "Wir haben immer noch Krieg." Antwort des Staatsanwalts: "Was für einen Krieg? Wir haben längst Frieden. Die Kommandeure werden Ihnen diese Informationen wahrscheinlich nicht mitgeteilt haben."


    In den meisten Gebieten wurden die schweren Waffen irgendwohin abgezogen und werden Waffen von weniger als 100 mm eingesetzt. An einigen Stellen umgehen die örtlichen Kommandeure und Kämpfer listig die entspr. Weisungen der Regierungsstellen. Es gibt da einige Manipulationen, auf die ich nicht näher eingehen werde, um sich im Fall eines unerwarteten Durchbruchs des Gegners doch noch zu verteidigen.


    Wo es um den Nachschub geht, ist die Situation doppelbödig. Es gibt Abschnitte, wohin die gesamte Ausrüstung und die Urlauber gebracht werden. Aber an einigen Stellen erfolgt eine Schwächung. Was heisst, dass dort nur jene Punkte abgesichert sind, wo die größten Komplikationen im Falle eines feindlichen Angriffs prognostiziert werden.


    Dies kann einer der Gründe sein, warum die Beurteilung der Miliz und der Beobachter manchmal sehr unterschiedlich ausfällt. An einigen Abschnitten der Front wurde die gesamte Ausrüstung abgezogen. Der "Nordwind" bläst nicht. Mit der Versorgung sieht es schlecht aus.


    Auch wütet das Kommando. Kein Schuss Richtung Feind wird gestattet. "Bei uns herrscht Frieden", heisst es. Dies wird jedoch sehr negativ aufgenommen, wenn die Stellungen mit den Truppen regelmäßig beschossen werden. Somit gibt es alle Anlässe für Unzufriedenheit und eine negative Stimmung auch gegen die militärische und die politische Führung. An einigen Teilen der Front ist die Versorgung besser, funktioniert selbst der Nachschub bestens und wird auch die Kampftechnik vorn an der Front belassen. Dann sind natürlich die Männer optimistischer und meinen, dass man sie nicht zerschlagen kann.


    Wenn wir über die wenigen positiven Dinge der "Waffenruhe" sprechen, sind dies die Wiederherstellung von Kampftechnik, welche fast völlig repariert und instandgesetzt worden ist, sowie die ständige Übungen, die die militärischen Fähigkeiten der Soldaten verbessern. Dies deutet darauf hin, dass das Kommando nicht an eine "Übergabe des Donbass" denkt. Der erhebliche Brennstoffverbrauch wird von der Russischen Föderation gedeckt und besagt neben den Manövern der Volksmiliz, dass sie zumindest in Bereitschaft gehalten wird, um Angriffe des Feindes abzuwehren.


    Der Feind ist auch nicht untätig. Unsere Aufklärung vermeldet, dass sein intensives Training und seine Bewegungen nichts mit "friedlicher Beilegung des Konflikts" zu tun haben können. Alle schweren Waffen und Truppen, die seinerzeit Mitte August plötzlich stark zusammengeballt wurden, bleiben derzeit bis auf weiteres erhalten. Lediglich gibt es die Rotation seiner Soldaten, die an der Front in den Stellungen sind. Darüber hinaus hat der Gegner im Süden der Volksrepublik Donezk in den letzten paar Wochen einige Geländegewinne gemacht und strategische Punkte in "neutralen Zonen" eingenommen. Somit ist er in eine bessere Position gelangt.


    Negatives gibt es natürlich noch viel mehr bei diesem "Waffenstillstand". Das Training ist gut und schön. Aber motivierte und ideologisch gefestigte Kämpfer im Vergleich zum Jahresbeginn, ganz zu schweigen von der Zeit Strelkows, gibt es weitaus weniger.


    Im militärischen Apparat zeigen sich die schlimmsten Auswüchse der russischen Militärbürokratie. Dies vor allem dadurch, dass dieser Prozess der Bildung der Armee der Volksrepublik Donezk von "Urlaubern" beaufsichtigt wird, welche absolut nicht zu den besten Fachkräften beim Militär gehören. Das heisst, man "verbannte" einige Instrukteure hierher, weil die besten Spezialisten "auf dem Festland" im Kernland Russland selbst benötigt werden. Bei Gefechtshandlungen verlieren solche Kommandeure trotz ihres hohen Dienstgrads und ihrer theoretischen Kenntnisse in der Praxis gegen jeden Kämpfer der Volksmiliz mit mehr als einem Jahr tatsächlicher Fronterfahrung.


    Ausnahmslos alle Kommandeure der Volksmiliz beschweren sich über die schreckliche Bürokratie, den unheimlichen Papierkrieg mit all den endlosen Antwortschreiben aus nichtigsten Anlässen. Das Streben nach Zusammenführung zu einer Armee geht bis in das Absurde.


    Beispielsweise können die Dienststellen fordern, dass die Soldaten dieselbe Uniform tragen, obwohl diese Uniform gar nicht vorhanden ist. Auch müssen sich die Kämpfer der Volksmiliz im Dienst ihre Bärte abrasieren, was zu schwerer Auseinandersetzung führte. Bartträger sind zu ca. 80% an den Truppeneinheiten beteiligt.


    Und gerade die alten verdienstvollen Kämpfer mit über ein Jahr an Kampferfahrung sind unter den Bartträgern stark vertreten. Auf die Forderung, ihre Bärte abzurasieren, sagten sie, dass sie sofort die Stellung verlassen und gehen: "Kämpfen Sie für sich selbst allein hier!" Danach hat das Kommando davon abgesehen. Viele vor allem altgediente erfahrene Milizangehörige vermeiden aus diesen Gründen die Rotation und jedes Erscheinen im Befehlsstab. Sie bleiben lieber "frei" in der Stellung, wo fast nie ein Stabsoffizier oder "hoher Offizier" hineinschaut.


    (Fortsetzung folgt)

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  • Fortsetzung:


    Bezüglich der Kennungen "Neurussland" gab es Konflikte. Das kann ich bestätigen. Sie sagen, man dürfe diese Kennungen nicht tragen, da sie nicht der Dienstvorschrift entsprechen. Wir hätten hier nicht Neurussland, sondern die Volksrepublik Donezk. Wo Milizangehörige nachgiebig bei der dann weniger drastischen Auseinandersetzung mit den Vorgesetzten waren, nahmen sie ihnen diese Kennungen ab. Was sich nicht überall ergab, genau wie im Fall der Bartträger. Ein Kommandeur erzählte mir, wie grob die Vorgesetzten da vorgingen. "Ich stand auf und kämpfte für Neurussland. Ich weiß nicht, was die Volksrepublik Donezk ist."


    Diese Episoden zeigen, dass die Volksmiliz keine sanftmütige Herde darstellt, die sich jeder Weisung von oben unterwirft. Wenn es zu einer "Übergabe" kommt, ist es unwahrscheinlich, dass sie die Volksmiliz zur Kapitulation überzeugen können, wo Tausende ihrer bewaffneten Männer ihr Blut für ihr Land vergossen haben.


    Ein weiterer negativer Aspekt der "Waffenstillstand" ist die Tatsache, dass in das Gebiet der Volksrepubliken Donezk und Lugansk wieder viele Ukrainer in Gestalt der Beamten, Polizeibeamten, Staatsanwälte zurückgekehrt sind. Und dass sie nicht nur in ihre Heimat zurückkehren, sondern ihre Funktionen und Machtpositionen aus der Vorkriegszeit wieder einnehmen.


    Normalerweise verhalten sie sich einstweilen noch vorsichtig. Aber in einigen Fällen beginnen sie schon "die Rechte zu schwingen". Sie sprechen davon, dass hier "die Ukraine ist", usw. Wie sich beispielsweise in der Geschichte der Volksrepublik Lugansk zu zeigen beginnt, wie oben zu lesen: "Auf welcher Grundlage schiessen Sie auf die ukrainische Armee?".


    Ein weiteres alarmierendes Zeichen besteht darin, dass die Kriminalität zurückgekehrt ist und begonnen hat, sich ihre während des Kriegs verlorenen Positionen wiederzuerkämpfen. Beispielsweise beschwert man sich darüber in Donezk, Jenakijewo, Altschewsk (hier gab es nach dem Mord an Alexej Mosgowoj starke Erschütterungen).


    In die Volksrepublik Donezk kehren auch weiterhin regionale Beamte aus dem einstigen Bestand der "Achmetow-Leute" zurück. Das Volk ist entsetzt zu sehen, wie "eine schleichende Ukrainisierung der Region" eingesetzt hat.


    Über die Versorgung der Volksmiliz


    Die Situation ist besser als im Herbst des vergangenen Jahres. Aber es gibt zwei große Probleme. Das erste betrifft allgemein die Versorgung mit "einheitlichen" Uniformen und Schuhen. Uniformen und Textilien, die wir monatlich kaufen, gehören zum Grundbedarf und werden wie optische Geräte oder Drohnen nicht zentral bereitgestellt. Nach wie vor läuft alles schlecht bei den Kommunikationsmitteln und hinsichtlich erfahrener Fachkräfte.


    Das zweite Problem ist die Differenz zwischen den "Papierdaten" und dem wirklichen Leben. Zum Beispiel wurden im letzten Herbst für das Battalion 300 Seemannsjacken und 300 Uniformen ausgewählt, die angeblich 3 bzw. 1 Jahr getragen werden sollten. Möglicherweise ist dies in Friedenszeiten für Sicherheitsmitarbeiter als Schutz eine geeignete Norm, aber damit ist die Situation nicht vergleichbar mit uns, die wir das ganze Jahr in unterschiedlicher Intensität (und auch unter den harten Bedingungen der Steppe) im Kampfeinsatz gewesen sind, so dass die Uniformen sehr schnell verschleissen. Eine bestimmte Anzahl von Soldaten kam ums Leben. Mit ihnen verloren wir auch die gestellten Uniformen. Es kamen neue Kämpfer. Bittet der Bataillonskommandeur beim Stab um neue Uniformen, dann sehen sie dort in die Papiere und antworten, das Bataillon sei voll ausgestattet worden.


    Beim Sold hat sich die Situation verbessert


    Aber auch da gibt es wieder Probleme angesichts der Komplexität. Der durchschnittlich 15.000 Rubel betragende Sold dient vor allem zum Augleichen der Unterversorgung bei Uniformen, Munition usw. Eine Familie von diesem Geld zu ernähren, ist fast unmöglich. In vielen Einheiten gibt es gar keinen Sold und keinerlei Ausgleich dafür.


    Die größte Herausforderung für einige Einheiten wie beispielsweise in der Brigade "Prisrak" ist die, dass die Kämpfer aus verschiedenen Gründen nicht zu den regulären Streitkräften gehören. Zum Beispiel werden nur 200 Kämpfer amtlich geführt. Aber in Wirklichkeit sind es 400 Kämpfer. Infolge dessen geben 200 offizielle Kämpfer die Hälfte ihres Gehalts an die anderen 200 nichtoffiziellen Kämpfer ab. Dies sind die am häufigsten auftretenden Probleme beim Sold und bei der Versorgung.


    Es gibt noch eine Menge Dinge, einschließlich den mit dem Diebstahl auf verschiedenen Ebenen verbundenen. Deshalb nehme ich die lächelnden Reden über die zentrale Versorgung sehr kritisch wahr, weil ich mich nicht nur in den Stabspapieren, sondern bei den konkreten Menschen in den Schützengräben umschaue.


    Die Gesamtstimmung in der Armee Neurusslands


    In Bezug auf die Gesamtstimmung in der Armee haben die Leute sicherlich sehr den Informationsmangel und die Unverständlichkeit der Zukunftsperspektiven satt. Für uns russische Freiwillige sieht die Zukunftsplanung leichter aus. Wir haben "das russische Hinterland".


    Aber die Ortsansässigen aus dem Donbass können nirgendwohin gehen. Und es sind nicht viele Menschen, die ihr Land verlassen und in die Ungewissheit weggehen wollen. Es demoralisiert einen großen Teil der Volksmiliz, dass ihr Zuhause und ihre Familien unter dem Besatzungsregime leiden und ein Vormarsch nicht möglich ist. Hätten die Donbass-Republiken den "Waffenstillstand" in den Grenzen der kompletten Regionen von Donezk und Lugansk und unter Ausschluss der Bedingungen ständigen ukrainischen Beschusses geschlossen, wäre die Lage hinsichtlich des Einfrierens des Konflikts relativ erträglich. Aber unter den gegenwärtigen Bedingungen ist dies alles für die Bevölkerung und die Existenz der Volksmilizen in den Donbass-Republiken unerträglich. Unerträglich sind nicht so sehr die körperlichen Strapazen, sondern ist viel mehr der psychischen Zustand der Menschen wegen der Unvorhersehbarkeit der Situation im "weder Krieg noch Frieden".


    Bald werde ich gesondert zu den anderen Themen schreiben, insbesondere über unseren Dienst zur Versorgung des 1. Militärlazaretts und seinem Status, denn es wird weiterhin der Kampf um dessen Existenz geführt. Hinsichtlich der Situation um den militärischen Geheimdienst GRU der Volksrepublik Donezk, worüber ich geschrieben hatte, ist es praktisch unverändert und sogar noch schlechter geworden. Die meisten Leute aus dem OPG sind aufgrund dieser Gliederung immer noch auf freiem Fuß und betreiben weiterhin ihr Geschäft, einschließlich der "großen" Filippowa. Die GRU rekrutiert viele neue obskure Leute, die gute finanzielle Unterstützung und loyale Chefs bekamen.


    Vor ein paar Tagen ist der 19-jährige Walja Kornienko vom humanitären Fonds "Dobrorussija" verschwunden. Und viele Daten weisen darauf hin, dass an dieser Entführung GRU-Mitarbeiter beteiligt sind. Wir verwenden jetzt jede Gelegenheit, um die Situation und den Verbleib von Walja aufzuklären.


    Zum Schluss antworte ich auf die Frage, die die empörten Bürgern beider Lager, die ewigen Optimisten und die ewigen Pessimisten, oft stellen. Wie ich etwas Gutes schreiben, wenn ich aussage, dass alles sehr schlecht ist. Oder umgekehrt, wenn ich über die negativen Dinge schreibe, sind andere Leute empört und fragen, wie es kommt es, dass ich sage, dass alles gut geht. Ich habe nie geschrieben, dass "alles schlecht" oder "alles gut" ist.


    Tatsache ist, dass das, was in Neurussland passiert, nicht eindeutig rein negativ oder positiv genannt werden kann. Leser wie beispielsweise El Murid sind davon überzeugt, dass alles, was im Donbass passiert, hoffnungslos schlecht ist und nur zur "Übergabe" führt. Aber Leser wie Chalenko klatschen voller Zuversicht in die rasante Entwicklung der Volksrepubliken Donezk und Lugansk bei der Hinwendung nach Kiew in die Hände.


    Die Realität ist viel komplexer. Ich bin an verschiedenen Orten und sehe machmal sich gegenseitig ausschliessende Dinge, die die eine Seite in Pessimismus versetzen und der anderen Seite freudig Hoffnung geben.


    Deshalb sind jetzt Gespräche über das Schicksal von Neurussland verfrüht und sinnlos. Die Situation ist in einem Schwebezustand. Aber es deutet eher darauf hin, dass sie sich jederzeit bewegen kann. Und zwar entweder zu unserem Nutzen oder zu Gunsten unseres Feindes.


    Aber abgesehen von der Lage an der Front gibt es die Situation innerhalb der Donbass-Republiken, die sich in der Krise befinden und zuweilen völlig unzulässige Dinge aufweisen. Dies darf nicht verschwiegen werden. Damit ist umzugehen. Sonst werden wir das Vertrauen der russischen Gesellschaft verlieren, die die Miliz und das Volk des Donbass weiterhin unterstützt.


    Alexander Zhuchkovsky - Zinc


    Kommentar von Coronel Cassad:


    PS. Zu Minsk und den morgen bevorstehenden Aussichten. Vorerst kurzgefasst: In Minsk vereinbarten sie, ab morgen Waffen mit Kaliber von unter 100 mm abzuziehen (obwohl die Junta nicht mal die Waffen über 100 mm Kaliber abzog) und Eduard Basurin heute wieder berichtete, dass die Junta da und dort Truppen zusammenzieht. Diese Unstimmigkeiten überraschen nicht mehr.


    Quelle: О ситуации в ополчении Новороссии - Colonel Cassad


    Jens

    ++ wo unrecht herrscht, wird der widerstand zur pflicht ++

  • Über die Umgestaltungen in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk


    von Coronel Cassad, Livejournal, 31. Oktober 2015 - 16:31 Uhr


    Die gestrigen Informationen von Sotjew betreffend http://colonelcassad .livejournal.com/2454193.html darüber, dass Surkow aus dem Donbass zurückgezogen worden sein.


    Der Abzug der bisherigen Kuratoren würde die Information bestätigen.


    Schutschkowski:
    Es sind alle "Kuratoren" in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk heutzutage entlassen. Über Surkow weiß ich dies bisher nicht konkret (obwohl sie mitteilten, dass er der ukrainischen Richtung angehört). Aber alle seine Vollzugsleute wurden aus dem Donbass abberufen sowie die "Aufseher" des Spiels aus dem Donbass entfernt. Wir werden sehen, ob neue Leute kommen, und wer dies sein wird. Einigen Informationen zufolge wurde das Kuratorium wieder dem "Büro" übergeben, wie es im Frühjahr und zu Sommerbeginn 2014 generell war, bevor jenes abgeschmackte Umschwenken der russischen Politik im Donbass erfolgte. Einige meinen, dass dies mit der möglichen Eskalation des Konfliktes mit der Ukraine verbunden sein kann. Andere sprechen von einer Eskalation des Kampfes für eine saubere Verwendung der Mittel aus den Haushalten der Russischen Föderation.


    Eigentlich haben außer Schutschkowski auch meine Quellen in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk gestern diese Informationen bestätigt. Aus Donezk haben sie bestätigt, dass aus der Volksrepublik Donezk die dem "ideologischen Fundament" der Republik entsprechenden Leute abgereist sind. Eigentlich betrifft dies auch eine Reihe von Personen, die sich kontrollierend mit Wirtschaftsfragen in Lugansk beschäftigten und mit dem Fall Ljamin verknüpft sind. Und so weit ich es verstanden habe, hat Ljamin dem Staatssicherheitsministerium gegenüber interessante Aussagen von sich gegeben, so dass das Echo dieses Korruptionsskandals faktisch Moskau erreichte. Generell verläuft die Umgestaltung der "kuratorischen Strukturen" tiefgreifend genug. Betreffend Surkow gibt es keine 100%igen Bestätigungen darüber, dass er abtrat. Einige sagen dass er abtrat. Andere sagen, dass er nicht abtrat.


    Aber bemerkenswert ist, dass drei ganz verschiedene Menschen, die untereinander kaum irgendwie verbunden sind, den Familiennamen Kosak haben, und als jene Menschen genannt werden, die die Wirtschaft in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk wahrscheinlich umgestalten. Es ist auch so eine Variante möglich, dass Kosak oder ein anderer Mensch, der die Wirtschaft umgestaltet, parallel zu Surkow arbeiten wird, welcher den "Minsker Prozess" abgibt. Dies werden wir sehen.


    Tiefgreifende Veränderungen laufen auf jeden Fall. Aber wessen Positionen sich verstärken oder abschwächen, wird aus der neuen Situation im Lager der Kuratoren der Volksrepubliken Donezk und Lugansk bald klar sein. Und zwar sobald die Einen abgereist und die Anderen eingereist sein werden. Die Reaktion der Surkowleute auf die dem "Chef" entstandenen Probleme war ziemlich beispielhaft, aber nicht merkwürdig.


    Quelle: Про перестановки в ДНР и ЛНР - Colonel Cassad


    Jens

    ++ wo unrecht herrscht, wird der widerstand zur pflicht ++

  • KPRF: Neurussland sollte der Russischen Föderation beitreten


    Donetskiy.org, 24. Dezember 2015 - 14:59 Uhr.- Wenn die selbstproklamierten Donbass-Republiken den Wunsch danach haben, sollten sie an Russland angeschlossen werden. Dies wäre Geradlinigkeit, meinte der russische Staatsduma-Abgeordnete Wladimir Rodin von der Kommunistischen Partei der Russischen Förderation.


    "Unser Staat hat dem Donbass enorme Hilfe geleistet. Was das künftige Neurussland anbelangt, so wird sich sein Schicksal deutlich von dem Transnistriens unterscheiden, und zwar schon wegen der gemeinsamen Grenze mit Russland. Ich bin völlig überzeugt davon, dass wenn die Bürger der beiden Republiken der Russischen Föderation beitreten wollen, ihre Forderung erfüllt werden muss", sagte der Abgeordnete.


    Rodin kommentierte auch auf die Gerüchte über den illegalen Handel mit humanitärer Hilfe im Land: "Ich weiß nicht, wie die humanitäre Hilfe von der Regierung der Russischen Föderation verteilt wird. Jedoch, was unsere Fraktion dorthin sendet, in Verkaufsregale zu stellen, kann nicht sein, denn diese Hilfsgüter sind unter den einfachen Menschen gesammelt worden, und sie zu verkaufen, das geht nicht", sagte der Abgeordnete.


    Quellen: ПолитНавигатор


    КПРФ: Новороссия должна войти в состав РФ В» NEWS


    Jens

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  • Das Wichtige in Kürze


    von Coronel Cassad


    Livejournal, 27. Dezember 2015 - 01:29 Uhr.- Im Verlauf des Falls Ljamin wurde in der Volksrepublik Lugansk eine weitere große Kabinettsumbildung durchgeführt. In den Ruhestand versetzt wurde Minister Zypkalow. In seiner Funktion wurde er von Generalmajor Koslow abgelöst.


    Zum Rücktritt Zypkalows: Angenommen wird, dass dies verzögerte Auswirkungen des Falls Ljamin sind: МГБ и коррупция в ЛНР - Colonel Cassad. Und zwar als das Staatssicherheitsministerium mit der aktiven Tätigkeit zur Offenlegung der Korruptionssysteme des Regimes der Volksrepublik Lugansk begann, was zum skandalösen Fall des Energieministers und Auffliegen des Diebstahls von 90% des Lugansker Kohleabbaus unter Verwicklung hoher Moskauer Regierungsstellen führte, wodurch anschliessend die Kuratoren in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk auf mehrere Arten geschliffen wurden, was zur Stärkung der Position der Sicherheitskräfte ("hardliner") führte. Folglich verwundert es nicht, dass der neue Premierminister ein ehemaliger Generalstabschef der Volksmiliz ist (sprich: der Armee vor Ort), und zwar Generalmajor Koslow. Dies widerspiegelt den wachsenden Einfluss der Militärs als allgemeinem Trend im Geschehen in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk. Den Skandal, nachdem er in die Mediensphäre weitergetragen wurde, ist jetzt offenbar abgeblendet worden. Und jetzt findet man sich ohne überflüssigen Lärm mit der Schuldsprechung und Bestrafung ab, denn den Beamten misslang, den Fall Ljamin unter der Hand abzutun. All dies schadete den Behörden natürlich auch in bestimmter Weise, da es sie im Grunde diskreditierte. Deshalb musste sich eine Teilerneuerung der Administration anbieten. Ob Zypkalow mit den Schemen Ljamins verbunden war oder ist, ist hier nicht bekannt. Sollten sich Fragen ergeben, meine ich, dass die Organe nicht aufgeben werden. Und es wenn es keine Fragen gibt, so ist er möglicherweise wirklich ein Berater aus dem Umfeld von Plotnizky.


    Foto: Der neue Premierminister Sergej Iwanowitsch Koslow. Gestern vereidigt Вести.Ru: Правительство ЛНР возглавил Сергей Козлов Plotnizky im Amt des Premierministers (Video):


    Im Rahmen des gegenüber dem Donbass umgesetzten grundsätzlichen Kurses wird sich kaum etwas ändern, da dies eigentlich ein Umbau des Instruments ist, wo einige Details gegen andere augetauscht worden sind. Dies ist wie mit dem Vorhandensein oder der Abwesenheit Purgins in der Führung der Volksrepublik Donezk. Dies verstehe ich so, dass die hauptsächlichen Entscheidungen noch im Oktober getroffen worden waren, als nach den Gerichtsverhandlungen im Fall Ljamin die Beschlüsse zu fassen waren, wonach Änderungen an die kuratorischen Strukturen vorzunehmen waren, die die Verstärkung der Rolle des "Büros" und der "Militärs" widerspiegeln. Bei Koslow ist kompliziert, etwas Bestimmtes zu sagen. Er erschien regelmäßig in der Öffentlichkeit und erläuterte einige Handlungen der Junta oder den Verlauf der Umsetzung des Abzugs der schweren Waffen innerhalb der Volksrepublik Lugansk. Wenn das Gedächtnis es nicht ändert, so hörte ich von ihm kurz nach Debalzewo zum ersten Mal, als er irgendwelche Kommentare über die militärischen Fragen von sich gab. Im Oktober war er noch Oberst Полковник ЛНР Козлов: Отводимые танки исправны и готовы дать отпор ВСУ, aber allem Anschein nach ist er für die vorigen Verdienste und in neuer Funktion zum Generalmajore ernannt worden. Insgesamt meine ich, dass die Verstärkung der Rolle der Militärs eher schneller zum Besten führt. Ebenso gibt es Informationen, dass dies nicht die letzte Kabinettsumbildung den Volksrepubliken Donezk und Lugansk ist, sondern im nächsten Monat weiteres bevorsteht. Ebenso muss erwähnt werden, dass durch den Donbass Gryslow in die Gesprächsgruppe aufgenommen worden ist. Doch würde ich hier nicht anfangen, irgendwelche bedeutsamen Verbesserungen im Ergebnis der vollständigen Sackgasse entsprechend den Hauptpunkten der Vereinbarungen von Minsk zu erwarten. Die Personen hier verändern kaum etwas.


    PS. Und noch was ist interessant zum Thema Volksrepubliken Donezk und Lugansk.


    Karte


    1. http://chervonec-001 .livejournal.com/1064974.html - "der Waffenstillstand" in Sajzewo. Insgesamt setzen sich Zuspitzungstendenzen an der Front fort, wobei sich während der letzten Tage das Epizentrum des Beschusses nach Gorlowka hin http://dnr24 .su/extra-news/11511-gorlovka-stremitelno-krasneet-ot-kievskogo-peremiriya.html allmählich verschoben hat. Die zusammenfassende Übersicht für Neurussland wird für 2015 in diesen Tagen erwartet. Die Unterbrechung des Beschusses und der Kampfhandlungen ist in der allernächsten Zeit auch nicht zu erwarten.


    2. http://chervonec-001 .livejournal.com/1061886.html - Reaktion von Strelkow (das ist hinsichtlich Besler interessant). Dort gab es noch ein großes Video im Stil "Frage-Antwort", aber bisher ohne Entziffern. Tscherwoniez schrieb, dass er sich nach Neujahr damit beschäftigen wird.


    3. Die Eröffnung des Tannenfestes in Donezk http://politolog-k .livejournal.com/296554.html, Lugansk http://politolog-k .livejournal.com/296368.html und Debalzewo http://politolog-k .livejournal.com/296853.html. Für die Interessenten, den Kindern im Donbass zu helfen, - bitte hierher http://mgu68 .livejournal.com/165218.html. Betreffend Militärs und humanitärer Hilfe, um wie üblich Neujahr zu feiern, Strelkow und Schutschkowski. In die Verbannung gehe ich nicht, da Livejournals dies nicht erlaubt.


    4. Chodakowsky intervenierte http://insider-dnr .livejournal.com/166869.html in die lokale Politik. Was bemerkenswert ist, in seinem Netz wirbt er für den gewissen Kanal "Dialog" канал Диалог
    - YouTube
    , der genauso heißt, wie das nicht realisierte Projekt Babizkis Новый канал Андрея Бабицкого в Донецке может финансироваться главой Совбеза Ходаковским - Газета.Ru, was im Sommer laut angezeigt war, aber ohne überflüssigen Lärm http://colonelcassad .livejournal.com/2436850.html. Beide Dialoge, im Herbst geschlossen, beschäftigten sich mit der aufdringlichen PR für Chodakowsky, veränderten sich nach der von dieser Arbeit weg sich bewegenden Sekte Kurginjans, was einiges darüber sagt, dass die Versuche unter Chodakowsky, die informativen Ressourcen zuzuführen, andauern.


    5. Murs über die Situation durch die Festnahme von "Gudwin" http://kenigtiger .livejournal.com/1638504.html Für Interessenten, "Gudwin" aus der Verbannung zu helfen, gibt es auch Angaben. "Gudwin" könnten sie mit Auflagen oder vollkommen herausgeben, selbst wenn er durch "Hausarrest" beschränkt sein würde.


    6. Es dauert die Entwicklung hin zu einer Vereinheitlichung der Republiken an. Gleich nach der Aufhebung des Zolls zwischen den Volksrepubliken Donezk und Lugansk ab 2016 http://colonelcassad .livejournal.com/2534982.html, auch wird die Steuergesetzgebung http://dnr24 .su/dnr/11510-parlament-dnr-privel-nalogooblozhenie-k-edinoobraziyu-s-lnr.html vereinheitlicht werden. Dies ist die gute Neuigkeit. In bestimmten Drehbüchern aus den zwei Republiken kann man ein kleines Neurussland in Form einer Föderation oder Konföderation errichten. In Anbetracht der Umfänge des kontrollierten Territoriums wäre meiner Meinung nach unvernünftig, es in zwei Teile zu teilen.


    7. Der Bericht des britischen Kriegsberichterstatters Graham Phillips zum Thema des Mordes an Dremow. Graham verspricht, weiterhin in dieser Sache nachzukarten.


    Quelle: Colonel Cassad


    Jens

    ++ wo unrecht herrscht, wird der widerstand zur pflicht ++

  • Wo bleibt die Anmerkung dass G.P. eh nur ein Spion ist ?!?!?!?

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