Politische Situation in der Auseinandersetzung Ukraine/Russland

  • Die würden nichts machen wenn es nicht ordentlich cash back geben würde.

    Da sollen doch mal die Journalisten ran, bei Selensky , Pandorra Papers haben sie es doch auch geschafft. Leider ist ein Journalist dabei ermordet worden meine ich.

  • Die würden nichts machen wenn es nicht ordentlich cash back geben würde.

    Da sollen doch mal die Journalisten ran, bei Selensky , Pandorra Papers haben sie es doch auch geschafft. Leider ist ein Journalist dabei ermordet worden meine ich.

    Bist wohl verrückt geworden. Die ermitteln doch nicht gegen den eigenen Aufsichtsrat. :)

    "Das unverzeihliche Verbrechen Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg war der Versuch, seine Wirtschaftskraft aus dem Welthandelssystem herauszulösen und ein eigenes Austauschsystem zu schaffen, bei dem die Weltfinanz nicht mehr mitverdienen konnte." - Winston Churchill - “Der Zweite Weltkrieg”

    „Ich gebe den Menschen in der Ukraine das Versprechen: Wir stehen zu euch, solange ihr uns braucht. Unabhängig davon, was meine deutschen Wählerinnen und Wähler denken.“ - Demokratie-Verständnis Baerbock -

  • Selensky: Will Volksabstimmung über Gebietsabtretung in der Ukraine abhalten.


    ==> Aus westlicher Sicht gibt es bisher keine Abtretung und daher müsste die Wahl alle Personen im Donbas einschließen und alle Geflüchteten auch (mit Ukr. Papieren). Das dürfte schwerlich von Seiten Selensky real umsetzbar werden, oder ? Oder meint er die Wahl ohne Donbas, als wäre er zum Zeitpunkt der Wahl schon keine Ukraine mehr ? :)

    Scheint mir alles recht blödsinniger Unfug ...

    "Das unverzeihliche Verbrechen Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg war der Versuch, seine Wirtschaftskraft aus dem Welthandelssystem herauszulösen und ein eigenes Austauschsystem zu schaffen, bei dem die Weltfinanz nicht mehr mitverdienen konnte." - Winston Churchill - “Der Zweite Weltkrieg”

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  • Selensky: Will Volksabstimmung über Gebietsabtretung in der Ukraine abhalten.


    ==> Aus westlicher Sicht gibt es bisher keine Abtretung und daher müsste die Wahl alle Personen im Donbas einschließen und alle Geflüchteten auch (mit Ukr. Papieren). Das dürfte schwerlich von Seiten Selensky real umsetzbar werden, oder ? Oder meint er die Wahl ohne Donbas, als wäre er zum Zeitpunkt der Wahl schon keine Ukraine mehr ? :)

    Scheint mir alles recht blödsinniger Unfug ...

    Gegenfrage: Würde Russland überhaupt eine wirklich freie, unabhängige und international überwachte Abstimmung in Donezk oder auf der Krim zulassen?


    Also nicht so eine „Abstimmung“, bei der russische Soldaten mit entsicherter Kalaschnikow neben der Urne stehen und freundlich sicherstellen, dass niemand aus Versehen falsch wählt.


    Keine Wahl, bei der OSZE-Beobachter erst gar nicht reingelassen werden, weil sie sonst die „überwältigende Zustimmung“ von 146 % irritierend finden könnten.


    Und stellen wir uns mal den absoluten Horror für den Kreml vor: Die Krim stimmt tatsächlich gegen Russland.


    Ja, richtig gelesen – die Krim, der angeblich ur-russische, ewig schon nach Moskau gierende Inseltraum, wählt plötzlich für die Ukraine.


    Was passiert dann?


    Ganz einfach:

    Das Ergebnis wäre „ungültig“.

    „Sabotage.“

    „Vom Westen manipuliert.“


    Die Urnen verschwinden, die Wahlleiter verschwinden gleich mit, und im russischen Fernsehen läuft eine Sondersendung über „NATO-Drohnen, die Wahlscheine gefälscht haben“.


    Kurz:


    Putins Regime kann freie Wahlen in den besetzten Gebieten nicht zulassen.

    Nicht aus Prinzip – sondern aus purem Selbsterhaltungstrieb.


    Denn wenn Menschen ohne Waffen am Kopf abstimmen dürften, könnte das Ergebnis für Moskau unangenehm ehrlich ausfallen.

  • Ich meinte die Idee kam von Selensky und nicht aus Russland. Liege ich da falsch ? Weshalb sollten bei einer solchen Wahl die Leute aus dem Donbas nicht in erster Linie entscheiden ? Die sind dann doch wieder die Hauptbetroffenen, genauso wie sie bisher seit 2014 die Hauptleidtragenden waren und sind. Alle Anderen sollten sich relativ dann eher mal raushalten und nicht als eher Unbeteiligte über die Betroffenen entscheiden und das ohne die zu fragen. Mehr Frechheit geht doch wohl nicht. Und gerade Diejenigen. welche den Donbas in der Ukraine sehen und haben wollen, müsste doch Interesse daran haben, dass die Leute aus dem Donbas eingebunden sind bzw. deren Meinung entscheidend gefragt wird.

    KlickKlick : Hast du Familie direkt aus dem Donbas oder bist du bei der Gebietsfrage nicht direkt betroffen familiär ? Und kannst du bitte statt auf Russland auszuweichen direkt meine Fragen bertrachten ? Ich habe leider die Hälfte der Familie aus dem Donbas (Dimitrov). Daher kann ich es leider ersteinmal nur radikal aus Sicht der Betroffenheit formulieren und betrachten.

    "Das unverzeihliche Verbrechen Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg war der Versuch, seine Wirtschaftskraft aus dem Welthandelssystem herauszulösen und ein eigenes Austauschsystem zu schaffen, bei dem die Weltfinanz nicht mehr mitverdienen konnte." - Winston Churchill - “Der Zweite Weltkrieg”

    „Ich gebe den Menschen in der Ukraine das Versprechen: Wir stehen zu euch, solange ihr uns braucht. Unabhängig davon, was meine deutschen Wählerinnen und Wähler denken.“ - Demokratie-Verständnis Baerbock -

  • Ich meinte die Idee kam von Selensky und nicht aus Russland. Liege ich da falsch ? Weshalb sollten bei einer solchen Wahl die Leute aus dem Donbas nicht in erster Linie entscheiden ? Die sind dann doch wieder die Hauptbetroffenen, genauso wie sie bisher seit 2014 die Hauptleidtragenden waren und sind. Alle Anderen sollten sich relativ dann eher mal raushalten und nicht als eher Unbeteiligte über die Betroffenen entscheiden und das ohne die zu fragen. Mehr Frechheit geht doch wohl nicht. Und gerade Diejenigen. welche den Donbas in der Ukraine sehen und haben wollen, müsste doch Interesse daran haben, dass die Leute aus dem Donbas eingebunden sind bzw. deren Meinung entscheidend gefragt wird.

    KlickKlick : Hast du Familie direkt aus dem Donbas oder bist du bei der Gebietsfrage nicht direkt betroffen familiär ? Und kannst du bitte statt auf Russland auszuweichen direkt meine Fragen bertrachten ? Ich habe leider die Hälfte der Familie aus dem Donbas (Dimitrov). Daher kann ich es leider ersteinmal nur radikal aus Sicht der Betroffenheit formulieren und betrachten.

    Unsere Freunde leben in Saporischschja. Da hagelt es jede Woche mehr Raketen, als im Donbas in acht Jahren gefallen sind. Nur nennt man das dann plötzlich nicht mehr „Schicksal der betroffenen Bevölkerung“, sondern russische „Befreiungsoperation“.

    Komisch, oder?


    Und jetzt zu deinem Kernpunkt:

    Was genau willst du eigentlich?

    Ein unabhängiges, frei beobachtetes Referendum – schön und gut. Nur ein Problem:

    Russland lehnt ein solches Referendum bis heute kategorisch ab.

    Auf der Krim nicht, im Donbas nicht, nirgends soll laut Russland ein Referendum der Bevölkerung stattfinden.

    Selenskyj hat so ein Modell ins Spiel gebracht – Moskau hat es ausgelacht, bevor der Vorschlag den Tisch überhaupt berührt hat.


    Warum wohl?

    Weil man ein echtes Referendum nicht mit Waffen an der Urne, russischen Soldaten vor der Haustür und erzwungener Pass-Ausgabe gewinnt. Das funktioniert nur in Propaganda-Grafiken, nicht in der Realität.


    Und jetzt mal ganz zynisch ehrlich:

    Wenn Moskau wirklich sicher wäre, dass „das Volk des Donbas“ begeistert Russland wählen würde – warum fürchtet man dann internationale Beobachter und ein Referendum wie der Teufel das Weihwasser?

    Man sollte doch meinen, ein souveräner Staat mit angeblich überwältigender Unterstützung hätte nichts zu verbergen.

    Oder?


    Du hast Familie im Donbas?

    Gut. Du hast mein Mitgefühl. Ich kann mir vorstellen, dass man dort seit Jahren keine ruhige Nacht mehr hat. Und das man unter den Konflikt einen Schlussstrich setzen möchte. Ich frage aber zurück:

    Hilft es deiner Familie, wenn Russland echte Abstimmungen verhindert, Millionen Menschen vertrieben und hunderte Städte plattgemacht hat – und dann behauptet, das alles sei im Namen ihres „Schutzes“...?

  • Was passiert dann?


    Ganz einfach:

    Das Ergebnis wäre „ungültig“.

    „Sabotage.“

    „Vom Westen manipuliert.“

    ...also wirklich, ...ist doch simpel - A.M. nimmt den Hörer in die Hand und regelt das im Sinne 'unserer Demokratie' .... - komische Frage.


    ...und einen Thüringer kannst du damit kaum noch erschrecken. :popcorn:



    * will sagen; immer erst vor der eigenen Türe kehren; !lamp! - deine Kritik an diesem Vorgang ist mir vermutlich entfallen. *



    Und jetzt mal ganz zynisch ehrlich:

    Wenn Moskau wirklich sicher wäre, dass „das Volk des Donbas“ begeistert Russland wählen würde – warum fürchtet man dann internationale Beobachter und ein Referendum wie der Teufel das Weihwasser?

    ...ich bin irritiert,...gut 10 Jahre später könntest du dich offenbar mit den Forderungen/Fahrplan aus Minsk2 (wenn du diese nicht findest sag Bescheid !wsmile! ) anfreunden,..denn genau das war dort vereinbart. Wer und warum das 10 Jahre torpediert/verhindert hat und dies offiziell bestätigt hat kann ich dir gern nochmal raussuchen ?!


    So schlimm es für die zivile Bevölkerung in UA/RF ist,...deine -neue- Positionierung kommt für diese Menschen (und eine friedliche Lösung des Konflikts) mindestens 8 Jahre zu spät .... 'isch over' !





    ....abschließend eine Frage/Bitte: - schau dir diese kurze Wortmeldung eines ukr. Soldaten an und erkläre mir was er meint und warum dem so ist ?


    Lord Bebo (@MyLordBebo) on X
    🇺🇦 Ukranian soldier complains that locals do not want to evacuate. "We offer to evacuate, but they don't want to. But we can't force them either. People…
    x.com

    "wer mich beleidigt, bestimme ich" K.Kinski

  • ....abschließend eine Frage/Bitte: - schau dir diese kurze Wortmeldung eines ukr. Soldaten an und erkläre mir was er meint und warum dem so ist ?


    https://x.com/MyLordBebo/status/1999188539024548168?s=20

    Wenn man das aus rein menschlicher Sicht betrachtet, ist das Verhalten der Zivilisten gar nicht so schwer zu verstehen:


    Menschen klammern sich in Krisen an das, was ihnen am vertrautesten erscheint. Viele ältere Bewohner im Donbas haben ihr ganzes Leben in der Sowjetunion verbracht. Für sie löst das Wort „Russland“ oft weniger Angst aus als das Wort „Flucht“.


    Evakuierung bedeutet kompletten Kontrollverlust. Und das noch mitten im Winter. Fremde Orte, keine Wohnung, keine Arbeit, unklare Zukunft, das eigene Haus wird von den Russen geplündert und man wird in Abwesenheit enteignet. Für manche wirkt das schlimmer als „abzuwarten“.


    Viele sind einfach traumatisiert oder erschöpft. Sie haben seit Jahren den Krieg erlebt. Tägliche Angriffe der Russen. BOMBEN, Drohnen. Irgendwann trifft man keine rationalen Entscheidungen mehr. Man hofft einfach darauf, dass die Russen kein weiteres Butcha-Massaker anrichten. Und selbst wenn, ist für viele Menschen der Mord an der eigenen Person leichter hinnehmbar, als auf der Flucht alles zu verlieren und mit "nichts" in der Fremde neu anfangen zu müssen.


    Mit anderen Worten: Der Soldat steht also vor einem echten Dilemma. Er sieht, dass es gefährlich wird, möchte Menschen retten, aber dieselben Menschen wollen aus Angst, Hoffnung, Gewohnheit oder Sturheit nicht mitkommen. Und er darf sie nicht zwingen – das wäre wiederum unmenschlich.


    Das Entscheidende: Es geht hier nicht um „für“ oder „gegen“ Russland oder die Ukraine. Es geht darum, wie kompliziert und tragisch menschliche Entscheidungen in einem Kriegsgebiet sind, und wie frustrierend das selbst für die Leute ist, die helfen wollen.

  • Eh klar. Die wollen wieder Russen werden. Hat mehr Tradition und Perspektive. 8) :thumbup:

    Ob man Sie 'Russe oder Ukrainer' nennt denke ich wird den Betroffenen egal sein; - viel eher erleben/sehen/wissen Sie wer Sie in diese Situation gebracht hat und das ist nunmal 'die Ukraine' (viel mehr eigentlich deren kleptokratischen Eliten) haben genau davon Sie Nase gestrichen voll.

    Die russ. Bomben & Rakten sind bedrohlich,... sicher,... aber nicht so bedrohlich als ein 'weiter so' mit Verbleib in dieser Ukraine.


    Was KlickKlick weglässt, ist die augenscheinliche Folge des tatsächlichen Verbleibs in UA (Ablehnung einer Evakuierung ins ukr. Hinterland) der Zivilisten,... Diese entscheiden sich sehr bewusst unter das 'Joch' der Russen zu kommen (Bomben & Raketen werden als notwendiges Übel errtragen),.... und das sagt alles WICHTIGE über diese Ukraine, ist somit ein vernichtendes Urteil für dieses Konstrukt !


    Ich gehe davon aus, daß wenn man diese verbleibenden Zivilisten fragte (was in UA gefährlich wäre) , würden Sie sagen, daß Sie auf Befreiung aus eben dieser Ukraine warten,...hoffend (nicht wissend) das es in RU nur besser werden kann.




    *** was ich interessant finde ist, das sich ein 'altgedienter' User hier augenscheinlich 'gedanklich/innere Überzeugungen' zu bewegen scheint verständlich (für mich erkennbar an deutlich gemäßigten Beiträgen, die sogar 'die andere Seite und deren Perspektiven einschließen')...., wenn bis dato liebgewonnene Narrative eine nach der anderen ad Absurdum geführt werden, setzt das unweigerlich Mechanismen in der 'Informationsverarbeitung & eigenen Positionierung' in Gang, da man mit dem Unausweichlichen tagtäglich konfrontiert wird - vulgo - Wunsch/Überzeugung vs. Realität !



    Offen nur welche der 7 Phasen derzeit durchlaufen wird ?! :hmm: + !wsmile!

    Schock-Verneinung-Einsicht-Akzeptanz- ausprobieren/testen-Erkenntnis-neue Normalität

    (und all das nur um eigene kognitive Dissonanzen auzulösen und Harmonie mit dem eigenen Ich zu sichern)

    "Wann immer wir durch innere oder äußere Umstände aufgefordert werden, einer Veränderung zu begegnen durchläuft jeder von uns die 7 Phasen bis zur finalen Umsetzung und Annehme von dem was ist. Spannend ist dabei zu beobachten was passiert, wenn man in einer Phase stecken bleibt...'




    Die Klage Russlands vor dem IGH/UN wegen Kriegsverbrechen wurde im Übrigen angenommen und wird demnach inhaltlich überprüft,...(+/- 2 Jahre)

    Der Internationale Gerichtshof lässt russische Klage gegen die Ukraine wegen Völkermord zu
    Die Ukraine wollte mit ihren Unterstützerstaaten vom ICJ die Feststellung erhalten, dass die russischen Völkermordvorwürfe als eine Legitimation für den Krieg…
    overton-magazin.de

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  • Was hier gerade passiert, ist eine klassische Täter-Opfer-Umkehr mit viel Psychologie-Geschwurbel obendrauf. Typische Russen-Troll-Propaganda.


    „Die Leute bleiben also freiwillig, also wollen sie zu Russland“ ... Ernsthaft...? Das ist lächerlich.


    Fakt ist doch: Die Menschen sind nicht „unter dem Joch der Ukraine“ geflohen – sie fliehen vor russischen Bomben.


    Seit 2022 hat Russland systematisch Wohngebiete, Energieinfrastruktur, Krankenhäuser und Evakuierungsrouten angegriffen. Dass Menschen trotzdem bleiben, hat nichts mit „Wunsch nach Russland“ zu tun, sondern mit Angst, Alter, Armut, Krankheit, Bindung an Haus und Grab der Familie. Das ist ein Kriegstrauma, kein politisches Votum Pro-Russland.


    Evakuierung ablehnen hat nichts mit politischer Loyalität zu tun. Ansonsten hätten die Bewohner schon vorher in Richtung Russland "fliehen" können.


    Wer daraus eine bewusste Entscheidung „für Russland“ konstruiert, instrumentalisiert Leid. Menschen klammern sich an das Bekannte, selbst wenn es gefährlich ist. Das ist menschlich. Alles andere ist Zynismus.


    Wenn Russland wirklich als „Befreier“ wahrgenommen würde, müsste man niemanden deportieren, zwangsumsiedeln oder russische Pässe aufzwingen.


    Hunderttausende Ukrainer – darunter zehntausende Kinder – wurden verschleppt. Das nennt man nicht Befreiung, das nennt man Kriegsverbrechen. Genau deshalb liegen diese Fälle auch beim Internationalen Strafgerichtshof.


    Das Narrativ von den „ukrainischen Eliten“ ist eine billige Ablenkung.


    Ja, die Ukraine hatte Korruptionsprobleme – wie jedes postsowjetische Land. Aber kein korrupter Politiker zwingt Russland, Raketen auf Wohnhäuser zu feuern, Städte auszulöschen oder Massengräber in Butscha zu hinterlassen. Das tut allein Russland. Und in Russland ist das Umfeld von Putin mit Sicherheit korrupter und raffgieriger als jeder Ukraine-Politiker.


    „Bomben als notwendiges Übel“ – diese Aussage entlarvt alles.


    Wer so argumentiert, akzeptiert Massentod als legitimes Mittel politischer Neuordnung. Das ist kein Realismus, das ist moralisch pervers.


    Und noch ein Punkt, der hier bewusst ignoriert wird:


    Wenn Russland sich seiner angeblichen Unterstützung so sicher wäre, gäbe es freie Referenden mit internationaler Beobachtung, Rückkehrrecht für Geflüchtete und ohne bewaffnete Präsenz.


    Stattdessen: Scheinabstimmungen unter Besatzung, keine OSZE, keine freie Presse, kein Widerspruch erlaubt. Politische Gegner verschwinden im Knast oder werden getötet. Warum wohl?


    Die Ukraine zwingt hier niemanden zu bleiben.

    Russland zwingt Menschen, unter Beschuss zu leben und täglich das eigene Leben zu riskieren.


    Alles andere ist propagandistische Schönrederei eines von Russland in krimineller Weise begonnenen Angriffskrieges.

  • keine OSZE

    ...du wirst es vermutlich gar nicht lesen,...und wenn doch, als 'Russen Propaganda' abtun.... aber was wäre wenn ... ?!



    Exclusive Interview: former OSCE representative reveals all - Fort Russ
    August 14, 2017 – Fort Russ News –  by Russell Bentley  I have recently interviewed a former member of the OSCE SMMU (Ukraine) mission in Donbass and Ukraine.…
    web.archive.org

    "...Russell Bentley (RB) – Bitte erzählen Sie uns, wann Sie in die Ukraine/den Donbass gekommen sind, was Ihre Mission hier war und wie lange Sie hier mit der OSZE zusammengearbeitet haben.


    KOT – Ich möchte vorab betonen, dass meine Ausführungen auf meinen persönlichen Beobachtungen und Analysen beruhen und nicht für andere sprechen. "...Ich habe diesem Interview angesichts der zahlreichen Ungenauigkeiten und Verzerrungen der tatsächlichen Ereignisse in der Ukraine zugestimmt. Die Verantwortung für die Geschehnisse und deren Lösung liegt letztlich allein bei der ukrainischen Regierung.


    Ich habe insgesamt über sechs Jahre in der Ukraine verbracht, zuletzt seit März 2014 als einer der ersten Mitarbeiter der OSZE-Sonderbeobachtermission in der Ukraine. Ich war zunächst dem Team in Odessa zugeteilt. Ich war beim Massaker von Odessa am 2. Mai 2014 anwesend und habe es als Augenzeuge (Beobachter) miterlebt: sowohl auf dem Kathedralenplatz als auch später im Gewerkschaftsgebäude.


    Nach „Minsk-2“ wurde ich nach Luhansk versetzt, wo ich die nächsten zwei Jahre auf der Rebellenseite der „Kontaktlinie“ verbrachte, bis ich dieses Jahr in den Ruhestand trat....."



    *** ja, ich weiß; - der eine Ami' (Berichterstatter/Russell Bentley) wurde von anderen -kriminellen- Russen vor 1 1/2 Jahren ermordet. ***

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  • Russell Bentley war kein neutraler Beobachter, sondern jahrelang für den in der EU verbotenen russischen Propagandasender Sputnik tätig. Das allein disqualifiziert ihn nicht automatisch, erklärt aber sehr deutlich Sprache und Zielrichtung seines angeblichen „Interviews“.


    Ein paar zentrale Punkte:


    Propaganda-Begriffe von der ersten Zeile an.

    Wörter wie „Rebellenseite“, „Kontaktlinie“, „Massaker von Odessa“ oder die pauschale Schuldzuweisung an „die ukrainische Regierung“ sind klassische russische Propaganda, keine neutralen Beschreibungen. Seriöse OSZE-Berichte verwenden diese Wörter in keinem Fall.


    Bentley stellt sich als „einer der ersten Mitarbeiter der OSZE-Sonderbeobachtermission“ dar und behauptet, sechs Jahre dort tätig gewesen zu sein.


    Aber:


    Dafür gibt es keinen belastbaren öffentlichen Nachweis. Die OSZE veröffentlicht Mitarbeiterlisten, Mandate und Einsatzzeiträume, aber Bentley taucht dort nicht in der von ihm behaupteten Rolle auf. Die OSZE selbst hat sich mehrfach vom politischen Aktivisten und „selbsternannten Beobachter“ Bentley distanziert.


    Odessa...? Ja, es gab Tote. Nein, es gibt keinen Beleg für ein geplantes „Massaker“ durch den ukrainischen Staat.

    Internationale Untersuchungen (UN, Europarat) sprechen von:


    1. Massiver Eskalation beider Seiten


    2. Fahrlässigem Verhalten der Polizei


    3. Chaotischer Gewalt, nicht von einer staatlich gesteuerten Aktion


    Das Wort „Massaker“ in dem Fall ist typische Russen-Propaganda. Gänzlich unterschlagen wird zudem, dass es auch Untersuchungen gab, welche auf eine von Moskau gesteuerte Aktion hinweisen.


    Und dann wieder ein typischer Täter-Opfer-Tausch. „Die Verantwortung liegt letztlich allein bei der ukrainischen Regierung“.


    Verschwiegen werden:


    1. Russische Waffenlieferungen


    2. Russischer Militärpräsenz


    3. Russischer Kommandostrukturen im Donbas


    4. Später offene Invasion der Russen ab 2022


    Das ist kein Analysefehler, sondern ein bewusster Auslassungstrick. Russische Troll-Taktik. Um bei irgendwelchen Idioten mit Halbwahrheiten Zweifel an der offiziellen Version zu erwecken.


    Dann ein altbekanntes Muster: Westlicher „Augenzeuge“ + OSZE-Label + moralischer Ton + Schuldumkehr = Standardformat russischer Auslandspropaganda, speziell für europäisches Publikum.


    Oder um es kurz zu fassen: Dieser Text ist kein Zeitzeugenbericht, sondern politische Russen-Propaganda im Gewand persönlicher Erinnerung. Wer ihn unkritisch teilt, übernimmt russische Lügen, ob gewollt oder nicht.


    Du kannst ja gerne Kritik an der Ukraine üben, aber nicht auf Basis von Sputnik-Propaganda und nachweislich erfundenen Rollenbeschreibungen.

  • Wann warst Du denn zuletzt da? Wenn du dich so gut in Sapporoshje auskennst, ist Dir ja klar, dass das alles Russen sind, die lieber Heute als morgen ihre Armee in der Stadt hätten, oder?

  • Unsere Freunde sind in Saporischschja geboren, dort aufgewachsen und leben bis heute dort. Sie sprechen untereinander Ukrainisch, nicht Russisch. Sie kennen Russland, waren früher dort, und genau deshalb hassen sie Putin und dieses System.


    Wer ihnen jetzt erzählt, sie seien „eigentlich Russen, die befreit werden wollen“, ist nicht nur ahnungslos, sondern lügt bewusst.

    Und bevor jetzt reflexartig der nächste Propaganda-Spruch kommt:

    Ja, in der Ukraine gibt es Wehrpflicht. Nennt sich Verteidigung gegen einen Angriffskrieg. Überraschung: Wenn ein Land überfallen wird, braucht es Soldaten. Das ist kein „Wegfangen“, das ist Existenzsicherung.


    Der Unterschied ist entscheidend:


    In der Ukraine hat man Angst vor Raketen aus Russland – nicht vor der eigenen Regierung.


    In Russland hat man Angst vor dem Staat selbst. Vor falschen Worten, falschen Likes, falschen Gedanken.


    In der Ukraine kannst du Putin einen Massenmörder nennen – ohne nachts Besuch zu bekommen.


    In Russland reicht ein Schild, ein Post oder manchmal einfach nur Schweigen – und du verschwindest im Knast oder an der Front.

    Kurzfassung für Propaganda-Trolle:


    Ukraine = frei, aber angegriffen

    Russland = nicht angegriffen, aber unfrei


    Wer das gleichsetzt oder verdreht, verteidigt keinen Frieden, sondern ein Angstregime, und erzählt Märchen über eine Stadt, die er nur aus russischen Propaganda-Märchen kennt.


    Und jetzt zur eigentlichen Frage, die du elegant umgehst:


    Wenn Russland doch so großartig ist, warum lebst du dann seit 20 Jahren in der Ukraine?

    Warum nicht im gelobten Mutterland? Ach ja: weil du dort keine Chancen, keine Freiheit und keine Möglichkeiten hättest. Diese Dinge nimmst du lieber wie selbstverständlich in der Ukraine mit, während du sie gleichzeitig verachtest...

  • Teile meiner Verwandtschaft wohnen 50km von Saporoshje entfernt.
    Auf der Straße wird Surshik gesprochen. Das ist Russisch mit ein paar ukrainischen Worten, kein Ukrainisch.
    (Wenn Du in der Westukraine Surshik sprichst, lassen sie Dich stehen, wenn Du nicht gleich eine aufs Maul kriegst.)
    Auf den Ämtern, Banken etc. wurde russisch gesprochen, heute ist es verboten, obwohl es für die Mehrheit die Muttersprache ist.
    In den Schulen und an den Universitäten wurde Ukrainisch und Russisch gelehrt und gesprochen, heute darf nur noch ukrainisch gesprochen werden. (Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs wurden im Deutschen Reich weiterhin Englisch an den Schulen gelehrt.)
    Seit gestern haben wir Besuch aus Poltawa, rate mal, welche Sprache gesprochen wird. Es ist nicht ukrainisch.
    Die Männer im wehrfähigen Alter, die nicht für fremde Interessen in den Krieg ziehen wollen, müssen sich verstecken, trauen sich nicht auf die Straße; trotzdem füllen sich die Friedhöfe täglich.
    Sämtliche Ehrenmale zu Ehren der in den Kriegen Gefallenen, wurden dem Erdboden gleichgemacht, dafür werden Bandera-Statuen aufgestellt. So kann man die Vergangenheit auch umschreiben.
    Und nun noch zum Völkerrecht:
    Den Teil des Völkerrechts, der die Unverletzlichkeit der Grenzen propagiert, hat die Nato im März 1999 auf den Misthaufen geworfen.
    Der Teil, der das Selbstbestimmungsrecht der Völker propagiert, der steht noch.
    Wir haben auch Verwandte auf der Krim mit denen wir regelmäßig telefonieren, besuchen durften wir sie seit 2013 nicht mehr.
    Ja, es gab Militär bei den Wahlen, sie standen teilweise vor den Wahllokalen um Störungen der Wahl durch ukrainische Nationalisten zu verhindern.
    Wer behauptet, sie standen neben der Wahlkabine um die Stimmabgabe zu überwachen, der lügt bewußt.

    Und zum Abschluß: Die Verwandtschaft hofft, daß die Russen bald kommen.

    Nur so lange ist uns der Friede sicher, solange wir des Sieges sicher sein können!
    Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben,
    - die Sterne der Nacht, - die Blumen des Tages - und die Augen der Kinder

  • ...hab' es für dich noch etwas präziser gestaltet... Freud'scher Fehler ?! :hmm:

    In DER Ukraine kannst du Putin einen Massenmörder nennen – ohne nachts Besuch zu bekommen.

    Boah,... na da ham' wa aber noch mal Glück gehabt... - wer hätte das gedacht...



    Ok,...habe noch nicht alles gelesen,... (zu viel um die Ohren)... aber bei dem Satz ist mir gerade das Abendessen aus dem Gesicht gefallen. !happy!





    *** Im Übrigen; - andersrum funktioniert das auch ! *** :pleasantry:

    - wat ham' wa' nu' ?! - etwa einen Beleg das in UA alles Paletti ist,..man jederzeit frei seine Meinung sagen kann,...auf russisch ?! :lol:

    "wer mich beleidigt, bestimme ich" K.Kinski

  • Die Realität in der Ukraine ist vielschichtiger, als es viele von außen wahrhaben wollen. Ein großer Teil der Familie meiner Freundin stammt ursprünglich aus Russland. Sie leben seit Jahren in Lwiw. Untereinander – und auch ganz selbstverständlich in Geschäften oder Behörden – sprechen sie Russisch.


    Auf der anderen Seite habe ich Freunde aus Saporischschja, die bewusst und konsequent Ukrainisch sprechen und Russisch möglichst vermeiden. Zwei Extreme also, die man sich von außen gern als Gegensätze konstruiert.


    Meine Ex-Freundin ist zu 100 % Ukrainerin. Sie spricht Ukrainisch, hat aber auch keinerlei Problem damit, Russisch zu sprechen. Sprache ist für sie – wie für viele andere – ein Werkzeug, keine politische Loyalitätserklärung.


    Und trotzdem haben all diese Menschen eines gemeinsam:

    Sie hassen Putin. Und sie hassen das, was Russland ihrem Land angetan hat.


    Sprache ist nicht gleich Gesinnung. Russisch zu sprechen macht niemanden zum „Russen“, genauso wenig wie Ukrainisch zu sprechen automatisch Nationalismus bedeutet. Der entscheidende Punkt ist nicht, welche Sprache jemand benutzt, sondern auf welcher Seite er steht.

  • Dein Beitrag ist ein Musterbeispiel dafür, wie persönliche Anekdoten, Halbwahrheiten und russische Propagandanarrative zu einem scheinbar stimmigen Gesamtbild versponnen werden. Putinsche Troll-Technik in Reinform.


    Zur Sprache (hab extra noch einmal gegoogelt):


    Surzhyk ist kein „Russisch mit ein paar ukrainischen Worten“, sondern eine historisch gewachsene Mischform – entstanden durch jahrzehntelange Russifizierung. Dass heute Ukrainisch Amtssprache ist, ist kein „Verbot von Russisch“, sondern ein völlig normaler Akt staatlicher Selbstbehauptung. In Frankreich ist Französisch Amtssprache, in Polen Polnisch, in Deutschland Deutsch – niemand käme dort auf die Idee, das als „Unterdrückung“ zu verkaufen. Russisch zu sprechen ist in der Ukraine nicht verboten. Punkt.


    Zu Schulen und Universitäten:


    Ukrainisch ist Unterrichtssprache in einem souveränen Staat, der seit Jahren militärisch angegriffen wird. Der Vergleich mit Englischunterricht im Dritten Reich ist historisch schief, zynisch und intellektuell unseriös. Russland führt einen Vernichtungskrieg, kein Kulturprogramm.


    Zu Wehrpflicht und „fremden Interessen“:


    Die Ukraine verteidigt ihr eigenes Land gegen einen Invasor. Das sind keine „fremden Interessen“, das ist Selbstverteidigung. Dass Friedhöfe wachsen, liegt nicht an Kiew, sondern an Moskau. Ursache und Wirkung werden hier bewusst vertauscht.


    Zu Ehrenmalen und Bandera:


    Sowjetische Kriegsdenkmäler sind keine neutralen Mahnmale, sondern Symbole einer Besatzungsmacht. Dass ein Land seine eigene Geschichte neu bewertet, ist kein „Umschreiben“, sondern Entkolonialisierung. Übrigens: In Russland werden heute Stalin-Statuen wieder aufgestellt, darüber schweigst du auffällig.


    Zum Völkerrecht:


    Der NATO-Vergleich von 1999 ist ein Klassiker aus der Putin-Propagandakiste. Selbst wenn man ihn kritisch sieht: Er rechtfertigt weder die Annexion der Krim noch den Angriffskrieg gegen die Ukraine. Das Selbstbestimmungsrecht gilt nicht unter Besatzung, mit fremden Soldaten, ohne freie Medien und ohne echte Wahlfreiheit.


    Zu den „Wahlen“ auf der Krim:


    Bewaffnete Soldaten vor Wahllokalen sind per Definition keine freien Wahlen. Ob sie „neben der Kabine“ standen oder davor, ist eine lächerliche Nebelkerze. Internationale Beobachter? Fehlanzeige. Ukrainische Medien? Verboten. Gegner? Eingeschüchtert oder geflohen. Störung der "Wahl" durch ukrainische Nationalisten? Ist ein Scherz. Oder...? Meine Freunde auf der Krim hatten bei den Wahlen durch die Anwesenheit bewaffneter Russen schlichtweg Angst. Angst den Wahlzettel anders als von Putin gewünscht auszufüllen.


    Zum Schluss:


    Dass Teile deiner Verwandtschaft hoffen, „dass die Russen bald kommen“, sagt viel über ihre politische Naivität, aber nichts über die Realität der Ukraine. Millionen Ukrainer, russisch- wie ukrainischsprachig, haben Russland seit 2014 und erst recht seit 2022 als das erlebt, was es ist: ein Aggressor, ein rücksichtslos mordender Terrorstaat.


    Merk Dir gefälligst: Sprache ist keine Loyalität. Herkunft ist keine Rechtfertigung. Und Hoffnung auf russische Panzer ist keine Meinung, sondern die offene Zustimmung zur Zerstörung des eigenen Landes.

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