in eigener Sache

      in eigener Sache

      nach dem für mich sehr tragischen Ende einer 2jährigen Beziehung mit einer Ukrainerin, versuchte ich mein Glück in EU zu finden, nach Bekanntschaften in Deutschland und Rumänien, brachte mich die Sehnsucht immer wieder in die Ukraine. Wie der Zufall wollte habe ich eine nette Frau aus der Region Sumy kennengelernt, Sie hat ihr touristisches Visum selbst organisiert und war 10 Tage bei mir zu Besuch. Nun plane ich einen längeren Aufenthalt zwecks Sprachschule. Einrichten eines Sperrkontos und usw. ist kein Problem. Wenn man als Motivation für das Erlernen deutscher Sprache eine geplante Heirat angibt, denke ich, ist mit einem Nein zu rechnen.
      Gibt es Alternativen bzw. Ideen wie wir für sie ein Nationalvisum bekommen können?

      Vielen Dank an Alle

      Pheraulas schrieb:

      Wenn man als Motivation für das Erlernen deutscher Sprache eine geplante Heirat angibt, denke ich, ist mit einem Nein zu rechnen.


      Hallo Pheraulas,
      habe ich genauso gemacht. Ich habe im Einladungsschreiben angegeben, daß ich plane diese Frau zu heiraten, daß eine Teilnahme an einem Kurs des Goetheinstituts in Kiew auf Grund der Entfernung nicht möglich ist und daß sie aus diesem Grund eine Sprachschule in Deutschland besuchen soll, was zudem durch die tägliche Praxis vertieft wird.
      Das wurde vom Visazentrum ohne Probleme akzeptiert. Meine Holde war von April bis Anfang Juli bei mir. Sie hat in Nürnberg eine Sprachschule besucht und am 28. Juni eigentlich ohne Probleme die A1-Prüfung am Goetheinstitut in München abgelegt.
      Allerdings kennen wir uns länger wie Du Deine Freundin. Wir konnten beide mehrere Besuche beim jeweils anderen nachweisen. Da Du aber schon mehrmals in der Ukraine warst, könnte das vielleicht auch schon hilfreich sein.
      Gruß
      Chopper
      Nur so lange ist uns der Friede sicher, solange wir des Sieges sicher sein können!
      Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben,
      - die Sterne der Nacht, - die Blumen des Tages - und die Augen der Kinder
      Das ist kein touristisches Visum, sondern eines, was zur Arbeitsaufnahme in Polen berechtigt. Innerhalb dieses Zeitraums darf man sich legal bis zu 90 Tage in Schengen aufhalten. Aber bei den offenen Grenzen, wer kann da schon sagen, wie lange jemand in Polen und in Deutschland war?

      Gruß
      Siggi

      Pheraulas schrieb:

      Wenn man als Motivation für das Erlernen deutscher Sprache eine geplante Heirat angibt, denke ich, ist mit einem Nein zu rechnen.

      ich würde auch mit einem Nein rechnen.
      Als Begründung, warum man die deutsche Sprache lernen will und warum ausgerechnet in D, kann zwar einfach nur die "Liebe zur Deutschen Sprache" ausreichen, aber das sollte schon durch eine entsprechende Vita glaubhaft sein ;)
      Grundsätzlich muss der Grund für das Sprachvisum echt und nachvollziehbar sein.
      Dein Grund erfüllt das, unglücklicherweise hat der Gesetzgeber aber vorgesehen, dass die notwendigen Kenntnisse vor der Eheschliessung im Heimatland erlernt werden. Die Behörden können allerdings nicht kontrollieren, wann und wo man deutsch lernt --- das ist gut so, aber im Grunde ist es auch egal. Nur bedeutet dass, dass ein Visum mit dem Grund, dt. in D zu lernen, um dann zu heiraten und nach D zu ziehen eben nicht erteil wird, da es dem erklärten Willen dt. Behörden entgegensteht.

      chopper33 schrieb:

      von April bis Anfang Juli bei mir

      hört sich nach einem Schengenvisum (90 Tage) an. Das ist ein Visum Typ C, und kein "Nationalvisum", welches der TS anstrebt. Kriterium für das Schengenvisum ist die Rückkehrbereitschaft. Was man sonst während des Aufenthaltes macht, ist weitgehend egal, solange man nicht gegen Gesetze verstösst.

      Reist man mit einem C Visum ein, erlernt in D die dt. Sprache und bekommt das A1 Zertifikat und heiratet in D, dann hat man keinen Anspruch darauf, dass einem Antrag auf AE als Ehegatte stattgegen wird. Man muss ausreisen.
      Reist man mit einem D Visum ein, dann hat man durchaus einen Anpsruch auf die AE (sofern alle sonsitgen Voraussetzungen gegeben sind), man muss nicht ausreisen. Das wäre eine FZF durch die Hintertür.