Absage - was nun?

      Absage - was nun?

      Jetzt hat es mich / uns auch "erwischt". Meine Freundin hat kein Besuchsvisum erhalten. Arbeitslos, ledig, da half auch keine Verpflichtungserklärung plus Einladungsschreiben von mir.
      Bei der Botschaft sagten sie mir, ich könnte Widerspruch einlegen und - wenn es sie gibt - auch Unterlagen mitschicken, die beim ersten Antrag nicht dabei waren. Was wir damals nicht gewusst hatten, war, dass eine Kopie meines Passes mit all den Stempeln helfen könnte, den würde ich dann mitschicken, viel mehr haben wir aber nicht zu bieten. Außerdem stellt sich die Frage, ob es eher hilfreich oder hinderlich ist, wenn wir offiziell ein Paar oder "Freunde" sind?

      Hat irgendjemand von Euch Erfahrung mit so etwas? Wie sind die Aussichten bei einem Verfahren? Ich könnte dieses Mal vielleicht auch wieder selber fahren, ist aber blöd, weil ich nur noch wenig Urlaub übrig habe, und umgekehrt sie natürlich auch ein paar Tage hier sein könnte, während ich schon wieder arbeiten muss. Ich habe auch etwas Skrupel, sie da nochmal hinzuschicken, ist halt 8 Stunden Zugfahrt nach Kyiv und die ist jetzt natürlich fix und fertig (ich - anteilig - auch, und stinksauer)...
      Also wenn die dir das angeboten haben / dich darauf hingewiesen haben daß es helfen könnte die Stempel im Pass vorzulegen obwohl sie arbeitslos ist dann würd ich das schon versuchen.
      Zug kostet ja kein Vermögen wenn du es bezahlst. Bisher bin ich aber davon ausgegangen daß man ohne offizielle Arbeit keine Chance hat.
      Weshalb ich das wohl durch heiraten lösen werde.
      Schade ... tut mir leid für Dich / Euch ...

      marbert wrote:

      dass eine Kopie meines Passes mit all den Stempeln helfen könnte, den würde ich dann mitschicken, viel mehr haben wir aber nicht zu bieten. Außerdem stellt sich die Frage, ob es eher hilfreich oder hinderlich ist, wenn wir offiziell ein Paar oder "Freunde" sind?


      Dies ist wohl ein 'zweischneidiges Schwert, mit den 'engen Beziehungen, da ja gerade eine 'enge Beziehung' die Botschaft am ehesten an der Rückkehrbereitschaft zweifeln läßt; gefühlsmäßig sind die vielen Stempel eher 'hinderlich'.
      @ marbert

      Kopf hoch und nicht aufgeben. Auf jeden Fall versuchen. Warum auch nicht.

      Dich selber lassen sie dich da eh nicht vorsprechen. Da muss sie schon alleine durch.

      Auf jeden Fall viel Glueck.
      mfg
      badossi
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      Wer keine Angst vorm Teufel hat, braucht auch keinen Gott.
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      Ja ja, das Bollwerk der westlichen Freiheit, es steht und funktioniert, auch und immer wieder in Form der Visastelle Kiew.
      Tut mir wirklich leid für Euch, aber da hilft nur konsequentes Vorgehen in Form von Beschwerden, obwohl die Chancen
      sicherlich nicht gerade groß sind. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Wenn die Aussage mit den Kopien der
      Reisestempel im Pass von der Visastelle kam, dann wüde ich das auch so machen und mich im Streitfall darauf berufen.
      Oh Mann, Marbert, was für ein Sche***!

      Fasil wrote:

      Tut mir wirklich leid für Euch, aber da hilft nur konsequentes Vorgehen in Form von Beschwerden, obwohl die Chancen
      sicherlich nicht gerade groß sind. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
      Das seh ich auch so. Anscheinend steckt in dem Ganzen "Visa wird erteilt" und "Visa wird nicht erteilt" kein durchschaubares System drin! Was seitens der Botschaft in Kiew eventuell auch so gewollt ist.
      Kämpfen, kämpfen, kämpfen!

      4neo wrote:

      Also wenn die dir das angeboten haben / dich darauf hingewiesen haben daß es helfen könnte die Stempel im Pass vorzulegen obwohl sie arbeitslos ist dann würd ich das schon versuchen.


      :thumbsup: super tip!!! falls man an den gleichen sachbearbeiter wieder dran kommt und selbst das ist nicht gesagt. Ein Versuch ist es jedoch wert. da gibt es jedoch nicht wirklich Tips als ständig hingehen nachfragen und immer wieder versuchen!!! falls dann der richtig fette stempel drin sein sollte würde ich wohl das aufgebot in Deutschland aufstellen und ein rechtsanwalt zur hilfe nehmen. Kostet zwar eine menge aber dies wäre der letzte versuch. Das aufgebot kann man ja dann verschieben oder auch löschen!! ist gewagt riskant und teuer aber wenn nichts mehr hilft!!

      versucht es doch mal mit ein geschäftsvisum!!! klappt zwar auch nicht bei jedem aber bei uns hat es geholfen. Sogar ein Jahresvisum mit mehrmaliger einreise. Kannst dann sogar arbeit nachweisen da sie ja dann ein geschäft hat. Vielleicht ist es ja auch eine idee ein business in der UA mit deiner unterstützung!!

      aber viele ratschläge jedoch ist es immer wieder ein lotteriespiel!!

      Wenn es dir ein trost ist die botschaft in Kassachstan macht die visaerteilung auch nicht wirklich einfacher!!!

      Wenn jedoch gar nichts geht und die sehnsucht überhaupt nicht mehr aus zuhalten ist und ein die illegalität nicht stört, dann mit wanderstiefel und rucksack über die karpaten einreisen !!!

      Das letzte bitte nicht ernst nehmen!!

      Ansonsten große sch... und ich hoffe das dieses kapitel eurer geschichte gut ausgeht. Dann würde ich (wir) uns über eine Info freuen und welche sache es möglich gemacht hat. nächsten sommer werde ich vor diesen Problem stehen. nur ist es dann nicht ganz so tragisch da es sich hier um die cousine handelt.
      Aktuelle Themen aus: wolga-forum-deutschland.de

      Minuteman wrote:

      Oh Mann, Marbert, was für ein Sche***!

      Fasil wrote:

      Tut mir wirklich leid für Euch, aber da hilft nur konsequentes Vorgehen in Form von Beschwerden, obwohl die Chancen
      sicherlich nicht gerade groß sind. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
      Das seh ich auch so. Anscheinend steckt in dem Ganzen "Visa wird erteilt" und "Visa wird nicht erteilt" kein durchschaubares System drin! Was seitens der Botschaft in Kiew eventuell auch so gewollt ist.
      Kämpfen, kämpfen, kämpfen!


      Danke für den Zuspruch! Auf den Seiten der Botschaft steht ja, dass der Gastgeber bei einem Vorsprache-Termin nicht mit dabei sein darf. Hat da jemand Erfahrungen mit?
      Meine Freundin meint, sie hätte in der Botschaft einige Leute in Begleitung von Deutschen gesehen, war sich natürlich über die näheren Umstände nicht sicher.
      Wenn es ginge / hilfreich sein könnte, wäre es natürlich eine Idee, wenn ich das nächste Mal dort bin, mit ihr gemeinsam da einen Termin zu haben.

      coke2001 wrote:


      Ansonsten große sch... und ich hoffe das dieses kapitel eurer geschichte gut ausgeht. Dann würde ich (wir) uns über eine Info freuen und welche sache es möglich gemacht hat. nächsten sommer werde ich vor diesen Problem stehen. nur ist es dann nicht ganz so tragisch da es sich hier um die cousine handelt.


      Tja, erstmal fahre ich jetzt möglichst bald hin. Dann sehen wir weiteres. Widerspruch wird wohl wegen der knappen Zeit bis zu meinem Urlaubsbeginn nichts mehr werden. Ich denke, ich werde jetzt erst einmal einfach eine Beschwerde direkt ans Außenministerium schreiben, im Sinne von: Verpflichungserklärung muss doch eigentlich reichen, ich hätte ja auch jede Menge andere Garantien abgegeben, wenn's überhaupt möglich gewesen wäre (ist ja halt nicht vorgesehen), ich stand sogar telefonisch auf "stand by", habe sogar durch meine frühere Ehe eine dicke Akte bei denen, das hat die ja alles nicht interessiert! Mal sehen, irgendwo muss ich halt Dampf ablassen :(

      marbert wrote:

      Ich denke, ich werde jetzt erst einmal einfach eine Beschwerde direkt ans Außenministerium schreiben


      Die beschwerden die ich bisher geschrieben haben wurden immer mit den Verweis der alleinigen Entscheidungsfähigkeit der Botschaft beantwortet. Weiterhin wurde mir, der die Verzichtserklärung abgegeben hat, keine weiteren Auskünfte des verfahrens gegeben. beschwerdefähig ist nur der Visaantragssteller. Am besten die Beschwerde gleich in ihrem Namen schreiben.

      marbert wrote:

      im Sinne von: Verpflichungserklärung muss doch eigentlich reichen


      Die Erklärung ist kein Garant. dahingehent hätte dich die Ausländerbehörde belehren müssen, falls es nicht sogar auf der Erklärung mit drauf steht. Die Entscheidung liegt bei der Botschaft!!!!!!!
      Aktuelle Themen aus: wolga-forum-deutschland.de

      marbert wrote:

      Danke für den Zuspruch! Auf den Seiten der Botschaft steht ja, dass der Gastgeber bei einem Vorsprache-Termin nicht mit dabei sein darf. Hat da jemand Erfahrungen mit?


      Vor vielen Jahren, als ich von Zeit zu Zeit noch mit meiner (jetzigen) Frau die heiligen Hallen der Visastelle aufsuchen musste, um ein Besuchsvisum für sie zu beantragen (oder auch zu erkämpfen), konnte man ja noch relativ problemlos gemeinsam am Schalter vorsprechen. Vor allem war es auch möglich einem ukrainischen Angestelllten den allseits beliebten Satz an den Kopf zu schleudern: "das er (unter anderem) auch von meinen Steuergeldern bezahlt wird". Das ganze sollte ja nichts weiter heissen als:" mit Dir rede ich garnicht da wir hier in einer offiziellen Behörde der Bundesrepublik sind". Ich weiß das sich das sehr arrogant anhört, aber mir hat es immer geholfen und mich und meine Frau an das gewünschte Ziel (Visum) gebracht. Unter anderem wegen solcher Auftritte, die nicht nur ich fabriziert habe, sondern auch viele Andere, da man ja während des Wartens genug Zeit zum Erfahrungsaustausch hatte, wurde das Verfahren der Entgegennahme der Unterlagen verändert. Ich weiß das Dir dies nicht gerade weiterhilft, aber ich schreibe Dir das deshalb, damit Du nicht auf Idee kommst eventuell nach Kiev zu fahren um selber vorzusprechen. Das bringt eh nichts und würde nur Deine Brieftasche zusätzlich belasten.Der Nutzen wäre aber wahrscheinlich gleich null. Es sei denn andere Forumsmitgliender haben in der letzten Zeit neue Erkentnisse erlangt.
      Wenn Du offizielle Stellen bemühen willst, dann gleich in Berlin im auswärtigen Amt in der entsprechenden Abteilung. Da kenn ich dann aber auch nur Geschichte vom Hörensagen. (will heißen ich kenn jemanden der einen kennt, der gehört hat von einem der dort war..... usw.) Könnte mir jedoch vorstellen das ein Wink aus Berlin nach Kiev schon hilfreich sein kann. Denn am Ende macht ein Beamter doch nur seinen Dienst nach Vorschrift und will am frühen Abend und am WE seine Ruhe haben. Vor allem vor solchen Zeitgenossen wie uns, die sich Ihren Lebenspartner partout nicht in D suchen möchten oder nach "Schiffbruch" nicht mehr wollen . Ich weiß das mein Geschreibe Dir nicht wirklich weiterhilft - aber Augen zu und durch. Am Ende des Tunnels ist immer Licht und hier gibt es genug Leute die zumindest Ratschläge geben können, die aus eigenen Erfahrungen resultieren. Und das kann durchaus hilfreich sein.

      Fasil wrote:

      Ich weiß das mein Geschreibe Dir nicht wirklich weiterhilft - aber Augen zu und durch. Am Ende des Tunnels ist immer Licht und hier gibt es genug Leute die zumindest Ratschläge geben können, die aus eigenen Erfahrungen resultieren. Und das kann durchaus hilfreich sein.


      Danke, das war schon sehr informativ! Ich hatte bei meinem letzten Besuch der Botschaft selber schon den Eindruck gehabt, dass sich da einiges zum Nachteil verändert hatte. Aber ich hätte mich dabei gern getäuscht. Ich denke, ich werde in jedem Fall eine Beschwerde nach Berlin schreiben, weniger um den Fall individuell "wieder aufzurollen", dafür ist natürlich Kiev zuständig, aber doch beschweren über den Eindruck von Willkür, der da aufkommt. Es muss doch möglich sein, jemanden einzuladen, jede erdenkliche Garantie zu geben, die verlangt wird bzw. überhaupt möglich ist und dann - wenn man keine groben Fehler begeht - sich einigermaßen darauf verlassen zu können, dass das dann auch klappt. Im Moment scheint es ja eher anders herum zu sein :(

      coke2001 wrote:

      marbert wrote:

      Ich denke, ich werde jetzt erst einmal einfach eine Beschwerde direkt ans Außenministerium schreiben


      Die beschwerden die ich bisher geschrieben haben wurden immer mit den Verweis der alleinigen Entscheidungsfähigkeit der Botschaft beantwortet. Weiterhin wurde mir, der die Verzichtserklärung abgegeben hat, keine weiteren Auskünfte des verfahrens gegeben. beschwerdefähig ist nur der Visaantragssteller. Am besten die Beschwerde gleich in ihrem Namen schreiben.


      Naja, der Widerspruch kann ja gesonders raus gehen (obwohl das in unserem Fall einfach nicht mehr rechtzeitig durch ginge). Aber es muss doch mal irgendwie Transparenz her, die fehlt ja nun absolut. Man tut alles, was die verlangen, und am Ende ist es doch eine Lotterie :(

      coke2001 wrote:


      marbert wrote:

      im Sinne von: Verpflichungserklärung muss doch eigentlich reichen


      Die Erklärung ist kein Garant. dahingehent hätte dich die Ausländerbehörde belehren müssen, falls es nicht sogar auf der Erklärung mit drauf steht. Die Entscheidung liegt bei der Botschaft!!!!!!!


      Na klar, formell ist das natürlich keine Garantie. Der Punkt ist doch der: Ich weiß, dass sie wieder zurück fährt, sie will ja auch nächstes Mal ohne Scherereien wieder ein Visum bekommen. Ich bin bereit, dafür persönlich zu haften. Etwas "stärkeres" als die Verpflichtungserklärung ist ja scheinbar nicht einmal vorgesehen. Mal ganz naiv gesagt: Ich habe genug Geld, habe bei denen eine ellenlange Akte, meine Freundin auch (hat in D studiert, ist x-mal hin und her gereist), da sollte es doch kein Hindernis geben.
      Ich hatte vor dem Termin mal dort angefragt, was ich so alles tun soll, hatte sogar ein paar Details zu "meinem" Fall genannt. Alles, was da kam, war ein Hinweis auf die FAQ und das Merkblatt, und dann reicht das am Ende doch nicht... Kann mich garnicht beruhigen...

      marbert wrote:

      Danke, das war schon sehr informativ! Ich hatte bei meinem letzten Besuch der Botschaft selber schon den Eindruck gehabt, dass sich da einiges zum Nachteil verändert hatte. Aber ich hätte mich dabei gern getäuscht. Ich denke, ich werde in jedem Fall eine Beschwerde nach Berlin schreiben, weniger um den Fall individuell "wieder aufzurollen", dafür ist natürlich Kiev zuständig, aber doch beschweren über den Eindruck von Willkür, der da aufkommt. Es muss doch möglich sein, jemanden einzuladen, jede erdenkliche Garantie zu geben, die verlangt wird bzw. überhaupt möglich ist und dann - wenn man keine groben Fehler begeht - sich einigermaßen darauf verlassen zu können, dass das dann auch klappt. Im Moment scheint es ja eher anders herum zu sein

      Natürlich versuchen die dort ersteinmal die Angelegenheit von sich wegzudrücken. Aber da sollte man dann auch hartnäckig bleiben. Das Ganze ist ja sicherlich auch so eine Art "Auslese" und der Eine oder Andere lässt sich ja vielleicht auch mit lapidaren und allgemeingültigen Formulierungen einschüchtern.

      marbert wrote:

      Die beschwerden die ich bisher geschrieben haben wurden immer mit den Verweis der alleinigen Entscheidungsfähigkeit der Botschaft beantwortet. Weiterhin wurde mir, der die Verzichtserklärung abgegeben hat, keine weiteren Auskünfte des verfahrens gegeben. beschwerdefähig ist nur der Visaantragssteller. Am besten die Beschwerde gleich in ihrem Namen schreiben

      Genau so ist es. Die Beschwerde muss immer der Antragsteller dessen Visaantrag abgelehnt wurde stellen. Eine Formale Vollmacht desjenigen sollte fürs Erste ausreichen damit sich der Amtsschimmel in Bewegung setzt. Also viel Erfolg dabei und nicht unterkriegen lassen. Dann klappts auch mit dem Visum. Kostet halt ausser Geld und Zeit vor allem Nerven.

      marbert wrote:

      Hat irgendjemand von Euch Erfahrung mit so etwas? Wie sind die Aussichten bei einem Verfahren?
      Auch wenn wir beide auf "politischer Ebene", sehr unterschiedliche Meinungen vertreten, kann ich Deinen jetzigen Gemütszustand sehr wohl nachvollziehen,...tut mir leid für Euch.

      Auch wir haben die gleiche negative Erfahrung in Kiev machen dürfen!

      IBN wrote:

      gefühlsmäßig sind die vielen Stempel eher 'hinderlich'.
      Warum ?? ...Das ist gerade eine der wenigen Möglichkeiten, nachzuweisen, dass man seine "Auserwählte", schon des öfteren besucht hat und es "ernst" mit der Beziehung meint.

      Und gerade weil hier Arbeitslosigkeit vorliegt und kein Eigentum nachgewiesen wird usw.
      Natürlich sind die hier genannten Gründe nicht sehr überzeugend, um eine "Rückkehrbereitschaft" zu belegen.

      marbert wrote:

      wenn's überhaupt möglich gewesen wäre (ist ja halt nicht vorgesehen), ich stand sogar telefonisch auf "stand by",
      So,.. Marbert, nun möchte ich Dir "unsere Geschichte" und Erfahrungen dazu schildern.

      Im Herbst 2004, ich war selbst in der Zeit in D und musste arbeiten. Die VE hatte ich meiner ( zukünftigen)Frau schon zugesandt und der Antragstermin in Kiev stand fest.
      Zwischenzeitlich hatte meine Frau alle notwendigen Unterlagen gesammelt, auch Eigentumsnachweis, diverse Nachweise, einschliesslich Visen, auch der Nachweis von genügend Eigenkapital lag vor,... usw., also mehr als vorgeschrieben war!

      Meine Frau musste über 1000 KM mit dem Zug nach Kiev fahren und sich für 2 Tage bei Freunden dort einquartieren.

      1 Tag für den Visaantrag und der 2. Tag für die Abholung des Visa`s, so war`s geplant.

      Termin für den Antrag bei der Botschaft in Kiev, alles eingereicht, hat dann einen Laufzettel erhalten, mit dem Abholungstermin für den nächsten Tag.

      Am 2. Tag erhielt sie die Mitteilung, dass ihr Visumsantrag abgelehnt wurde!

      Die Reaktion von meiner Frau und von mir kennst Du bereit aus eigener Erfahrung!

      Da wir auch telefonisch auf "stand by" standen, habe ich versucht sie zu beruhigen und ihr gesagt, sie solle in Kiev bleiben, bis ich wieder zurückrufe.

      Ich habe zigmal versucht von D aus, die Botschaft in Kiev zu erreichen,..es war einfach nicht möglich!

      Dann habe ich mir die Notrufnummer der Botschaft geben lassen ( für Deutsche in der Ukraine) und nach mehrmaligen Versuchen, habe ich endlich jemanden an die "Strippe" bekommen und den Sachverhalt geschildert, wurde dann mehrfach verbunden, bis ich endlich bei der damaligen Leiterin der Visastelle ankam.

      Dort habe ich erst einmal "Dampf" abgelassen und darauf hingewiesen, das doch , mehr als die nötige Unterlagen eingereicht wurden!
      Dann habe ich versucht der Leiterin klar zu machen, dass ich meine zukünftige Frau in D sehen möchte und sie gebeten, die Unterlagen noch einmal "anzuschauen", um zu prüfen, was da "schief" gelaufen ist !
      nebenbei nochmals erwähnt, dass meine zukünftige Frau am Boden zertstört ist !
      Dann habe ich ihr die Handynummer meiner Frau gegeben und sie gebeten dort anzurufen....!!!

      Daraufhin habe ich meine Frau in Kiev angerufen und ihr alles mitgeteilt, was ich unternommen habe.

      ...und nun kommt die Überraschung !

      Nach ca`3 Stunden rief mich meine Frau wieder an und sagte mir, das die Botschaft angerufen hätte und sie sollte sich am nächsten Tag, bei der Eingangskontrolle, um 10:00 Uhr bei der Botschaft melden!

      2. Tag,..gegen Mittag rief mich meine Frau an, sie hat ihr Visum für D erhalten, für 3 Monate !! !tanz1!

      Fazit: Was hat sich bis zum heutigen Tag geändert,...nichts !!..."reine Lotterie" !!

      Kalamita wrote:

      Dann habe ich versucht der Leiterin klar zu machen, dass ich meine zukünftige Frau in D sehen möchte und sie gebeten, die Unterlagen noch einmal "anzuschauen", um zu prüfen, was da "schief" gelaufen ist !

      So betrachet müßte man eindeutig aufs Visa draufschreiben : Wir wollen in x Monaten heiraten es geht nur noch darum sich vorher ihren zukünftigen Wohnort anzusehen...
      aber bisher habe ich immer gelesen das wäre nicht zu empfehlen.

      Kalamita wrote:

      Warum ?? ...Das ist gerade eine der wenigen Möglichkeiten, nachzuweisen, dass man seine "Auserwählte", schon des öfteren besucht hat und es "ernst" mit der Beziehung meint.


      Nunja, man weißt damit schlimmstenfalls 'mangelnde Rückkehrbereitschaft' nach, wenn man denn belegt, daß man es 'ernst meint'. Es ist ein wenig lustiges Ratespiel - die 'offiziellen Kriterien' sind ja nun nicht verfügbar. Allerdings wird an vielen Stellen davor gewarnt ein 'zu enge Bindung nachzuweisen' da es kontraproduktiv sei.

      ICH MUSS LOS ... wollte schon um 4:00 gefahren sein, hatte es mir aber kurzfristig anders überlegt .... jetzt fahr ich aber ... und bringe Bilder mit
      Habe jetzt nochmal mit meiner Frau gesprochen, was Sie denn alles zur Botschaft mitgenommen hat.
      Bei uns hat das ja immer einwandfrei und ohne Probleme geklappt!

      Von meiner Seite:
      Eine Kopie meines Reisepasses, mit den Stempeln meiner Ein- und Ausreisen in die Ukraine!
      Die VE!
      Ein Einladungsschreiben indem ich unsere Beziehung zueinander beschreibe, und ausdrücklich darauf hinweise das "Sie" eine vertrauenswürdige Person ist und ich auf jedenfall für ihre Rückkehr garantiere!
      Die Flugtickets!

      Von ihrer Seite:
      Ausdrucke unserer eMail-Korrespondenz!
      Bilder unserer gemeinsamen Zeit, einfach ein paar nette Urlaubsfotos und ein zwei Bilder die wir von einem Fotografen haben machen lassen!
      Einen Auszug von ihrem Euro-Account, da waren immer mindestens 45 € pro Aufenthaltstag in D sichergestellt!
      Ein Nachweis über ihr festes Arbeitsverhältnis in der Ukraine!

      Minuteman wrote:

      Habe jetzt nochmal mit meiner Frau gesprochen, was Sie denn alles zur Botschaft mitgenommen hat.
      Bei uns hat das ja immer einwandfrei und ohne Probleme geklappt!


      Tja, da sind natürlich bei uns ein paar Einschränkungen gewesen: Euro-Konto müssen wir wohl erst noch anlegen :D Ansonsten ist es natürlich blöd, dass wir eigentlich immer nur per Ortel-Prepaid-Karte telefonieren, da kriegst Du halt keine Rechnung. Naja, wir müssen uns nochmal überlegen, wann wir den nächsten Antrag stellen, bis dahin werde ich fleißig ein paar Briefe schreiben und mich beschweren...