Sie sucht Arbeit

      Sie sucht Arbeit

      Ich "spreche" hier von Österreich...

      Die "Meinigen" sind jetzt ein halbes Jahr bei mir in Österreich: Die Kleine hat sich in der Schule super entwickelt und integriert (Hat ein gutes erstes Zeugnis mit nach Hause gebracht) - und macht auch sonst keine Probleme (von wegen Heimweh und so)... Nach der ganzen "Anmelderei",Umzug und so weiter,ist meine Frau "losgezogen" und hat sich Arbeit gesucht (verschiedene Bewerbungen) - und innerhalb etwa 4 Wochen auch gefunden. So weit,so gut...

      Sie hat ja "das Glück" als Ehefrau eines EWR-Bürgers zu gelten,und profitiert somit von den Freizügigkeitsregeln - auch hinsichtlich einer Arbeitsbewilligung (die sie in dem Fall nicht braucht)...

      Eine Bestätigung,die der Arbeitgeber ob möglicher Kontrollen braucht,vom hiesigen Arbeitsamt (AMS),kostet dann genau so viel,wie die Arbeitsbewilligung!

      Ein "Hoch" auf die Freizügigkeitsregeln! :beer:
      Вежливый мужчина спросит: 'можно я приеду?', 'можно я встречу?', 'тебе помочь?'. Хороший мужчина скажет: 'я приеду', 'я встречу', 'я помогу'. Настоящий мужчина: приедет, встретит, поможет!

      Feindflieger schrieb:

      hat sich Arbeit gesucht (verschiedene Bewerbungen) - und innerhalb etwa 4 Wochen auch gefunden. So weit,so gut...

      Das ist ja meist nicht das Problem, sondern eher welche Arbeit und wie weit das von der Ausbildung entfernt ist.

      Ich kenne genug Beispiele, wo es dann auf Aushilfstätigkeiten hinauslief, wenn die ursprüngliche Ausbildung nicht anerkannt wurde und wenn die Frau aufgrund des Alters bei der Übersiedlung nicht mehr gewillt war, die Ausbildung von vorn zu absolvieren. Selbst wenn man eine Ausbildung anstrebt, dauert es i.a. viele Jahre.

      Meine Frau brauchte seinerzeit keinerlei Arbeitsgenehmigung bei der Arbeitsaufnahme in DE, ganz ohne Freizügigkeitsregelung. Hat sich da etwas geändert?

      Gruß
      Siggi
      Meiner Frau war von Anfang an klar,daß sie nicht wählerisch sein kann...
      Und: (Fast) Jeder Job hier in Österreich ist besser,als in der Ukraine - mittlerweile auch,als in Deutschland...
      Sie muß jetzt aber auch nicht putzen... - und selbst wenn sie da eine Stelle gefunden hätte,wäre es immernoch "Arbeit"...
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      Feindflieger schrieb:

      Jeder Job hier in Österreich ist besser,als in der Ukraine - mittlerweile auch,als in Deutschland...

      Das viele Jobs deutlich besser bezahlt werden, selbst kaufkraftbereinigt, würde ich nie abstreiten.
      Aber was ist sonst i.a. besser?

      Wir haben im Bekanntenkreis eine Frau, die hat als Dekanatssekretärin in UA gearbeitet. Das ist ok, aber nicht gerade Rocket Science. Was den Job aber nett machte: Von den Studenten gab es Einladungen zu den Abschlussfeiern, Geschenke, etc. Die Professoren gaben ihr die Aufgaben. Das Gehalt war sehr moderat, höflich ausgedruckt. Aber diese Situation trug dazu bei, dass sie sich akzeptiert fühlte und ihre Arbeit als ein wenig wichtig empfand.

      In DE arbeitet sie in einer Bäckerei. Frühstück zubereiten, Töpfe und Kuchenbleche reinigen, etc. Das ist in meinen Augen (und auch in ihren) ein ganz klarer Abstieg. In dem Job gibt es keine nette soziale Komponente.

      Sicher ist niemand vor einem Abstieg gefeit. Wenn ich ein paar Jahre aus meinem Beruf raus wäre, dürfte ich wohl irgendwo ganz weit unten wieder anfangen. Aber freuen würde mich das nicht. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich lieber viel weniger verdienen, aber die Leute begegnen meinen Fähigkeiten mit Anerkennung, meinen Arbeitsresultaten mit Dankbarkeit und meiner Person mit Achtung und Respekt.

      Gruß
      Siggi
      Sicher ist solche Situation nicht schön für jeden Betroffenen - die Realität zeigt aber,daß es den meisten "Angeheirateten" so ergeht.
      Da muß man im Vorfeld schon darauf hinweisen!
      Aber: Nach den Erfahrungen meiner Frau in der Ukraine (wechselnde Schwarzjobs - ohne jegliche finanzielle oder gar soziale Absicherung),ist so ziemlich jeder Job in Europa gut genug,um es als "Verbesserung" zu sehen - ist vielfach auch eine "Einstellungssache" (Sorry für's Wortspiel),die man zur Arbeit hat...
      Und so gesehen,bin ich froh,daß sie in einem gemütlichen kleinen Familienbetrieb einer Gärtnerei untergekommen ist,wo sie tatsächlich gutes Geld verdient - ganz besonders,weil sie es sich selbst (aus)gesucht hat... ;)
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      RumboReload schrieb:

      Wie kann ich denn herausfinden, ob der Beruf einer Architektin in D anerkannt wird?


      Versuchs mal beim Arbeitsamt...
      Oder: Vielleicht hilft das auch irgendwie weiter: Anabin - Informationssystem zur Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse: anabin Datenbank
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      Habe gerade mit meinem ehemaligen Nachbarn telefoniert. Der ist Architekt und Bausachverständiger. Der hat gesagt, dass es zumindest bei uns in Niedersachsen anerkannt wird. Dazu muss man sich mit der Architektenkammer in Verbindung setzen.
      Ich habe noch nie verstanden, wie man beim Biathlon Zweiter werden kann.
      Man hat doch ein Gewehr...