Neue direkte Zugverbindung Wien - Lviv - Kiev

      Geri-Jo schrieb:

      DerWiener schrieb:

      Innerhalb der Ukraine genügt es sogar, wenn man die Fahrkarte nur auf dem Telefon hat. Jede Schaffnerin hat ein Lesegerät, mit diesem scannt sie den QR-Code ein und es passt.


      Das funktioniert eh in ö auch ;) , und wohl mittlerweile in fast allen Ländern.
      Nur halt nicht bei länderübergreifenden (internationalen) Fahrkarten. Die Ukrainerin kann den Ö Code nicht lesen, die in Ö können den Code aus UA nicht lesen.


      Okay, das erklärt nun alles.
      Dann ist es logisch, dass die Tickets am Schalter abgeholt werden müssen.
      Hallo!
      Ich bin durch Zufall auf dieses Forum aufmerksam geworden.
      Wir sind 2 Familien mit 5 Kindern zwischen 9 und 14 Jahren, und wollen nach Lemberg - nachdem Freunde von uns auch schon dort undbegeistert waren.
      Die Flüge von Wien aus sind sehr teuer, und als Alternative sind wir auf die Bahn gekommen (= relativ günstig - pro Person hochgerechnet EUR 120,--)
      Erkundigungen bei der ÖBB ergaben, dass es - wie schon im Forum erwähnt - Schlafwagenabteile gibt.

      Meine Frage:
      + sind das Schlafwagenabteile der ÖBB oder der ukrainischen Bahn (wenn UA - gleicher Standard? )
      + es handelt sich ja um einen Direktzug ohne Umsteigen - wird man in der Nacht für die Grenzkontrolle geweckt?
      + bei der Rückfahrt von Lemberg nach Wien - gibt es da genug Kennzeichnungen, dass man in den richtigen :) Zug einsteigt?
      + muss man bei der Fahrt mit Kindern noch auf irgendetwas Besonderes achten?


      Vielen Dank.
      Hallo und herzlich willkommen.

      Egal in welcher Richtung, es sind immer Schlafwagen der ukrainischen Bahn. Ich sag mal so. Es ist ukrainischer Standard. Decken und Kissen sind vorhanden. Waschbecken befindet sich unterm Tisch. Strom funktioniert mal, mal nicht.
      Für diengrenzkontrole. Wird man geweckt. Die sind immer spät in der Nacht.
      für mich als deutschen war es gut ersichtlich wo ich hin muss. Also Gleis und richtung war alles gut ersichtlich. Vielleicht schaut ihr euch aber auch mal die ukrainische Schreibweise für Wien an. Das kann bestimmt helfen.
      Mich denke für Kinder sollte man genügend Beschäftigung mitnehmen. Die Fahrt kann sich schon ziehen, wenn man nichts mit hat.
      In der aktuellen Ausgabe des ÖBB-Reisemagazings railaxed gibt es einen Ukraine-Artikel: 0318OEBB-Railaxed-Ansicht.pdf (ab Seite 34).

      Es sind Schlafwagen der ukrainischen Bahn. Die Wagen sind nicht die allerneuesten, aber im Prinzip ganz OK. Beim Schaffner (oder Schaffnerin) kann man Tee/Kaffee kaufen, weiteren Proviant sollte man selbst dabei haben. Die Steckdose im Abteil (beim Spiegelschrank über dem Waschcbecken) hat bei mir immer funktioniert, evtl muss man den Schaffner bitten, den Strom für die Steckdose einzuschalten.
      Tipp: Vielleicht eine 3fach-Steckerleiste mitnehmen, falls ihr viele Geräte habt, die Strom brauchen...
      Die Bahnfahrt in die Ukraine ist sicher ein ganz spezielles Highlight, auch die Umspurprozedur ist was besonderes (allzu viel kriegt man halt nicht mit, da in der Nacht).

      Wenn ihr 9 Leute seid, dann wäre es am besten, 4 Abteile (3x jeweils 2 Personen im Double, 1x 3 Personen im Triple) zu buchen. Allerdings solltet ihr da so früh wie möglich buchen - der Wagen hat nur 9 Abteile und davon stehen nur 5 (Richtung Ukraine) bzw nur 4 (Richtung Österreich) für Buchung durch die ÖBB zur Verfügung (das restliche Kontingent vergibt die ukrainische Bahn).
      Im Sommer war der Schlafwagen fast immer ausgebucht.

      Via oebb.at kann man bis zu 180 Tage vorher buchen, derzeit aber nur bis kurz vor Fahrplanwechsel am 9.12.2018. Die Schlafwagenverbindung wird es aber auch im Fahrplan 2019 geben.
      Tipp: Da man via oebb.at in einem Buchungsvorgang nur maximal 6 Leute gleichzeitig buchen kann (ihr also d2 getrennte Buchungen machen müsst), könnt ihr vorab auf folgende Weuise schauen, ob es für den Wunschtermin noch 4 freie Abteile gibt: Einfach 4 Personen angeben und dann bei Reisedetails schauen, ob Single-Abteil (d.h. 4 Abteile für Einzelbelegung) auswählbar wäre. Wenn das geht, dann sind noch 4 Abteile zu haben...

      In Lviv ist Wien als Ziel leider nicht auf den Anzeigen angeschrieben, da es nur ein einziger Wagen ist, der an Zug 145 nach Chop-Uzhgorod angehängt wird. Also einfach nach Zug 145 Ausschau halten, üblicherweise fährt der Bahnsteig 3 ab und der Wagen nach Wien befindet sich am Zugschluss. Abfahrt ist um 21.00.
      Der Wagen aus Wien kommt bereits um 19.50 aus Kiev an (angehängt an Zug 749/750 am Zugschluss), dieser kommt ebenfalls am Bstg 3, aber am anderen Gleis an. Wenn man zur Ankunftszeit dieses Zuges schon am Bahnsteig ist, kann man bereits dann in den Schlafwagen nach Wien einsteigen (bevor dieser von einer Diesellok aufs andere Gleis verschoben wird...).

      Hier noch ein paar aktuelle Fotos von meiner letzten Fahrt:

      Abends am Bahnhof Lviv/Lemberg:






      Mein Abteil:


      Selbstversorgerabendessen:


      Am nächsten Morgen:








      Ankunft Wien Hbf:






      Helmut
      Vielen Dank für die Hilfe.
      Es ist ja nicht so einfach mit Kindern.
      Wir haben ja den Osten für uns entdeckt, und Lemberg als alte k.u k. Stadt hat natürlich - denke ich den besonderen Flair.

      Mir wurde von den ÖBB ebenfalls die Auskunft gegeben, dass man den neuen Zugfahrplan ab Anfang Dezember abwarten soll.
      Wir haben auch schon hinsichtlich Unterkunft nachgefragt - für meine Familie (5 Personen) - im Hotel Taurus in Lemberg - umgerechnet EUR 310,-- für 2 Nächte mit Frühstück.
      Normalerweise nehmen wir immer ein Apartment, aber bei diesen Preisen ... mit Innenpool, würden wir uns das schon einmal leisten wollen :)

      Dahingehend noch eine Frage:
      Kann man in Lemberg am Bankomaten abheben, oder ist es besser in der Bank zu wechseln, oder sollte man in Österreich gleich umwechseln?
      Wie schaut es mit der Kriminalität im Zug bzw. in der Stadt aus?

      Danke
      Das Problem sind Häufig nicht die überteuerten Preise, das ist ein Luxusproblem, sondern dass man kein Taxi kriegt, wenn man eins braucht. Das dürfte in Lemberg vorm Bahnhof aber nicht passieren, da stehen genug.
      Uber und Uklon funktionieren noch gut.
      Lassen aber auch schon Deutlich nach.
      Auch da kommen mittlerweile Nichterscheinen und idiotische Wartezeiten vor.
      Oder eben auch hohe Preise.

      DerWiener schrieb:

      Eure Frage zur Sicherheit : Ihr werdet euch sicherer als in Wien fühlen.
      Homogene weiße Bevölkerung, die Anstand und Respekt hat.


      Naja Anstand und Respekt ist so eine Sache, aber dieses durchdringende hohle Anglotzen, demonstrative Aroganz und provozierendes Territorialverhalten einer bestimmten ethnischen Minderheit kommt hier nicht vor. Weils sie schlichtweg nicht gibt...:)))
      Kurz- es ist so wie in Deutschland wie vor 30 Jahren, oder auf dem Dorf....

      Über Kriminalität im Zug braucht man nicht nachdenken.

      Ahrens schrieb:

      DerWiener schrieb:

      Eure Frage zur Sicherheit : Ihr werdet euch sicherer als in Wien fühlen.
      Homogene weiße Bevölkerung, die Anstand und Respekt hat.


      Naja Anstand und Respekt ist so eine Sache, aber dieses durchdringende hohle Anglotzen, demonstrative Aroganz und provozierendes Territorialverhalten einer bestimmten ethnischen Minderheit kommt hier nicht vor. Weils sie schlichtweg nicht gibt...:)))
      Kurz- es ist so wie in Deutschland wie vor 30 Jahren, oder auf dem Dorf....

      Über Kriminalität im Zug braucht man nicht nachdenken.


      Ja, stimmt. Vor drei Wochen bin ich allein einen halben Tag durch Lviv spaziert, um die Zeit bis zu meinem Abflug rumzukriegen. Es war wie ein Kulturschock. Da wird einem erstmal bewusst wie es inzwischen in unseren deutschen Städten aussieht. Echt traurig, wenn man darüber mal nachdenkt.
      =!..
      Danke für die ausführlichen Antworten.
      Unsere Töchter sind 9, 13 und 14 Jahre alt.
      Wir haben 3 volle Tage Zeit, uns Lemberg (und vielleicht auch Umgebung) anzusehen.
      Geschichtlich, aber auch für die Schule, wollen wir uns Historisches aus der Monarchie anschauen. Natürlich steht auch das Shoppen am Plan - sofern günstig :)
      Hinsichtlich Kulinarik wäre es toll, wenn wir Lokale finden, die nicht so touristisch frequentiert sind.
      Vor ein paar Jahren war ich mit meiner Frau für ein Wochenende in Lviv. Wir haben damals eine englischsprachige Stadtführerin gefunden, die uns zu Fuss durch die gesamte historische Altstadt geführt hat und uns viele interessante Detals zeigen konnte (sie war gebürtige Lembergerin und Lokalpatriotin). Von ihr kam damls auch der Tip für ein uriges kleines Kellerrestaurant, das echte traditionelle Gerichte und sogar selbsgebrannten Horilka mit Kren im Angebot hatte. Dort gab es so gut wie keine Touristen, allerdings musste man sich in der Landessprache verständigen. Leider weiss ich auf Anhieb nicht mehr, wo wir da genau waren, vielleicht gibt es das Restaurant auch nicht mehr. Der Eingang war nicht gekennzeichnet, man musste durch ein Kerzengeschäft irgendwo in der Altstadt gehen und gelangte über eine Treppe in ein altes Kellergewölbe. Alles hat super geschmeckt und war sehr preiswert, aber ich würde es wahrscheinlich nicht wiederfinden.

      Vielleicht könnt ihr auf ähnlichem Weg zu einem solchen Ort finden.
      =!..
      Info:
      Im Fpl 2019 (ab 9.12.2018) fahren zur Hauptreisezeit (rund um Weihnachten/Neujahr, von Ostern bis Mitte September und an ein paar anderen Tagen) planmässig 2 Schlafwagen auf der Relation Kiev - Wien - Wien.
      Somit sollte es künftig auch zu den Hauptreisezeiten leichter sein, Tickets zu buchen. Noch ist die Buchung für Termine ab Fahrplanwechsel aber noch nicht möglich.
      Mittlerweile sind für die Verbindung Wien-Kiev-Wien Buchungen für Termine ab 9.12.2018 via oebb.at (oder an ÖBB-Bahnhöfen) möglich. Reisen über Weinachten/Neujahr können nun also gebucht werden.

      Die Buchungsfrist beträgt 180 Tage, d.h. aktuell kann für Termine bis Ende April 2019 gebucht werden.