Hier in der Ukraine in Touristen Branche arbeiten?

      Hier in der Ukraine in Touristen Branche arbeiten?

      Hallo Leute. War hier im Forum schon seit halben Jahr nicht mehr.


      Bei mir hat sich nicht viel geändert. Hausbau in der Chernigov Region fast abgeschlossen. Meinen Internet Shop geht es gut.

      Meine Pläne für die Ukraine waren relativ einfach. Einen dauerhaften und sicheren Verdienst finden. Haus bauen und das Leben gemütlich verbringen .Mit meiner Frau zusammen im Garten arbeiten, vielleicht mal lernen wie man angelt )) Das Leben mit einfachsten Methoden genießen.

      Alles wehre super, wen nicht das blöde ABER ))))

      1: Im Internet zu verdienen ist zwar ne super Sache. Aber bin da etwas altmodisch. Wen ich mir früher einen Film gekauft habe, dann immer ne DVD, Blue Ray Disc. Muss einfach sein. Nicht einfach etwas runter geladen. Ich muss etwas in der Hand haben um eine gewisse Sicherheit zu haben, das ich tatsächlich was besitze. Genau so sieht es mit der Internet Arbeit aus. Ich freue mich zwar sehr das alles klappt, aber genau so viel Sorgen mache ich mir. Das morgen alles anders werden kann.


      2: Ich bin noch jung, erst 38. Mich holen Gedanken Heim )) solche wie: ist es echt alles was du willst? Du könntest vielleicht noch etwas erreichen im Leben, usw....


      Außerdem hat meine Frau zwei Kinder, die im Kiev Leben. Die arbeiten, aber eine Kariere in dem Sinne machen die dort nicht. Ganz normale Jobs haben die dort.

      Also spiele ich mit dem Gedanken: zum einen die gesamte Familie zusammen zu vereinen und zum anderen etwas zusammen machen. Also ne Art Familien Unternehmen ))))

      Es gibt zwar paar Sachen, die man machen könnte um Geld zu verdienen. Aber es muss mir persönlich ja Spaß machen. Ich muss dabei Freude empfinden.z.b etwas was mit Touristen zu tun hat, auch Wurst / Käse Herstellung. Eventuell könnte man das alles unter einen Hut bringen.

      Deswegen wollte ich wissen, was ihr davon denkt? Tipps, Meinung, Kritik.Eines ganz sicherlich nicht. Wo am Meer arbeiten. Dort ist die Saison sehr kurz, außerdem die guten Bauplätze extrem teuer.
      Wenn Du mit ihren Kindern gut auskommst, ist das Familienunternehmen sicher eine tolle Idee. Hat man hingegen im eigenen Unternehmen Konflikte, kann das genauso schlimm wie eine Ehekriese sein.

      Ansonsten musst Du für Dich wissen bzw. herausfinden, was Du brauchst. Da sind die Bedürfnisse doch i.a. recht verschieden. Ich für meinen Teil brauche das Gefühl etwas geschafft zu haben und zudem eine gute Portion Bestätigung bzw. Anerkennung. Das war mir anfangs nicht so klar. Ich ging in die Ukraine mit dem Traum "Leben ohne Arbeit". Ich merkte nach mehreren Monaten mit deutlich reduzierter Tätigkeit, das mir etwas im Leben fehlt. Mancher kompensiert das dann mit Haus- und Gartenarbeit, aber dazu musste ich schon als Kind gezwungen werden. Somit arbeite ich immer noch (nur in anderen Projekten) und werde es vermutlich so lange weiter machen, bis mir die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung macht oder mich die Arbeit stresst. (Und natürlich bringt Arbeit Geld und das kann man immer gebrauchen, wobei wir das allermeiste nicht für unserem Konsum verwenden.)

      Was die Freizeit angeht, da ist meine Frau diejenige, die nach Kultur ruft. Mir wäre ein schöne Landschaft in der Umgebung hingegen genug, was ich im Sommer täglich nutze. Ab und an ein nettes Essen auswärts, seltener einen Ausflug etwas weiter weg, ein paar Bekannte oder Freunde zu Besuch (d.h. Gästezimmer sind wichtig) und diese selbst besuchen (was mich in halb Europa umhertreibt vom Balaton, über die Schweiz bis nach Südspanien).

      Tourismus in der Ukraine: Das sind schon ganz besondere Menschen, die in einem so merkwürdigen Land Urlaub machen. Ich habe nie in Kiew gewohnt und daher keine persönlich kennengelernt. Die Mehrzahl der Ausländer, die ich kennengelernt habe, waren Männer und die kamen wegen der Frauen. Auf die Krim kamen einige Touristen, die das freie Stehen mit dem Wohnmobil genossen. Aber ob mit dieser Gruppe viel Umsatz zu machen wäre, würde ich doch sehr bezweifeln.

      Was ich mir noch verstellen könnte: Irgend etwas anzubieten, was es sonst nicht bzw. schwer gibt. Beispielsweise off road (ggf. auch mit Motorrad oder Quad) durch Wald und Strand, Jagd (was ich persönlich nicht mag, aber es gibt Leute die viel Geld zahlen, um ein besonderes Tier zu erlegen), usw.

      Gruß
      Siggi
      Also mit Kind und Kegel Geschäfte zu machen wäre nix für meine Nerven....:)))

      Tourismus ist so eine Sache.
      Wenn man selbst entsprechende Objekte zur Vermietung hat, dann ist das vielleicht interessant.
      Aber als Subunternehmer ein Reisebüro zu eröffnen und den Leuten Reisen zu verkaufen ist schon recht stressig.
      Meine Freundin hat das früher auch gemacht, dann hab ich gesagt Sie soll das lassen oder sich einen anderen Kerl suchen....:)))))
      Die Vermittlungsprovisionen liegen hier bei 10-15% wenn überhaupt.
      Konkurrenz gibts dazu noch wie Sand am Meer und an jeder Ecke.
      Die Buchungen an sich stellen sich oftmals als ziemlich chaotisch dar und für eine Einzige Buchung telefoniert man sich oftmals die Finger wund.
      Oftmals ist auch bis kurz vor Abreise nicht klar, ob aus der Reise was wird...:)))
      Dazu sind die Kunden noch extrem Preisfixiert.

      Vielleicht könnte es was werden, wenn man sich irgendwelche speziellen Nischen sucht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Ahrens“ ()

      Tja, diese bestimmte spezielle Nische suche ich auch schon mein Leben lang....oft ist es einfach das Wagnis einzugehen und man hat Erfolg oder eben nicht. Ohne etwas zu versuchen wird meist gar nichts draus.
      Das ist auch nicht planlos, sondern wohl eher dem Geldmangel geschuldet.
      Mit einem Staatshaushalt von 35 Mrd. gibts nunmal kein Strassensystem, oder was man sich normalerweise darunter vorstellt.

      Ahrens schrieb:

      Na klar, aber irgendeinen Plan sollte man natürlich schon haben.

      Man kann sich auch vom Markt lenken lassen. Ich bin damals so vorgegangen, alles in unserem Qualifikationsbereich anzubieten. Dann kristallisierte sich innerhalb von ein paar Jahren heraus, wofür ein Markt existiert, von dem man auch auskömmlich leben kann. Würde sich der Markt ändern, müsste ich sicher auch meine Leistungsangebote anpassen, um nicht eines Tages ohne Aufträge dazustehen. Welches Geschäftsmodell kann man heute schon über Jahrzehnte unverändert betreiben?

      Aber Recht hast Du natürlich: Irgendeine plausible Marktfantasie sollte man anfangs schon haben.

      Gruß
      Siggi
      @Siggi
      Deine Worte (Ich für meinen Teil brauche das Gefühl etwas geschafft zu haben und zudem eine gute Portion Bestätigung bzw. Anerkennung. Das war mir anfangs nicht so klar. Ich ging in die Ukraine mit dem Traum "Leben ohne Arbeit". Ich merkte nach mehreren Monaten mit deutlich reduzierter Tätigkeit, das mir etwas im Leben fehlt.)

      1 zu 1 genau so denke ich auch!!! )

      @Ahrens

      100%!!! Nein Reisebüro usw... kommt für mich absolut nicht in Frage.

      Wo was bauen und vermieten. Genau an das dachte ich.

      Aber wo?!

      Ich war mal voriges Jahr noch wo auf einem Stadtfest und mit einer gesprochen die Im Reisebüro arbeitet. Die hat gesagt, das durch Geldmangel die Ukrainer immer mehr in der Ukraine Urlaub machen.

      Damast hatte ich aber die Idee noch nicht, deswegen habe ich sie leider auch nicht genauer ausgefragt.
      Sonst habe ich leider niemanden von Bekannten, der im Reisebüro arbeitet und sagen kann, wo es sich vielleicht lohnt. Also welchen Teils der Ukraine (wahrscheinlich Karpaten oder so) aber wo genau usw..

      (Also mit Kind und Kegel Geschäfte zu machen wäre nix für meine Nerven)
      Ich kann dich sehr gut verstehe, glaube mir )))

      Viel einfacher ist es Mitdankeiter zu haben, die man dann entlassen kann, falls nötig.

      Aber in der Hinsicht will ich halt was gutes tun.

      Meine Frau hat einen Sohn. Der ist jetzt 23. Arbeitet als Barmann. Seine Lebensgefährtin ist 24, hat ein Kind (3). Ihr Kind lebt bei ihrer Mutter in Odessa Gebiet im Dorf, die sind sehr arm. Sie arbeitet in einer Spielhölle, als Admin. Schickt Geld nach Hause.

      Sie mitten sich ein Zimmer in einer Wohnung. Wollen eigentlich heiraten und sie will natürlich das ihr Kind bei ihr wohnt, bis jetzt ist es nicht möglich.

      Als die Schwester meiner Frau gestorben ist, hat meine Frau ihre Tochter zu sich genommen und sieht sie als Tochter an. Sie ist 30. Macht Maniküre und Nägel und all dieses Zeug.
      Verkauft neben bei noch Diät Kram und macht vieles um neben bei zu verdienen. Mittet eine Wohnung im Kiev, es reicht zwar zum Leben, aber da gibt es keine Perspektive.

      Die Kinder wissen noch nichts von meiner Idee. Ich will damit erst kommen, wen ich schon etwas genauer weiß. Bis jetzt bin ich ja noch am überlegen.

      Ich erwarte ja auch keine schnellen Erfolge usw... aber irgendwo muss man ja anfangen.
      Ich dachte eher an: irgendwo in der Natur, in der West Ukraine (oder auch nicht), Touristengebiet. Kleine Häuschen, Sauna Bauen zum vermieten. Dort auch eventuell einen kleinen Laden eröffnen. Nebenbei deutsche Wurst herstellen und langsam anfangen sie zu vermarkten. Oder /auch Käse. Beides schmeckt hier ja nicht besonders. Auch vielleicht bisschen deutsches Brot, wenigstens solche Sorten, an die sich die Ukrainer gewöhnen können. Also nicht Pumpernickel oder so ))

      Von so etwas oder so ähnlichem, träume ich.

      Ahrens schrieb:

      Ne vernünftige Kneipe oder Restaurant könnte in Tschernigow laufen, denke ich.
      Mit gutem Essen und so.
      Gibts noch nicht allzuviel von.


      Also bei meinem letzten Aufenthalt in Chernigov/Tschernihiv hatte ich kein Problem ein vernünftiges Restaurant zu finden. Die Stadt zieht allerdings - wenn überhaupt - fast nur Tagestouristen.

      Was den Urlaub im eigenen Land betrifft: Die meisten Ukrainer träumen natürlich von einem Urlaub im Ausland. Türkei und Ägypten sind aber schon lange nicht mehr wirklich angesagt. Da fährt man nur hin, weil es recht billig ist. Billiger zum Teil als im eigenen Land. Im Sommer ist in Odessa/Zatoka/an der Küste allgemein alles ausgebucht. Egal wie billig oder teuer. Aber das ist halt nur ein Saisongeschäft und vergleicht man mal die Preise mit Spanien etc., dann bleibt da für einen Westeuropäer nicht viel hängen. Denn die Ukrainer erwarten entweder ein Top-Hotel zum kleinen Preis oder eine billige Herberge. In beiden Fällen brauchst Du - sofern Du nicht schon über eine Immobilie/ein Gründstück verfügst - mehrere Jahre um die Investition wieder reinzuholen. Ob die Ukraine dann noch angesagt ist steht in den Sternen. Im Gastronomie-Sektor wird mehr Geld verdient.

      Kiew, Lviv, Odessa. Diese Destinationen sind auch bei Sex-Touristen beliebt. Daher gab es in der Vergangenheit einen großen Zuwachs. Allerdings ist dieser Zuwachs auch schon wieder am abgeflacht. Eben wegen steigender Preise und weil die "Touristen" nicht immer das bekommen war erhofft wurde. Atlasglobal stellt in diesem Monat z.B. sämtliche Flüge zwischen Istanbul und der Ukraine ein. Da fallen knappe 30 Flüge die Woche weg. Stattdessen fliegt man nur noch Touristen (aus der Ukraine) auf Charter-Basis ins Ausland.
      Naja, Du hast die Auswahl zwischen 3 oder 5 Restaurants.....:)))
      Das ist bezogen nur auf die Einheimischen schon wenig.
      Touristen kann man zusätzlich kalkulieren, wenns im Zentrum liegt.

      Wie gesagt, ist die Ukraine auch nicht wirklich ein Touristenland.
      Karpaten sind natürlich einerseits attraktiv, andererseits ist das ein Saisongeschäft und erfordert Investitionen.
      und da gehts los......:))))

      Bevor ich ein Hotel in den Karpaten eröffnen würde, wäre die Kneipe in Tschernigov näherliegend. Auch vom Risiko her.
      Ich muss dabei Freude empfinden.z.b etwas was mit Touristen zu tun hat, auch Wurst / Käse Herstellung. Eventuell könnte man das alles unter einen Hut bringen.

      Wie wäre es mit Touristen zu Wurst verarbeiten? Die Gewinnspanne ist sicher beeindruckend!

      Restaurants und Hotels empfinde ich als zu teuer in der Investition und man sollte wenigstens was vom Kochen verstehen.
      Und jetzt kommt etwas, was mir keiner zutraut: eine wirklich clevere Geschäftsidee für dich! Mach ein Pflegeheim auf oder Altenpflege oder Seniorenheim. Hier schleppen alle nur die jungen Dinger oder die sich dafür halten nach Deutschland. Die Eltern und Großeltern bleiben zurück, ich kenne so gar Ukrainer die es sich was kosten lassen würden, ihre Alten versorgt zu wissen und in Ruhe dem Geld hinterher zu laufen. Allein hier im Forum hast du mindestens 100 potentielle Kunden bzw. Auftraggeber.
      Gruß Herr Mayer, der sich auf Grund seiner Bescheidenheit mit 10% begnügt.
      "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst."
      Kurt Cobain
      Ja, das wäre wohl was in den Karpaten.
      Würde sich sicher auch rechnen.
      Aber es ist damit wie oft bei Geschäftsumsetzungen in der Ukraine.
      Was woanders funktiniert und sich auch rechnet klappt hier aus anderen Gründen nicht, die man nicht auf dem Schirm hat.
      Wo sollen die Omas und Opas ihre Aufenthaltsgenehmigungen herkriegen?
      Nachtrag.

      ah du meinst Altersheime für zurückgelassene ukrainische Angehörige....
      Ja, das könnte auch was werden.....:))))
      Allerdings steht dem vielleicht der bekannte deutsche Geiz im Wege.
      Und bei 500.- Euro im Monat dürfte bei den meisten Leuten, das Ende der Fahnenstange deutlich überschritten sein.
      Für 2-300 ist das nicht zu realisieren denke ich.
      Ansonsten flattern dir wohl statt Umsatz, irgendwelche Klagen, wegen unmenschlicher Behandlung ins Haus....:)))

      Herr Mayer schrieb:

      Hier schleppen alle nur die jungen Dinger oder die sich dafür halten nach Deutschland. Die Eltern und Großeltern bleiben zurück

      Viel bessere Idee: Importiere deutsche Senioren, die dann diesen Aufenthalt von der deutschen Pflegeversicherung finanzieren lassen. So etwas gibt es z.B. in Thailand.


      UA hätte den Vorteil, das die Verwandten leichter einen Besuch realisieren können, da die Entfernung geringer ist. Wer sitzt schon gern 12 Std. im Flieger und kommt mit den ganzen Wartezeiten und Anreisen zum Flughafen zusammen gern mal auf 24Std. Dann kommt man halbtot mit Jetlag an, wenn man Oma besuchen will. Wer mag schon so etwas?

      Aber so etwas kann man nicht mit einem Taschengeld realisieren, da muss man dann schon richtig investieren. Bei der Rechtssicherheit in UA würde ich dann doch lieber Bulgarien, Rumänien oder vielleicht sogar das teurere Ungarn (nahe zur Grenze zu AT) wählen.

      Gruß
      Siggi