Heiratsvisum oder Antrag auf Familiennachzug?

      Heiratsvisum oder Antrag auf Familiennachzug?

      Hi,
      zuerst: Falls meine Frage schon beantwortet wurde, bitte ich um Verzeihung.

      Meine ukrainische Verlobte befindet sich seit 20.6. bei mir in Deutschland. Sie ist ohne Visum eingereist. Durch die 90 Tage Aufenthalt, die per Reisepass visumsfrei möglich sind, darf sie bis zum 17. September hier bleiben. Die Hochzeit haben wir letzte Woche beim Standesamt angemeldet, alle Dokumente sind jetzt beim OLG. Möglicherweise erhalten wir einen positiven Bescheid bis Anfang September. Nun zu meiner Frage:

      Es gäbe die Möglichkeit, innerhalb der 90 Tage zu heiraten. Dann müsste meine zukünftige Frau nach Kiev um dort einen Antrag auf Familiennachzug zu stellen. Ich habe gehört, dass dies 3 Monate oder länger dauert, bis der positive Bescheid erteilt wird.

      Oder meine zukünftige Frau reist nach positivem Bescheid des OLG zurück in die Ukraine und beantragt ein Heiratsvisum.

      Wie sind die Erfahrungen? Bei welcher Variante sind wir voraussichtlich kürzer getrennt? Ich persönlich finde dieses Verfahren und die Dauer des Getrenntseins unmenschlich!
      Ich bin für jeglichen Ratschlag dankbar!
      Dann hast Du zumindest diese Baustelle nicht.

      Nimm doch einfach Kontakt zu Deiner ABH auf. Die können viel beschleunigen - wenn sie wollen. In kleineren Orten hat man da erfahrungsgemäß eher Chancen, als in Großstädten, wo es schon viele Migranten gibt.

      Gruß
      Siggi

      Siggi schrieb:

      Dann hast Du zumindest diese Baustelle nicht.

      Nimm doch einfach Kontakt zu Deiner ABH auf. Die können viel beschleunigen - wenn sie wollen. In kleineren Orten hat man da erfahrungsgemäß eher Chancen, als in Großstädten, wo es schon viele Migranten gibt.

      Gruß
      Siggi


      Ich wohne in einer kleinen Großstadt. Macht es Sinn, dort vorstellig zu werden, bevor ich den Bescheid vom OLG habe?
      Wir haben auch spontan mit Schengen Visum geheiratet.... Sie dann wieder in die Ukraine und Fzf beantragt....nach Rücksprache mit örtliche ABH... Ging 2015 in ca 8 Wochen...
      Ist definitiv das einfachste.... Und vor allem habt ihr rechtlich die beste Position... Grundgesetz und Familie und so....
      Weil du dann schon verheiratet bist und die Ehe und Familie unter besonderem Schutz des GG stehen und du AUF jeden Fall das Visum zur FZF bekommst (bzw Sie), wenn A1 vorliegt.... Die Unterlagen für Heiratsvisum sind umfangreicher und werden vermutlich genauer geprüft...
      Fakten schaffen ist in dem Fall das beste, so war damals die Aussage mein ABH. Du hast einen unumstößlichen Anspruch auf FZF!

      Also, sollte das OLG schnell genug entscheiden auf jden Fall sofort hier noch heiraten!

      Dann Eheurkunde mit Apostille versehen (mach das RP, am besten persönlich hingehen (vorher telefonisch Termin machen).
      Dann kan sie nach Rückreis ein die Ukraien auch gleich noch alle Pässe ändern und den neuen Namen eintagen lassen.

      Vielleicht rät dir jemand hier etwas anderes, aber das waren meine guten persönlichen Erfahrungen.
      OLG hatte ich ürbingens auch telefonisch Termin vereinbart, morgens nach Frankfurt, mit der Sachbearbeiterin alles auf vollständigkeit geprüft, dann hat sie auf ihren Richter gewartet und um 12 Uhr mittags hatten wir dasposotive "Urteil" in der Hand...
      Meine Erfahrung: persönliche Vorsprachen überall machen die Sache viel schneller und einfacher! Und sie am besten gleich im Schlepptau, dann fallen z.B. komische Fragen bei der ABH weg.

      Sie soll sich dann allerdings auf den Termin in der Botschaft gut vorbeireiten!!!!! Dokumentation euer Beziehung von Anfang an, am besten mit Fotos und Belegen wie Flugtickets belegt, dann kann alles in 90 Minuten durch sein.
      Und immer brav die Listen der Dokumente abarbeiten und alles dabei haben, sonst muss man nochmals hin und was nachreichen.
      Danach immer mal schauen, dass der Antrag schön durchläuft beim Bundesmat in Köln und auf der ABH, nach dem Termin in Kiev hat es nur 3 Wochen gedauert bis zum Visum...
      Die Übersetzerin bei der Anmeldung der Ehe hat gesagt, dass ihrer Erfahrung nach das Prozedere bei der FZF sehr lange dauert, mindestens 3 Monate.
      Das Argument mit dem Pass verstehe ich nicht. Das finde ich völlig unwichtig. Wenn sie mit ihrem gültigen Pass verreist, fragt doch niemand, ob der Name in ihrem Pass noch aktuell ist, oder? Neue Pässe kann sie doch in aller Ruhe nachträglich machen lassen. So wie ich das verstanden habe, braucht man bei der FZF erst die neuen Pässe (4+ Wochen) und kann erst dann die FZF beantragen (8+ Wochen).

      Das mit dem persönlichen Vorsprechen sehe ich etwas zwiegespalten. Vermutlich dauern diese ganzen Verfahren auch deshalb so lange, weil die Sachbearbeiter ständig persönlich oder telefonisch aus der Arbeit rausgerissen werden. Ich mag es auch nicht, wenn meine Firmeninternen Auftraggeber durch ständiges Nachfragen oder Drängeln glauben, ihrer Sache einen Dienst zu tun.
      Im Übrigen hat ja schon die Standesbeamtin alle Unterlagen auf Vollständigkeit geprüft - unvollständig hätte sie die Akte ja gar nicht zum OLG getragen.

      Das mit der Dokumentation der Beziehung finde ich strange. Selbstverständlich habe ich die Flugtickets nicht mehr. Es gibt aber hunderte Fotos. Muss man die etwa ausbelichten lassen, oder ist es nicht sogar besser, die Sachbearbeiter auf Google Photos stöbern zu lassen?

      Bei der Checkliste für die Dokumente steht was von Kopien meines Ausweises. Bedeutet das, ich kann selbst (nicht beglaubigte) Kopien machen? Und wieso kennen die mich nicht? Ich bin deutscher Staatsbürger, ich muss doch im Computer stehen!

      Azor schrieb:

      Die Übersetzerin bei der Anmeldung der Ehe hat gesagt

      Verstehe ich nicht... gab es bei uns nicht... wir mußten selbst eine vereidigte Übersetzerin suchen...

      Ok, ich fange jetzt hier keine Diskussion im Forum
      ich gebe dir meine Erfahrungen (und die Erfahrungen meiner Frau!) als Ratschläge kund... mehr will und kann ich nicht tun, da ich nur dummer Lehrer bin und mich mit Wirtschaft, Rechtssprechung, Unternehmen, etc nicht auskenne...
      jeder kann sich da raussuchen, was ihm villeicht hilft...
      Jetzt habe ich ganz freundlich die lokale Ausländerbehörde angemailt:

      Sehr geehrte Damen und Herren,
      ich habe folgendes Anliegen: Meine ukrainische Verlobte und ich
      haben unsere geplante Eheschließung bereits beim Standesamt angemeldet.
      Die Dokumente werde zur Zeit beim OLG geprüft. Bei positivem Bescheid
      wird meine Verlobte bei der deutschen Botschaft in Kiev vorstellig, um
      ein Heiratsvisum zu beantragen.

      Im Moment ist sie hier bei mir in xyz, voraussichtlich bis
      Ende August. Sie absolviert gerade einen A2 Deutschkurs bei der Inlingua
      Sprachschule. Wir würden gerne wissen, ob es aus Ihrer Sicht hilfreich
      ist, wenn wir vorab schon einen Termin bei Ihnen vereinbaren, um
      eventuelle Fragen Ihrerseits zu klären. Meines Wissens sind Sie in den
      Prozess zur Erteilung eines Heiratsvisums involviert. Wir würden von
      unserer Seite gerne alles tun, um dieses Verfahren optimal zu
      unterstützen.

      Mit freundlichen Grüßen,


      Und was bekomme ich als Antwort?

      Guten Tag Herr (Name falsch geschrieben),

      wir nehmen Bezug auf Ihre E-Mail vom
      31.07.2018.

      Bitte geben Sie bei Anfragen immer den
      Namen und Geburtsdatum an.

      Termin können Sie vereinbaren wenn sich
      Ihre Frau hier in xyz angemeldet hat.

      Wünsche Ihnen einen schönen Tag.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihre Ausländerbehörde


      :dash:
      Terminvergabe ohne Anmeldung.
      Was soll der Sachbearbeiter denn machen?
      Beim Termin erklären dass er erstmal eine Anmeldung braucht und dann gleich den nächsten Termin vereinbaren?
      Also ich würde auch eins nach dem anderen erledigen ansosten ist das doch alles sinnlose Lauferei.
      Sie kann sich doch erst in meiner Stadt beim Einwohnermeldeamt anmelden, wenn sie meine Frau ist und ihren Wohnsitz hier hat. Was soll das also? Nach meinem Kenntnisstand lädt mich die Ausländerbehörde ein, sobald die Infos von der deutschen Botschaft bezüglich des Heiratsvisums kommen. Also kann ich / wir ihnen schon jetzt alles sagen, was sie wissen wollen. Wo ist mein Gedankenfehler?
      Was willst Du denn beim Ausländeramt wenn Du noch nichtmal verheiratet bist?
      Was soll da gemacht werden?
      Also die ganze Sache ist von hinten aufgezogen und das Amt hat wie meistens Recht....
      Die machen sowas ja auch nicht zum ersten Mal.