Familiennachzug (ungeborenes Kind)

      Familiennachzug (ungeborenes Kind)

      Ich hoffe, jemand kann mir helfen.
      Zur meiner Situation:

      Wir haben im September geheiratet und meine Frau ist jetzt in der 20 SSW.
      Wir waren am 12. September bei der Botschaft in Kiew.
      Nun warten wir auf das Visum (national).
      Nach Rücksprache mit dem Auswärtigen Amt und der Botschaft gibt es die Möglichkeit, ohne A1 Test den Familiennachzug eines ungeborenen deutschen Staatsbürger durchzuführen.
      Ich habe die Woche beim Ausländeramt angerufen und nachgefragt. Die Sachbearbeiterin wusste von dieser Möglichkeit nichts.
      Ich habe schon oft gehört, dass ein Anwalt eingeschaltet werden musste, danach hatte es funktioniert.
      Ich möchte es eigentlich ohne lösen.
      Ich möchte einfach mit meiner Familie zusammen sein :(

      Kann mir jemand helfen oder Erfahrungen teilen?
      Sind für alle Infos dankbar.

      Siggi schrieb:

      Da gibt es schon einiges Forum, was man über die Suche finden kann, z.B.
      Familienzusammenführung zum ungeborenen Kind - Dokumente & Beschaffung

      Gruß
      Siggi


      das ganze Theater verstehe ich nicht. Ich schaue öfter mal in Friedland vorbei. Da werden derzeit hunderte Russen erwartet. (Russland Deutsche in der 4. Generation). Ich weiß auch von einer Ukrainerin die problemlos über Friedland eingewandert ist. Da es für mich nicht akut ist habe ich mich jedoch nicht näher erkundigt wie das dort abläuft
      wir wollen mehr Bürokratie wagen das sagte Willy Brand- oder so ähnlich

      Mister X schrieb:

      gibt es die Möglichkeit, ohne A1 Test den Familiennachzug eines ungeborenen deutschen Staatsbürger durchzuführen.


      "...gibt es die Möglichkeit"?
      Grundsätzlich ist das alles im AufenthG geregelt.
      LMGTFY

      für den Famileinnachzug der Ehegatten sind zwingend einfache deutsche Sprachkenntnisse erforderlich = A1,
      das regelt dieses Gesetz.
      Für den Famileinnachzug zu einem deutschen Kind wird das aber eben NICHT gefordert.
      Siehe da den §28 und darin die Verweise auf die anderen §§

      Siehe auch vor allem die Anwendungsvorschriften dazu, die für die Behörden zwingend zu befolgen sind
      BMI-MI3-20091026-SF-A001.pdf
      und da 28.1.4
      28.1.4
      Aufgrund der aufenthaltsrechtlichen Vorwir-
      kung des Schutzgebots des Artikels 6 GG kann
      werdenden Eltern von Kindern, die aufgrund
      ihrer Abstammung von einem deutschen El-
      ternteil die deutsche Staatsangehörigkeit be-
      sitzen werden (§ 4 Absatz 1 StAG), ein mit
      Blick auf den voraussichtlichen Geburtszeit-
      punkt entsprechend langfristig berechnetes Vi-
      sum zur Einreise auf Grundlage des künftigen
      Anspruchs nach § 28 Absatz 1 Satz 1 Num-
      mer 3 erteilt werden. Gleiches gilt für werdende
      Väter von Kindern, die aufgrund des gewöhn-
      lichen Aufenthalts der Mutter in Deutschland
      nach § 4 Absatz 3 StAG durch Geburt im In-
      land die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben
      werden.
      Die Einreise ist der Schwangeren zu ermög-
      lichen, sobald die Geburt mit hinreichender
      Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist. Die Reise-
      fähigkeit der Schwangeren – insbesondere im
      Zusammenhang mit möglichen Gesundheits-
      risiken – und die Reisemöglichkeiten sind dabei
      zu berücksichtigen. I. d. R. wird daher die Ein-
      reise zwischen dem vierten und dem Ende des
      siebenten Schwangerschaftsmonats ermöglicht
      werden.


      A1 ist nicht nötig, wenn der Zuzug zum Kind beanbtragt wird.

      Einfach beantragen und auf die Terminsizuation hinweisen,

      Mister X schrieb:

      Die Sachbearbeiterin wusste von dieser Möglichkeit nichts.

      dann weise sie freundlich auf obiges hin, fruchtet das nicht, ist Freundlichkeit nicht angesagt, sondern Fachaufsichtsbeschwerde einlegen, damit sie nachgeschult wird.
      Kommt sie pappig: Dienstaufsichtsbeschwerde

      Andererseits: mit der ABH habt IHR nichts zu tun, nur das deutsche Konsulat in UA. Du musst die Ausländerbehörde nichts fragen.
      Deine Frau stellt dort den Antrag, das Konsulat wird die ABH fragen, welches nicht anders kann, als dem Zuzug zuzustimmen.
      Beim Zuzug zum Kind, spielst DU keine große Rolle, ausser dass das Kind von dir die deutsche Staantsgehörigkeit erbt.
      Ihr müsst also Nachweisen, dass Ihr verheitratet seid (damit bist du automatisch der Vater, egal wer der Erzeuger wäre) und du Deutscher bist.