Gültigkeit des Führerscheins für Residenten

      Gültigkeit des Führerscheins für Residenten

      Hallo,

      wenn man als Ausländer eine Aufenhaltsgenehmigung in UA hat, dann gilt der ausländische Führerschein nicht mehr. Hier stelle ich mal die Konsultation mit meinem befreundeten deutschsprachigen Rechtsanwalt ein:

      1. Frage: Ich habe gehört, dass ich in UA nicht mit meinem internationalen Führerschein fahren darf, wenn ich in UA registriert bin und mich auf vorwiegend in UA aufhalte. Ist das richtig?
      Antwort: Das ist richtig, nur wenn Sie in UA als Daueraufenthaltler (permanent resident) registriert sind.

      2. Frage: Wie lange darf ich mit dem internationalen Führerschein fahren, d.h. wann wird er ungültig, sofort nach Registrierung des Wohnsitzes oder erst nach Monaten oder Jahren?
      Antwort: Sofort nach Registrierung als UA permanent resident. Ohne Registrierung als UA permanent resident (z.B. Aufenthaltszweck Tourismus oder
      Dienstreise) können Sie bis ein Jahr fahren.

      3. Frage: Kann ich meinen EU - Führerschein umschreiben lassen oder muß ich ihn hier neu machen, d.h. Fahrstunden nehmen, Prüfung machen, etc.?
      Antwort: Ja, es gibt die Möglichkeit Ihren EU-Führerschein umschreiben zu lassen (schauen Sie bitte ins Attachment). In diesem Fall ist nur eine ärztliche Bescheinigung nötig.

      4. Frage: Kann man eine Führerscheinprüfung in Deutsch oder Englisch ablegen oder nur in Ukrainisch?
      Antwort: Nur in Ukrainisch oder Russisch.

      Im Attachment liegt die gesetzliche Begründung meiner Konsultation (ukrainisch).
      Die wichtigste Teile sind farblich gekennzeichnet.

      Hinweis aus meiner Sicht: Da Residenten wohl in der Ukraine (zumindest außerhalb von Kiew) sehr selten sind, habe ich noch nicht ein einziges Mal erlebt, dass man von mir einen ukrainischen Führerschein verlangt hat. Das Fahren ohne gültigen ukrainischen Führerschein kann also jahrelang in UA problemlos funktionieren. Wenn man jedoch an einem Unfall beteidigt ist, dann fällt es unweigerlich auf und wird auch entsprechend bestraft: Als Fahren ohne Führerschein. Es ist wohl auch zweifelhaft, ob man unter solchen Bedingungen Versicherungsschutz genießt.

      Gruß
      Siggi

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      Hiermit verweise ich auf die Verordnung 511 Teil 30 vom 20.05.2009 des Ministerkabinetts der Ukraine betreffend des
      Übereinkommen über den Straßenverkehr vom 08.11.1968
      60 Tage nach Erhalt des Aufenthaltstitels für den ständigen Wohnsitz in der Ukraine muss die ukrainische Fahrerlaubnis erworben werden, dazu ist eine medizinische Untersuchung und die Ablegung der theoretischen Prüfung zwingend erforderlich,
      auf die praktische Prüfung kann bei Besitz einer ausländischen Fahrerlaubnis verzichtet werden.
      Der ausländische Führerschein wird eingezogen der ukrainische ausgehändigt.
      Die deutsche Fahrerlaubnis ist davon nicht betroffen, diese kann nur durch ein deutsches Gericht oder Behörde aberkannt werden. Ein Führerschein dokumentiert lediglich eine Fahrerlaubnis!
      Gruß Oldtrotter

      oldtrotter wrote:

      Die deutsche Fahrerlaubnis ist davon nicht betroffen, diese kann nur durch ein deutsches Gericht oder Behörde aberkannt werden. Ein Führerschein dokumentiert lediglich eine Fahrerlaubnis!
      es ist in den meisten Ländern üblich, dass bei einem Umzug der Führerschein des 'alten' Landes eingezogen wird, wenn der Führerschein des 'neuen' Landes ausgestellt wird.
      Üblicherweise wird der alte Führerschein den Behörden des alten Wohnsitzes zugesandt. Wenn man dann irgendwann wieder in das alte Land umzieht, dann bekommt man seinen 'alten' Führerschein wieder, wenn man dann seinen 'neuen' abgibt. Hat man in der Zwischenzeit seinen 'neuen' Schein irgendwie 'verloren', so kann die Wiederherausgabe des alten Scheines durchaus an Bedingungen (z.B. neue Prüfung) gebunden werden.
      Auch besteht die Gefahr, dass Rechte verloren gehen, wenn der 'neue' Schein weniger Klassen umfasst. Deshalb sollte man auf jeden darauf achten, dass alle Rechte des alten Scheines auch im neuen enthalten sind. (Z.B. wenn der alte Schein LKW bis 7,5t umfasst, man beim Umschreiben aber nur auf den PKW-Teil achtet)

      galizier wrote:

      Ich bin seit 5 Jahren Resident und hatte noch nie Probleme mit meinem deutschen Führerschein, obwohl ich in etwa einmal die Woche kontrolliert werde.
      Niemand stößt sich daran.

      Dann dazu gleich eine Frage. Auf wen ist das Fahrzeug zugelassen mit dem du fährst? Das du aber einmal pro Woche kontrolliert wirst, ist aber wirklich oft!

      galizier wrote:

      obwohl ich in etwa einmal die Woche kontrolliert werde.

      Gut, ich fahre jetzt nicht so schrecklich viel. So um die 15'000km pro Jahr. Aber kontrolliert werde ich nur, wenn sie mich mal wieder beim Tieffliegen erwischt haben. Das ist im Moment so ca. alle 2 Jahre einmal der Fall.

      Gruß
      Siggi

      P.S: Wenn ich den anderen Beitrag auch noch lese, dann gibt es bei mir Troll-Alarm.
      Hier liegst Du mit Deinem Hinweis unter PS eindeutig richtig! Zum Wohngebiet des galizier, es handelt sich um den Bereich der Westukraine indem der sogenannte kleine Grenzverkehr gilt, also auch nicht davon ausgegangen wird das der Fahrer oder das Fahrzeug sich jemals länger als zwei Monate in der Ukraine aufgehalten hat, obwohl er Resident ist. Auch kann er einen Wohnsitz in Europa haben, der von ihn ebenso ständig benutzt wird.
      Gruß Oldtrotter