Rückkehrwilligkeit beweisen

      Rückkehrwilligkeit beweisen

      Ein Hallo an die tolle Foren-gemeinschaft hier !

      nachdem ich nun schon eine gewisse Zeit hier mitlese und mir eine Tipps zu Gemüte geführt habe, kommt bei mir auch eine Frage brennend auf.
      Der Virus der Ukraine hat mich seit einiger Zeit erfasst und es wird immer ernster. Nach unzähligen Skype-Chat´s habe ich nun meine Prinzessin in Sevastopol besucht und wir hatten eine richtig tolle Zeit zusammen.
      Nachdem ich nun wieder nach Deutschland zurückgekehrt bin wollen wir ein erneutes Treffen in Deutschland anstreben. Dazu wird für sie ja ein Visum benötigt. Das mit der VE ist mir bekannt und sollte auch kein Problem darstellen. Auch ein Reise-KV ist nicht das Ding. Einzig und allein bleibt für uns die Frage der geforderten Rückkehrwilligkeit des Antragstellers. Da meine Freundin ihren Job vor 1 Woche gekündigt hat und keine Kinder vorhanden sind, sehe ich diese Rückkehrwilligkeit nicht gegeben und denke die D-Botschaft wird das Besucher-Visum ablehnen.
      Als Notlösung (womit ich mich echt nicht anfreunden kann) bleibt ein Besucher-Visum aus Polen, mit Einrese in Polen und danach weiter nach Deutschland. Ist auch doppelt so teuer und braucht die 3-fache Zeit.

      Also gibt es eine Möglichkeit diese Rückkehrwilligkeit zu bekräftigen ? Ich denke das z.B. ein gebuchter Hin- und Rückflug nicht wirklich zählen.


      Gruss aus dem Lipperland

      Michael

      Micca72 schrieb:

      Ich denke das z.B. ein gebuchter Hin- und Rückflug nicht wirklich zählen.
      nicht wirklich ....

      was die gerne sehen wollen ist eine familiäre, wirtschaftliche und soziale Bindung ....

      Das sie ihre Arbeit verloren hat ist nicht gerade der sache dienlich .... hat sie Familie? hat sie eine Wohnung? Kinder wohl nicht, oder?

      Meine Verlobte konnte die berufliche Bindung auch nicht nachweisen und wir hatten Angst, dass sie das Visum aus dem Grund nicht bekommt ....

      Meine Verlobte hat aber alte Eltern ... eine Tochter ... zwei Wohnungen ....

      Die Mitarbeiterin der Botschaft schaute anfangs sehr sehr griesgrämig drein und machte meiner Verlobten damit viel Angst ... aber die Miene der Botschaftsmitarbeiterin veränderte sich, als sie sah, dass ich alle 14 Tage das Wochenende in der UA verbracht hatte - vielleicht war das - und meine Einaldungsschreiben - der Grund für das öffnen des Visums???

      ich weiß es nicht ... wünsche euch aber viel Glück und kann es einfach nicht fassen, dass Besuche aus der Ukraine so schwer gemacht werden ....
      Gekündigt? Mhhhh, mutig oder ...?! Eine neue versicherungspflichtige Arbeit wäre schon mal gut. Immobilien oder "gutes" Privatvermögen erleichtern die Sache auch sehr. Wenn sie aber arbeits-, mittel- und familienlos ist- Null Chance-zumindestens bei der D-Botschaft.
      Am Beispiel Ukraine kann man erkennen:Manchmal hat man keine Wahl,selbst wenn man gewählt hat.
      © Wolfgang J. Reus,(1959 - 2006), deutscher Journalist, Satiriker, Aphoristiker und Lyriker
      Du hast vollkommen Recht mit dem Hin undRückflug,Micca!Da wärest du nicht der Erste der das Geld (zum Fenster rausschmeißt)Ohne Arbeit in der Ukraine,kein Kind,Sie macht zur Zeit kein Studium und hat auch keinen grossen Immobilienbesitz(muss Sie nachweisen,Bekannte von mir mussten das jedenfalls )und ohne grosses Konto,bleibt wohl nur der Weg des Polen-Visums.Ist allerdings teuer und es gibt auch keine 100% Garantie!Und auch umständlich.Sie muss über Polen Ein und Ausreisen.Ansonsten was Hewolf 66 dir schon geschrieben hat.Das mit den Flugtickets als Rückkehrwilligkeit hat schon bei vielen nicht geklappt.Wizzair zum Beispiel fliegt Deutschland-Ukraine hin und zurück manchmal schon für 100 Teuro.
      Ich kann Dir,oder besser deiner Bekannten nur viel Glück wünschen.

      Rückkehrbereitschaft/Schengenvisum

      Hallo Michael,

      Die Seite der Botschaft ist hier leider nicht sehr aufschlussreich.

      Wie Du schon selbst schreibst gibt es für die Botschaft gewichtige Gründe das Visum nicht zu erteilen.
      Die Wahrscheinlichkeit das man Deiner Freundin mangelnde Rückkehrbereitschaft aufgrund fehlender Verwurzelung unterstellt ist leider sehr gross.
      Im Prinzip geht die Botschaft aus meiner Erfahrung, bei geringer familiärer Bindung und ohne festes Einkommen grundsätzlich so vor.
      Positiv könnte gewertet werden, wenn Immobilienbesitz vorhanden ist oder bereits früher Schengenvisa erteilt wurden.
      Von Vorteil ist auch, wenn die Rückflugtickets nicht nur gebucht, sondern auch noch vorab bezahlt sind.
      Wunder sollte man sich aber auch davon nicht versprechen, im Zweifelsfall kann es sogar sein, dass auch noch das Geld für die Tickets flöten ist.

      Würde in diesem Fall durchaus über ein anderes Schengenvisum nachdenken.
      Diese Angebote gibts derzeit schon für ca. 350.- Euro.
      Die Wartezeit von 10 Arbeitstagen halte ich für vertretbar.
      Wenn Deine Bekannte nicht mindestens 2 Vorvisa hatte, ist die Wartezeit bei der Dt. Botschaft sogar viel länger.
      Rechnest Du alles zusammen ist das auch nicht so viel teurer, als wenn Du ein Visum über die Dt. Botschaft beantragst.
      Es muss nicht nach Kiew gefahren, und dort unter Umständen übernachtet werden, man kann das alles per Post oder Kurrier in der genannten Zeit erledigen und es sind praktisch keine Unterlagen nötig.
      Die Visagebühr, Versicherung, Terminbuchungsgebühr entfallen, bzw. sind im Preis enthalten.

      Das praktische daran ist aber, das eigendlich keine Ablehnungen vorkommen. (Wenn man dazu die richtige Firma auswählt)
      Hat man so innerhalb von 2 Jahren 2 Schengenvisa erhalten, kann man auch bei der Deutschen Botschaft, bzw. über VFS Visa beantragen ohne selbst die Botschaft zu besuchen.

      Polen macht derzeit im Reisebüroverfahren auch etwas Schwierigkeiten. Praktikabel ist derzeit Ungarn.

      Es gibt hier einige Nuancen, welche beachtet werden müssen, aber für den von Dir genannten Zweck ist das soweit praktikabel, einfach und billig.

      Grüsse,

      Peter.
      @Piet: Danke für den zugesprochenen Mut.

      Wenn ich die von der Botschaft geforderten Punkte nüchtern betrachte wie z.B.:

      - Die familiäre Bindung an die Ukraine (Ehepartner, minderjährige Kinder, Vormundschaften etc. )

      - Berufliche Bindung (Bestehen eines festen Arbeitsverhältnisses),

      Klares Nein

      - Die ordnungsgemäße Nutzung von Schengenvisa in der Vergangenheit

      bei Erstantrag nicht vorhanden

      - Wirtschaftliche Bindung (regelmäßige sonstige Einnahmen aus Mieten bsw, Immobilienbesitz)

      Nun eine selbstgenutzte Imobilie ist da vorhanden. Sollte aber meiner Meinung nach nicht gerade dazu beitragen zurück in die UA zu reisen.

      Da kann sie sich die lange Reise zum Visa-Center Odessa auch sparen wenn nicht einer dieser Punkte erfüllt wird.
      Vlt. hilft es ja wenn man zunächst ein Visum eines anderen Landes nutzt und sich korrekt verhält (also brav wieder zurück reist) dass es bei einem erneuten Antrag in der D-Botschaft das Visum erteilt bekommt.

      Alles in allem finde ich es in unserer tollen globalisierten Welt sehr diskriminierend das EU-Bürger so gut wie alles machen können, aber andersherum für UA-Bürger eine Mission zum Mars viel einfacher ist als in Deutschland einzureisen.

      Aber ich lasse mich von allem nicht entmutigen !

      Piet schrieb:

      und kann es einfach nicht fassen, dass Besuche aus der Ukraine so schwer gemacht werden ....
      das ^ ^ habe ich mir auch schon oft gedacht. Leider werden im deutschen Konsulat die Leute wie Aussätzige oder Verbrecher behandelt. Nach dem Motto, warum wollen Sie denn unser schönes Land verlassen selbst als Tourist? Als meine Frau ihr erstes Visum beantragt hatte sagte sie mir hinterher " ...da gehe ich nie wieder rein!!!..." ich dachte schon das war´s. Ich durfte ja nicht mit hineingehen, obwohl es ja "mein" Konsulat ist.
      @ Ahrens ich hatte die Seite nur angehängt, damit er sich noch einmal ein Bild von den erforderlichen Dokumenten machen kann es stehen ja auch ein paar ODERs da, die man getrost vergessen kann, meine Erfahrungen zeigen mir, dass es besser ist ALLES dabei zu haben was möglich ist. Inklusive E-Mails, Skype chats, Fotos etc. und falls doch im dt.Konsulat nachgefragt wird, am Besten von allen Sachen schon eine Kopie machen, denn meine Frau musste beim ersten Mal z.B. auch die VE noch einmal kopieren (obwohl das z.B. nirgendwo stand)

      Aber weil wir gerade dabei sind, unser nächster Antrag steht vor der Tür und ich habe gelesen, dass wenn man verheiratet ist, man keine VE mehr braucht sondern die Heiratsurkunde reicht. Ist das so? Wir wollen nur wieder ein Tourismus Visum beantragen, da sie noch nicht so gut Deutsch für A1 spricht.

      Hewolf66 schrieb:

      Als meine Frau ihr erstes Visum beantragt hatte sagte sie mir hinterher " ...da gehe ich nie wieder rein!!!..." ich dachte schon das war´s.
      genauso war es bei mir auch ... meine Verlobte war total geknickt und niedergeschlagen, als sie das erste Mal von der Botschaft kam. Eine Woche später sind wir ja dann noch mal nach Kiev - um das abgelehnte Visum zu erhalten - da kam sie fröhlich und lachend aus dem Botschaftsgebäude ... weil sie ja das Visum trotz aller Vermutungen doch erhalten hatte.

      Hewolf66 schrieb:

      Ich durfte ja nicht mit hineingehen, obwohl es ja "mein" Konsulat ist.
      ich glaube, die wissen schon ganz genau, warum du als Freund, Verlonbter oder mann nicht mit das Botschfatgebäude betreten darfst ... abgesehen vielleicht von den Platzverhältnissen

      Hewolf66 schrieb:

      dass es besser ist ALLES dabei zu haben was möglich ist. Inklusive E-Mails, Skype chats, Fotos etc.
      ich denle auch, dass es besser ist, alles dabei zu haben ... besser zu viel als zu wenig .... ein abgelehntes Visum ist nicht so prickelnd --- vorallem wenn man dafür extra nach Kiev fahren muss ...

      Piet schrieb:

      Eine Woche später sind wir ja dann noch mal nach Kiev -
      Wir hatten uns eine Agentur geleistet, die da um das Gebäude herum ansässig sind (da laufen jede Menge Frauen herum die dich dann werben) und die haben den Pass und alle Unterlagen abgeholt und dann per Fed Ex zugeschickt. Mal davon abgesehen, dass uns der Chef der Agentur zusätzlich Panik verursacht hat, indem er sagte dass wir mit dem beantragten Visum wahrscheinlich kein Glück haben werden, da bei Erstbeantragung es besser ist weniger Tage zu beantragen (übrigens ein Deutscher mit einer total negativen Gesamteinstellung). Aber hat ja alles geklappt.