Preise in der Ukraine

      Preise in der Ukraine

      Freunde,

      seid ihr in der Ukraine preismässig schon mal gelenkt worden?

      Zum Beispiel, ihr kauft etwas und seht dann, daß die gleiche Ware um die Ecke weeeesentlich günstiger zu kaufen ist?

      Wie fühlt ich euch dabei?

      Das würde mich intressieren.

      Danke.

      MfG

      Wladimir schrieb:

      seid ihr in der Ukraine preismässig schon mal gelenkt worden?
      klar, das nennt man Marktwirtschaft, kommt auch in D jeden Tag vor. Musst halt schauen

      Wladimir schrieb:

      Wie fühlt ich euch dabei?
      :(
      » Es ist ein großer Vorteil im Leben, die Fehler, aus denen man lernen kann, früh zu begehen. «

      Winston Churchill


      Wladimir schrieb:

      Aber es gebe in D. ein amt, das die Preise kontrolliert, oder?

      ich kann net glauben, dass in D. ein genau solches Chaos in den Preisen herrscht wie in der Ukraine....


      Es gibt nur das Kartellamt, das Preisabsprachen verhindern soll. Festpreise für alle gibt's glaub ich nur bei Büchern. Sonst darfst man in D auch gern über den Preis verhandeln. Beim Autokauf sind bspw. generell ca. 30 % Rabatt drin ;) liegt an Dir selbst.

      Wladimir schrieb:

      Aber es gebe in D. ein amt, das die Preise kontrolliert, oder?
      das einzige was es gibt ist das Kartellamt. Das kontrolliert aber nicht die Preise, sondern überprüft ob z.B. die Unternehmen Preisabsprachen untereinander durchführen und wenn sie sowas feststellen kann es auch mal eine Strafe geben. Aber ansonnsten regelt der Markt die Preise, oder sollte es zumindest. :whistling:

      Sorry für die doppelte Bemerkung, Marco war schneller :sleeping:

      Wladimir schrieb:

      seid ihr in der Ukraine preismässig schon mal gelenkt worden?

      Du meinst vermutlich gelinkt?

      Jemand unterbreitet ein Angebot. Jemand nimmt es an. Wer ist nun verantwortlich dafür dass der Preis stimmt? Ich denke, der Verkäufer ist dafür verantwortlich, dass der Preis nicht zu niedrig ist, d.h. er muss schauen, dass er seine Kosten decken und ein wenig Gewinn machen kann. Der Käufer hingegen ist dafür verantwortlich, dass der Preis nicht zu hoch ist, d.h. den Marktpreis nicht überschreitet. Das muss er durch Preisvergleiche sicherstellen. Tut er das nicht und zahlt daher mehr als den Marktpreis, so ist das kein Betrug oder keine Abzocke vom Verkäufer. Der Käufer hat den Fehler gemacht.

      Wenn man klug ist, schaut man nicht nur auf den Preis, sondern auch auf Zusatzleistungen. Was nutzt ein niedriger Preis, wenn ich bei einem Defekt monatelang auf eine Reparatur warten muss und mir daher ein zweites Gerät derselben Art anschaffen muss, um den Nutzungsausfall zu überbrücken? So etwas wird gern vergessen, in DE ist ein beliebter Spruch "Geiz ist Geil". Ich denke, Geiz ist einfach nur dumm.

      Bei bestimmten Geschäften kaufe ich nicht ein, weil das Personal unfreundlich ist oder die Atmosphäre mir dort nicht gefällt, obwohl die Preise dort höher sind, als in anderen Geschäften.

      Auch machte es für mich keinen Sinn, durch 10 Geschäfte zu laufen und nur die Sonderangebote zu kaufen. Ich zahle zwar weniger, verschwende aber so viel Zeit für den Einkauf (und ggf. Benzin für die Anfahrt). Hätte ich nur die Hälfte dieser verschwendeten Zeit produktiv genutzt, hätte ich viel mehr Geld verdienen können, als ich so gespart habe. Das ist "sparen um jeden Preis, egal was es kostet".

      Gruß
      Siggi

      Ute schrieb:

      Wenn man bemerkt, man, dort und dort ist diese ausgesuchte und gekaufte Ware 50 % billiger, dann die gekaufte Ware zurückbringen, Geld zurückverlangen und billiger kaufen. !think! Ute

      ja, soweit ich weiss, macht es der Media Markt. Sie nehmen die gekaufte Ware zurück, wenn es der Kunde woanders billiger bekommt.
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      Winston Churchill


      In Österreich haben wir schon ein Gesetz gegen Wucher
      50plus.at/stichw/wucherei.htm
      Zusätzlich gibt es noch Konsumentenschutzgesetze. Gibts die in der Ukraine?
      Es gibt auch: Weiterhin gibt es die so genannte laesio enormis [dt: Verkürzung über die Hälfte], die in § 934 ABGB geregelt ist. Auch mit dieser Bestimmung (die schon vor In-Kraft-Treten des KSchG Gesetz war) versucht der Gesetzgeber die objektive Äquivalenz der ausgetauschten Leistungen im gegenseitigen Vertrag durch die angedrohte Ungültigkeit des Vertrags, wenn eine Leistung objektiv gesehen nicht einmal die Hälfte der anderen wert ist, herbeizuführen.
      Beispiel dafür: man findet am Dachboden oder am Flohmarkt ein Bild und geht zum Experten oder eine Galerie um es schätzen zu lassen und zu verkaufen.
      Stellt man dann nachträglich fest dass die Galerie ein vielfaches des an einen bezahlten Kaufpreises für dieses Bild verlangt kommt obiges Gesetz zur Anwendung.
      Scheint aber zum Beispiel bei Zwangsversteigerungen wo Banken Häuser weit unter dem Schätzwert verkaufen lassen nicht zu gelten.
      Ich nehme an dass es auch in D eine Vielzahl von Regelungen gibt deren Vorteile einem gar nicht mehr auffallen.
      Zum Beispiel beim E-Commerce das man eine bestellte Ware 14 Tage lang zurückschicken kann und der Händler die Versandspesen tragen muss.
      Gibts so Konsumentenfreundliche Sachen in der Ukraine?

      4neo schrieb:

      Gibts so Konsumentenfreundliche Sachen in der Ukraine?

      was ist Konsumentenfreundlich in UA? Natürlich gibt es sowas wie Rückgaberecht in UA nicht. Ich habe bisher nur erlebt, das wenn man z.B Wäsche auf dem Rinok kauft, ohne das z.B. das Kind dabei ist, der Verkäufer die Ware umtauscht wenn es denn nicht passen sollte. Aber ein Gesetz dafür gibt es meines Wissens nach nicht.
      » Es ist ein großer Vorteil im Leben, die Fehler, aus denen man lernen kann, früh zu begehen. «

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      Hewolf66 schrieb:

      Siggi schrieb:

      in DE ist ein beliebter Spruch "Geiz ist Geil". Ich denke, Geiz ist einfach nur dumm.
      ..aber auch, "Wer billig kauft, kauft oft"
      Richtig, aber ich halte mich teilweise bewusst am billigkaufen.

      So hatte ich z. B. zusammen mit meiner Frau vor 5 Jahren eine Eckcouch mit Schlaffunktion (für Gäste) und grossem Bettkasten (für die Motorradkleidung) für lächerliche 400 Euronen gekauft. Jetzt fängt sie allmählich an kaputt zu gehen, und muss demnächst ersetzt werden. Eine vergleichbare Couch von einem nahmhaftem Herrsteller hätte damals knappe 3000 € + X gekostet, was bedeutet, dass sie fast 8 Mal so teuer wäre. Ich glaube kaum, dass der 8 Mal höhere Preis auch eine 8 Mal solange Nutzungsmöglichkeit beinhalten würde. Davon abgesehen glaube ich auch nicht, dass ich Lust dazu verspüren würde, mir ein und die selbe Couch 8 Mal so lange anzuschauen.

      Keine Frage, es wird auch diesmal wieder ein Billigmobiliar den Weg in unser Wohnzimmer finden.
      Die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte, man kann so oder so verfahren. Der Standpunkt von Andreas und Lena ist durchaus nachvollziehbar und vieles ändert sich im Laufe eines Lebens. Jetzt werden wir natürlich persönlich alles mehr oder weniger teurer und wertvoller angehen, wir sind aber schon am Ende der Fahnenstange angekommen also im Zielhafen gelandet. Vorher war es sehr von Vorteil, öfter mal neues zu erwerben, welches man ohne Tränen zu vergiessen zurücklassen oder verschenken konnte, eventuell sogar dem Sperrmüll übergeben musste. Die Wünsche werden mit zunehmendem Alter auch ganz anders. Früher fuhr ich auch begeistert Krad, da hatte ich auch ganz andere Anforderungen, meine Terrasse war auch der Wartungsplatz für die Maschine und das Wohnzimmer oft genug Schlafplatz für meine durchreisenden Freunde.
      Zum Umtausch bzw, der Rückgabe bei Geräten in der Ukraine gibt es auch sogenannte Richtlinien, die zwar nicht so eng ausgelegt werden, aber doch bei eingehender Erörterung in Betracht gezogen werden. Am besten beim Kauf diese Zusicherung verlangen, wenn keine Zusicherung, dann anderes Geschäft aufsuchen. Hilft in der Regel, ist man persönlich bekannt, dann hat man da weniger Ärger, man ist auf einen treuen Kundenstamm schon erpicht und auch auf seinen guten Ruf bedacht. So erlebe ich es hier, wie gesagt eine Stadt mit ungefähr 45000 Einwohner im Herzen der Ukraine.
      Danke Oldtrotter
      мда, задроченная страна, в общем! я в шоке! я всегда в шоке! - не могу привыкнуть в параше! - прошу прощение за выражения, но всё надо называть своими именами...!

      Людмила, Татьяна - какое Ваше мнение? Вы сейчас наверняка все видите другими глазами..

      РАБИ ЯКІ ВИРВАЛИСЬ НА СВОБОДУ І ДОРВАЛИСЬ ДО ВЛАДИ. добре це чи погано?

      Hallo Wladimir. Ich verstehe dich! So ein Shock hatte ich regelmäßig schon
      seit Schulzeiten. Das war genau die Zeit, wenn “die Sklaven” die Freiheit
      gefunden haben und zum Regieren gekommen sind. Nur unterdrückte unterste
      Schicht, die frei plötzlich wurde, benimmt sich im meisten Fällen viel
      schlimmer, als ihre Unterdrücker. So ist es leider... Bester Beispiel "раби на свободі" ist Geschichte von
      Russland nach der Revolution (1917). Dabei die russische Matrosen zeigten ihre
      wahre Seite schon am ersten Tag der Revolution, nach der Eroberung vom
      Winterpalast. Nach nur einer Nacht im Winterpalast, hat man ganze Woche
      gebraucht, um das aufzuräumen, was die Matrosen nach ihrem Befinden (ein Paar
      Stunden) gelassen haben. Was ich hier sagen will,
      п
      [color=]ринцип “не робіть з Івана пана” є універсальним
      для всіх культур.
      In der Ukraine wird es
      leider bis jetzt ignoriert.
      [/color]
      [color=]"Не робіть з Івана пана". Якщо це гасло буде
      написане під час кожних виборів на всіх парканах і шпальтах газет, то можливо,
      років за 40 нам вдасться вибратися з того болота, в якому ми зараз
      перебуваємо.
      [/color]

      [color=]Ich finde sehr schade, wie manche Forumsmitglieder über deine
      Person sich manchmal äußern. Deine Kritik über Ukraine ist wahr... ich weiß es,
      Lm.B weiß es und ich denke manche andere auch, die sich nicht trauen.
      Selbstkritik ist immer ein Zeichen der geistiger Gesundheit. [/color]

      [color=]Die deutsche Forumsmitglieder sehen in der Ukraine nur das, was
      sie sehen wollen. Denn ein Volk verstehen, es durchschauen, kann man nur, wenn
      man Sprache beherrscht, die Geschichte des Volkes kennt, auch Legenden, Märchen,
      Bräuche... Man muss in dieser Brühe eine Weile drin sein mit allen Konsequenzen.
      [/color]