Geldanlagen in der Ukraine

      Petinka wrote:

      Pro Bank nur soviel einzahlen, dass die allfällige Schadensumme inkl. Zinsen nicht diese 200`000 rph übersteigen

      Kleiner Hinweis: Pro Bank und pro Anleger. Wenn das Vertrauen innerhalb der Familie zumindest größer als das Vertrauen zur Bank ist, dann man auch so splitten:
      200'000 auf den eigenen Namen
      200'000 der Ehepartner
      200'000 die Schwiegermutter
      200'000 der Schwiegervater
      200'000 die Katze ;)
      usw.

      Wir waren auch zweimal (nacheinander) vom Konkurs einer Bank betroffen (im Zuge der Finanzkrise 2008 ). Bislang keinerlei Verluste. Der Einlagensicherungsfond zahlte das Geld mit Zins und Zinseszinsen zurück. Nur dauerte es einige Jahre, bis wir wieder Zugriff auf das Geld hatten. Meine Frau (bei uns der Verfechter dieser Geldanlagen und somit die Verantwortliche) ging während der Zeit durch ein Wechselbad der Gefühle, denn es war nicht immer klar, ob wir überhaupt etwas vom Geld wieder zurück erhalten würden.

      Erinnern wir uns: Die Landeswährung war über viele Jahre recht stabil (in Bezug auf den USD), stürzte aber damals von gut 1:7 auf bis zu 1:12 ab. Wenn man in Euro rechnet, aber in UAH anlegt, ist das Wechselkursrisiko nicht zu vernachlässigen!
      Anlagen in UAH sind andererseits besonders attraktiv, da sie gegenüber Anlagen in Euro rund die doppelten Zinsen bringen. Es gilt wie immer: No risk, no fun!

      Gruß
      Siggi

      Aruba wrote:

      Wie hoch ist das Inflationsbereinigt?

      Für eine Geldanlage ist die Inflationsrate von keiner Relevanz. Die Inflation gibt es im Land völlig unabhängig davon, ob Du in Euro mit knapp 10% oder in UAH mit knapp 20% anlegst.
      Das einzige, was Dich interessiert ist das Wechselkursrisiko zum Euro. Das kann Dir Deinen Gewinn bei Anlage in Landeswährung kaputt machen.

      Gruß
      Siggi
      Nicht ganz,
      wenn die Inflation 10% beträgt und du 8% Zinsen bekommst wird Geld vernichtet.
      Siehe aktuell in D.
      Natürlich besser als nichts tun und null Zinsen bekommen.
      Aber ich denke man muss vorsichtig sein mit Zahlen wie xyz prozent wenn keine Inflation angeben ist.

      Aruba wrote:

      Siehe aktuell in D.

      Genau, in D herrscht zur Zeit eine negative Realverzinsung. Dagegen erscheint ja der ukrainische Geldmarkt geradezu paradiesisch. Zumindest solange die dortige Inflationsrate dort bleibt, wo sie laut den aktuellen Statistiken liegt, nämlich unter 1% p.a..

      Es gab aber vor noch nicht allzu langer Zeit auch schon eine Phase mit 25% Inflation in UA. Längerfristige Geldanlagen in UAH erscheinen mir dann doch recht spekulativ.
      =!..

      Aruba wrote:

      Nicht ganz,
      wenn die Inflation 10% beträgt und du 8% Zinsen bekommst wird Geld vernichtet.
      Siehe aktuell in D.
      Natürlich besser als nichts tun und null Zinsen bekommen.
      Aber ich denke man muss vorsichtig sein mit Zahlen wie xyz prozent wenn keine Inflation angeben ist.

      Halloooo?
      DIe Inflation spielt bei einer Auslandsanlage keine Rolle!
      1.000.000 ist immer 1.000.000.
      Was eine Rolle spielt ist der Wechselkurs.
      Ein kleines Rechenbeispiel:
      Du legst 100.000 Griwna mit 18 % Zinsen für 12 Monate an.
      Das sind zum jetzigen Kurs von 10,791725 UAH für 1 Euro insgesamt 9266,3592 €.
      Bei monatl. Zinszahlung sind das dann nach 12 Monaten 119.561,82 UAH.
      Jetzt rechnen wir in Euro um jetzt gibt es 3 Möglichkeiten der Kurs ist gesunken sagen wir um 10 %, oder der Kurs ist gleichgeblieben oder der Kurs ist gestiegen um 3 %.
      Der Griwna Kurs ist um 10 % gefallen, das sind dann 11,8708975 UAH für 1 €. Dann wären das dann 10.071,8431 €, oder eine Verzinsung von 8,69256 %
      Der Kurs ist gleich dem Kurs heute, das sind dann 10,791725 UAH für 1 €. Dann wären das dann 11.079,0274 € oder eine Verzinsung von 19,5618169 %.
      Der Griwna Kurs ist um 3 % gestiegen das sind dann 10,4679733 UAH für 1 €. Dann wären das dann 11.421,6777 € oder eine Verzinsung von 23,259605 %.
      Das ganze ist ohne Umtauschgebühren usw.
      Was anfällt ist die Inflation im Heimatland, aber niemals im Anlageland!
      "Im Land der Schatten ist die Wahrheit eine Lüge"
      Tom Drake
      Oder noch ein Beispiel.
      Du legst 10000 Euro an.
      In DE mit 2% -> 10200 Euro
      in UA mit 8% in Euro -> 10800 Euro
      in UA mit 19% in UAH -> 11900 Euro (nach Umtausch und Rücktausch, ohne Kursdifferenzen)

      Dieses Geld bekommst Du völlig unabhängig davon, ob in DE oder auch in UA die Inflationsrate 1% oder 20% betrug.

      Die Kaufkraft Deines Geldes hat sich durch die Inflation verändert, wenn Du dafür etwas im jeweiligen Land kaufen willst.
      Aber das ist auch wieder völlig unabhängig davon, wo Du Dein Geld angelegt hast.
      Hast Du es geschickt angelegt, können die Zinsen vielleicht den Kaufkraftverlust kompensieren. Das ist aber schon der einzige Zusammenhang.

      Neulich hatte ich exakt dieselbe Diskussion in einem anderen Forum mit exakt demselben Missverständnis.

      Gruß
      Siggi
      Also wir haben im letzten November noch die 2 % bezahlt.
      Ich hab jetzt gegoogelt aber habe nur gefunden das einer der PR ab 2014, 25 % für den Pensionefond haben will (Pressemitteilung) und einer der National Bank denkt an 5 % (Pressemitteilung).
      Ansonsten auch nichts mehr auf der Seite von Raiffeisen Aval anscheinend hat deine Frau recht. Wäre doch schön.
      Spielt es eine Rolle ob Resident oder Nicht Resident anlegen kann man doch sowieso nur mit Identifikatione Code oder?
      "Im Land der Schatten ist die Wahrheit eine Lüge"
      Tom Drake

      Aruba wrote:

      Richtig, meine Aussage bezieht sich auf >Inlandsanlage.

      Sie sind aber trotzdem falsch. Wenn es in UA 20% Inflation gibt, dann ist diese für mich als UA Resident existent, egal ob ich in DE oder UA oder auf den Bahamas anlege.
      Du stellst zwei Dinge in einen Zusammenhang, die nichts miteinander zu tun haben.

      Ein ordentlicher Kapitalist versucht doch keinen Inflationsausgleich durch Anlagen zu erhalten, sondern den maximalen Profit bei minimalen Risiko, d.h. er möchte seine Nettoprofiterwartung maximieren. Wo immer er diese Möglichkeiten sieht, wird er doch als ordentlicher Kapitalist sein Geld anlegen.
      Ein Kleinanleger hingegen, sieht vermutlich selten über den Horizont der lokalen Sparkasse hinweg.

      Nicht vergessen, das Geld in der Heimat zu versteuern.

      Im Wohnsitzstaat. UA Residenten zahlen 0%! Auch bei Anlage in der EU sind sie von der EU Quellensteuer befreit.

      Gruß
      Siggi
      Ich muss dir widersprechen. Die Inflation vermindert die Kaufkraft.
      Wenn in dem Land in dem du wohnst die Inflation höher ist als der zu erzielende Zinssatz, machst du Verlust. Jedoch weniger als bei untätigkeit

      diekleinanleger.com/finanztipp…-die-inflation-vergessen/


      In deinem Beitrag kann der Eindruck entstehen, dass man Deutscher Geld in der Ua anlegen kann ohne dies versteuern zu müssen. Das ist nicht korrekt
      tagesspiegel.de/wirtschaft/gre…d-legal-sind/8117196.html
      Wenn in dem Land in dem du wohnst die Inflation höher ist als der zu erzielende Zinssatz, machst du Verlust

      Ja natürlich machst Du einen Verlust, wenn Du Kapital hast und die Inflation Dir die Kaufkraft wegfrisst und Du das nicht durch entsprechende Kapitaleinkünfte kompensieren kannst.
      Anlagen in festverzinslichen Papieren im Inland sind aber nur eine von hundert Möglichkeiten Dein Geld anzulegen. Du kannst Dein Geld auch
      - in Unternehmen anlegend
      - in Edelmetallen
      - in Anleihen im Ausland
      - in Immobilien
      usw. usf.
      Darum verstehe ich nicht, warum Du ausgerechnet immer auf genau einer spezifischen Anlageform herumreitest.

      Aruba wrote:

      In deinem Beitrag kann der Eindruck entstehen, dass man Deutscher Geld in der Ua anlegen kann ohne dies versteuern zu müssen.

      Wenn Du als Deutscher Resident der Ukraine bist, musst Du Zinserträge in UA versteuern. Der Steuersatz beträgt 0%.

      Gruß
      Siggi
      Hallo liebe Forenmitglieder!

      Ich moechte einen groeßeren Geldbetrag in der UA bei einer Bank anlegen,
      die nicht unbedingt den hoechsten Zinssatz
      bietet, besser eine Bank, bei der ich nicht um meine Einlage
      fuerchten muss.
      Kann mir jemand hier eine Bank empfehlen?
      Bitte nur um Antworten, die Erfahrungen zu Grunde legen.

      Vielen Dank im Voraus!

      Gruß
      Matthias

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      matthias67 wrote:

      wo ich nicht um meine Anlage fuerchten muss.

      Wann Du Angst hast, kann hier niemand ahnen. Das die Anlage in UA insgesamt ein höheres Risiko hat, als bei einer Bank in Westeuropa mit Tripple A Rating, sollte Dir bewusst sein.

      Vielleicht helfen Dir ein wenig meine Erfahrungen:
      Geldanlagen in der Ukraine

      Empfehlungen spreche ich nicht aus, denn ich habe keine Lust für evt. Verluste verantwortlich gemacht zu werden! (Nicht falsch verstehen, wir haben auch ein wenig "Spielgeld" in UA angelegt.)

      Gruß
      Siggi

      Post was edited 1 time, last by “Siggi” ().

      Hallo Siggi,

      danke fuer den Link und der schnellen, wie immer objektiven Antwort!
      Mir ist schon bewusst, dass es keine 100% ige Sicherheit einer ukrainischen
      Bank gibt. Moechte das Risiko nur moeglichst gering halten.
      Ich bin gerade am Flughafen in Kiew und werde mir den Link daheim
      in Ruhe anschauen.

      Vielen Dank nochmal!

      Gruß
      Matthias

      matthias67 wrote:

      Moechte das Risiko nur moeglichst gering halten.

      Dann gehe besser zu einer Niederlassung der russ. Sperbank in UA. Sperbank ist praktisch eine staatliche Bank in RF; mit entsprechender Rückendeckung und intern. Bankverbindungen.
      Aber Einlagen nur in Euro oder Dollar tätigen. Die Devisenreserven ($) der Staatsbank der UA fallen jeden Monat. Das muß irgendwann auch neg. Auswirkungen auf den Kurs des UHA zeigen.