EU ermittelt gegen Deutschland wegen Sprachtests für Ausländer

      romeomustdie11 schrieb:

      Zwischenfrage : bekommen die Frauen das nicht teils bezahlt, wenn Sie verheiratet sind in Deutschland leben ?

      Wenn der B1 Kurs innerhalb von einem Jahr mit erfolgreicher Prüfung gemacht wird, dann werden die Hälfte der Kosten erstattet.
      Meine Frau hat die Hälfte der Kosten auf Antrag wieder bekommen.

      Nachtrag: Der Kurs lässt sich übrigens auch von der Steuer absetzen. Integrationskurs von der Steuer absetzen

      confusion schrieb:

      Meine Frau hätte nicht schon nach drei Monaten einen so erfolgreichen beruflichen Einstieg hier in Deutschland gehabt wenn Sie nicht im Vorfeld schon etwas Deutsch gesprochen hätte.

      Hallo, das kann ich so nicht generalisierend stehen lassen. Es mag auf junge hoch gebildete Frauen wohl zutreffen. Denen fällt es dann leicht.

      Ich selbst bin allerdings kein Einstein und meine Frau ist es auch nicht. Ich z.B. kann immer noch nicht Russisch, es liegt einfach am Alter und dem Aufwand, welchen ich jetzt nicht auf mich nehmen will. Wir nutzten damals nur Englisch.

      Gehen wir mal davon aus, dass wir unser Geld mit unseren Händen verdienen. In unserer Firma ist meine Frau die Chefin, und mir wäre Englisch oder Russisch recht, wenn ich letztere Sprache verstünde und die Entscheidung, die meine Frau trifft, gut wäre.

      Warum sollte meine Frau nicht zu mir ziehen dürfen ??? Erklärt es mir bitte.
      Gruß nobody

      oldtrotter schrieb:

      Wobei aus der Reihe tanzen, bei den Kontrollen oder bei dem Sprachtestzwang?

      Um an das eigentliche Thema zu erinnern, mal dieser kleine Hinweis!

      Danke Oldtrotter

      Das Thema war: "EU ermittelt gegen Deutschland wegen Sprachtests für Ausländer"

      Wieso weicht meine Aussage vom Thema ab? Ich verstehe nicht.
      Die Inention hinter dem Gesetz betraf ja den Zuzug von Familienangehoerigen aus der Tuerkei. Verstehen kann ich es, ich halte es auch nicht fuer ein Problem wenn jemand der sich in DE fuer einen laengeren Zeitraum niederlassen will, gewisse Sprachkenntnisse vorweisen muss. Es gibt schon genuegend "Paralelgesellschaften" in DE. Klar sind die Ukrainer/Russen da ein Kolateralschaden, aber mal ehrlich schadet es gewisse Sprachkenntnisse zu haben?

      AndreasK schrieb:

      Die Inention hinter dem Gesetz betraf ja den Zuzug von Familienangehoerigen aus der Tuerkei. Verstehen kann ich es, ich halte es auch nicht fuer ein Problem wenn jemand der sich in DE fuer einen laengeren Zeitraum niederlassen will, gewisse Sprachkenntnisse vorweisen muss. Es gibt schon genuegend "Paralelgesellschaften" in DE. Klar sind die Ukrainer/Russen da ein Kolateralschaden, aber mal ehrlich schadet es gewisse Sprachkenntnisse zu haben?


      Das sicher nich...aber es werden dabei alle über einen Kamm geschert und das Ganze über die Familienzusammführung zu stellen, das geht zu weit...

      Wie gesagt, gegen einen anschliessenden Integrationskurs hab ich persönlich gar nichts, den find ich sogar sehr gut. Aber bspw. meine Frau hat derzeit gar keine Zeit zum lernen, sie arbeitet Montag - Freitag von 9 - 18 Uhr...bliebe höchstens das WE...Hier hätte sie viel entspanntere Möglichkeiten und wäre sofort gezwungen, das erlernte umzusetzen...
      Genau um diese Konsequenz ging es ja in dem Gerichtsverfahren, welches die Niederlande vor dem Europäischen Gerichtshof verloren hat.

      Da es dort keine Grundsatzurteile gibt, die für alle Staaten Europas (Europäische Union) Rechtskraft haben, muss jeder Staat einzeln belangt werden!
      Jetzt kommt die Bundesrepublik Deutschland dran und dieses meiner Meinung nach zu Recht.

      Ich halte den Standpunkt nämlich auch für durchaus vertretbar, eine ukrainische Ehefrau wird sich schon bemühen in Deutschland zurecht zu kommen und sich versuchen zu integrieren ohne das Damoklesschwert Sprachtest bestehen oder draussen bleiben, vielleicht erst ein Ki9nd eines Deutschen gebären und dann doch über diesen Umweg nach Deutschland zu gelangen. Man kann verantwortlichen selbstständig denkenden Menschen schon ganz schöne Klötze vor die Füsse rollen, da sind unsere Strassen hier in der Ukraine noch der reinste Luxus.

      Dieses zu meiner Auffassung von Law and Order in einem modernen Deutschland als angeblich führender Staat innerhalb der EU.

      Danke Oldtrotter

      AndreasK schrieb:

      aber mal ehrlich schadet es gewisse Sprachkenntnisse zu haben?


      Hallo, im Prinzip bin ich dafür, dass Menschen, die in D leben wollen, auch Deutsch sprechen sollen.

      Allerdings hat der Chef einer meiner Zulieferer auch kein Wort Deutsch gesprochen, als er mit seiner gesamten Familie nach D kam. Anshu Jain von der Detschen Bank reiht sich da auch mit ein. Ab welcher Größe der Firma hätte meine Frau ein Ausnahmeregelung ? Und weiter gefragt ... ab welchem Vermögensstand, ab welchem Einkommen ?

      Wir haben hier im Forum Mitglieder, die wegen des Sprachtestes nicht zusammen leben dürfen, jedenfalls nicht in D. Und ich, ich wäre beinahe deshalb ausgewandert ... paradox? Nein, ungerecht.

      Deutschland ist einfach zu feige. Niemand sagt, dass es sich gegen Muslime richtet. Niemand hat Mut ... Deutsche mit binationaler Beziehung sollen nicht getroffen werden, also nehmen wir sie endlich heraus.

      Gruß nobody
      @Oldtrotter Teilweise stimme ich dir zu, allerdings habe ich so meine Zweifel das z. B. der Ehepartner eines/einer tuerkischen Mitbuergers, der aufgrund einer, von den Eltern arrangierten Hochzeit mit seinem bereits in DE lebenden Partners diese Energie hier aufbringt und ernsthaft die Sprache lernt. Dazu kenne ich leider zuviele "Negativbeispiele". Da hilft nur ein gewisser "Druck".

      Einen Sprachkurs sehe ich jetzt nicht als den riesigen Klotz den man uns in den Weg legt. Wenn ich mir die Entwicklung z. B. in Frankreich anschaue, halte ich sowas fuer zwingend notwendig.
      @Nobody Das Beispiel Anshu Jain hinkt IMHO etwas, da geht es eben nicht um die Firmengroesse sondern um die Ausnahmeregelung fuer Spezialisten. Davon habe ich auch 3 in der Firma, einen Russen und 2 Weissrussen. Absolute Fachleute auf Ihrem Gebiet, sprechen mittlerweile sehr gutes Englisch welches bei uns Firmensprache ist. Da wurde auch nicht nach dem Deutschkurs gefragt.

      Tja, gerade eine deutsche Regierung hat nunmal ein paar Schwierigkeiten, gewisse Tatsachen auch klar zu artikulieren. Die Schlagzeilen in Huerriyet und Co. will man sich gerne ersparen.

      nobody schrieb:

      dass Menschen, die in D leben wollen, auch Deutsch sprechen sollen.
      sollen wohl nicht, aber können.

      nobody schrieb:

      Deutsche mit binationaler Beziehung sollen nicht getroffen werden, also nehmen wir sie endlich heraus.
      Ich denke das einfach in der Vergangenheit damit zu viel Schindluder getrieben wurde.
      Aber was sollten wir machen? Warten bis eine Partei an die macht kommt die das ändert? Ich habe mich nun mal in eine Ukrainerin verliebt. Nicht in eine Rumänin, Polin oder Bulgarin. Das wäre sicherlich einfacher gewesen Sie zu mir zu holen. Ich und meine Frau waren uns vorher über die Konsequenzen bewusst und wussten das es ein zeitaufwendiger und schwieriger Weg wird.
      Wir müssen nicht warten bis eine Partei an die Macht kommt, die dieses ändert, sondern wir müssen unsere ganz persönliche Einstellung zu unseren ausländischen Ehepartnern ändern, dann sind wir die Partei die dieses ändert und zwar durchgehend durch alle in Europa zugelassenen Parteien!

      Schwer zu verstehen, aber vermutlich der einzig gangbare Weg!

      Danke Oldtrotter

      AndreasK schrieb:

      Ausnahmeregelung fuer Spezialisten


      Hallo AndeasK, verstehe ich das richtig, es geht also um die Wertigkeit der Person für Deutschland?

      Da würden mich dann schnell noch die Argumente interessieren, denn meine Frau ist massgeblich daran schuld, dass wir eine Firma in D gegründet haben und nicht gerade wenig unternehmen. Selbst Kanada hätte uns soviel Punkte zugesprochen, dass wir trotz des Alters hätten problemlos einwandern können, und die Ukraine hätte sich nach einiger Zeit, wo ich zwangsweise untätig gewesen wäre, sicher nicht beschwert.

      Gruß nobody

      PS: es wird höchste Zeit, dass diese Diskriminierung der Partner von Deutschen vom Tisch kommt

      confusion schrieb:

      Zitat von »nobody«
      dass Menschen, die in D leben wollen, auch Deutsch sprechen sollen.
      sollen wohl nicht, aber können.


      Ich meinte schon das "sollen", denn im Bus oder in Essen Fussgängerzone habe ich z.B. immer das Gefühl, dass die über mich schlecht reden ... sind doch offensichtlich keine Touristen, die sich eben mal auf Französisch verständigen. Ich versuche selbst in Italien in landessprache zu radebrechen ... und das wird sehr wohlwollend aufgenommen.

      Am Wochende half mein Sohn mir in Essen. Im Haus war ein Pinnwand mit Hinweisen zur Mülltrennung ... nur auf Türkisch und Russisch. Mein Sohn erstaunt: " Und Deutsch gibt's nicht?" Ich: "Deutschen muss man das nicht extra erklären. Die kennen das."
      Was mich nervt ist die ungleichbehandlung.

      Es gilt nicht für den Franzosen und andere Europäer. Er darf mit seiner Frau nach Deutschland ziehen, ob sie deutsch sprechen oder nicht.
      Und der Franzose darf auch eine Ukrainerin heiraten und danach mit ihr nach Deutschland ziehen.
      Alles ohne Sprachtest.

      Ich verlange die gleichen Rechte wie der Franzose. Ich bin auch Europäer.
      Deshalb ist es höchste Zeit das die EU unserer Regierung mal die Hammelbeine lang zieht.

      Grüße
      Holger
      Und jetzt sind wir wieder bei der Steigerung des Wortes gleich gelandet!

      Alle Menschen sind gleich zu behandeln, besonders in Deutschland!
      Manche aber gleicher und einige sogar am aller gleichersten!

      Ich bin beeindruckt vom Umgang mit der deutschen Sprache und ihrer Anwendung, hoffentlich verstehen unsere ukrainischen Frauen dieses!

      Danke Oldtrotter