Wege in die Westukraine (Kamjanez-Podilskij)

      Wege in die Westukraine (Kamjanez-Podilskij)

      Hallo miteinander,

      (Dies ist mein erster Beitrag in einem Forum überhaupt...)

      Geplant ist diesen Sommer mit dem Auto in die Nähe von Kamjanez-Podilskji zu fahren, in das idyllische Zbruch-Tal. Gedacht hatte ich mir als Reiserouten (von München aus) über Österreich, Ungarn und durch die Karpaten zu fahren. Oder als Alternative über Dresden, Polen und dann über Lviv und Ternopil nach Kamjanez weiter. Laut google maps sind es ca. 1350 km. Ist so eine Strecke mit 2 Fahrern bei den ukrainischen Straßenverhältnissen realistisch in einem Tag zu schaffen? Ich denke mal die Zeiteinschätzung klappt für Autobahnstrecken noch recht gut, aber wie sieht es denn "hinter der Grenze"? Über Tipps wäre ich sehr dankbar.
      Danke schonmal.

      Schöne Grüße
      Plagger
      Na das War nur so einmal eine Idee, da wir schonmal zu zweit von Bamberg nach Montpellier gefahren sind - 1150 km. Aber das kann man glaub ich nicht vergleichen. Ich tendiere ja immer mehr zur Route über Polen (mit Abstecher in die alte fränkische Heimat ) mit Übernachtung in einer sehenswerten Stadt entlang der Route...Krakau vielleicht.

      Zum Thema Grenze: wieviel Zeit muss man denn so im Normalfall einplanen am Übergang bei Krakovets A4 von PL nach UA?

      Plagger wrote:

      Laut google maps sind es ca. 1350 km. Ist so eine Strecke mit 2 Fahrern bei den ukrainischen Straßenverhältnissen realistisch in einem Tag zu schaffen


      Dein Optimismus sei gelobt-aber das wird nichts und ist auch Unsinn! In UA fährt man erstens nicht im Dunkeln und zweitens auch nicht übermüdet-da gibt es stellenweise Schlaglöcher die den Namen noch verdienen und "witzige" Überraschungen:Vom fehlenden Gullydeckel bis zum unbeleuchteten Pferdegespann.Das übernachten ist überwiegend preiswert und etwas mehr Zeit und Ruhe bei der Anreise stimmt auch schon etwas auf das Land ein.

      Besser also "Eile mit Weile"

      Gruß

      Martini
      Hallo,

      sollte doch machbar sein. Ich fahre selbst von Leipzig aus direkt nach Ivano-Frankovsk bzw ein paar Dörfer weiter ca 1150 km (etwas unter 12 Std)...die einzige Pause mache ich an der Grenze und kurz nach der Grenze um das erste mal zu tanken und zum Zigaretten kaufen :)
      Mitte April bin ich zuletzt über besagten Grenzübergang Krakovec gefahren...an der Grenze alles inklusive 20 Minuten. Und in Polen wurden einige Teilstücke der A4 freigegeben, was einem zahlreiche polnische Dörfer erspart.
      Von Lemberg aus ist die H09 zu empfehlen. Wenn es die erste Fahrt in diese Gefilde ist, muss man nicht unbedingt Nachts fahren; ich finde den wenigen Verkehr dagegen sehr angenehm.

      mfg,
      Dicky
      Mein Weg hat etwas über 1300 km. Die 1000 km auf der A4 in Deutschland und Polen angenehm. Kann man locker in 10 h schaffen, wenn alles gut geht und nur Pinkelpausen eingelegt werden. Fährt sich sehr gut in der Nacht.
      An der Grenze ist alles möglich, von 30 min bis zu x- Stunden. Meine Erfahrung... früh, in den Sommermonaten zum Sonnenaufgang. Ukrainische Straße versuche ich nur bei Tageslicht zu benutzen, wie oben schon erwähnt, viele "Überraschungen".
      Die Hauptstraßen bis Lviv sind im guten Zustand, können auch gut in der Nacht befahren werden.

      Ich muß dann weiter bis Ivano-Frankivsk und dann noch bis Kosiv... teilweise erbärmliche Straßenverhältnisse. Brauche für die restlichen 250 km ca. 5 h.
      Du musst aber denke ich über Ternopil fahren, kann dir nicht sagen, wie die Straßen da sind.

      Wenn 2 sich abwechseln und die Chance auf Schlaf besteht, ist die Strecke aber innerhalb von einem Tag zu schaffen, wobei die Ukraine, jedenfalls die Straße ;) , mich total schlaucht. Vermutlich bin ich zur verweichlicht :)
      Am Beispiel Ukraine kann man erkennen:Manchmal hat man keine Wahl,selbst wenn man gewählt hat.
      © Wolfgang J. Reus,(1959 - 2006), deutscher Journalist, Satiriker, Aphoristiker und Lyriker
      Gute Frage!
      Meine Frau hat noch keinen Führerschein. ;)

      Wie gesagt, D und PL locker und entspannt- die UA-Straße schlaucht. Und dann finde ich 300 km vor dem Ziel doch keinen Schlaf mehr, insbesondere da ich die Grenze zw. 3-6 Uhr versuche zu passieren. :) Habe es schon probiert.


      Am Rande: Als ich das erste Mal gefahren bin, dachte ich noch, "Hui, 300 km...in 3 Stunden bist du da!" Es war in der Nacht und es dauerte 8 h, inklusive 3 x DAI.
      Am Beispiel Ukraine kann man erkennen:Manchmal hat man keine Wahl,selbst wenn man gewählt hat.
      © Wolfgang J. Reus,(1959 - 2006), deutscher Journalist, Satiriker, Aphoristiker und Lyriker

      freqtrav wrote:

      Warum macht man so etwas Verrücktes?

      Um einen Preis im Forum für die größte Verrücktheit zu gewinnen?

      Im ernst: Ich bin bislang zweimal durchgefahren (von Sumy bis in den bayerischen Wald), aber da fühlte ich mich beim Grenzübertritt noch zu frisch und dann hatte ich den Punkt verpasst. Das ging dann so: Noch ein kleines Stückchen, dann muss ich morgen früh nicht durch Budapest (geht ja in der Nacht viel besser), ja jetzt ist Wien auch nicht mehr fern, jetzt gerade noch durch Wien, jetzt lohnt sich eine Übernachtung auch nicht mehr.

      Empfehlen würde ich dies aber nicht. Ich werde nach gegen Ende einer solchen 20 Std. Fahrt dann schon sehr müde. Ein Sekundenschlaf und schon ist es passiert...

      Aber in UA nach Einbruch der Dunkelheit fahren, dies würde ich nur machen, wenn ich die Strecke kenne, d.h. nach dem letzten Winter (neuer Winter = neue Überraschungen) schon gefahren bin.

      In der Regel übernachten wir immer nach dem Grenzübertritt.

      Gruß
      Siggi

      Post was edited 1 time, last by “Siggi” ().

      Ich empfehle es auch nicht!
      Wenn man Zeit und Nerven hat, empfehle ich auch eine Übernachtung!

      Leider besitze ich beides nicht. ;)
      Am Beispiel Ukraine kann man erkennen:Manchmal hat man keine Wahl,selbst wenn man gewählt hat.
      © Wolfgang J. Reus,(1959 - 2006), deutscher Journalist, Satiriker, Aphoristiker und Lyriker
      Guten Morgen!

      Worin besteht das Problem?
      Am Vortag alles vorbereiten (Aito beladen usw) und ins Bett gehen. Gleich nach dem Aufstehen losfahren und mal ehrlich: an einem normalen Tag ist man von 24 Std doch eh 16 Std wach.
      Wie Rosi korrekt schrieb: Wenn man Zeit und Nerven hat, ist eine Übernachtung empfehlenswert.

      Habe ebenfalls beides nicht :)
      Die Zeit in der UA ist mir dafür zu kostbar und schlafen kann ich nach der Ankunft (zugegeben, daraus wurde bis dato nie etwas. Im Endeffekt haben wir dort gemeinsam etwas unternommen und aus 20 Stunden wach sein werden in der Regel 35 bis 40).
      Wer noch nicht in einem gewissen Alter ist, wird das nachvollziehen können :P
      Hallo und danke für Eure Informationen!
      Wir wollen Mitte Juni von Halle/Leipzig über Polen, Ternopol, Chmelnitzki bis nach Tiraspol/Moldawien zu fahren. Haben das in den vergangenen Jahren auch öfter getan. Jetzt sind wir so ängstlich geworden, das wir die Strecke über Prag, Budapest, Rumänien planen.
      Würden jedoch viel lieber wegen der guten Autobahn durch Polen und der Ortskenntnisse durch die Ukraine fahren. Hat jemand über aktuelle Gefahren (außer Schlaglöcher und Radar) Informationen. Zum Beispiel wie es aus Medien rüberkommt falsche Polizisten und weitere Dinge wo man erstmal hilflos ist? Oder ist es in der Westukraine fast normal für Durchreisende?
      Als wir im März in Ivano-Frankowsk mit dem Flieger über Lvow waren, gab es keine Problem.
      Im voraus Dank für Deine/Eure Antwort
      Gerd