Wohnung in Kiev kaufen - Investment

      Wohnung in Kiev kaufen - Investment

      Liebes Forum,

      einige kurze Fragen zum Thema Wohnungskauf in Kiev. Ich plane eine Wohnung im Zentrum Kiews zu erwerben zwecks Weitervermietung. Dazu ein paar kurze Fragen:

      1) Wie sieht die aktuelle Rechtslage dazugibt es hier spezielle Regelungen für Ausländer?

      2) Hat jemand Erfahrungen, welche Bank eine solche Audlandsimmobile mit einem Kredit finanzieren würde?

      Dankesehr, 8o

      compayy

      compayy schrieb:

      1) Wie sieht die aktuelle Rechtslage dazugibt es hier spezielle Regelungen für Ausländer?

      Ausländer dürfen Wohnungen seit 2002 erwerben. Bei den Steuern wird nicht zwischen Ausländern und Einheimischen unterschieden, sondern nur zwischen Residenten und Nicht-Residenten.

      compayy schrieb:

      2) Hat jemand Erfahrungen, welche Bank eine solche Audlandsimmobile mit einem Kredit finanzieren würde?

      IMHO kann man eine Finanzierung von einer Auslandimmobilie vergessen, es sei denn man hat sonstige Sicherheiten, die eine Kreditvergabe rechtfertigen.

      Gruß
      Siggi
      Недвижимость Киев. Продажа и аренда недвижимости. Агентство недвижимости RealDruzi

      Недвижимость Киев и область | Авизо

      Morgen.
      So als ersten Überblick.
      Wobei Preise im Moment allgemein mit Vorsicht zu geniessen sind...
      Da sind noch viele Illusionen seitens der Eigentümer vorhanden.
      Vermietungsgeschäft würde ich allgemein eher pessimistisch beurteilen.
      Ukrainer steigen aus dem Geschäft im Moment eher aus.
      Denke für Immobilienpreise gibts im Moment nur eine Richtung. Und die geht sicher nicht nach oben.
      Ob ein englischsprachiger Makler nun von vorteil ist glaube ich auch nicht. Billiger wird die Immobilie dadurch sicher nicht. Dafür gibts Dolmetscher. Das kostet ein paar hundert Grn.
      Danke Euch für die vielen Antworten. Das Problem stellt sich wohl eher bei der Finanzierung. Über eine ukrainische Bank eher unrealistisch bei horrenden Zinsen. Eventuell eine deutsche Bank, dann werden wohl auch Sicherheiten verlangt. Natürlich steht der Wechselkurs gerade gut. Kann dich aber bei einer so langen Laufzeit auch wieder ändern...

      Ahrens schrieb:

      Vermietungsgeschäft würde ich allgemein eher pessimistisch beurteilen


      Ahrens schrieb:

      Wobei Preise im Moment allgemein mit Vorsicht zu geniessen sind...

      die "offiziellen" Preise stammen z.T. noch aus der Zeit vor der Krise. Will man wirklich was kaufen, muss man in die Verhandlungen.
      Und je nach dem, wie gut die Verhandlungspartner sind, geht der Preis stark runter, oder nur schwach runter ... oder gar nicht.

      Ahrens schrieb:

      Da sind noch viele Illusionen seitens der Eigentümer vorhanden.

      Naja, der Preis richtet sich wie überall nach Angebot und Nachfrage.
      Ist die Nachfrage zur Zeit so hoch?
      Ich glaube eher, die Verkäufer setzen ihre Wunschpreis an ... gibt es einen Interessenten gut
      Gibt es keinen: wartet man ab.
      Nur wer verkaufen muss, der ist angeschissen


      compayy schrieb:

      Eventuell eine deutsche Bank, dann werden wohl auch Sicherheiten verlangt.

      ich glaube nicht, dass eine dt. Bank eine Immobilie in UA finanzieren wird.
      Du kannst auf eine bestehende dt. Immobilie eine Hypothek aufnehmen und damit was in UA kaufen. Das Ojekt in UA ist aber nicht Gegenstand des Darlehens/Hypothek
      Ja, so siehts aus.

      Mit der Zeit werden die Sachen immer billiger, weil die Leute irgendwann auch angesichts der Nebenkosten, Liquiditätsprobleme etc. verkaufen müssen.
      Ich würde eher noch warten. Das die Immobilienpreise steigen, ist wirklich mehr als unwahrscheinlich. Da müsste hier Erdöl gefunden werden oder sowas.

      Auf den ersten Blick- ohne das Konzept nun genauer zu kennen, würde ich sagen, kreditfinanziertes Immobiliengeschäft ist derzeit wohl wirklich etwas spekulativ hier. Wenn das dann noch zu ukrainischen Zinsen funktionieren soll, müsste das schon eine wirklich innovative Idee sein....
      Bis ca 30.000€ kannst Du in DE einen Ratenkredit bekommen.
      Wenn Du gut verdienst, einen guten Arbeitgeber hast und dort auch schon lange genug dabei bist.

      Wenn man in der UA eine Wohnung kaufen will....
      nur eine welche schon fertig ist, keinen Neubau!!!!
      Freundin in Kiev wird gerade über den Tisch gezogen, Wohnung sollte im Februar fertig sein....
      Bis jetzt nicht mal die Baugrube ausgehoben.
      Ihr Vertrag war wohl so ausgelegt, das sie stornieren konnte. Musst nur den Notar für ne Neue Wohnung zahlen (300€)

      Mal schauen was das wieder wird.

      Berger schrieb:

      Bis ca 30.000€ kannst Du in DE einen Ratenkredit bekommen.
      Wenn Du gut verdienst, einen guten Arbeitgeber hast und dort auch schon lange genug dabei bist.

      Woher kommt denn der Betrag von 30.000€ ?
      Mir sind persönlich Menschen bekannt die gar keinen Kredit bekommen und welche die problemlos jederzeit einen wesentlich höheren Ratenkredit bekommen.

      Berger schrieb:

      Wohnung sollte im Februar fertig sein....
      Bis jetzt nicht mal die Baugrube ausgehoben.

      Das wiederum ist nicht Ukraine Spezifisch.
      Genau so ist es z.b. meiner Mutter in Deutschland passiert.
      Sie hat ihr Haus verkauft und eine Neubauwohnung gekauft die noch nicht fertig war.
      Das alles bei einem Makler der auch Bauherr der Neubauwohnungen war.
      Sie dachte wenn alles aus einer Hand kommt, dann sollten solche Probleme wohl ausgeschlossen sein.

      Sie durfte letztendlich die anfallenden Zinsen des Kredits des Hauskäufers zahlen, da dieser nicht in das Haus einziehen konnte, der Kredit aber schon lief.
      Der Makler hat sich da nichts von angezogen.
      Die Verträge gaben ihm auch Recht.
      Meine Mutter hat die Verträge nicht mir zur Prüfung gegeben sondern ihrem verkalkten 85 Jahre altem Bruder.

      NORAD
      Ratenkredit, das ist ohne Sicherheiten, nur ein Schufaeintrag.
      Da sind 20.000 schon viel.

      Das mit Deiner Mutter, auch hier ist nicht mehr alles Gold was glänzt ;)

      Aber in der UA extrem gefährlich, gerade bei Neubau Wohnungen.
      Gibt einige Familien die sind wegen diesen Sachen Pleite gegangen. Aber ne andere Geschichte.
      Auch bei fertiggestellten/älteren Immobilien kanns Probleme geben, mit denen man normalerweise nicht rechnet, wenn man unbedarft ist.
      Oftmals sind das die tatsächliche Eigentumslage, Belastungen oder Rechte Dritter, die nicht so einfach zu erkennen sind. In Deutschland ist durch einen Blick ins Grundbuch das wesentliche geklärt. In der Ukraine ist das oft nicht ganz so einfach zu erkennen. Also da sollte man auf keinen Fall deutsche Massstäbe ansetzen. Aber das gilt hier überhaupt beim Vertragsrecht.
      Ich denke das jetzt oder in den nächsten Monaten ein guter Zeitpunkt ist eine Wohnung in Kiew zu kaufen.
      Man muss natürlich verhandeln, das ist klar.
      Wobei ich das ganze nicht als finanzielles Investment sehe, sondern als ein Investment in meine/unsere Zukunft.
      Ich möchte eine Bleibe in Kiew haben wo ich mich wohl fühle und das, wenn bezahlbar, mitten im Zentrum.
      Vermietung plane ich nicht, höchstens als Übernachtungsort für die Familie. Aber von denen nehme ich kein Geld.

      Kiew ist einfach und schnell zu erreichen und für mich gibt es dort alle Annehmlichkeiten die man so braucht.
      Ich werde mal anfangen auszusortieren damit ich bei einer Besichtigung keine Zeit vergeude.

      Sollte es wirklich soweit kommen das ich etwas kaufe, dann brauche ich natürlich einen Kompetenten Anwalt der die Verträge und anderen Umstände prüft.


      NORAD

      Ahrens schrieb:

      Oftmals sind das die tatsächliche Eigentumslage, Belastungen oder Rechte Dritter, die nicht so einfach zu erkennen sind. In Deutschland ist durch einen Blick ins Grundbuch das wesentliche geklärt. In der Ukraine ist das oft nicht ganz so einfach zu erkennen.


      Oh ja...
      Damals, als ich das erste Mal in UA war, bin ich mit Yulia und ihrer Mutter an einen See gefahren. Sie hatten da ein Holzhaus und wir wollten da ein paar Tage verweilen.
      Im Haus brannte allerdings Licht und drinnen wurde ordentlich gefeiert.
      Auf Nachfrage, was sie denn in dem Haus zu suchen hätten, wurde gesagt, dass sie die Bude gekauft haben.
      Polizei musste kommen. Alle mussten das Haus verlassen und die Eingänge wurden von der Polizei versiegelt, bis die Eigentumsverhältnisse geklärt sind.
      Muss man sich mal vorstellen. Da kommst Du nach Hause und da sind wildfremde Typen in deiner Bude, weil irgendwer dein Haus versilbert hat... :popcorn:
      Ich habe noch nie verstanden, wie man beim Biathlon Zweiter werden kann.
      Man hat doch ein Gewehr...
      Umgekehrt kanns genauso gehen. Du kaufst eine Bude, nach einer Woche steht eine Mutter mit minderjährigem Kind vor der Tür und behauptet, dass das Blag da angemeldet ist...:)))
      Niemand in UA kauft ein Objekt, in dem andere Personen eine Registrierung = Wohnrecht haben. Meine zutiefst paranoide Frau, hat diese Dinge immer noch einmal selbst geprüft und sich nicht auf den Notar verlassen.

      Gruß
      Siggi
      Also wenn es nur um die langfristige Wertsteigerung des Investments geht, dann sind die Wohnungen am Rande der Großstadt oder sogar in den Vororten am lukrativsten. Wohnungen im Zentrum waren überteuert, und sind nach "unseren" Renditevorstellungen, wenn man auch einen "Ukrainesicherheitszuschlag" einkalkuliert, immer noch zu teuer.

      Und wenn du zur Besichtigung einen bzw. mehrere deutsche Handwerksmeister mitnimmst, dann werden die dir oft bescheinigen, daß die Tapeten wirklich schön sind, aber beim Entkernen bis auf den Beton eher stören und auch z.B. das Verlegen der neuen Elektrokabel meistens das Muster der Tapete ein wenig stört. :lol:

      Ahrens schrieb:

      Auch bei fertiggestellten/älteren Immobilien kanns Probleme geben, mit denen man normalerweise nicht rechnet, wenn man unbedarft ist.
      Oftmals sind das die tatsächliche Eigentumslage, Belastungen oder Rechte Dritter, die nicht so einfach zu erkennen sind.

      Interessant dürfte es auch in den westlichen Landesteilen werden, wenn etwas an der Entschädigung für Polen, die ihr Eigentum auf dem Gebiet der jetzigen Ukraine zurückließen, dran ist. Es sind zwar Kriegseinwirkungen und Kriegsfolgen höherer Gewalt gleichgestellt. Zudem käme die Frage der Verjährung. Aber alles in allem sind in dieser Frage die Polen derzeit recht aktiv. Und bei den juristischen Kapriolen unserer Zeit halte ICH so ziemlich alles für möglich.
      Tue nie altruistisch etwas Gutes, denn es wird doppelt und dreifach im Üblen vergolten.