Aufenthaltsgenhmigung für Lebensgefährtin

      Aufenthaltsgenhmigung für Lebensgefährtin

      Hallo an Alle,

      bin neu hier und schicke erstmal ein freundliches Hallo ins Forum und hoffe, dass mir jemand helfen kann. Wenn das Thema auch schon 1000 Mal hier im Forum vorkam,
      ist ja jeder Einzelfall evtl. individuell zu betrachten und daher schreibe ich meinen Fall trotzdem nochmal :)

      Also ich bin 34 und habe meine Freundin (ukrainische Staatsbürgerin) hier in Deutschland kennengleernt, da Sie hier als Pflegerin für 3 Monate gearbeitet hat.

      SIe hat eine Ausbildung als OP-Krankenschwester und einige Zusatzqualifikationen und hatte in der Ukraine einen festen Arbeitsplatz.

      Momentan ist Sie wieder hier in Deutschland (momentan für 3 Monate) aber hat jetzt die Möglichekeit im August eine Ausbildung zu beginnen, die Ihr angeboten wurde, da Sie ja schon eine
      Qualifikation im medizinischen Bereich besitzt und dies nun ein Vorteil ist. Zusätztzlich besucht Sie momentan bereits eine Sprachschule und im August schließt Sie die voraussichtlich mit dem B1 ab.

      Haben wir mit dem Arbeitsvertrag und dem Nachweis der Sprachschule, die Möglichekit, dass Sie dauerhaft hier bleiben kann?

      Danke für alle Ratschläge und beste Grüße
      Markus :)
      Nabend und herzlich willkommen. Komplexe Frage. Da bräuchte man auch mehr Informationen.
      Also in wie weit ist der Abschluss denn mit einem Dt. Krankenpfleger gleichwertig?
      Das kann nur eine Gleichwerigkeitsprüfung zeigen.
      Wurde schon sowas beantragt?
      Schätze ja, sonst hätte Sie wohl nicht gearbeitet. Jedenfalls kaum legal. In der Regel gibt das einen Mangelbescheid und dann werden die fehlenden Kenntnisse im Betrieb nachgeholt.
      Während dessen kann man zum Mindestlohn arbeiten.

      Oder alternativ eine Lehre anfangen.
      Dazu ist wohl B1 oder höher nötig, damit man dem Stoff folgen kann.
      Ausserdem müsste eine Vorrangprüfung durch das Arbeitsamt bei einer dualen Ausbildung stattfinden.
      Das ist als Pfleger/Krankenschwester aber wohl möglich und realistisch.
      Ich denke ja. In dem Pflegeheim, in dem meine Frau arbeitet, arbeiten einige Personen aus Nicht-EU-Ländern (z.B. Kosovo, Albanien) die auf Grund ihrer Ausbildung eine Aufenthaltstitel bekommen haben. Das Pflegeheim hat alles in die Wege geleitet und da medizinisches Personal bzw. Kranken- und Altenpfleger zu den Mangelberufen gehört, stellt sich auch die Agentur für Arbeit nicht dagegen.
      Weiterhin bietet das Pflegeheim diesen Leuten die Möglichkeit sich parallel zur Arbeit zur Pflegefachkraft ausbilden zu lassen. Deutschkenntnisse sind dazu obligatorisch.

      Mit dem Besuch für drei Monate, ich denke mit biometrischem Pass, schafft sie es aber nicht bis in den August am Deutschkurs teilzunehmen.
      Besser wäre ein Visum zum Sprachunterricht gewesen, dieses Visum könnte von der Auslanderbehörde bei Vorliegen eines Arbeitsvertrages und Zustimmung der Agentur für Arbeit auch umgewidmet werden in einen Aufenthaltstitel mit Arbeitserlaubnis (liegt allerdings im Ermessen der Ausländerbehörde). Ist man allerdings nur mit dem biometrischen Pass eingereist, ist selbiges nicht möglich.
      Nur so lange ist uns der Friede sicher, solange wir des Sieges sicher sein können!
      Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben,
      - die Sterne der Nacht, - die Blumen des Tages - und die Augen der Kinder
      Ich würde mit dem Visum zur Berufsanerkennung anfangen.
      Sprachkurs ist eher suboptimal. Das kann zu Missverständnissen und dann zur Visumsablehnung führen.
      Besser gleich das Richtige.
      Für manche Länder wie Kosovo usw. gelten da aber auch noch Sonderregeln, wenn ich mich nicht irre.

      Neu

      In der Pflege sieht es sehr gut aus (komme selbst aus der Pflege).
      Die Anerkennung der ukrainischen Ausbildung ist aber je nach Bundesland schwierig. Hier in Bawü geht das wohl inzwischen recht gut. Wir haben immer mal wieder Krankenschwestern aus dem Ostblock in der Anerkennung die bei uns einen ihrer Einsätze machen.

      Auf alle Fälle wird sie wohl erstmal eine Befristung bekommen (war bei meiner Frau auch so) für die Ausbildung... aber mit Job in der Pflege ist das (je nach Bundesland) wirklich kein Thema. Viele Arbeitgeber helfen auch.

      Evtl. machst du mal Angaben zum Wohnort. Wir haben hier in BaWü auch unterschiedliche Erfahrungen gemacht... Stuttgart war z.B. schlechter als Mannheim/Heidelberg... andererseits hat sich da die letzten Jahre einiges getan und es brennt halt auch in der Pflege, deshalb sind eure Karten tendenziell super.

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      Bezeichnend in diesem Dokument ist folgendes, Seite 8:
      "Ergänzend ist auf darauf zu verweisen, dass das Bundesverwaltungsgericht selbst eine durch Identitätstäuschung erschlichene Einbürgerung nicht für nichtig hält. "

      Anstatt das die Politiker das machen, wofür sie da sind (Gesetze im Sinne der Rechtsstaatlichkeit zu erlassen, Unsinnigkeiten zu reparieren), nicken sie diesen Rechtsbruch noch als gottgegeben ab.