Visum für Familiennachzug

      Visum für Familiennachzug

      Hallo alle miteinander,
      ich habe am 31.01.2019 in der Ukraine meine wundervolle Frau geheiratet und wir sind jetzt dabei alles für das Visum vorzubereiten.
      A1 Deutschtest wird sie im April machen.
      Wir heiraten im Juli kirchlich in der Ukraine und wollen bis dorthin möglichst das Visum haben, damit sie dann mit mir nach Deutschland fahren kann ohne nochmals in die Ukraine fahren zu müssen.
      Meine Frage nun, wo bekommt man die Visumsantragsformulare her und muss der Ehegatte auf diesen Unterschreiben?
      Reicht es wenn ich ihr alle von mir benötigten Unterlagen gebe.(Formloses Einladungsschreiben, Kopie meines Personalausweises, die in Deutschland übersetzte Heiratsurkunde mit Apostille) den Rest (Visaantragsformulare etc.) kann sie dann auch ohne mich ausfüllen und der Botschaft reichen richtig? Weil ich im April wieder zu ihr nach Schytomyr fliege und dann alle von mir benötigten Unterlagen für das Visum dabei haben möchte.
      Und wie sieht es aus mit dem Gespräch bei der deutschen Botschaft? Reicht es wenn sie das A1 Zertifikat hat und viele Fotos von uns beiden, unter anderen auch von der Standesamtlichen Hochzeit? Ihr fällt es nämlich noch schwer sich auf Deutsch gut zu Unterhalten, allerdings versteht sie schon sehr vieles...
      Ich habe schon vieles in diesem Forum dazu gelesen, allerdings brauche ich nochmal Sicherheit zu all diesen Fragen, damit auch möglichst alles klappt und ich nicht nochmal vor Juli in die Ukraine muss oder ähnliches...
      vielen Dank schonmal im Voraus. :)

      LG
      Kevin

      ​Edit: Wie kann ich Themen verschieben? habe gerade gesehen es wäre vielleicht angemessener das im Thread Visa / Bestimmung zu posten? oder hier ok?

      Post was edited 1 time, last by “keplo” ().

      Hallo,
      hier - gern - zum x'ten mal der Hinweis auf die FAQ's (rechts oben)
      forum-ukraine.de/wffaq/index.p…d-Familienzusammenf-hrung

      - Visumsunterlagen mit Merkblatt/Ausfüllhilfe auf der Seite der dt.Botschaft

      Nationale Visa - Auswärtiges Amt
      Erforderliche Unterlagen (Merkblätter) - Auswärtiges Amt
      "wer mich beleidigt, bestimme ich" K.Kinski

      egonolsen wrote:

      Hallo,
      hier - gern - zum x'ten mal der Hinweis auf die FAQ's (rechts oben)
      forum-ukraine.de/wffaq/index.p…d-Familienzusammenf-hrung

      - Visumsunterlagen mit Merkblatt/Ausfüllhilfe auf der Seite der dt.Botschaft

      Nationale Visa - Auswärtiges Amt
      Erforderliche Unterlagen (Merkblätter) - Auswärtiges Amt


      ​Die Links zu den Anträgen wahren sehr hilfreich.
      ​Vielen Dank für dein Hilfe!

      LG
      Kevin

      keplo wrote:

      Visumsantragsformulare her und muss der Ehegatte auf diesen Unterschreiben?

      nein, nur der Antragsteller

      keplo wrote:

      Reicht es wenn ich ihr alle von mir benötigten Unterlagen gebe.(Formloses Einladungsschreiben, Kopie meines Personalausweises, die in Deutschland übersetzte Heiratsurkunde mit Apostille) den Rest (Visaantragsformulare etc.) kann sie dann auch ohne mich ausfüllen und der Botschaft reichen richtig?

      ja ...


      keplo wrote:

      Und wie sieht es aus mit dem Gespräch bei der deutschen Botschaft? Reicht es wenn sie das A1 Zertifikat hat und viele Fotos von uns beiden, unter anderen auch von der Standesamtlichen Hochzeit? Ihr fällt es nämlich noch schwer sich auf Deutsch gut zu Unterhalten, allerdings versteht sie schon sehr vieles...

      A1 reicht in der Regel als Nachweis einfacher Deutschkenntnisse, allerdings wird man wohl die eine oder andere einfache Frage auf Deutsch stellen, um zu sehen, ob sie überhaupt was versteht. Wenn sie dann auf "Wie heissen Sie?" mit "Danke gut, und Ihnen?" antwortet ist das A1 Zertifikat wohl auch für den A...
      Und ansonsten wird das Gespräch wahrscheinlich auf ukrainisch laufen.


      keplo wrote:

      allerdings brauche ich nochmal Sicherheit zu all diesen Fragen

      Sicherheit gibt es da nie
      Vielen Dank euch,
      nochmal eine Frage. Als Wohnortsnachweis gilt dann wohl die Kopie des Personalausweises, habe ich das richtig verstanden? Steht unter Punkt 8 von den benötigten Dokumenten für das Visum. Entschuldigt die Inkompetenz.

      LG
      Ein herzliches Hallo in die Runde,

      ich habe mich nach einigem "stillen" Mitlesen jetzt doch dazu entschlossen, mich zu registrieren. Ferner denke ich, dass mein Post hier in diesem Thema gut aufgehoben ist - ansonsten bitte ich die Admins, diesen zu verschieben ;)

      Zur Sache - ich brauche dringend Hilfe, bzw. einen kompetenten Rat bezüglich des Themas Visum, Visafreiheit, FZF, nationales Visum mit Verpflichtungserklärung..... usw.
      Ich habe im Internet schon ein wenig recherchiert, was mich ehrlich gesagt jedoch nur noch mehr verwirrt hat...

      Die Situation ist so, dass ich vor etwas über einem Jahr eine Ukrainerin kennengelernt habe. Nach einigen kurzen Besuchen sowohl in DE als auch in UA ist sie zusammen mit ihrer Tochter Ende vergangenen Jahres und auch anfang diesen Jahres für etwas länger bei mir geblieben. Eingereist sind sie mit dem "visafreien Visum" (90/180).

      Eigentlich war alles perfekt durchgeplant, denn während ihres gegenwärtigen Aufenthaltes wollten wir nach Kiew fahren und in UA heiraten - direkt A1-Prüfung ablegen und zur Botschaft FZF beantragen. Nach meinem Dafürhalten sollte das alles innerhalb einer Woche möglich sein.
      Doch dann der erste Schock: Die Botschaft vergibt Termine mit fast 3-monatiger Frist (EU-Visakodex legt 2 Wochen Höchstwartezeit fest). Das ist so nicht hinnehmbar....
      Der zweite Stein, der uns im Wege liegt, ist zudem, dass ich noch verheiratet bin. Der Scheidungstermin war für Anfang Februar veranschlagt, wurde jedoch von meiner Noch-Ehefrau sabotiert und das Verfahren in die Länge gezogen, so dass ich nunmehr mit einem neuen Termin innerhalb der nächsten 2 Wochen rechne.
      Dies bringt uns zu Drittens: Durch die Verzögerungen ist es nun soweit gekommen, dass die 90 Tage visafreier Aufenthalt Ende des Monats um sind.
      Der Kern meiner Frage ist nun (vorerst): Was kann ich tun, damit unter allen Umständen vermieden wird, dass meine Freundin und ihre Tochter Ende des Monats DE verlassen müssen?
      Welche Möglichkeiten gibt es ggf. unter Zuhilfenahme von anderen Visakonstrukten, den Aufenthalt im Schengenraum zu verlängers - zumindest, bis ich geschieden bin und wir dann gemeinsam nach UA reisen können um zu heiraten? Wie kann nach der Heirat die ellenlange Wartezeit auf einen Botschaftstermin vermieden werden, da die Zeit etwas drängt (Schulanfang der kleinen soll in DE sein)?

      Vorab bereits vielen Dank!
      Beste Grüße
      Klausi
      Ganz auf die schnelle fällt mir nur ein polnisches Arbeitsvisum ein. Formal gesehen bleibt das natürlich trotzdem ein Visumsvergehen. Für die Tochter wird das vermutlich nicht funktionieren. Kurz: Bis zum Ende des Monats bleibt nicht viel Zeit. Ich glaube kaum, dass sich so schnell eine (halb)legale Möglichkeit eröffnen lassen kann.

      Gruß
      Siggi
      das

      Klausi wrote:

      ist sie zusammen mit ihrer Tochter Ende vergangenen Jahres und auch anfang diesen Jahres für etwas länger bei mir geblieben.

      und das

      Klausi wrote:

      Durch die Verzögerungen ist es nun soweit gekommen, dass die 90 Tage visafreier Aufenthalt Ende des Monats um sind.


      könnte bedueten, dass sie schon jetzt ein Problem hat.
      Wann ist sie eingereist und wieder ausgereist (auch die Daten vom "Ende letztes Jahr")?


      Klausi wrote:

      Was kann ich tun, damit unter allen Umständen vermieden wird, dass meine Freundin und ihre Tochter Ende des Monats DE verlassen müssen?
      Welche Möglichkeiten gibt es ggf. unter Zuhilfenahme von anderen Visakonstrukten, den Aufenthalt im Schengenraum zu verlängers - zumindest, bis ich geschieden bin

      ohne Ausreise: nichts legales oder erstrebenswertes.

      Welche Ausbildung hat sie?
      Wieder ausreisen.
      Dann so schnell wie möglich scheiden lassen, in der Ukraine heiraten und einen Antrag auf Familienzusamenführung stellen.
      Wenn Du geschieden bist kann das Ganze inkl. Visaerteilung in 1-2 Monten klappen, bis Sie wieder in Deutschland ist.

      Siggi wrote:

      Ganz auf die schnelle fällt mir nur ein polnisches Arbeitsvisum ein. Formal gesehen bleibt das natürlich trotzdem ein Visumsvergehen. Für die Tochter wird das vermutlich nicht funktionieren. Kurz: Bis zum Ende des Monats bleibt nicht viel Zeit. Ich glaube kaum, dass sich so schnell eine (halb)legale Möglichkeit eröffnen lassen kann.

      Gruß
      Siggi


      Danke für die Antwort.
      An so ein polnisches Arbeitsvisum habe ich auch schon gedacht, habe aber keinen Plan wie und wo man das mit Erfolgsgarantie über die Bühne bekommt. Jedoch sollte das dann schon auch für beide gelten. Zumindest wäre damit zunächst die Zeit "erkauft", die meine Scheidung in Anspruch nimmt.
      Denn, wenn die jetzt wieder für 1 oder gar 2 Monate wieder zurück müssten, wäre das der Super-Gau und würde vor allem für die kleine meine bisherigen Integrationsbemühungen zunichte machen.

      Es ist vielleicht eine dumme Frage, aber, kann sie eventuell ein weiteres Kurzzeitvisum erhalten - von mir aus auch ein polnisches oder tschechisches, oder mit Verpflichtungserklärung...
      Oder aber könnte vielleicht ein Besuch bei der ABH etwas bringen?

      Weil auch die Frage nach der Qualifikation kam, sie ist Buchhalterin und die dämliche 90/180 Tage Regel ist zumindest laut Online-Rechner gewahrt.

      Wie wäre die Situation, wenn ich ein Gewerbe anmelden und sie einstellen würde?

      Auch eine Blitzhochzeit in Dänemark kam mir noch in den Sinn, falls es innerhalb der nächsten 2 Wochen mit meiner Scheidung etwas wird - eventuell unter Inkaufnahme einer kurzzeitigen Überreizung der 90 Tage.

      War jemand von euch schon in einer ähnlichen Situation?

      Vielen Dank im Vorraus.
      Gruß
      Klausi

      Post was edited 1 time, last by “Klausi” ().

      Weimaraner68 wrote:

      Denke bitte daran, das die Scheidung erst vier Wochen nach dem Scheidungstermin rechtskräftig wird.


      Hallo und danke, daran habe ich auch schon gedacht, habe aber auch irgendwo gelesen, dass das für UA irrelevant ist, da kein Datenabgleich mit deutschen Standesämtern stattfindet. Aus diesem Grund wollte ich die Vorehe in UA komplett unter den Tisch fallen lassen - das reduziert ja nicht zuletzt auch den bürokratischen Aufwand erheblich... ;)

      Darüber hinaus soll es jedoch auch die Möglichkeit geben, direkt im Scheidungstermin Rechtsmittelverzicht zu erklären, mit der Folge der unmittelbaren Rechtskraft des Urteils.
      Weiß jemand, ob das stimmt?

      PS Von meiner Noch-Ehefrau lebe ich seit 2016 getrennt. Von daher dürfte sie eine neue Frau an meiner Seite nicht allzu sehr überraschen.
      Es ist allerdings mein Fehler, die Scheidung nicht unmittelbar betrieben zu haben - und nun drängt die Zeit...
      Du brauchst aber eine Apostille des Scheidungsurteil , das kommt erst ca. 4 Wochen nach dem Scheidungstermin. Bei mir hat es 6 Wochen gedauert. Trotz mehrfacher Nachfrage beim Gericht. Also, schnell geht überhaupt nichts.
      Du kannst eine Vorehe nicht einfach unter den Tisch fallen lassen! Das ist Betrug! Sie finden das heraus, keine Sorge!

      OBM100 wrote:

      Du brauchst aber eine Apostille des Scheidungsurteil , das kommt erst ca. 4 Wochen nach dem Scheidungstermin. Bei mir hat es 6 Wochen gedauert. Trotz mehrfacher Nachfrage beim Gericht. Also, schnell geht überhaupt nichts.
      Du kannst eine Vorehe nicht einfach unter den Tisch fallen lassen! Das ist Betrug! Sie finden das heraus, keine Sorge!


      Wenn er schon geschieden ist, dann sehe ich das nicht so kritisch.
      Er ist dann nicht verheiratet und heiratet in der Ukraine. Die Übersetzung des Scheidungsurteils bräuchte er ja nur für die Anmeldung der Hochzeit.

      Für meine nächste mögliche Heirat in der Ukraine würde ich auch die Vorehe unter dem Tische fallen lassen.
      Und: Wie sollen die Ukrainer das herausfinden? Und im nachhinein können die an der Ehe nichts mehr ändern.

      Klausi wrote:

      Es ist vielleicht eine dumme Frage, aber, kann sie eventuell ein weiteres Kurzzeitvisum erhalten - von mir aus auch ein polnisches oder tschechisches, oder mit Verpflichtungserklärung..

      nein, da geht absolut nichts, weil sie kein Kurzzeitvisum mehr erhalten wird.
      Kein Ukrainer mit Biometrischem RP erhält Kurzzeitvisa, weil sie visafrei reisen dürfen.
      Und selbst wenn ein Visum erteil werden "könnte", dürfte er das nicht, da auch da die dämliche 90/180 Tage Regel gilt

      Klausi wrote:

      dämliche 90/180 Tage Regel

      diese "dämliche" Regel bewirkt, dass die Ukrainer kein Visum brauchen.
      Ausserdem gilt sie für alle Ausländer im Schengenraum ausser den EU-lern

      Klausi wrote:

      Oder aber könnte vielleicht ein Besuch bei der ABH etwas bringen?

      nur wenn sie Reiseunfähig wird (z.B. Krankenhausaufenthalt nach Unfall -- ich schrieb ja: nichts erstrebenswertes), dürfte die ABH was machen, sonst nicht.

      Klausi wrote:

      Wie wäre die Situation, wenn ich ein Gewerbe anmelden und sie einstellen würde?

      bringt nichts, da sie keine Arbeitserlaubnis hat und als Buchhalterin keine bekommen wird.

      Klausi wrote:

      Auch eine Blitzhochzeit in Dänemark kam mir noch in den Sinn

      seit Anfang 2019 haben sich die Regeln in DK geändert, da blitzt nichts mehr.


      Klausi wrote:

      Aus diesem Grund wollte ich die Vorehe in UA komplett unter den Tisch fallen lassen - das reduziert ja nicht zuletzt auch den bürokratischen Aufwand erheblich.

      ja nicht, damit wärst du Bigamist. Das steht unter Strafe. Abgesehen davon ist eine Bigamieehenicht schützenswert, also keine FZF


      DerWiener wrote:

      Wie sollen die Ukrainer das herausfinden? Und im nachhinein können die an der Ehe nichts mehr ändern.

      Die Ukrainer? das ist egal.
      Die Deutschen finden das im FZF Prozess raus, dass die Eheschliessung vor der Scheidung war. Eheschliessungsdatum steht auf der Urkunde, die Scheidungsdaten haben die Deutschen doch.
      AFAIK ist auch in UA eine Bigamie-ehe nicht erlaubt, damit ist die Ehe in D nicht anerkannt und zumindest aufhebbar ... und ganz sicher nicht schutzwürdig für eine FZF.

      DerWiener wrote:

      Und: Wie sollen die Ukrainer das herausfinden? Und im nachhinein können die an der Ehe nichts mehr ändern.

      Eine Vorehe bei der die Scheidung im Zuge der Heirat nicht nachgewiesen wurde, fällt nie auf. Schön wäre es, wenn die Ehe dann ungültig würde. So hätte man immer den "Scheidungsjoker" in der Hand.

      Gruß
      Siggi