Ausländerbehörde will keine AE geben

      Was das polinische Visa anbelangt, so ist alles korrekt. Der Heiratsentschluss haben wir gefasst, als meine Frau zu mir 2x zu Besuch gekommen ist. Ich kenne meine Frau schon über 4 Jahre und habe sie ca. 22x in der Ukraine besucht. Sie ist dann i.d. Ukraine ausgereist und hat dann die erforderlichen Dokumente eingeholt, auch wurde die 180 Tage Frist eingehalten. Eine Vorabzustimmung bekommen wir auch von der Ausländerbehörde. Das ich vor meiner Arbeitslosigkeit ein mittelständigen Betrieb geführt habe, mit jährlich 140.000 Euro muss ich hier niemanden verdeutlichen.

      Wie lange wird das Visaverfahren mit pos. Vorabentscheidung denn erfahrungsgemäß dauern ?
      Ein Mitarbeiter der AB sagte, dass eventuell im AZR eine Abfrage gemacht werden müßte und eine Rückmeldung aus Köln diesbezüglich abzuwarten wäre und dies ohnehin dann länger dauern würde. Ist das zutreffend? Selbstredend gibt es keine Eintragung ins Fis-System. Stimmt es, dass das National Visa bei einer pos. Vorabentscheidung besten Falls 1 Tag bis eine Woche dauern könnte? Eine GÜB wird uns außerdem mitgegeben.

      Zu dem Suppenkasper von Anwalt:

      ...wir haben ganz nebenbei erfahren dass der Ra. etwa eine halbe Stunde zu spät zu Gericht kam! Hätten wir auf diesen Ra. nicht gehört, wären wir längst nach dem Antrag auf AE nach Kiew zur Botschaft gereist, um dort das FzF Visa anzustoßen, stattdessen hat uns dieser kleiner Spaß nur ca 2400 Euro gekostet.
      Wenn die Vorabzustimmung vorliegt können sie deiner Frau das Visum sofort erteilen.
      Ob sie das machen ist eine andere Frage.
      Ob eine Eintragung im AZR vorliegt sehen sie auch sofort.
      Dazu ist das Register ja da.
      Die Stadt Gütersloh bzw. die zuständige Ausländerbehörde hat heute die pos. Vorabentscheidung und eine GÜB per Post mir zugesandt. Nach alledem, sehr freundlich von der hiesigen Behörde, was ich von diesem Anwalt nicht sagen kann. Mit Lug und Trug hat er uns vertröstet und sich um nichts im Großen und Ganzen gekümmert und noch 30 min. zu spät zum Gerichtstermin gekommen - unfassbar.

      Abschließend hätte ich noch folgende Fragen:

      1) kann ich in Kiew eine AE mit der deutschen Eheurkunde beantragen?
      2) Kann das nationale Visa wirklich so schnell ausgestellt werden, dass das Zeitfenster zwischen einem Tag und einer Woche liegen könnte?
      3) Kann meine Frau nach Erhalt der AE sich Selbstständig machen (Ich glaube, dass eine Niederlassungserlaubniss von Nöten wäre)
      4) Kann meine Frau alsdann so schnell wie möglich einen Integrations- und Sprachkurs (C1) machen? (Erhalt des deutsches Passes ist überhaupt nicht angestrebt oder beabsichtigt)
      5) da wir übergangsweise Leistungen gem. SGB III beantragen müssten, würde meine Frau eine -nennen wir es mal Anwartschaftszeit-, durchlaufen, um Leistungen zu beziehen?

      Vielen Dank, für die kompetenten und sachkundigen Rückmeldungen, auch wenn meine Laune in den anfänglichen Beiträgen nicht sondern feinfühlig gewesen sind.

      Viele Grüße, Micha
      Na siehst du....:)
      zu
      1. Deine Frau beantragt ein Familienzusammenführung Kategorie D-Visum. In Deutschland wird dann die Auffenthaltserlaubnis bei der Ausländerbehörde beantragt.
      2. Ja. Kann. Muss aber nicht. Die Entscheidung liegt bei der Botschaft. Ich halte das aber für wahrscheinlich. Sie braucht aber einen Termin zur Antragsstellung. Findet man auf der Seite der Botschaft.
      3. Ja. Kann sie.
      4. Ja. Daran kann sie niemand hindern, wenn die entsprechenden Kenntnisse vorliegen.
      5. Sie kann sofort zum Amt gehen und Stütze beantragen.
      Ah...
      Sehe ich jetzt erst. Wieder etwas schnell gelesen...

      Ja. Du musst die deutsche Heiratsurkunde beim Regierungspräsidium oder Bundespolizeidirektion apostillieren lassen. Das machen in Deutschland regional unterschiedlich verschiedene Behörden. Manchmal muss das auch noch vorbeglaubigt werden. Die Stelle musst Du dir im Internet raussuchen. Dann in der Ukraine notariell beglaubigt übersetzen lassen.

      Aber du musst eigendlich vorher bei der ukr. Botschaft ein D-Visum beantragen und damit einreisen.
      Das entspricht bei befristeten Auffenthaltsgenehmigungen gesetzl. Vorgaben und wird auch fast immer so gehandhabt.
      Die Erteilung dauert dann ca. 2 Wochen+/-

      Ahrens schrieb:

      Aber du musst eigendlich vorher bei der ukr. Botschaft ein D-Visum beantragen und damit einreisen.

      Hat er nicht mal geschrieben seine Frau hat keine Familie usw. in UA? Soweit ich weiss braucht er einen Wohnsitz in UA für seine AE.
      Das Leben als Rentner ist nicht das Schlechteste :D
      Na ja , eins stört schon , als Rentner bekommt man keinen Urlaub mehr
      :hmm:
      heute beider Botschaft in Kiew gewesen:

      Den sprachkurs a1 für zuwanderer vom telc institut will man eventuell nicht anerkennen, da zitat "zu leicht"??

      wartezeit angeblich 3 wochen bis 2 monate.

      was sagt ihr dazu ?

      die vorabzustimmung haben wir selbstverständlich auch abgegeben. ich kann auf keinen fall so lange hier in der ukraine bleiben, da ich zuhause verpflichtungen habe.
      Das Gesetz fordert "einfache Sprachkenntnisse".
      Das ist definiert mit Level A1.

      Das kann mit einem Zertifikat nachgewiesen werden
      Die Allgemeinen Verwaltungsvorschrift sagt dazu folgendes:
      google.de/url?sa=t&rct=j&q=&es…v.141536425,d.d24&cad=rja

      ab 30.1.2.0

      Problem: wenn die Behörde feststellt, dass trotz Zertifikat der AST *offensichtlich* *keine* dt. Sprachkenntnisse hat (das kann dann leicht objektiv nachvollzogen und bewiesen werden), dann kann natürlich das Visum oder AE abgelehnt werden.
      Problem ist, wenn es nicht offensichtlich ist, dass die dt. sprachkenntnisse nicht ausreichen. in jedem Fall muss die Behörde, um das festzustellen, ein Gespräch führen.

      Kann Deine Frau etwas deutsch und hat das Zertifikat vor kurzem erhalten und der Zertifikatsausteller ist nach ALTE zertifiziert, sollte es keine Probleme geben. Wenn es doch welche gibt: bei Ablehnung des Visums remonstrieren oder klagen mit Verweis auf die Verwaltungsvorschrift. Diese ist für Behörden bindend.

      Hat sie aber die Prüfung nur durch Zufallsantworten bestanden, dann sind die Voraussetzugen nicht erfüllt. Dann gibt es auch kein Visum.


      micha4381gt schrieb:

      da zitat "zu leicht"??

      das entscheidet aber eben nicht die einzelne Behörde. Der Test ist standardisiert, Basta.
      Hat sie den Test regelgerecht bestanden und nicht durch Zufall, dann eben sich auf die Vorschrift oben berufen.