Urlaub in der Ukraine, geht das noch?

      Urlaub in der Ukraine, geht das noch?

      Urlaub in der Ukraine – geht das momentan überhaupt? - WELT
      Die Schlange zum Cafe „Kryjiwka“ im Herzen der Stadt Lemberg, die auf Ukrainisch Lwiw heißt, könnte mit der vor dem „Curry 36“ in Berlin oder „L’Antica Pizzeria da Michele“ in Neapel konkurrieren. Dreißig Meter lang kann sie werden, vor allem an einem Samstagabend wie diesem.
      Das Leben als Rentner ist nicht das Schlechteste :D
      Na ja , eins stört schon , als Rentner bekommt man keinen Urlaub mehr
      :hmm:

      plougras schrieb:

      Urlaub in der Ukraine – geht das momentan überhaupt?


      In diesem Artikel wird ja auch ausdrücklich vor Reisen auf die Krim gewarnt und auch dezent unterschlagen das im ukrainischem Bürgerkrieg schon fast 10.000 unschuldige Zivilisten Ihr Leben lassen mußten.

      Gruß

      Martini
      Ich war im Kryjiwka als der Laden noch ganz neu war. Gerade erst eröffnet und winzig klein. Da war es wirklich noch ein Geheimtipp. Inzwischen hat man ja sogar weitgehend auf die "Show" mit der Einlass-Parole verzichtet. Der Rubel - sorry - Griwna - rollt ja ohnehin. Heute gehe ich höchstens noch mitten in der Nacht. Da gibt es keine Schlangen. Aber egal wie man auch immer zur "Geschichte" der Ukraine steht: Ich fand das gesamte Szenario schon immer etwas grenzwertig.
      Zu diesem Thema kann ich nur sagen,ja man kann Urlaub in der Ukraine machen.Wir fahren seit 8Jahren
      ununterbrochen in die Ukraine ,um dort einen Kururlaub in Grigoriwka zu machen.Das ist ein Dorf ca. 100km
      südöstlich von Cherson.Hier gibt es einen kleinen See mit sagenhaft guten Heilkräften für den Körper.Das in Verbindung
      mit dem schwarzen Schlamm ist für meine Frau eine regelrechte Erholungskur,da Sie an Entzündungsrheuma leidet.Durch den Schlamm
      kann Sie ein fast ganz normales Leben führen,was in Deutschland nur mit unheimlichen Mengen an stärksten
      Tabletten möglich wäre.Also laßt Euch nicht von der miesen amerikanischen Wessipropaganda beeinflussen und fahrt
      in die Ukraine ,wenn Ihr möchtet,denn wir haben in diesen 8 Jahren nur die besten Erfahrungen gemacht.
      Gruß Günter !!!
      Von dem Lokal hörte ich auch schon und will es auch mal selber besuchen, einfach um zu sehen wie die die Geschichte wieder zurecht biegen :) Klar hat die UPA für eine ukrainische Unabhängigkeit gekämpft, das war nichts aussergewöhnliches, aber mit welchen Mitteln?
      In Poltawa gibt es ein Museum beim Zentrum, auch dort haben sie eine Ruhmesecke für die UPA eingerichtet, neben dran ein Bild des Schokoladenonkels.
      Ich kann mir nicht vorstellen dass die Leute nur in das Lokal gehen weil sie sich mit der UPA identifizieren, es ist wahrscheinlich einfach Interessant. Habe bis jetzt auf jeden Fall mehr gemässigte Ukrainer kennengelernt als Radikale, die Radikalen waren meist nicht belohnt mit guter Bildung...
      - aus dem Artikel,
      Alles hier läuft nach festen Ritualen ab: Um hereingelassen zu werden, muss man an der Tür eines Hinterhofhauses klopfen, und wenn daraufhin ein schnauzbärtiger Soldat mit Sturmgewehr das Sichtfenster aufmacht und „Slawa Ukrajini!“ („Ruhm der Ukraine!“) sagt, muss man „Herojam slawa!“ („Ruhm den Helden!“) antworten. Nur wer die Parole kennt, wird mit einem Gorilka empfangen, ukrainischem Wodka, und in einen Keller hinabgeführt, in dem sich Feldküchengerüche und Live-Musik miteinander vermischen.

      Urlaub in der Ukraine – geht das momentan überhaupt? - WELT
      ...naja, wer's mag, - davon abgesehen vom Konzept her natürlich auf Touri's und Unterstützer ausgelegt
      ...ob es da auch Hammel gibt !think!
      500 Jahre M.Luther "Wer nicht liebt Wein, Weiber und Gesang, / der bleibt ein Narr sein Leben lang."
      Urlaub in der Ukraine ist nach wie vor gut möglich. Ich fand in Nikolaev, eine Autostunde von Cherson entfernt, Übernachtung im 3* Hotel mit Frühstück für 22 Euros, Nutzung von Pool, Fitness und Sauna inbegriffen. Beim WiFi störte mich nur, daß der Zugang zu VK in diesen Tagen lahmgelegt wurde seitens der ukrainischen Behörden. Zumindest konnte ich mich weiter auf Twitter informieren.

      In der Stadt selbst herrscht Friedhofsruhe, wenn man es oberflächlich betrachtet. "Patriotische" Organisatoren geben Kindern Kreide, damit sie in den ukrainischen Farben die Schönheit der Ukraine und Frieden sowie Freiheit im populärsten zentralsten Park des Stadtzentrums auf den Platz malen können. Das flanierwillige Volk fährt nach wie vor bis zur Sovietskaya, deren neuer Name nicht benutzt wird. Auch die Rosa-Luxemburg-Straße oder Karl-Liebknecht-Straße erkennt der Tourist noch, wenn er durch die Nikolska bzw. Nikolskaja spaziert.

      Oberflächlich herrscht Ruhe und Ordnung. Man muß schon genauer hinschauen, um das Überwachungssystem zu durchschauen. Jene uniformierten und Sicherheitsbeamten in Zivil, zu denen manch junger Zuträger eilt. Die beobachtenden Polizei-Autos genau dort, wo vermehrt Hakenkreuze auf ukrainische Symbole gepinselt worden sind. Die Zuführung von Wehrpflichtigen durch "Kettenhunde", so daß die Zwangsrekrutierung wie eine Festnahme aussieht.

      Auf dem Markt muß man seine Ohren aufmachen. Unüberhörbar laut wird über die Blockierung russischsprachiger sozialer Netzwerke durch das Regime in Kiew geschimpft. Da rasten einige Männer ziemlich laut aus. Offenbar gibt das auch wieder geschäftliche Verluste für sie.

      Norwegische Lastfahrer freuen sich beim Frühstück im Hotel, daß ich ihnen mit etwas Russisch bei den hübschen Kellnerinnen weiterhelfen kann. Die armen Mädchen verdienen gerade mal 100 Dollars monatlich, haben arge Gebißprobleme, können sich aber keine Zahnbehandlung leisten. Die freundlichen Norweger laden sie sofort nach Norwegen ein und bieten an, die Zahnbehandlungen mit jeweils 500 Euros für jede Kellnerin im Hotel zu unterstützen, sozusagen geschenktes Geld von denen, die es haben ... . Die Mädchen lehnen ab, sie brauchen ihre Jobs! Ich bekomme alle Getränke von den Norwegern spendiert, wir begegnen uns des Öfteren.

      Am McDonalds betteln mich junge Männer an. Sie sehen eher nach jener Mafia aus, die nur rauskriegen will, wo der Fremdling sein Geld geparkt hat. Nein, ich habe als Nichtraucher auch keine Zigaretten zu verschenken. Und zum Kaffee lade ich nur ein, wen ich mir selbst aussuche. Eine arme Mutter bettelt am Straßenrand, sie braucht Geld für Milch für ihr Baby. Ich gebe der verzweifelt wirkenden Frau 50 Griwna. Auch der verwahrloste alte Mann an der Hecke des Puschkinplatzes erhält 50 Griwna von mir, als ich dort herumfotografiere. Man soll dem ersten Bettler in einer Stadt immer was geben, lautet irgendeine uralte Weisheit. Die kleinen Mädchen, welche Selbstgebasteltes verkaufen, bekommen bei mir auch das Geschäft ihres Tages. Kinder können nichts für ihre Armut. Aber erwachsene arbeitsfähige Männer sollten besser ihren Hintern bewegen, um ihr Volk aus dem Elend rauszukämpfen, anstatt Händchen aufzuhalten ... .

      Im Steakhouse bin ich der einzige Gast und bekomme ein sehr preisgünstiges Qualitätssteak vom Feinsten. In einem Straßencafé rauchen sie fleißig ihre Wasserpfeifen neben mir. Ich kaufe Souvenirs und komme beim Gespräch über sowjetische militärische Orden rasch in Kontakt mit guten Genossen. Sie bewachen Tag und Nacht das Denkmal der Befreiung der Stadt Nikolaev mit dem Panzer jenes ruhmreichen sowjetischen Garderegiments, welches die Faschisten immer wieder zu schleifen versuchen. Ich sehe es mir an. Und nach Besichtigung etlicher Denkmäler fällt mir auf, daß dies das einzige Denkmal ist, wo immer Blumenkränze zu sehen waren. Und richtig, da sitzen sie auf der nächsten Parkbank, die "Aufpasser", hahaha!

      In den Marschrutkas werden die Alten gratis mitgenommen. Der Taxifahrer erklärt mir, daß sie sich bewaffnen, weil ein Kollege von Faschisten erschossen wurde, nachdem er sich weigerte, im Taxi nationalistische ukrainische Sprüche nachzuplappern. Die Ukraine werde immer kränker und immer korrupter und immer schlimmer! Eine weitverbreitete Meinung, wie ich immer wieder merke.

      Dem Tourist schmeckt die Solyanka und der Borsch, gefallen die schönen Mädchen, locken die niedrigen Preise. Im Hotel findet eine Veranstaltung der USAID statt. Die "amerikanischen Freunde" wollen ihren Partnern vor Ort helfen, Probleme wie die Korruption effektiver zu bekämpfen ... als Wohlstandsparadies können die US-Enwicklungshelfer der Ukraine natürlich jede Menge Unterstützung bieten! In China wurde die wohl höchste Zahl an "Partnern vor Ort" der "amerikanischen Freunde" verhaftet und nicht selten erschossen, wie ich in der NYT auf dem Rückflug lese ... die CIA steckte in China ihre größten Schlappen diesbezüglich ein. Die hohe Zahl an "Partnern vor Ort" erstaunt aber dann doch ... .

      Ich werde mit dem üblichen kämpferischen Gruß unter Kommunisten verabschiedet aus der Ukraine. Gut zu wissen, wie sich das Widerstandspotential nördlich der Krim zwischen Donezk und Odessa hinter den Fassaden entwickelt. Wir müssen in Deutschland auch ganz von vorne anfangen, mit dem Aufbau von kleinen Zellen vor Ort, bekenne ich gegenüber meinen Partnern vor Ort. Und gut, daß sie Putin verstanden haben. Daß Gorbatschow in Israel als Moshe Garber firmiert, wußten sie noch nicht. Der Teufel steckt im Detail, ich wußte dies vor zwei Jahren auch noch nicht ... wir lernen alle dazu. Nicht nur Obama und Trump, sondern Rothschild! Stalin hatte dies bereits erkannt ... einfach mal nachlesen bei ihm ... .

      Fotos folgen später, ich muß sie erst mal umformatieren, hahaha! An @RumboReload dachte ich, als ich verfolgte, wie bei der Einreise in Cherson die Koffer auf das Band gestellt wurden, hahaha!

      Fakt ist, Urlaub in der Ukraine geht noch. Aber es geht an die Nieren, wenn man von den Zahlen politischer Gefangener vor Ort, den Hungerlöhnen und Hungerrenten usw. hört. Zum Glück sah ich nur ein einziges Mal zwei Pravoseki dort, die aber eher wie ein schwules Pärchen in Uniformen aussahen ... .

      Jens
      ++ wo unrecht herrscht, wird der widerstand zur pflicht ++
      Urlaub ist immer möglich :)

      Eigentlich ist es für uns Westeuropäer jetzt sogar noch lukrativer, aber es wird auch vieles hochgeschaukelt.
      Nur schon die ganzen Vorurteile gegen die Ukraine als kriminelles Land wo über all Diebe und Mafiosi lauern... ja sowas habe ich schon alles gehört :)
      Meine Familie hatte auch Vorurteile, sie waren diesen Monat auch mal im Lande und haben gemerkt dass es nicht so schlimm ist. Was aber viele stört ist dass so wenige Englisch können, was ich hingegen cool finde. Bei uns in der Schweiz wirbt auch keiner mit "Ferien in der Ukraine" oder sowas. Da ist Spanien, Italien ect hoch im Kurs.
      Dann noch die Medien die zwar wenig berichten zur Zeit aber sonst immer negativ. Ich habe für die Schule mal Bilder von der Ukraine auf Google gesucht so 2009, heute findest du nur noch die hässlichsten Bilder statt schöne Landschaftsbilder, Kirchen, Kosaken... das hinterlässt schon Eindrücke!

      Die einzigen Städte die der Westeuropäer bereisen würde oder bereist, sind Lwiw, Kiew oder Odessa. Thats it! Ich rede von jenen "Wessis" die sonst nichts mit der UA zu tun haben. Die Ukraine ist auch nicht besonders Touristenfreundlich. Spezielle Orte sind schwer erreichbar, im schlechten Zustand usw. Ausser Kiew, dort kann man Rundgänge auch auf Deutsch haben, was ich von einem Touri hörte. Und immer wieder wird man sprachlich Probleme kriegen.
      Also für Leute die einfach so mal in die UA wollen ist es eine Odyssee... :) Auch keiner meiner gleichalterigen Kollegen würde ohne mich hier her reisen, auch nicht wegen hüpschen Frauen.

      Für Leute die sich mit der UA beschäftigen, die Sprache können (oder etwas), das "System" verstehen ist es ein normales Land zum "hingehen". In Süditalien siehts nicht anders aus als z.B bei mir in Poltawa. Aber man muss teilweise schon über vieles hinwegsehen oder schönreden. Von Jahr zu Jahr wird es schlimmer, und man kann es mit eigenen Augen beobachten. Z.B die ganzen städtischen Gebäude die zerfallen, die Strassen werden immer schlimmer, man hört immer mehr Schicksale von Leuten.
      Für mich ist es schon cool dass der Griwna bei 1CHF zu 27 steht, ich kann mit meinem Monatslohn in 5 Monaten eine Eigentumswohnung kaufen, wofür ein Ukrainer Jahre spart... aber das sagt viel über das Land aus und die Zukunft.
      Dann wie schon gesagt der ganze Kindergarten mit VKontakte, Mail.ru und die ganzen Seiten, wo man wieder den Leuten Ärger bereitet statt dem Land zu helfen. Oder irgendwelche Sachen zu verbieten. Die Unwissenheit der Leute was eigentlich in der EU, ihrem Traumziel so abgeht. Hatte ein Gespräch diese Woche mit den Nachbarn, die wussten nicht warum GB aus der EU will. Nach der Erklärung staunten sie auch.

      Was ich einfach krass finde: Es fehlt Geld, da wird alles in die Armee gesteckt und in "Anti-Corruption", das Volk sieht nichts davon. Aber in Lwiw stellen die ne gewaltige Stepan Bandera Statue mit Monument auf. Oder in Poltawa eine Statue des Iwan Mazepa, seeeehhhr teures Ding! Das nur weil Mazepa gegen Russland kämpfte... so dämlich :D Aber ich rege mich auch immer mehr auf wenn ich mit den Menschen rede und denen alles egal ist, die informieren sich einfach über gar nichts wirklich oder hinterfragen nichts! Nur schon über ihren Präsidenten, da kommen auch immer wieder neue Details ans Licht wegen seiner Rüstungsindustrie.
      Da ich mehr hier lebe als Urlaub mache kann ich nur sagen, dass die Ukraine wohl mit Moldawien auf dem letzten Platz der europäischen Länder ist um Ferien zu machen. Da ändert sich auch so schnell nichts. Denn wer kommt schon hier her nur wegen Post-Sowjetischem Feeling, Landschaft, Wodka...? Gäbe es nicht noch so schöne Frauen wäre die Ukraine fast gar nicht mehr interessant ;) Spass bei Seite

      Ansonsten was meine Freunde und Familie zur Ukraine meinten: Es sei sauberer als sie dachten. Auch seien die Leute freundlich, hilfsbereit und trotz allem fröhlich.
      Die Hotels sind sauber und das Personal kann sogar Englisch. Die Küche ist super und die heruntergekommenen Blocks und Häuser sehen meist von ihnen aus wie Paläste. Aber sie wären nie im Leben hierher gekommen, wenn ich nicht hier wäre. Nicht in 100 Jahren.
      Also ehrlich gesagt, halte ich das Kriminalitätsrisiko im Alltag für geringer als in westdeutschen Grossstädten.
      Solche Zustände gibts hier nicht.

      Es gibt hier wesentlich mehr interessante Orte als nur Odessa, Kiew oder Lemberg.
      Zur Hauptsaison kriegen mich da ohnehin keine 10 Pferde mehr hin, weil alles vollkommen überlaufen ist.
      In Lemberg finde ich das mittlerweile zum abgewöhnen.
      Absolut nervig, wenn man da in vernünftigen Restaurants (Welche in Lwow wirklich allgemein gut sind) keine Plätze mehr kriegt und man sich da durch diese Gassen schiebt.

      Irgendwie scheiden sich an der Ukraine irgenddwie die Geister.
      Manche finden es sofort toll und wieder Andere besuchen das zum ersten und letzten Mal.
      Das ist hier aber nach wie vor etwas aussergewöhnliches finde ich...

      Ahrens schrieb:

      Also ehrlich gesagt, halte ich das Kriminalitätsrisiko im Alltag für geringer als in westdeutschen Grossstädten.
      Solche Zustände gibts hier nicht.

      Es gibt hier wesentlich mehr interessante Orte als nur Odessa, Kiew oder Lemberg.
      Zur Hauptsaison kriegen mich da ohnehin keine 10 Pferde mehr hin, weil alles vollkommen überlaufen ist.
      In Lemberg finde ich das mittlerweile zum abgewöhnen.
      Absolut nervig, wenn man da in vernünftigen Restaurants (Welche in Lwow wirklich allgemein gut sind) keine Plätze mehr kriegt und man sich da durch diese Gassen schiebt.

      Irgendwie scheiden sich an der Ukraine irgenddwie die Geister.
      Manche finden es sofort toll und wieder Andere besuchen das zum ersten und letzten Mal.
      Das ist hier aber nach wie vor etwas aussergewöhnliches finde ich...


      Klar gibt es noch andere gute Orte aber wenn man in die Ukraine geht, dann meist nach Lwiw, Kiew oder Odessa. Die Ukraine setzt auch neu den Fokus auf Lwiw und macht viel Werbung, weil es eine ukrainische Stadt ist mit "europäischer" Wurzel (so las ich es).
      Städte wie Poltawa, Dnipro, Tscherkassy kennen die Touristen oft nicht, in Poltawa habe ich bis jetzt sehr sehr wenig Touristen gesehen.
      Das mit der Kriminalität ist übertrieben, das EDA der Schweiz hat ja eine Warnung für die Ukraine, wegen Dieben, korrupten Polizisten (ok, das stimmt!) und weiteren Sachen. Bei uns in Zürich ist jedes Wochenende hochbetrieb wegen Prügeleien, Dieben ect... was ich hier nie mitbekomme in Poltawa. Evt. bin ich ja ignorant ;)

      Aber eben, die Ukraine ist nicht so das Ziel für Touristen oder Reisende. 80% der Ausländer am Flughafen Borispol sind auch nur Transfer-Flieger. Es gibt einfach so ne Hemmschwelle hierher zu kommen. Die Meisten die ich hierher nach Hause brachte waren später recht positiv überrascht von der Ukraine. Aber für die jungen Westeuropäer mit ihrem guten Englisch und gutem Lohn ist Malle, Australien (Hipstertreff), Italien ect. besser, und für die Alten ist es oft zu streng :) Denn viele kommen eher mit dem Leben in der Ukraine nicht klar... ich meine nur schon das Bussystem ist der Horror wenn man weder kyrillisch noch jeden Ort wo der Bus hinfährt richtig kennt. Und wenn man dann noch fragen muss aber als Touri nur etwas ukrainisch-russisch kann... eine Herkulesaufgabe!

      Ich habe aber mal gehört dass die Ukraine vor dem Konflikt/Krise bei Geschichts- und Kulturreisenden beliebt war. Hätte ich meine Frau wegen des Majdan nicht kennengelernt, wäre ich auch wegen der Kirchen, Sowjetdinger und Kosakenzeugs dorthin gegangen ;)