Gerichtsstand bei Rechtsstreitigkeiten mit Krimbezug

  • Hallo,
    aus gegebenem Anlass eine Interessante Information, z.B. für Personen welche Rechtsstreitigkeiten mit Krimbezug anstreben, oder zu gewärtigen haben.
    Das Bedeutet,z.B.Scheidungsangelegenheiten und
    Sorgerechtsangelegenheiten
    in Fällen mit Beteiligten, welche auf der Krim ihren Wohnsitz haben, werden jetzt und in Zukunft in Kiew verhandelt.
    Die Klagen werden nun in Kiew eingereicht.


    Gemäß Art. 12 des
    Ukrainischen Gesetzes «Über die Gewährleistung der Rechte und Freiheiten der
    Bürger und das Rechtsregime auf dem zeitweilig besetzten Gebiet der Ukraine»
    und im Zusammenhang mit der Unmöglichkeit der Rechtssprechung der örtlichen
    Zivilgerichten der Autonomen Republik Krim und der Stadt Sevastopol auf den
    zeitweilig besetzten Gebieten wird die örtliche Zuständigkeit der
    Gerichtssachen, für welche die örtlichen Zivilgerichte auf dem Territorium der
    Autonomen Republik Krim und der Stadt Sevastopol zuständig sind, geändert: die
    Zivilsachen werden von den durch das Appellationsgericht in der Stadt Kiev
    bestimmten Zivilgerichten in der Stadt Kiev verhandelt; die Verwaltungssachen,
    welche zur Zuständigkeit der örtlichen Zivilgerichten als Verwaltungsgerichten
    in der Autonomen Republik Krim und in der Stadt Sevastopol gehören, werden von
    den örtlichen Zivilgerichten in der Stadt Kiev verhandelt, die von dem
    Appellationsverwaltungsgericht in der Stadt Kiev bestimmt werden (über die Liste
    der Verfahren, die bei den örtlichen Zivilgerichten in der Autonomen Republik
    Krim und der Stadt Sevastopol anhängig waren,
    können Sie sich unter dem Link informieren); die Strafverfahren werden
    bei einem der Bezirksgerichten in der Stadt Kiev verhandelt, das von dem
    Appellationsgericht in der Stadt Kiev bestimmt wird; die Fragen, welche zur
    Zuständigkeit der Untersuchungsrichter gehören, werden in den Strafverfahren,
    die in der Phase der vorgerichtlichen Untersuchung sind und auf dem Territorium
    der Autonomen Republik Krim und der Stadt Sevastopol geführt werden, von den
    Untersuchungsrichtern der durch das Appellationsgericht in der Stadt Kiev
    bestimmten Bezirksgerichten in der Stadt Kiev verhandelt.



    Відповідно до статті 12 Закону України «Про забезпечення прав і свобод громадян та правовий режим на тимчасово окупованій території України» у зв’язку з неможливістю здійснювати правосуддя місцевими загальними судами Автономної Республіки Крим та міста Севастополя на тимчасово окупованих територіях змінено територіальну підсудність судових справ, підсудних місцевим загальним судам, що розташовані на території Автономної Республіки Крим та міста Севастополя:


    цивільні справи розглядаються місцевими загальними судами міста Києва, що визначаються Апеляційним судом міста Києва;


    адміністративні справи, підсудні місцевим загальним судам як адміністративним судам, розташованим на території Автономної Республіки Крим та міста Севастополя, розглядаються місцевими загальними судами міста Києва, що визначаються Київським апеляційним адміністративним судом (ознайомитися із списком справ, які перебували в провадженні місцевих загальних судів АРК та м. Севастополя, щодо яких Київським ААС змінено територіальну підсудність, можливо за посиланням);


    кримінальні провадження - одним з районних судів міста Києва, визначеним Апеляційним судом міста Києва;


    питання, що відносяться до повноважень слідчого судді, у кримінальних провадженнях, що перебувають на стадії досудового розслідування і здійснюються на території Автономної Республіки Крим та міста Севастополя, розглядаються слідчими суддями районних судів міста Києва, визначеними Апеляційним судом міста Києва.


    Quelle: S. Petrusenko

  • Der erste Vorteil besteht natürlich darin, dass du jetzt nicht mehr auf die Krim reisen musst, wenn du in gerichtlichen Angelegenheiten z.B. persönlich anwesend sein müsstest.
    Andererseits hat man jetzt zumindest aus ukrainischer Sicht mehr Rechtssicherheit.
    Soweit mir Bekannt ist, erkennt die Ukraine zumindest teilweise russische Entscheidungen von der Krim nicht an und hier hat man dann eben ein ukrainisches Urteil in der Hand, wenn nötig.
    Andererseits ist es praktisch gesehen, natürlich relativer Humbug, wenn man jetzt meinetwegen in einer Zivilsache, z.B. wegen eines Immobilienkaufs auf der Krim einen ukrainischen Titel in der Hand hat.
    Das ist sicher nur in wenigen Fällen praktikabel.
    Warum ich das jetzt hier eingestellt habe, ist die Relevanz für viele Forumsleser in Fragen der Ehescheidung.
    Wenn also ein Teil auf der Krim angemeldet oder Wohnhaft ist, erhält man ein ukrainisches Gerichtsurteil, genau wie früher, welches hinsichtlich der Anerkennung etc. in Europa/Deutschland, vollkommen unproblematisch ist. Hinsichtlich russischen Urteilen ist mir dazu bislang nichts bekannt.
    Von daher halte ich das erstmal für einen Vorteil und eine Erleichterung.
    Wenn auch nicht für alle denkbaren Fallkonstellationen, aber für Ehescheidungen etc. auf jeden Fall.

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