Langzeitaufenthalt, Aufenthaltserlaubnis für UA - Deutscher Staatsbürger

      billyx schrieb:

      Ich will nicht komplett auswandern.

      90 innerhalb von 180 Tagen geht problemlos, sonst heiraten und schon kann man eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Wenn man keine ehelich Lebensgemeinschaft will, dann der Hinweis: Es gibt auch Scheinehen.

      Weiß jemand, ob es Probleme mit den deutschen Finanzamt gibt, wenn man den "Lebensmittelpunkt" in UA hätte? Ich glaube, dass

      Als Rentner ändert sich steuerlich nichts bei Lebensmittelpunkt in UA, denn die Rente ist weiterhin in DE zu versteuern. Gleiches gilt für Erträge aus Vermietung und Verpachtung deutscher Immobilien. (Hättest Du hingegen hohe Einkünfte aus Kapitalanlagen, dann würden diese Einkünfte dann in UA zu versteuern sein. Trotzdem glaube ich kaum, dass sich UA als ein erstrebenswertes Auswanderungsziel für Millionäre etablieren könnte.)

      Gruß
      Siggi
      Eine Aufenthaltsgenehmigung ist auch über Firmengründung/Arbeitsaufnahme legal zu realisieren, wenn man keine Abhängigkeiten von anderen oder die nicht unerheblichen Verpflichtungen einer Ehe eingehen möchte oder kann.

      Ahrens schrieb:

      oder die nicht unerheblichen Verpflichtungen einer Ehe eingehen möchte oder kann.

      Welche Verpflichtungen hat denn jemand, wenn in UA geheiratet wird und DE noch niemals über die Ehe informiert ist? Merke: Ehegattenunterhalt gibt es nicht! Ein Rentner wird kaum einen Zugewinn erwirtschaften können und selbst wenn, kann man das vertraglich sichern.

      Wir hatten so einen Fall im Bekanntenkreis. Er hat sie einfach nur vertröstet und ist alle paar Wochen zu Besuch nach UA gekommen. Sie konnte nicht nach DE, da er die notwendigen Dokumente für das FZF Visum einfach nicht bereitgestellt hat. Nach 2 oder 3 Jahren hat sie aufgegeben und sich in UA wieder scheiden lassen. Hier im Forum war die Geschichte einmal anders herum. Da wollte/konnte sie angeblich nicht wg. fehlendem A1 Test übersiedeln. Das Drama dauerte auch Jahre und ist letztlich gescheitert. In beiden Fällen gab es keinerlei finanziellen Spätfolgen der Ehe.

      Gruß
      Siggi
      Naja, also wer in der Ukraine eine Scheinehe mit dem Ziel eines Daueraufenthaltes eingeht, macht das wohl, weil er seinen Lebensmittelpunkt hier hin verlegen will.
      Und dabei ist er erhebliche Verpflichtungen eingegangen.
      Natürlich schuldet er Ehegattenunterhalt.
      Den kann man auch mit einem Ehevertrag nicht ausschliessen. Natürlich entsteht auch eine Zugewinngemeinschaft.
      Es kommt auch nicht gerade selten vor, dass sich eine derartige Klientel hier Immobilien erwirbt....:)))
      Wenn das nach der Heirat passiert ist es an einem selbst, im Streitfall zu beweisen, dass das konkret aus alleinigem Eigentum passiert ist.
      Dabei kann man ohne Ehevertrag in der Praxis nur viel Spass wünschen.
      Wenn kein Ehevertrag vorhanden ist kann man die Immobilie auch nach dem Erwerb in der Ehe ohne Zustimmung der Frau nicht mehr veräussern.
      Ganz davon abgesehen, dass die Ehe in Deutschland genauso gültig ist, wie eine in Deutschland geschlossene Ehe.
      Wenn es sich nicht um eine Kurzehe handelt, was wohl kaum der Fall ist, wenn ein Daueraufenthalt in der Ukraine angestrebt wird, dann fällt wahrscheinlich bei Scheidung auch noch ein Versorgungsausgleich an.
      Also eine Scheinehe hat im Gegensatz zu anderen Gründen für einen Daueraufenthaltstitel schon gewisse objektive Nachteile.
      Auf jeden Fall ist man dauerhaft von anderen Personen und ihren Launen und Einfällen abhängig.

      Der Königsweg ist unter bestimmten Vorraussetzungen die Firmengründung/Arbeitsaufnahme.
      Ist natürlich aufwendiger, kostet Geld und verursacht laufende Kosten.
      Aber dafür ist man sein eigener Herr und kann machen was man will.

      In deiner Situation war die Heirat vermutlich suboptimal, jedenfalls aus finanzieller Sicht.....:))))

      Ahrens schrieb:

      Natürlich schuldet er Ehegattenunterhalt.

      Seit wann das? Hast Du mal einen Link zur UA Gesetzgebung?
      Kindesunterhalt gibt es nach meinen Infos in UA, aber kein Ehegattenunterhalt.

      Ahrens schrieb:

      Wenn kein Ehevertrag vorhanden ist kann man die Immobilie auch nach dem Erwerb in der Ehe ohne Zustimmung der Frau nicht mehr veräussern.

      Richtig, aber wer von einer WG spricht, wird wohl kaum eine Immobilie erwerben.

      Ahrens schrieb:

      In deiner Situation war die Heirat vermutlich suboptimal, jedenfalls aus finanzieller Sicht.....:))))

      Dann sag mir mal, wann der Mann in einer Ehe finanziell gewinnt. Frau (und öfter dann auch in der Folge auch Kinder) kosten doch fast immer mehr Geld, als sie einbringen.

      Gruß
      Siggi, der nach wie vor aus finanzieller Sicht ein Anhänger der Kastration ist

      P.S: Nicht nur an die direkten Kosten denken, denn ohne die Obsession dauernd hinter den Weibchen herlaufen zu müssen, bleibt auch viel mehr Zeit und Energie für den Job übrig. Aber vielleicht ist ein Drache daheim eine noch stärkere Motivation lange auf der Arbeit zu bleiben?
      :)))
      Das sollte ein Witz sein, also nicht persönlich nehmen..:)))
      Frag deine Frau, ich denke sie findet den Link noch schneller als ich....:)))

      Gegenseitige Unterhaltung ist der Grundgedanke der Institution der Ehe.
      Das getrennte Wirtschaften ein Scheidungsgrund, bzw. Scheidungsvorraussetzung.
      Ein Ausschluss im Bedürftigkeitsfall ist in ganz Europa ausgeschlossen, denke ich.
      Also spätestens wenn die Frau bedürftig ist und der Mann leistungsfähig - dann muss man zahlen.
      Oder umgekehrt.
      Uu. könnte Sie dich auch in Deutschland verklagen.
      Danke für die Hinweise....
      ​Heiraten werde ich aber weder in UA noch in D.
      2 x hat mir gereicht...))
      ​Also läuft es auf eine LAT-Beziehung hinaus (Living apart together), also eine bilokale Verbindung))) Hat ja auch Vorteile....

      ​Eine Firma will ich auch nicht gründen, obwohl: Mein selbst gemachter Kartoffelsalat und dazu deutsche Bockwurst an einem Imbiss am Asowschen Meer ---- es hätte was)))) Nein, ich will die Pension genießen und das wird dann eben hälftig in UA und EU geschehen. Überwintern kann man in UA oder wahlweise Türkei.

      ​In D werde ich meine "Verrichtungsbox" (herrliche Wortschöpfung, viele werden wissen, was gemeint ist) - gemeint ist hier aber meine Kleinstwohnung, in der ich mein Leben verrichte, behalten. 300 € Warmmiete werde ich verkraften.
      Ds Lbn st krz.
      Deeeer Toooooood isssss laaaaaang.... :dash:
      Ich hätte eine Frage an berufene Residenten zur Arbeitsaufnahme:
      Wie schon geschrieben, möchte ich eventuell ein bisschen deutsch und englisch unterrichten, und/oder Übersetzungen machen. Meine Ukrainer sagen, solange ich nur Reklamezettel an den Unis aushänge oder per Mundpropaganda Kunden bekomme und das Geschäft zuhause betreibe, interessiert das keine (Steuer-, Behörden-)Sau. Als autoritätshöriger Deutscher bin ich allerdings skeptisch, weil ich nicht wegen illegaler Beschäftigung oder Steuerhinterziehung einsitzen oder rausfliegen will. Alternative wäre eine Privatfirma (700 UAH Pauschalsteuer im Monat?), die auch meine Frau gründen könnte. Danke im Voraus für Euere Einschätzung!
      Das Privatunternehmen ist eine Möglichkeit. Die Umsatzgrenzen wg. der Pauschalsteuer müssen beachtet werden. Ebenso gilt das nur für bestimmte Geschäftszwecke (dazu gibt es eine Liste). Übt man eine Tätigkeit aus, die nicht in der Liste vorhanden ist, fällt man auf die gewöhnliche Einkommensteuer zurück. Auch kostet dieses Unternehmen ein wenig Verwaltungsaufwand und ggf. noch Sozialversicherung zusätzlich. Man braucht auch einen Buchhalter (sofern Deine Frau das nicht gelernt hat).

      Meine Meinung: Wenn es um kleine Beträge geht, lohnt der Aufwand nicht. 17% zahlen ist um einiges einfacher.

      Gruß
      Siggi

      Eugen G. schrieb:

      Ich hätte eine Frage an berufene Residenten zur Arbeitsaufnahme:
      Wie schon geschrieben, möchte ich eventuell ein bisschen deutsch und englisch unterrichten, und/oder Übersetzungen machen. Meine Ukrainer sagen, solange ich nur Reklamezettel an den Unis aushänge oder per Mundpropaganda Kunden bekomme und das Geschäft zuhause betreibe, interessiert das keine (Steuer-, Behörden-)Sau. Als autoritätshöriger Deutscher bin ich allerdings skeptisch, weil ich nicht wegen illegaler Beschäftigung oder Steuerhinterziehung einsitzen oder rausfliegen will. Alternative wäre eine Privatfirma (700 UAH Pauschalsteuer im Monat?), die auch meine Frau gründen könnte. Danke im Voraus für Euere Einschätzung!


      Schaue erst wie es bei dir läuft. Läuft es bei dir gut, kannst du immer noch überlegen, das du das ganze legalisierst. Aber wen du nach 2-3 Unterrichtsstunden die Nase voll hast, oder nur 1-2 Stunden im Monat. Hat das ganze auch keinen Sinn.
      Mir schwebt ein Einkommen von ca. 6-10.000 UAH mit Intensivunterricht in Kleingruppen vor (also intensiv für die Schüler). Hab früher schon Sprachen unterrichtet und bin immer noch manchmal in der Erwachsenenbildung unterwegs, denke schon, daß das klappt. Ohne bei den Zahlen sicher zu sein: Schwagers zahlen mit ihrer Pension (Umsatz bis max 1,5 mio. UAH?) eine Pauschalsteuer von 7xx UAH im Monat. Hört sich irgendwie wenig an.
      Aber ohnehin mach ich das nur, falls neben der Demenz auch noch die Altersdepression zuschlägt ;(

      Eugen G. schrieb:

      Hört sich irgendwie wenig an.

      Das ist der Grund für den relativen Wohlstand in der Mittelschicht. Wenn man in UA Geld verdient, bleibt etwas übrig. In DE hingegen sind 50% und mehr für Sozialversicherung und Steuern weg.

      Als ich nach UA kam, war die Steuer umgerechnet bei 20 Euro pro Monat bei einem Jahresumsatz von umgerechnet gut 70000 Euro. Das ergab Steuern im Promillebereich, wie sie sonst nur klassische Steueroasen bieten. Ich konnte das anfangs überhaupt nicht glauben.

      Gruß
      Siggi
      Ab einem jährlichen zu versteuernden Einkommen von 54.950 Euro greift der Spitzensteuersatz. Dies bedeutet, dass jeder Euro, der über dieser Grenze liegt, zu 42% versteuert wird. Für Ehepaare gilt der doppelte Wert. Die Grenze liegt hier entsprechend bei 109.900 Euro.

      Ganz schön wenig an jährlichem Einkommen wo der Steuersatz schon greift, wenn man überlegt, dass dann Millionäre prozentual nicht mehr bezahlen, als mittlere Angestellte.


      .

      Eugen G. schrieb:

      möchte ich eventuell ein bisschen deutsch und englisch unterrichten [...] Erwachsenenbildung [...]


      Ich glaube, das wird auf Dauer nichts..
      Wer werden denn die "Kunden" sein?
      Vorrangig Mädels knapp über 20.
      Männer wohl eher weniger.

      Da kommt schneller ein Betriebsverbot Deiner Frau, als Du schauen kannst :D

      So, bzw. so ähnlich schon erlebt bei einem Bekannten von mir.
      Da gab es bisweilen konkrete "Abwerbungsversuche" einzelner Schönheiten.
      Letztendlich wohl auch erfolgreich ;( =O 8)

      Aber seinen Spaß hat er auf jeden Fall bei der Arbeit :D
      Ich kenne so einen Fall aus Sumy. Da ging es nicht um Sprache, sondern um "German Business" (was auch immer das für Inhalte waren). Die Frau war immer dabei - als Übersetzer und Moralwächter. Bei seiner Beerdigung (er wurde nur 59) waren viele junge Mädels und wenige Burschen, also das Klientel dürfte in etwa gleich sein: Personen, die sich erhofften in DE neu starten zu können.

      Was könnte ich vermitteln? IT Inhalte! Eine (fast?) gänzlich frauenfreie Zone würde das.

      Gruß
      Siggi