Martinstag und Laternenlied

      Martinstag und Laternenlied

      Da auch in der Ukraine, vornehmlich im Westen, auch wieder Sankt Martin mit Umzug gedacht wird, hier mal ein spaßiger Text zu dem "neutralen" Lied [i]"Ich geh mit meiner Laterne"[/i]

      Gutachten
      9. November 2012

      Über die weltanschauliche Neutralität eines so genannten „Sanktmartinsliedes“ mit dem Titel Ich gehe mit meiner Laterne (Verfasser unbekannt, vermutlich katholisch).

      Gegenstand des Gutachtens

      Gegenstand des Gutachtens ist ein so genanntes „Sanktmartinslied“ mit dem Titel Ich gehe mit meiner Laterne (Verfasser unbekannt, vermutlich katholisch). Der Text ist nachfolgend dokumentiert:

      Ich gehe mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
      Dort oben leuchten die Sterne und unten da leuchten wir.
      Mein Licht ist aus, ich geh’ nach Haus’,
      rabimmel rabammel rabumm.

      Ergebnis der Beurteilung


      Die weltanschauliche Neutralität des so genannten „Sanktmartinsliedes“ mit dem Titel Ich gehe mit meiner Laterne ist nicht gegeben. Das Liedgut wird vom Standpunkt weltanschaulicher Neutralität als bedenklich eingestuft. Der Verfasser ist vermutlich katholisch.

      Begründung

      Das Lied beginnt mit einer Verhöhnung des Selbstbestimmungsrechts freier Individuen in einer modernen Gesellschaft durch die Macht der Kirche, die auf antiindividualistische Zwangsvergemeinschaftung basiert und in einer auf Repression und Unfreiheit fußenden Bindung des Menschen an sein Artefakt mündet: Ich gehe mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.

      Die in Aussicht gestellte Autonomie („Ich“) und die scheinbare Freizügigkeit („gehe“) wird durch die kollektivistische Auflage („mit“) und die Fesselung an das im Zuge rücksichtsloser Indoktrination stark verinnerlichte („meiner“) Symbol der Unterdrückung („Laterne“) zynisch konterkariert. So wie die Kirche seit Jahrtausenden Menschen unterdrückt, so unterdrückt hier die „Laterne“ die Freiheit dessen, der sie sich gutgläubig zu eigen macht und damit in eine Abhängigkeit gerät, die in ihrer stabilen Konstitution nicht mehr zu brechen ist, ohne dass der Mensch selbst daran zerbricht. Am Ende „geht“ hier ein Mensch, der ohne seine „Laterne“ im Duktus der Liedtextdiktion keine Daseinsberechtigung mehr hat. Um darüber hinwegzutäuschen, wird die Verbindung wechselseitig konstruiert und zu einer vitalen Verzahnung von Mensch und „Laterne“ umgedichtet („Ich gehe mit meiner Laterne und[sic!] meine Laterne mit mir“). In Wahrheit wurde der Mensch jedoch längst zum Opfer der „Laterne“, also: der katholischen Kirche.

      Es folgt eine wahnwitzige Idealisierung der Lebenswelt derer, die unter eben jener klerikalen Repression leiden: Dort oben leuchten die Sterne und unten da leuchten wir. Die unterdrückten Massen werden durch die absurde Analogie („Sterne“ – „wir“) in einer menschenverachtenden Weise verspottet. Zudem erinnert der Sternenhimmel („oben“) an die von brennenden Scheiterhaufen übersäte Erde („unten“), ein Umstand, der durch die euphemistische Zustandsbeschreibung („leuchten“) dramatisch verharmlost wird.

      Mein Licht ist aus muss als die geradezu logische Konsequenz dieser Verhältnisse gelten. Wie sollte es außerdem anders sein, in einer Lebensform, in der kirchliche Ignoranz gegenüber dem „Licht“ den Gläubigen das Dasein verdunkelt und der Aufklärung keine Chance auf Entfaltung gibt? Für Wissenschaft und Bildung ist es im klerikalen Repressionssystem umgehend „aus“! Dem seiner Würde vollends beraubten Menschen bleibt nichts anderes übrig: ich geh’ nach Haus’. Das gegängelte Pseudoindividuum endet im „Haus“, einem dogmatisch eingezäunten und strengstens bewachten Sittengefängnis, in dem sämtliche Lebensvollzüge permanent kontrolliert werden.

      Doch damit nicht genug: Die Gewaltaffinität des Christentums gipfelt in der martialischen Schlusszeile Rabimmel, rabammel, rabumm. Man sieht vor dem freigeistigen Auge die Folterknechte des Pfarrgemeinderats vor der Tür jenes Hauses („rabimmel“), bekommt eingedenk der tradierten Grausamkeiten unweigerlich Angst („rabammel“) und kann sich wegen des großen Einflusses der Kirche gegen die vom Bischof angeordnete Zwangsöffnung („rabumm“) juristisch nicht zur Wehr setzen (Staatskirchenrecht). Die Trennung von Kirche und Staat ist hier eindeutig nicht mehr gegeben.

      Fazit

      Bei Laternenumzügen ist auf das Absingen von Ich gehe mit meiner Laterne zu verzichten. Es enthält zahlreiche weltanschauliche Konnotationen, die schwere psychische Beeinträchtigungen verursachen und nahtlos anknüpfen an die blutige Tradition der Kirche (Inquisition, Hexenverfolgung, Kreuzzüge – puh: endlich!).

      Dr. Josef Bordat
      Neutralitätsbeauftragter

      !happy!

      Quelle: jobo72.wordpress.com/2012/11/09/gutachten/
      и нечистые духи, выйдя из человека, вошли в свиней ... тут же ринулось с обрыва в озеро и утонуло в нём. 8o
      i кинулося стадо з кручi в озеро та й потонуло. :thumbsup:
      Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch. Aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott. (Werner Heisenberg, Atomphysiker)
      Mensch Bärchen - machst Dich ja in der letzten Zeit ziemlich rar hier im Forum. Nun verstehe ich aber wenigsten warum. :lol: Wenn man über so tiefgreifende Wortschöpfungen wie rabimmel, rabammel, rabumm nachdenken muss, dann bleibt wenig Zeit für ein Forum wie dieses hier. Es geht ja bei uns dann doch eher um weltliche Themen und Fragen die das reale Leben betreffen. Zum Glück beschäftigen wir uns hier weniger mit dem geistigen Dünnschiss von irgendwelchen Individuen, die sich den Titel Neutralitätsbeauftragter verpassen lassen, um dann solche Pamphlete zu verfassen, wie hier von Dir eingestellt. Aus meiner Sicht wiedereinmal etwas zum Thema - Dinge die die Welt (absolut) nicht braucht.
      Ach ja , meine Laterne geht auch nicht mit mir. Ich habe nämlich gar keine Laterne. :phatgrin: :lol: :phatgrin:
      Ich bin gestern mit meinem Sohn ebenfalls den Martinszug gegangen und habe dieses Lied mit voller Inbrunst gesungen.
      Das ist nämlich eines der wenigen Lieder, die mein Sohn (5Jahre) mir erlaubt zu singen, weil es bei diesem Lied nicht so auffällt, dass ich gar nicht singen kann. :rofl:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Parsifal“ ()

      Fasil schrieb:

      Aus meiner Sicht wiedereinmal etwas zum Thema - Dinge die die Welt (absolut) nicht braucht.

      Hätte mich auch gewundert, wenn Fasil das gut gefunden hätte! Ist akademisch witzig und ein Beitrag zum Thema "Political correctness).

      Und die Welt braucht gar nix. In paar Mrd. Jahren ist eh alles vorbei. Wozu dann überhaupt etwas tun.... ?(
      и нечистые духи, выйдя из человека, вошли в свиней ... тут же ринулось с обрыва в озеро и утонуло в нём. 8o
      i кинулося стадо з кручi в озеро та й потонуло. :thumbsup:
      Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch. Aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott. (Werner Heisenberg, Atomphysiker)
      Ist nicht am 21.12. der Weltuntergang oder habe ich schon wieder etwas falsch verstanden?

      Ich erinnere mich genau an den 21.12., da ich dieses Datum so angenehm finde: Man spart sich den lästigen Kauf der Weihnachtsgeschenke. Findet der Weltuntergang nicht wie angekündigt statt und stehe ich Weihnachten ohne ein Präsent vor meiner Frau, folgt sicher mein persönlicher "Weltuntergang".

      Gruß
      Siggi

      Obelix würde sagen, Die spinnen die R...

      hier was neues zum Martinstag.





      Der heilige Martin war römischer Soldat und lebte im vierten Jahrhundert in Frankreich. Laut Legende teilte er seinen Soldatenmantel mit einem frierenden Bettler und wurde so zum Inbegriff für Barmherzigkeit und Mitgefühl. Sein Namenstag wird seit Generationen in Deutschland und teilweise auch deutschsprachigen Gebieten etwa Österreich, Schweiz und auch Südtirol mit einem Laternenumzug der Kinder gefeiert.

      Dem Landesvorsitzenden der Linken in Nordrhein-Westfalen, Rüdiger Sagel, ist die Tradition offenbar zu christlich. Gegenüber der "Rheinischen Post" schlug er eine Umbenennung in "Sonne-Mond-und-Sterne-Fest" vor. "In vielen NRW-Kitas gibt es einen hohen Anteil von muslimischen Kindern. Ihnen sollte man die christliche Tradition nicht aufdrängen", begründete er.






      weiter lesen: web.de/magazine/nachrichten/de…-st-martin.html#.A1000145



      Gruß Wikinger sorry nur meine persönliche Meinung.
      Na das sind wieder die typischen Nebelkerzen der Reaktion, wenn ihnen nichts mehr einfaellt. Die gesamte Linkenfuehrung hat sich von diesen Sektieren, wenn solche Aussagen ueberhaupt gefallen sind, schon vor Tagen distanziert.
      Das sollte man geflissentlich ignorieren, man weiss ja aus welcher Ecke das kommt.
      Wuerde mich auf wichtigesres Politgeschehen wie Bruch der Wahlkampfaussagen von CDU und SPD konzentrieren....
      Die grosse Koalition haben sowohl Gabriel, als auch Steinbrueck noch vor 4 Wochen ausgeschlossen.
      Die CDU genauso Steuererhoehungen.
      Aufgrund so einer Politente fuehrt man das Stimmvieh jetzt an der Nase vor...
      keiner ist dagegen.....
      das ist eine luftdebatte um dich von den naechsten sozialkuerzungen abzulenken, welche dich weiss gott mehr treffen werden, als die aussagen eines kassenwarts eines bayrischen ortsverbandes einer marginalen oppositionspartei.

      Aruba schrieb:

      diesen Argumenten kann ich nicht mehr folgen

      Deshalb lernen Leute lesen und schreiben.....
      Darum gibt es Menschen, welche durchaus in der Lage sind sowas zu verstehen...
      Auch wenns mal kein Englisch fuer Kinder ist.... :)
      tja genau. so ist das, wenn die gewuenschten antworten vor der fragestellung feststehen und hinterher nicht mit der eigenen ideologie in einklang zu bringen sind ... :)))
      Nur mal so , meine Tochter mag den Martinszug, leider ist Sie krank.

      Ach und Gott sei Danke versteht Sie nichts von unserem Politgehabe und allen doch so wichtigen dingen der Welt.

      Schön wenn man noch so frei diese Welt begehen kann.
      Frei von diesem Müll....................

      Könnte man doch nur öfter mal tauschen, wäre schon ne feine sache.Relaxen hätte eine neue Bedeutung.

      Gruß Holger

      .......der sich nicht immer was um die Welt sch.......t
      Hoffnung ist keine Narrei solange nur einer bereit ist dafür zu kämpfen