Als hochqualifizierter Ukrainer einen Job in der EU finden

  • Wladimir da du Ingenieur bist hast du schon mal versucht dich bei einer oesterreichischen Firma zu bewerben ? Es gibt naemlich schon Moeglichkeiten wenn du das anstrebst. Sorry fuer Off topic


    4neo, danke dir für die guten Worte, ja, habe ich schon ca. 1000 Firmen in D und AT angeschrieben inerhalb von 10 Jahren, verschiedene Bewerbungen, auch nach deutschem Standard verfasst, also, erstmal natürlich viel Info eingezogen.
    Auch Fernarbeit in Erwägung gezogen.


    in AT alles durch http://www.ams.or.at


    Bei der Gehaltsvorstellung 3 Euro die Stunde.


    Ergebnis - nix, d.h. entweder gar keine Antwort, eine höfliche Absage, etwa, die Stelle sei schon besetzt, oder man ziehe nur Bewerber aus dem EU-Raum in Erwägung.


    Vor ca. 2 Jahren habe ich die Senderei als aussichtslos eingestuft und damit aufgehört.


    Und, weißte, ich würde echt ungerne einen Job in einem deutschsprachigen Land annehmen, während der deutsche Hans arbeitslos zu Hause sitzen muß...
    Also, mich wird dann das Gewissen quälen, wenn ich als Ausländer einem Einheimischen den Job wegnehme............

  • um den deutschen hans würd ich mir erstmal keine Sorgen machen, ...
    ich denke die Punkteanzahl von 50 würdest du zusammenbringen
    http://www.migration.gv.at/de/…fte-in-mangelberufen.html wird aber erst im Mai definiert was Mangelberufe sind.
    Das Problem ist aber der fehlende Arbeitgeber, wobei wenn du ihm bei der Bewerbung nachweist daß du bei diesem Punkte Programm die notwendige Anzahl zusammenbringst geht es vielleicht einfacher.
    Ich denke die meisten Personalabteilungen sind nur zu bequem sich den Paperkrieg anzutun.
    Was für ein Ingenieur bist du ?

  • Gehaltsvorstellung 3 Euro die Stunde


    So etwas ist überhaupt nicht gut und kann das Gegenteil Deiner Absicht bewirken.
    Wenn Du Dich soooo billig anbietest, kann Deine Arbeit auch nix wert sein, . . .
    könnte man auch denken.


    Hier hat in einem bekannten Kurierunternehmen ein selbstständiger, deutscher
    Fahrer für Fernfahrten 50 Cent pro Km. verdient. (ist ca. 300 Km pro Tag gefahren)
    Dann kam ein Pole mit einem rostigen Lieferwagen, hat sich für 25 Cent angeboten
    und die Tour bekommen.
    Der Deutsche hat für diese Tour 10 Std. gebraucht.
    Der Pole kannte sich nicht aus und brauchte 3 Tage dafür !!! (kein Witz)
    Es waren Terminsachen die nicht pünktlich ankamen und das kostete richtig Geld.
    Nach 3 Wochen hatte der Deutsche seine Tour für 50 Cent wieder.
    Seitdem ist dieses Unternehmen vorsichtig bei "Billiganbietern" aus dem Osten.

  • So etwas ist überhaupt nicht gut und kann das Gegenteil Deiner Absicht bewirken.
    Wenn Du Dich soooo billig anbietest, kann Deine Arbeit auch nix wert sein, . . .
    könnte man auch denken


    Wolle,


    du hast wohl recht. Deine Worte haben einen großen Sinn. Ja, du hast bestimmt recht!


    meinste, ich hätte alle, all diejenigen, die ich angeschrieben habe, abgeschreckt?


    das glaube ich nicht.., was sagst du?

  • um den deutschen hans würd ich mir erstmal keine Sorgen machen, ...
    ich denke die Punkteanzahl von 50 würdest du zusammenbringen
    http://www.migration.gv.at/de/…fte-in-mangelberufen.html wird aber erst im Mai definiert was Mangelberufe sind.
    Das Problem ist aber der fehlende Arbeitgeber, wobei wenn du ihm bei der Bewerbung nachweist daß du bei diesem Punkte Programm die notwendige Anzahl zusammenbringst geht es vielleicht einfacher.
    Ich denke die meisten Personalabteilungen sind nur zu bequem sich den Paperkrieg anzutun.
    Was für ein Ingenieur bist du ?


    4neo,


    danke dir, du schreibst Sache!


    wenn du Ukrainer wärest, warum würdest du dir keine Sorgen um den deutschen Hans machen? Du wärest ja der Fremde..


    und das ist eine interessante Seite, die du da angeführt hast.
    50 Punkte, es hängt alles von den Mangelberufen ab.


    jedoch zweifle ich, daß mein Beruf Mangelware in der AT wäre - ich bin Ingenieur-Konstrukteur für Elektromaschinenbau, aber ich arbeite Ingenieur-Konstrukteur für Sonderbauten und Erzeugnisse aus Blech sowie technischer Zeichner.


    Aber der Arbeitgeber oder Geschäftspartner - das ist der Haken - ich habe mir schon viel Mühe gegeben in der Sache, alles umsonst.


    Ich staune nur, wie es auf der Welt so sein kann, daß die einen, die nix machen, alles einfach so aus dem Himmel gestürzt bekommen, und die anderen, die richtig Einsatz leisten, nach wie vor mit leeren Händen da stehen.


    Keine Ahnung. Aber ne-ne --- keine Spur von Neid oder sowas!


    Aber nachgucken kostet nix - interessant, wie diese Verordnung ausschauen wird.
    Ich danke dir herzlich für den guten Tipp!


    -

  • Wladimir, in was für einer Branche bist du Ing, dann erst mal sehen wo im


    Schnitt das Gehalt liegt, da kann man dann eventuell 5 % drunter gehen, aber


    das sollte genug sein.



    Berdsk, danke! nur 5%...?


    Branche -- Engineering in Blecherzeugnissen und Sondervorrichtungen in Punkto Mechanik. Sondermaschinenbau ginge auch, aber mit Einschränkungen - man muß auch immer auf den Gegenstand der Sache bzw. das Produkt achten.


    Ja, aber wo kann man den Durschnitt nachgucken?


    Ich habe schon x-mal verschiedene Stellenangebote aus AT und D angeguckt mit der Hoffnung, dort mehr Info einzuziehen - aber dort steht überall "Entllohnung nach Vereinbarung".
    Ich finde, das ist einerseits plausibel, aber andererseits für mich als Ukrainer recht seltsam - in der UA steht schon meistens die Lohnangabe +/- so und so jenach Qualifikation,
    damit der Bewerber eine Vorstellung davon hat...

  • meinste, ich hätte alle, all diejenigen, die ich angeschrieben habe, abgeschreckt?




    das glaube ich nicht.., was sagst du?


    Wladimir, das habe ich mit meinem realen Beispiel schon angedeutet.
    Viele Unternehmen sind geldgierig, werden deshalb unvernünftig,
    verlieren die Kontolle über die realistische Einschätzung der Situation und
    was alles passieren kann. Die denken nicht zu Ende.


    Diese verspätet angelieferten Terminsendungen haben sehr viel Geld gekostet,
    welches sie sich aber von dem polnischen Fahrer wiedergeholt haben.
    Der hat im Endefekt nix verdient. Außer Spesen nix gewesen. Benzin ist teuer.
    Man kann wegen dieser Geldgier auch ganz schnell Kunden verlieren.


    Du hast mit Sicherheit nicht alle abgeschreckt, aber viele mit Deinem
    "Billigangebot" zum Nachdenken bewegt.
    Drehe die Situation einmal um. Wenn Du der Firmenchef wärst, was würdest Du
    dann denken ? ". . . warum macht der das so billig ?"
    Du musst versuchen (wie beim Schachspielen) Dich in die andere Seite reinzuversetzen
    und Deine Situation dann selbstsicher anpassen.


    Wie willst Du mit 3 EUR/Std. Deine Miete bezahlen und etwas zu essen haben ?
    Für 3 EUR/Std. krabbelt hier keiner aus dem warmen Bett, sondern dreht sich
    wieder um.


    Berdsk sagt es richtig. Erst einmal erkundigen wie Dein "Marktwert" in D ist.
    Dann gehst Du etwas runter aber nicht so extrem.


    Deine gute Arbeit hat schließlich seinen Preis und Dein Selbstbewusstsein darf
    nicht sinken weil andere über Dich lachen wegen Deinem Stundenlohn.
    Das geht garnicht und Du würdest nicht alt werden in der Firma.

  • Wladimir,
    was Berdksk schreibt ist richtig und auch meine Meinung. Deine Ausführungen entsprechen auch denen meines Schwiegervaters.Mit ihm skype ich fast täglich bis der PC raucht. Meine Verwandten kennen meine Lebensgewohnheiten recht gut weil sie 2x3 Monate bei uns waren. Selbst unsere alte Babuschka, damals bereits 75 (!)war 3 Monate hier in DE. Mit dem Flieger wollte sie nicht und so ist sie 2 Tage und Nächte durch ukrainische und polnische Schlaglöcher ( in 2003 ) geritten , in einem Bus voller Wodkaleichen, nur um das neue Lebensumfeld ihrer Enkelin zu begutachten und ihren Urenkel zu begrüßen!! Liebevolle und grundehrliche Menschen.
    Ich lese hier im Forum seit Wochen aufmerksam und auch zwischen den Zeilen. Mit Wahrheit und Realität haben viele Beiträge nichts zu tun! Wenn ich in DE hart gearbeitet habe und danach entlohnt wurde, dann habe ich auch hohe Beitäge in die RV gezahlt und bekomme daher mit ZVK-Bau eine Rente von 2.000,--Eu. Damit kann ich hier sorglos leben sehr viel mehr auch nicht! Ich bin restlos zufrieden und meine Familie auch. Ich wohne im eigenen, längst bezahlten EFH und habe keinen Grund über DE zu jammern.Wenn ich aber meine Rente nehme um damit in der UA zu leben,dann hätte ich dort ca. 21.000,-- UAH im Monat zu verprassen -- von der Warte aus kann man gut den dicken Wilhelm und an vielen Stellen den Oberlehrer spielen! So ist das von wegen scheiß DE!
    Noch eine Kleinigkeit. Ich lese: bin 45, gesch., 2 Kinder suche junge ( doch sicher ahnungslose ) Ukrainerin, um evtl. in UK zu leben!
    Hier bedarf es einer Unterhaltszahlung lt.Düsseldorfer-Tabelle von mindestens 1.200,00 Eu plus Eigenbedarf für gehobenen Lebensstandart in UA, ich denke so 500,-- Eu . Das macht so müde 17.000,--UAH im Monat. Wo gibt es diese Stelle? Mein Schwager ist ebenfalls Ingenieur in der Metallbranche und seit Jahren in Lohn und Brot-er hat sich halbtot gelacht-- ich lache mit! Er lebt nicht als Traumtänzer im Wolkenkuckucksheim sondern im Raum Cherson-Nikolajev!
    Ich selbst war bisher nicht in der UA und dabei bleibt es auch -als Nachkomme der Endsieger und Mörderbande schäme ich mich zu sehr!! Nun darf getrost mit dem dicken Knüppel geworfen werden --es geht mir glatt am Hinterteil vorbei!
    Bis dann und viele Grüße
    R.W.

  • Um eine Stellung in DE als Hochqualifizierter zu erhalten, muss das Gehalt über der Beitragsbemessungsgrenze (monatlich 4800 Euro Ost, 5600 Euro West) liegen. Warum das Gehalt so hoch ist? Weil man nur absolute Spezialisten in DE auf dem Arbeitsmarkt einladen will. Dazu reicht ein Hochschulabschluss nicht aus. Kein akademischer Berufsanfänger bekommt so ein Gehalt. Die Bewerbungen machen also nur dann Sinn, wenn er Spezialkenntnisse auf einem Gebiet vorweisen kann und diese Kenntnisse in DE Mangelware sind. Umgangssprachlich formuliert muss Wladimir in seinem beruflichen Bereich in UA ein Star sein, sonst macht man ihm nur falsche Hoffnungen. Für Österreich mag das anders sein, aber in DE sieht es leider so aus.


    Gruß
    Siggi

  • So jetzt hätte ich aber doch gerne gewusst, wie ich bei Wladimir die Berufsbezeichnung Ingenieur zu verstehen habe. Wenn ich meine Berufsausbildung vor meiner späteren Tätigkeit im öffentlichen Dienst betrachte. Dann muss ich doch sehr staunen. Zum Vergleich kann ich noch meine ukrainische Ehefrau anführen. Diplom-Ingenieurin der Fachrichtung Mess- und Regeltechnik, Studium an der Universität Kiew mit Abschluss spätere Verwendung als Abteilungsleiterin in diversen Fabriken für Fernsehtechnologie in der Ukraine. Nach dem Zusammenbruch ins Ausland gegangen und nach verschiedenen Tätigkeiten zuletzt auch wieder als Diplom-Ingenieurin gearbeitet (Das sehr gute Gehalt konnte aber nicht in München, der Zentrale dieser Firma, für eine Deckung der Lebenshaltungskosten ausreichen).
    Jetzt zurück zu mir. Mittlere Reife, Mechanikerlehre im Handwerk, 2 Vorsemester an der Ingenieurschule für Feinwerktechnik, Fachrichtung hydraulische Steuerungen und Antriebe, anschließend bei der Marine als Waffensystem Mechaniker (Obermaat) an Bord eines Zerstörers ca. 6 Jahre. Zu diesem Zeitpunkt war meine Berufsbezeichnung: Qualifizierter Facharbeiter der Feinwerktechnik.
    Abitur (Matura) habe dann auf Abendschule nachgeholt und auch ein Studium mit Diplom etc abgeschlossen neben der allgemeinen Ausbildung im öffentlichen Dienst.
    Was will ich wissen von Dir, lieber Wladimir? Was hast Du gelernt, welche Schulbildung war die Grundvoraussetzung Deiner Ausbildung, wie ordnest Du Deine Tätigkeit und Deine Kenntnisse ein, was hast Du bisher tatsächlich gemacht?
    Alles andere zählt bei einer Bewerbung in Deutschland überhaupt nicht mehr. Also wäge ab zwischen hochstapeln und untertreiben, beides bricht Dir das Genick, hier in der Ukraine und überall auf der Welt. Gruß Oldtrotter

  • Das sehr gute Gehalt konnte aber nicht in München, der Zentrale dieser Firma, für eine Deckung der Lebenshaltungskosten ausreichen


    Diese Aussage verstehe ich nicht. Ich habe Kunden im Großraum München. Die Mitarbeiter bekommen sicher nicht alle ein sehr gutes Gehalt, aber das sie die Lebenshaltungskosten damit nicht decken können, habe ich noch von niemanden gehört. Viele aus dem bayerischen Wald zieht es nach München, sie fahren sogar zum Teil täglich die gut 150km einfache Strecke, da die Gehälter in München wesentlich besser als im Umfeld sind.


    Gruß
    Siggi

  • Zitat von »oldtrotter«



    Das sehr gute Gehalt konnte aber nicht in München, der Zentrale dieser Firma, für eine Deckung der Lebenshaltungskosten ausreichen


    Diese Aussage verstehe ich nicht. Ich habe Kunden im Großraum München. Die Mitarbeiter bekommen sicher nicht alle ein sehr gutes Gehalt, aber das sie die Lebenshaltungskosten damit nicht decken können, habe ich noch von niemanden gehört. Viele aus dem bayerischen Wald zieht es nach München, sie fahren sogar zum Teil täglich die gut 150km einfache Strecke, da die Gehälter in München wesentlich besser als im Umfeld sind.


    Das kann widerum ich nicht verstehen. Ich habe mich vor vielen Jahren mal in Münschen bei einem großen Elektrokonzern beworben. Letzendlich habe ich die Stelle doch nicht genommen, da mir die Unterhaltskosten in München zu hoch waren. Oder das Gehalt zu niedrig?! :D

  • Wladimir,


    Ich glaube nicht, dass die Absage mit Gehalt in Verbindung kommt. Ukrainischer Diplom wird doch in Eu nicht anerkannt. Bei meiner Schwester war genau dieser Fall.


    Aber ich habe doch etwas gefunden, vielleicht bringt dich das weiter:


    Lothar Riedle sagt:"wir sind eine Personalagentur, die darauf spezialisiert ist, ukrainische Ingenieure nach Deutschland zu bringen.
    Falls Du noch Bedarf hast, schreibe an Viktoriia@international-academic.de.
    Kannst Ihr auch auf russisch schreiben."


    Gruss Lothar
    http://blog.bildungsserver.de/infoboerse/?p=1254

  • Die Lebenshaltungskosten in München sind sehr hoch und ich persönlich kenne zwei Polizisten aus Norddeutschland die sich nach München beworben haben und dort auch ein bzw. zwei Jahre gearbeitet haben:Beide sind wieder zurück nach Norddeutschland da sich hier mit dem identischen Gehalt "besser" leben läßt!


    Orginalton eines Beamten:"Für die Miete meiner 2-Zimmerwohnung in München bekomme ich hier ein schönes Einfamilienhaus mit Garten und Garage"!


    Ob in der freien Wirtschaft in München besser bezahlt wird als in der norddeutschen Tiefebene entzieht sich meiner Kenntniss-ich nehme es aber stark an.


    Gruß


    Martini

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